Schönes Wetter macht dick!

Doch! Langsam habe ich echt den Eindruck, dass schönes Wetter dick macht! Warum? Na dann frag doch mal in Deinem Bekannten- und Verwandtenkreis herum, was man bei schönem Wetter machen könnte. Was kommt als Antwort?!

„Wir grillen heute Abend.“

„Lass uns doch ins XYZ-Cafe gehen, ein Stück Kuchen essen“

„Wie wär’s mit Biergarten, die haben auch gutes Essen“

„Hast Du Lust heute Abend mit ins Restaurant zu gehen, die haben die Terrasse auf.“

Als rein damit! (Bild: stock.xchng)
Als rein damit! (Bild: stock.xchng)

Sind alle Bewegungsmuffel?

Es gibt so viele tolle Sachen, die man bei dem tollen Wetter der letzten Tage und auch der schönen Tage, die noch kommen, unternehmen könnte. Mal gemeinsam spazieren oder wandern gehen. Eine Radtour machen. Hemmungslosen leidenschaftlichen Sex unter freiem Himmel. Einen Bummel durch die Stadt. Mal einen Ausflug in den Taunus. Oder Sport wie Laufen, Nordic Walking, Schwimmen, Skaten oder sportlich Radeln. Was weiß ich, denkt Euch selbst was aus!

Aber wenn Du fragst, kommt immer nur ein Vorschlag, der etwas mit minimaler Bewegung und ebenso zeitigem wie reichlichem Einfahren von Nahrungsmitteln zu tun hat. Meinetwegen kann man nach dem Spazieren, Wandern, Radfahren, Sex, Bummel oder Sport auch eine Kleinigkeit essen. Das ist ja gar nichts gegen einzuwenden, wenn das Essen mit Bewegung verbunden wird.

Aber das Essen wird in unserer Gesellschaft immer mehr zum Selbstzweck und zentralen Freizeitvergnügen. Aber dann höre ich die gleichen Leute wieder jammern, wenn die Waage oder Rettungsringe auf der Hüfte ihnen die Fressgelage unerbittlich ins Gewissen rufen.

Und wenn Fernsehkoch Tim Mälzer mit seiner Behauptung „Essen ist der Sex des Alters“ Recht hat, dann kenne ich viele Leute, die schon in jungen Jahren reichlich Sex dieser Art haben. Und was machen die Leute bei schlechtem Wetter dann drinnen? Essen natürlich!

Fettembolie auf dem Grill

Damit nicht genug, denn auch das, was dann bei schönem Wetter unter freiem Himmel gegessen wird, macht dick. Scheinbar kann man nur Bratwurst, Steaks „Frikadellscher“ und „Bauchläppscher“ und ähnliche fleischgewordene Fettembolien grillen. Dazu gibt es dann ebenfalls mastige Beilagen.

Es brutzelt und trieft das Fett! (Bild: stock.xchng)
Es brutzelt und trieft das Fett! (Bild: stock.xchng)

Und dann gibt’s Leute, die scheinbar auch Mengenrekorde aufstellen wollen. Da werden ein Steak und drei Bratwürste eingefahren. Kartoffelsalat und Nudelsalat „schee mit Sahne oder Majo angemacht“ gesellen sich Teller-weise dazu. Als Nachtisch noch mal ein Steak, weil noch eins über ist und man kann doch nix verkommen lassen.

Es geht auch anders

Darf ich einen Gegenvorschlag machen? Ein Fischfilet mit einer Marinade oder Gewürzen in Alufolie einschlagen und auf den Grill legen. Das schmeckt auf diese Art gedünstet unglaublich lecker, ist fettarm und gesund.

Aber davon kenne ich keinen

Ok, ich muss zugeben, wenn ich mich bei dem Wetter so umschaue, dann sind viele Leute zu Fuß, mit dem Rad oder auch auf Inlineskates unterwegs. Ich selbst laufe gerne oder dreh eine Runde mit dem Rad, gehe mit meinem Hund spazieren und andere tun das Gleiche. Nur irgendwie kenne ich von diesen anderen Leuten kaum jemanden.

Ok, ich muss weiterhin zugeben, ich esse auch gerne. Aber eben nicht nur und nicht alles. Und erst recht nicht bis zum Abwinken. Das nicht zuletzt, weil der Weckruf meiner Waage Ende letzten Jahres durchaus Wirkung gezeigt hat. Seit Januar habe ich mich dank viel Sport und vernünftiger Ernährung von mittlerweile 14 Kilo getrennt. Damit darf ich an dieser Stelle ja wohl mal eine Runde prahlen. Schließlich ist das hier mein Blog. Deshalb: Ich habe keine Angst vor dem tollen Wetter! Ich freu mich drauf.

In diesem Sinne einen schönen ersten Mai.

🙂

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