Wo zur Hölle ist Matt? Ich hab Fernweh!

Ich bin heute über eine witzige Geschichte mit einem witzigen Video gestolpert. Matt Harding ist ein Amerkianer, der eines Tages die Faxen vom geregelten Leben und Alltag dicke hatte. Also kündigte er 2003 seinen Job, nahm sein Erspartes und begann um die Welt zu reisen. Damit seine Verwandten und Freunde wissen, wo er sich gerade herum treibt, startete er die Internetseite www.wherethehellismatt.com, also „Wo zur Hölle ist Matt?“ Nach einigen Monaten hatte ein Freund und Reisebegleiter eine Idee. Er sagte mitten im vietnamesischen Hanoi: „Matt, warum stellst Du dich nicht mal da hin und machst Deinen komischen Tanz. Ich filme das.“ Matt kann nicht wirklich tanzen und vollführt dennoch ein obskures Gehopse.

Jahre später fand irgend jemand das Video im Internet und verteilte es an Freunde. Was jetzt kommt ahnt ihr sicher. Es wurde bekannt und berühmt. Und Matt tanzte sich dann im Jahr 2006 in einer sechs Monate währenden Weltreise rund um den Globus. Er hopste in 39 Ländern auf allen sieben Kontinenten. Und immer mehr Menschen hopsten mit. Das geniale dabei ist, er hat für diesen Tripp sogar jemanden gefunden, der das weltweite Gehopse bezahlt. Cool, oder?

Wo zu Hölle ist Andreas?

Wenn ich die Story von Matt so lese, dann juckt mich mal wieder das „Fernweh“. Ich bewundere diesen Mut, einfach zu sagen „Faxen dicke, ich breche alle Zelte ab und reise in die Welt hinaus“.  Auch ich habe schon das eine oder andere mal darüber nachgedacht, sogar recht ernsthaft. Alles tutti kompletti hinschmeißen, abhauen und irgendwo ganz neu anfangen, oder es wenigstens versuchen. Einfach so! Tschöö Leute – ich bin dann mal weg.

Und ich muss zugeben, dieses Fernweh ist seit heute Mittag wieder deutlich schlimmer geworden. In der Kantine erzählte ein Kollege, dass er genau das macht! Er hat gekündigt, sich ein Work & Travel-Visium für Australien geholt und wird im Sommer für mindestens ein Jahr nach Downunder gehen und dort reisen und jobben. Die Sicherheit des festen Jobs und stabilen Einkommens gegen Risiko und Abenteuer eintauschen. Reizen würde mich das schon und immer noch.

In Ermangelung von Frau und Kindern wäre das sogar machbar, ohne das ich großartig auf irgendjemanden Rücksicht nehmen müsste. Was bliebe schon zurück, außer einem leeren Haus? Und manchmal hab ich das Gefühl, als würde mich nicht wirklich all zu viele Leute vermissen. Ok da wäre mein Hund, den wird man wohl nicht ohne weiteres mit auf Weltreise nehmen können und das wäre vermutlich ein Hinderungsgrund. Aber sonst? Hütte vermieten oder verkaufen ein paar Sachen regeln und dann nix wie weg.

Aber andererseits bin ich derzeit mit meinem Leben eigentlich sehr zufrieden und zum großen Teil glücklich. Ok da fehlt ein dickes Stück zum Glück. Eben das, weshalb ich mir, wie im letzten Absatz schon gesagt, das Abhauen durchaus leisten könnte. Aber ansonsten passt derzeit eigentlich alles. Alles läuft rund und das meiste, was ich tue macht mir sehr viel Spaß und Freude, vom Job angefangen bis zu den Hobbys. Auch darf ich mich glücklich schätzen, gute Freunde zu haben.

Und sollte ich Euch doch eines Tage den Link zu einer Seite wie www.wozurhoelleistandreas.de schicken, tja Leute, dann wisst ihr bescheid, was Sache ist!

  1. Das Video ist auf jeden Fall Supergeil! Ich habe mich köstlich darüber amüsiert.
    Die Sache mit dem Fernweh: Über etwas in der Art habe ich mal einen Artikel auf meinem Blog geschrieben:
    http://kolossia.over-blog.com/article-25399872.html

    Zur selben Thematik habe ich auch ein Lied geschrieben (und es werden noch einige Folgen):
    http://www.kaiseuthe.de/pageID_8850834.html
    zweites Lied „Der Loser“

    Ich kann dir auch die Filme Into the wild und Up! empfehlen, die diese Sehnsucht nach Freiheit wiederspiegeln. Bei zweiterem wird sogar das verharren in stereotypen und in der Vergangenheit thematisiert.

    Denk einfach daran, dass du nur ein Leben zur Verfügung hast. Nutze es.

    Kaius

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