3. November 2009

Das Leben mit dem Tod beginnen und mit einem Orgasmus beenden

Über diese Umkehr unseres bisherigen Lebensentwurfes bin ich heute im Tagebuch eines Internetjunkies gestolpert:

Lieber Gott,

hier ein kleiner Verbesserungsvorschlag:

Das Leben sollte mit dem Tod beginnen – und nicht andersherum! Stell Dir das mal vor: Du liegst six feet under, es ist dunkel und muffig und dann gräbst Du dich dem Licht entgegen.

Dort angekommen gehst Du ins Altersheim, es geht Dir von Monat zu Monat besser und wirst dann rausgeschmissen, weil Du zu jung wirst, spielst danach ein paar Jahre Golf bei fetter Rente, kriegst eine goldene Uhr vom Arbeitgeber und fängst gaaaanz laaangsam an zu arbeiten.

Nachdem Du damit durch bist, geht’s auf die Uni. Du hast inzwischen genug Geld, um das Studentenleben in Saus und Braus zu genießen, nimmst Drogen, hast nix als Frauen bzw. Männer im Kopf und säufst dir ständig die Hucke voll.

Wenn Du davon so richtig stumpf geworden bist, wird es Zeit für die Schule, die natürlich mit einer einwöchigen Klassenfahrt ins benachbarte Ausland beginnt.

In der Schule wirst Du von Jahr zu Jahr blöder, bis Du schließlich auch hier rausfliegst, natürlich mit einer riesigen Tüte voller Süßigkeiten. Danach spielst Du ein paar Jahre im Sandkasten, anschließend dümpelst Du neun Monate in einer Gebärmutter herum und beendest dein Leben als Orgasmus!

Das wäre doch geil!

Dazu abschließend meinerseits noch eine Anmerkung: Jetzt kapier ich endlich, warum die Franzosen einen OrgamusLe petit mort„, sprich „der kleine Tod“ nennen!! 🙂

P.S. Sollte der Orgasmus, mit dem man nach diesem Konzept sein Leben beendet, der einzige in der gesamten Lebensspanne sein, wäre der Verbesserungsvorschlag wohl kaum wirklich eine Verbesserung.

P.P.S Soeben habe ich Twitter sei Dank den gleichen Text auch im Stephan Hertz-Blog entdeckt. Scheint ein Internet-Classic zu sein.

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