Ein erster Pionier geht die schöne neue Medienwelt an!

Am 3. Dezember hatte ich die Frage gestelllt: „Sieht so die Zukunft der Nutzung von Medien aus? Hoffentlich!“ Auf Media Digital habe ich nicht DIE aber eine mögliche Antwort gefunden. Der österreichische Journalist Georg Holzer schreibt in seinem Blog, dass er genau auf diesem Konzept basierend im Jahr 2010 Eine Tageszeitung für die digitale Wissensgesellschaft an den Start bringen will. Fünfmal pro Woche (Dienstag bis Samstag) soll die in eben dieser in dem Video (siehe unten) gezeigten digitalen Form erscheinen.

Der Wandel hat begonnen.

Ich finde das sehr spannend! Die Mediennutzung wird sich nicht wandeln. Nein, denn für alle, die es noch nicht gemerkt haben: Dieser Wandel ist längst schon im vollen Gange! Was vor rund einem Jahr mit den eBook-Readern als „monomediales“ Konzept für den Konsum elektronische Bücher begonnen hat, wird sich zu einem multimedialen Szenario auf einer homogenen mobilen technischen Plattform weiter entwickeln. Schauen wir uns doch mal an, wass jetzt schon auf Plattformen wie dem iPhone möglich ist!

Wir werden bald schon erste Lösungen sehen, die einen Mix aus mehreren Medien darstellen werden. Wie in diesem Video werden wir Inhalte von Tageszeitungen, Magazinen, Büchern, Filmen und Videostreams, Musik und Web 2.0-Anwendungen auf einer solchen digitalen Plattform nutzen können. Ich tippe auf Apple als Pionier für diese mobile Tablet-Plattform, nachdem das CrunchPad von den Machern und deren Partnern noch vor der Geburt abgetrieben wurde.

Und wir Journalisten werden mehr und mehr multimedialen Inhalt für diese Medien produzieren. Da wird es keinen reinen Texter mehr gegeb, keinen reinen Radio- oder TV-Reporter. Wir werden Inhalte zunehmend und noch viel mehr als jetzt in mehreren dieser Darreichungsformen aufbereiten müssen.  Dem Text werden erklärende animierte Grafiken ebenso beigestellt, wie beispielsweise Videos über aktuelle Ereignisse.

Das Gute ist, dass man dank digitaler und bezahlbarer Technik damit auch regionale und lokale Ereignisse auch filmisch darstellen kann, wie man es beispielsweise hier bei der Allgemeinen Zeitung bereits sieht. Auch solche Konzepte müssen ausgebaut werden. Auch „User generated Content“ wäre hier integrierbar, denn manchmal ist ein Videojournalist nicht schnell genug vor Ort und eine Redaktion hat zu wenig VJs, um alle Ereignisse abzudecken.  Das eine Mitwirkung der Leser/Nutzer auch die „Leser-Blattbindung“ (wenn ich diesen analogen Begriff einmal nutzen darf) stärken kann, liegt wohl auf der Hand.

Interviews könnte man in einem solchen digitalen Artikel nicht mehr als brottrockenen Text abdrucken, sondern als Video- oder Audiocast einbinden und damit das potential einer solchen multimedialen Plattform nutzen.

Aber auch für die Vermarktung bieten sich hier Chancen, ermöglicht so ein „Medientablet“ doch neue Anzeige- und Werbeformen, die auch direkt eine Internet-Anbindung nutzen können.

Mancher Journalist, vor allem die „altgedienten“ mögen Angst vor dieser neuen Medienwelt haben. Da aber nichts so beständig ist, wie der Wandel, kann ich für mich nur feststellen: Ich freue mich auf diese „schöne neue Welt“. Ich gebe zu, ich bin halt ein Technik-Freak und finde solche Spielsachen auch geil!

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