Und wieder treibt jemand die Netzsperren-Sau durchs Dorf

Kaum war diese Debatte über die Netzsperre für Seiten mit Kinderponrografie bei uns vom Tisch und durch die Maxime „Löschen statt sperren“ ersetzt, da treibt die EU in der Gestalt von Eu-Kommissarin Cecilia Malmström diese Netzsperren-Sau abermals durchs Dorf. Der Spiegel nennt sieben gute Gründe dagegen. Auch Die Zeit erklärt, warum das Konzept nichts taugt. Wenn ich das so lese, was die Befürworter der Sperren da so sagen und denken, dann bestätigt sich die Erkenntnis, dass die einfach keine Ahnung haben.

Nur ein Beispiel. Kinderpornografie wird nicht einfach offen über für jeden sichtbare Internetseiten feil geboten. Der Tausch erfolgt in erster Linie zwischen den Pädophilen über verdeckte Seiten und vor allem Peer-to-Peer-Verbindungen. Und wie bitte will man diese sehr kurzfristigen und nicht permanenten Verbindungen erstens aufdecken und zweitens sperren? Aber scheinbar ist bei der deutschen Regierung diesmal etwas Vernunftbegabung feststellbar, denn die Justizministerin  Leutheusser-Schnarrenberger argumentiert gegen die Pläne der EU.

Löschen statt Sperren
Löschen statt Sperren

Das wichtigste Argument gegen die Netzsperren aber ist deren Wirkungslosigkeit! Wenn der Zugang zu illegalen Informationen gesperrt ist, sind die Information selbst nach wie vor vorhanden. Und jede Sperre läßt sich umgehen! Deshalb kann es bei diesen strafbaren Inhalten nur eines gegen: Löschen statt sperren! Was weg ist, ist weg und es kommt keiner mehr dran. Ende Gelände, aus die Maus! Sperren sollte man indes nur eines: Die Täter und zwar möglichst lange weg! Das ZDF hat zu diesem Thema eine sehr gute Zusammenfassung gesendet:

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