Bouldern: Klettern mit ohne ganz nach oben

Nachdem der Schnupperkurs im Sportklettern die Neugier geweckt hat, war ich am Sonntag erstmals eine Runde Bouldern. Bouldern ist quasi „Klettern mit ohne ganz nach oben“. Ich war mit Max, einem Bekannten, im Blockwerk in Mainz sozusagen „auf Fallhöhe“ klettern. Über das Klettern selbst könnt Ihr Euch in dem Video informieren, dass ich zusammen gestümpert habe, denn zugucken ist spannender oder vielleicht eher witziger, als drüber zu lesen. Ich will hier nur kurz ein paar Worte zur Bewertung des Blockwerks verlieren.

Das Blockwerk ist eine ehemalige Fabrikhalle gegenüber der Phönixhalle in Mainz. Die Boulder und die einzelnen Routen sind gut und vielfältig, soweit ich das beurteilen kann, denn ich habe bisher keine andere Halle kennen gelernt. Der Milchkaffee, den Du an der Theke im Eingangsbereich günstig bekommst, ist extremst lecker. Auch die Preise für Getränke und Snacks sind ausgesprochen moderat, Du wirst echt nicht abgezockt. Etwas mager aber ist die Infrastruktur, vor allem in Sachen Umkleiden. Die Halle ist riesig, es klettern sehr viele Leute. Die Umkleide aber ist wirklich winzig oder sollte ich winzigST sagen. Vier Personen und das Kabüffchen ist rappelvoll und in die winzigen Spinde passt keine Sporttasche. Zwei Duschen sind auch nicht gerade üppig. Die „Umkleidehalle“ im Bewegungsforum in Nieder-Olm spielt da auf Bundesliganiveau, während das Blockwerk hier eher vierte Kreisklasse darstellt. Die Leihschuhe sind ok, aber scheinbar in den gängigen Größen schnell vergriffen. Und es gilt das gleiche wie in jeder Bowlinghalle, die Schuhe werden ausgegeben und eingesammelt und fertig. Das Gefühl, in Schuhen zu stecken, in denen schon viele andere Füße steckten, ist ungeil.

Fazit in Sachen Blockwerk: Boulder und Routen? Geil! Atmosphäre und Publikum? Cooool! Milchkaffee? Erste Sahne! Umkleiden und Infrastruktur? Ja nee, ist klar!

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