Es ist Dienstag 23:45 Uhr. Die Haustür ist schon abgeschlossen. Der Hund schnarcht vehement im Flur. Mit Pantoffeln an den Füßen und der Zahnbürste im Mund bin ich mental schon im Bett. Da geht der Funkmeldeempfänger an und verkündet einen Wohnungsbrand in Dienheim, dem Nachbarort.
Wohnungsbrand bedeutet immer, dass die Feuerwehr mit der ganz großen Musik anrückt. Drehleiter und zig weitere Fahrzeuge, DRK Rettungsdienst dazu. Also wieder rein in die Klamotten und Schuhe, den Kamerarucksack schnappen, das Auto aus der Garage holen und gen Blaulicht düsen. Der spektakuläre Wohnungsbrand mutiert vor Ort dann zum halbwegs harmlosen Baustellenfeuer. Dennoch hab ich schnell ein paar gute Bilder im digitalen Kasten und bin nach zwanzig Minuten wieder auf dem Heimweg.
Daheim den Computer wieder anschmeißen, die Bilder aufbereiten und direkt auch den Artikel schreiben. Dann alles an die Lokalredaktion und auch den Online-Desk der Allgemeine Zeitung mailen, falls der Frühdienst das online direkt mitnehmen will. Richtig vermutet, um 07:58 Uhr ging der Artikel heute mit Bild online. Es ist 01:45 Uhr. Die Haustür ist wieder abgeschlossen. Der Hund schnarcht schon wieder vehement im Flur. Ich habe abermals die Pantoffeln an den Füßen und die Zahnbürste im Mund und bin fünf Minuten später nicht nur mental endlich im Bett.
Der Elektrische Reporter hat einen sehr interessanten Beitrag zum Thema “Digitale Identität: Das Ich im Netz” veröffentlicht. Es geht vor allem darum, dass in sozialen Netzen wie Facebook & Co Menschen immer öfter ihr tatsächliches Ich etablieren, also kein virtuelles Alter Ego mehr, wie beispielsweise in Second Life. Mit diesem digitalen Wolkenkuckucksland konnte ich übrigens nie was anfangen, denn ich finde nichts, absolut nichts ist so spannend, wie das echte reale Leben. Daher hat mich diese Realitätsflucht ins digitale Zweitleben nie interessiert.
In Facebook ist der Mensch heute fast immer der, der er auch im realen Leben ist. Der echte dicke 40-jährige Max Mustermann bleibt auch digital Max Mustermann und mutiert nicht zur 21-jährigen drallen Blondine Berta Beispiel. Mit anderen Worten, die virtuelle Welt wird immer realer. Hier das Video von Mario Sixtus, alias Elektrischer Reporter.
Eben gerade ein schönes Bolg entdeckt: BILDblog von Lukas Heinser. Das BILDblog schaute ursprünglich nur der Bildzeitung aufs Maul die Feder, knöpft sich jetzt aber auch andere Medien vor. Schöne Sachen drin. Der neue Beitrag “Aus Lustprinzip gegen Klaus Wowereit” gefällt mir gut, zeigt er doch, wie man aus unverfänglichen Fragen und Antworten recht manipulative Überschriften zaubern kann.
Leukämie ist als Krankheit ein Wettlauf gegen die Zeit. Eine Stammzellenspende kann Leben retten. Spender kann es nie genug geben! Gestern kam das Typisierungs-Set der DKMS per Post bei mir an. Damit kann sich jedermann sehr einfach als Stammzellenspender typisieren lassen. In meinem nachfolgenden Video geht es genau darum. Ich will damit zeigen, wie absolut einfach es ist und vor allem auch wie unglaublich wichtig! Also, bevor ich hier lange Worte verliere…
Ich würde mich freuen, wenn das wie immer handgeschüttelte und selbst geschnibbelte Video möglichst viele von Euch motiviert, sich typisieren zu lassen. Es braucht keine großen Taten, um ein Held zu sein! Echten Helden begegnen wir im Alltag. Hier noch einige weitere Hintergrundinformationen zum Thema und dem aktuellen Fall, vor allem aus der Allgemeinen Zeitung Mainz.
