Spaßiger Shopping-Terror an Heilig Abend

Als mir gestern morgen das Geschenkpapier ausging – ich musste noch das eine oder andere für den einen oder die andere verpacken – bin ich schnell noch zur Rewe gefahren und habe Nachschub und ein paar Kleinigkeiten geholt. Dort durfte ich Zeuge des folgenden Tele-Shopping-Terrors werden:

Mal Fluch, mal Segen. (Foto: stock.xchng)

Ein älterer Typ, schütteres dünnes Haar, abgewetzte billige Lederjacke und eine viel zu große Brille auf der Nase, stand mit dem Handy am Ohr in einem der Gänge kaum zwei Meter neben mir. Ich lauschte einerseits unauffällig und andererseits mit wachsendem Vergnügen folgendem Gespräch (das er vermutlich mit der daheim verbliebenen Ehefrau geführt hat):

Er: Ei do wo de Kardofflbrei steht.

….

Er: Ei den hab isch schun.

Er (laut): Ein den Kardofflbreeiiiiiii!

Er: Naa den annern hab isch genumme!

Er: Waaast Du was der kost?!!!

Er: Aller gut, Herrgott noch emol, nehm ich halt den annern!

Er legt mit finsterer Miene das Instantflocken-Püree-Pulver eines Noname-Herstellers zurück ins Regal und nimmt statt dessen ein Markenprodukt von Pf….

Er: So, habbisch. Wo is’n do jetzt die Milsch?

Er: Wo ums Eck?

Er (laut): Ei links ums Eck odder reschds ums Eck?

Er stampft nach rechts aus der Regalreihe und kurz darauf hör ich ihn in der Reihe neben dran.

Er (laut): Do is kaa Milsch!

Er (immer noch laut): Ei wie Du gesaat host, rechts ums Eck.

Er (noch lauter): Wie rechts ums Eck un noch e mol rechts ums Eck?!

Er (sehr laut, andere Leute gucken): Waaste was, näschdes mol gehste selwer und kaafst Dir den Scheissdreck selwert!!!

Hätte seine Alte ihm doch mal einen ganz klassischen Einkaufszettel geschrieben, statt ihn per Handy „fernzusteuern“.

Kommentar verfassen