Kain Mänsch braucht Wurrrrstwassäääär!
Hab ein YouTube-Video aus der Kategorie “virales Marketing” entdeckt. Mitwirkende unter anderem Mundstuhl und wie es scheint auch Rammstein. Ist wirklich gelungen. Es wirbt die Rügenwalder Mühle mit dem Wurstwahnsinn.
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Der Weltmännertag und (m)ein trauriges Fazit
Heute Morgen habe ich anlässlich des Weltmännertages einen kleinen Aufruf via Facebook gestartet. Das ganze nannte sich: „Sag was nettes über Männer“. Ich habe 75 Facebook-Freundinnen dazu eingeladen. Viele haben das Ganze vermutlich für einen Spaß gehalten und als solchen auch abgetan, abgesagt, abgelächelt. Aber mir war das Ganze durchaus sehr ernst! Das erschütternde Ergebnis sehr ihr hier:
Astrid H.: Ohne Euch Männer wäre das Leben todlangweilig.!!!!!!
Christiane S.: Eigentlich ist es doch ganz schön, dass Männer so sind wie sie sind… sonst wäre das Leben nicht so lustig, nicht so spannend, nicht so aufreibend, nicht so beruhigend, nicht so verzehrend, nicht so knisternd, nicht so anregend, nicht so…
Lea-Zoé O.: Wer würde die Frauen im Winter wärmen? Wer würde beim Shoppen die Tüten schleppen? Wer würde im Sommer den Rasen mähen, oder den Grill anschmeißen? Wer würde die Spinne aus den Ecken entfernen oder uns bei der WM die Fußball-Regeln erklären? Ohne euch wären wir aufgeschmissen! ; )
Dann noch außer der Reihe als Kommentar auf Facebook entdeckt:
Petra K.: Männer sind …wie Drogen – fängt Frau erstmal mit ihnen an, kann Frau nicht mehr ohne sie leben, aber mit ihnen auch nicht immer…..!!:-))
Nur ganze drei Frauen, haben es über’s Herz gebracht, sich wenigstens ein paar Gedanken zu diesem Thema zu machen und eine Kleinigkeit geschrieben. Und wie ihr seht ist auch schönes dabei rum gekommen. Aber bei 75 eingeladenen Frauen entspricht das einer Antwortquote von traurigen 2,25 Prozent.
Im Umkehrschluss heißt das doch theoretisch, dass 97,75 Prozent der (angesprochenen) Frauen es nicht fertig gebracht haben oder nicht für angebracht oder der Mühe wert hielten, einfach mal etwas Nettes über Männer zu sagen. Ich bin mir sicher, hätte ich anders herum gefragt und zu Kommentaren über „Was ist typisch Mann“ aufgefordert, dann wären zahlreiche Antworten mit den typischen Klischeekeulen gekommen. Ok, zugegeben, einige werden heute vielleicht nicht online gewesen sein, aber ich glaube, das Ergebnis ist dennoch quasirepräsentativ.
Das bringt mich zu der Frage, warum es Frauen scheinbar wirklich unglaublich schwer fällt, Männern mal ein Kompliment zu machen oder was Gutes über sie zu sagen. Vorurteile und Vorwürfe gehen indes jederzeit leicht über die Lippen, aber mal ein Lob oder etwas Positives? Das zeigt ja nicht nur das Ergebnis meines kleinen Weltmännertags-Experimentes auf Facebook. Man muss sich nur mal als stiller Beobachter in die Nähe von Paaren stellen. Und viele Männer, mit denen ich mich über Frauen unterhalte, erleben es ähnlich. Ein Bekannter von mir, der im europäischen Ausland lebt, sagte mal: „Die Verfügbarkeit von Männern ist für Frauen so selbstverständlich, wie dass das Wasser läuft, wenn sie den Hahn aufdrehen. Abgedreht, soll der Mann dann bitte nicht stören.“
Ganz so fatalistisch sehe ich das natürlich nicht. Aber in der Tat ist es so, dass Männer den Frauen viel häufiger Komplimente machen und sich positiv äußern als umgekehrt. Soll man aus diesem Verhalten auf eine gewisse Arroganz von Frauen gegenüber Männern schließen? Keine Ahnung! Ich bin weder Psychologe noch Verhaltens- oder Gesellschaftsforscher. Aus meiner ganz persönlichen Sicht gebe ich aber zu, dass ich mich durchaus über Komplimente und positives Feedback freue und ich bin mir sicher, vielen anderen Männern geht es ebenso. Es wird ja gerne behauptet, Männern wären Komplimente peinlich und sie würden darauf auch keinen Wert legen. Unsinn! Und wir Männer sind der vielen Vorurteile ebenso überdrüssig, wie Frauen mit Sicherheit die typischen Sprüche satt haben, die sich heute teilweise auch auf Facebook manifestiert haben. Männer schwingen leider auch zu oft die Klischeekeule.
