13. Januar 2010

Hey Mark Zuckerberg! Wenn man keine Ahnung hat …

Mark Zuckerberg hasst unseren Anspruch auf Privatsphäre.
Mark Zuckerberg hasst unseren Anspruch auf Privatsphäre.

… einfach mal die Fresse Schnauze halten! Ach ja, das wollte ich schon längst wieder mal sagen schreiben und dieser picklige Hacker, der sich Facebook ausgedacht hat, ist so lieb und liefert einem Anlass und Futter dafür! Mark Zuckerberg findet es doof, das wir alle auf Privatsphäre wert legen! Er findet es doof, das wir Facebook nicht bereitwillig alles über uns nicht nur erzählen, sondern auch zur Nutzung freigeben wollen. Wie Kollege Kai Biermann in der Zeit so trefflich fomruliert, ändert sich zum Glück unsere Einstellung zum Thema Privatsphäre deutlich langsamer, als es Menschen wie Zuckerberg lieb ist.

Da darf man sich doch nicht wundern, dass jeder vierte Deutsche im Internet lügt wie gedruckt getippt. Da gebe ich gerne zu, dass ich in Bezug auf meine persönlichen Daten im Internet nicht selten bekennender Lügner bin. Was gehen all diese Zuckerbergs im Netz mein Einkommen, meine Wohnverhältnisse oder was auch immer an? Nix! Aber was sagt so jemand wie Zuckerberg zum Thema Schutz der Privatsphäre? n-tv schreibt: „Zuckerberg sieht Facebook gar als heldenhaftes Unternehmen, das sich den Zwängen allzu penibler AGBs zum Wohle des „Systems“ entzieht.“ Von Helden jedweder Art hab ich seit Mai 2009 sowieso die Schnauze aber sowas von gestrichen voll! Und dem Dummbabbler, wie man in Rheinhessen sagt, gehört der Internetzugang auf Lebenszeit verboten. Dem Typ würde ich gerne mal was erzählen, aber das wird wohl kaum passieren. Hier im Interview erklärt er, dass er Privatsphäre und Datenschutz für „nicht mehr zeitgemäß“ hält. Ja danke fürs Gespräch.

Aber jetzt kommts! Viele Nutzer im Internet geben ihm indirekt Recht! Doch! Im Ernst! Nein, nicht etwa indem sie auch sagen, das Datenschutz und Privatsphäre irrelevant sind. Neee. Unzählige Nutzer haben eine „Persönliche-Daten-Diarrhoe“! Sobald bei Facebook, StudiVZ oder wo auch immer weiße Formularfelder auftauchen, werden diese in sklavenhafter Bereitwilligkeit mit Daten gefüttert. Da werden Namen, Geburtsdaten, Bruttohaushaltseinkommen und allerlei mehr Daten preis gegeben, sodass Web-Werbeagenturen den Müll, den sie Dir schicken, genau auf Dich maßschneidern können. Völlig sorglos werden von Jugendlichen süße Bildchen hochgeladen, dass ein jeder Pädophiler seine wahre Freude hat.  Ich könnte die Aufzählung hier fortsetzen, aber Ihr wisst sicher, worum es geht.

Solange es so viele Menschen gibt, die den ganzen Zuckerbergs im Netz all das in den Rachen werfen, wonach diese Datensammler so gierig lechzen, darf man sich nicht wundern, wenn diese Typen das nicht nur ausnutzen, sondern auch eine Abschaffung des Datenschutzes und der Privatsphäre fordern.  Also liebe Leute, wenn es um Eure Privatsphäre und die damit verbundenen Daten und Informationen geht, dann gilt dieses Werbemotto, das ich ja eigentlich zum Kotzen finde: Geiz ist geil!

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