Boah Ej! Da hat es doch tatsächlich mein bescheidener kleiner Kommentar “Was lange währt wird endlich geil” in meinem kleinen bescheidenen Blog in die Liste der Pressestimmen auf www.t-online.de geschafft. Und ich fragte mich schon, wo auf einmal der ganze Traffic herkommt.
Gestern bin ich dank @K-T-alking über ein sehr schönes Blog namens Lose Wurst gestolpert. Wobei bei genauerer Betrachtung der Begriff “schön” revidiert werden muss. Denn Ringo Dühmke berichtet dort mit unerbittlichen Bildern, zu welchen kulinarischen Grausamkeiten “Essen auf Rädern” fähig sein kann. Mal ist es “blaß um die Eier”. Und “Montäglich grüßt das Nudeltier”. Auch werden “3 Gründe gegen Bratfischstäbchen mit Kartoffeln” geliefert. Und wenn jetzt nocheinmal jemand über unser “Betriebsrestaurant” hier bei uns im Hause rumnörgelt….! Da der letzte Blogeintrag bereits vom November 2008 ist, vermag ich nicht zu sagen, welches Schicksal den Blogger ob des wie dargestellt verspeisten Nahrunsangebotes ereitl hat. Ich hoffe das Beste In diesem Zusammenhang bietet es sich an, auch nochmal auf das “Speck-Blog” Everything-Bacon vom Zeitlupenbär hinzusweisen.
Herzlichen Glückwunsch! T-Online.de hat heute Nacht um 4:00 Uhr eine gesunde und stramme neue Webseite zur Welt gebracht. Die unzähligen stolzen Mütter und Väter … blablabla … dröger Scherz beiseite. Heute Nacht erfolgte der Relaunch von www.t-online.de. An dem Projekt haben wir die letzten Wochen viel und intensiv gearbeitet. Auch meine Wenigkeit hatte zwei Baustellen zu betreuen. Einmal den Themenbereich Digitalkamera bei digitalLeben und den Bereich Gadgets an gleicher Stelle. Das neue Seitendesign ist deutlich luftiger, endlich “unbunter” und deutlich moderner als die vorherige stückige Farborgie. Auch seitens der Navigation hat sich viel getan. Beim Mouseover über Rubriken-Reiter öffnen sich jetzt Flyout-Menüs, die alle Themen-Unterseiten eines Portals zeigen. Fotoshows aber auch Videos und ähnliches geht jetzt immer in Lightboxen auf. Auch das Thema Regionalisierung soll ausgebaut werden. Bisher sind die Bundesländer eingebunden. Aktuell läuft unser CeBIT 2010-Spezial und ist über das Flyout-Menü in der Rubrik Computer angebunden.
Das Backend macht richtig Spaß
Aber nicht nur an der Nutzer-seitigen Oberfläche hat sich einiges getan. Auch für uns läuft die Arbeit mit dem Coremedia CMS-Backend deutlich effizienter und geschmeidiger ab, als vorher. Viele Prozesse wurden automatisiert. Vorher händisch zu pflegende Listen werden jetzt on the fly vom System erzeugt. Das gleiche gilt für viele Verlinkungen. Bilder in allen Formaten können per Drag & Drop in einen “Container” geworfen werden, die nötigen Datensätze werden automatisch angelegt. Statt einem halben Dutzend Teaser muss jetzt nur noch ein einziger nach dem Motto “one size fits all” angelegt werden. Der Teaser merkt, auf welchem Platz er in einem Layout sitzt und zeigt automatisch das passende Bild und den Text in der richtigen Länge an.
Heute habe ich in Print Würgt, dem Blog von Michalis Pantelouris, einen Beitrag über eine Art neue Recherche-Strategie der Bunden gelesen. Deren Chefredakteurin Patricia Riekel erklärte unlängst quasi öffentlich Politiker zum journalistischen Freiwild. Nein, natürlich nicht expressis verbis. Sie argumentiert sogar mit dem Pressekodex, den Spielregeln des Deutschen Presserates. Nur dass Sie diesen quasi mit negativem Vorzeichen auslegt. Konkret geht es darum, wie Franz Münteferings neue Liebe & Ehe “methodisch erschlossen” wurde. Das geschah unter Missachtung der Privatsphäre und mit zweifelhaften Methoden. Patricia Riekel lässt sich dazu wie folgt aus: Read the rest of this entry »