Ich will hier keine Platitüden-Sau durchs Dorf treiben, aber irgendwas läuft meiner Meinung nach zwischen Männern und Frauen in unserer Gesellschaft grundsätzlich neben der Spur, ohne dass es das müsste. BEIDE Geschlechter haben daran ursächlichen Anteil. Und verschlimmert wird das auch durch die Medien. Ob Presse oder Rundfunk, es werden die abgedroschenen Klischees und Rollenbilder vermittelt. Hauptsache der Scheiß bringt Auflage, Quoten und Klicks. Wer will denn bitte schon was Positives lesen?! Bad news is good news!
Was ich da heute an Schlagzeilen unter dem Suchbegriff „Weltmännertag“ per Google entdeckt habe, ist nicht nur bester Beleg genau dafür, sondern auch armselig und zum Kotzen. Hier einige meiner Fundstücke zum Schlagwort „Weltmännertag“:
Weltmännertag: Woran es bei den Kerlen krankt – die Eckdaten
Im Artikel geht es um Übergewicht, schlechte Ernährung, die Gesundheit.
Weltmännertag: Männer sind dicker als Frauen
Worum es hier geht, liegt wohl auf der Hand.
Weltmännertag: Der Bauch wächst
Auch diese Überschrift ist wohl selbsterklärend!
Auch bei der Welt geht es nur um Negatives in Sachen Männer.
Wie steht es um den deutschen Mann?
Auch die Deutsche Welle reitet nur das Thema Krankheiten und Schwächen.
Liest man all diese Artikel und Meldungen durch, kommt man zu folgendem Fazit: Männer sind verfettete, kranke, schwächliche Typen, die kaum zu etwas taugen, unsensibel sind und dauernd auf Macho machen.
Muss das wirklich das Fazit bezüglich der Männer sein, ob am Weltmännertag oder nicht? Gibt es über Männer wirklich gar nichts Gutes, was auch in den Medien an einem Tag wie heute erwähnenswert ist? Und auch gleich die Gegenfrage, gibt es über Frauen nur die üblichen Klischees und das was uns die Medien als „schön“ und „weiblich“ verkaufen wollen. K&K-TV – also Katzenberger und Klum im Fernsehen – finde ich grässlich!
Wenn ich an meine Kindheit denke, fallen mir die vielen Besuche bei meiner Oma und meinem Opa (mütterlicherseits) ein. Diese beiden Menschen gingen respekt- und liebevoll miteinander um. Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau war zwar konservativ, aber wie gesagt, der Umgang zwischen beiden war bewundernswert. Ich bin weis Gott keiner, der „früher war alles besser“ durch die Gegend schreit. Aber manche alten Tugenden würden uns auch heute gut zu Gesicht stehen und dabei helfen, dass wir besser miteinander auskommen. Und das nicht nur im Verhältnis zwischen Mann und Frau.
Weltmännertag? Drauf gesch…..
UPDATE: Nach “Abgabeschluss” kamen noch folgende Beiträge:
Anke H.: Ohne Männer wär die Welt einfach vieeel zu langweilig. Ihr seid unser Salz im Leben, ohne das man nicht leben kann
)
Beate F.: Aber ohne Männer würde uns Frauen doch einfach der Gegenpol fehlen, oder?
Carola G.: Ich liebe Männer. Einen besonders, auch weil er meine Träume zu leben unterstützt .
Damit klettert die Antwortquote auf 4,5 Prozent.
Aufruf zum Weltmännertag: Sag was nettes über Männer
Soeben habe ich auf Facebook den nachfolgenden Aufruf gestartet. Ich bin mal gespannt, was dabei rum kommt und würde mich über ein vielfältiges Ergebnis freuen.
Hallo liebe Frauen,
heute ist „Weltmännertag“. Lasst uns nicht darüber streiten, ob der sinnvoll ist oder nicht. Lasst uns nicht darüber diskutieren, ob Männer gar zu einer schutzbedürftigen Spezies geworden sind, wie Die Welt (http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article10704026/Meine-Herren.html) es behauptet…. Lasst uns mal die üblichen Vorurteile, die Frauen über Männer und Männer über Frauen haben, ignorieren.
Ich möchte Euch anlässlich dieses Weltmännertages zu einer kleinen Blog-Aktion einladen:
Sag was nettes über Männer!
Sagt einfach mal in ein paar wenigen Sätzen etwas nettes über Männer. Räumt ein Vorurteil gegenüber Männern aus der Welt. Sagt, was ihr an Männern gut findet. Sagt was Euch an Männern begeistert oder fasziniert. Sagt welche Macken und Marotten von Männern eigentlich doch ganz nett oder witzig sind. Sagt was witziges aber nicht boshaftes über Männer. Ihr wisst schon, was ich meine.
Schickt mir Euren Beitrag einfach per Facebook-Nachricht. Ich sammele das dann und veröffentliche es mit dem Namen der Autorin (wenn gewünscht nur der Vorname) in meinem Blog. Ich würde sagen „Abgabeschluss“ ist heute 17 Uhr, damit ich das noch während des Weltmännertages online stellen kann.
Ich würde mich freuen, wenn viele von Euch mitmachen, denn da kommt bestimmt was spannendes und interessantes bei heraus. Viel besser, als wenn ich mir was zum Weltmännertag aus den Fingern sauge.
Gruß
Andreas
Also pass mal auf Paul
Weil ich unlängst mit einem Bekannten via Internet über Frauen und was sie in unseren Augen attraktiv macht gequatscht habe und weil ein gewisser Paul immer gewisse Bilder in Facebook postet, ist es mal an der Zeit, hier extra für Paul einen Satz zu zitieren, denn ich dem eingangs erwähnten Bekannten zu diesem Thema geschrieben habe. (Wow was ein gruselig langer Schachtelsatz).
Ich finde diese wandelnden Kleiderständer-Makupreklame-Tussen ohne eigene Meinung und mit einem IQ in Höhe der Zimmertemperatur stinklangweilig, selbst wenn die Figur perfekt, der Arsch knackig und die Oberweite üppig ist.
Vom Vokabular her eventuell etwas chauvinistisch – hey da haben sich zwei Männer unterhalten – aber eigentlich ein ehrlich gemeintes Kompliment, denn ich finde, dass Intelligenz in der Tat etwas sehr erotisches sein kann und mich ziemlich anmacht! Aslo lieber Paul, kein Buch nur nach dem Einband beurteilen.
Filed under Alles in allem | Tags: Erotik, Frauen, Intelligenz, Kompliment, Paul, Schönheit | Comments (2)Es heißt doch, Frauen ……..
Es heißt doch, Frauen seien sehr emotional, empathisch und warmherzig.
Es heißt auch, Männer sind sehr rational, unsensibel und kaltschnäuzig.
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Es heißt doch, Frauen sind immer sehr kommunikativ, ja fast geschwätzig, total gefühlsbetont und tragen ihr Herz auf der Zunge.
Es heißt auch, Männer sind maulfaul, mindestens aber wortkarg, würden nie zu ihren Gefühlen stehen und erst recht nicht über diese reden.
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Es heißt doch, Frauen sind launisch, wankelmütig, können sich nie entscheiden und ändern dauernd ihre Meinung.
Es heißt auch, Männer sind berechenbar, schnell bei der Sache, wissen immer was sie wollen und entscheiden schnell und zielstrebig.
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Es heißt doch, Frauen sind eher passiv, geduldig, nachgiebig und verständnisvoll.
Es heißt auch, Männer sind eher aggressiv, fordernd, unbeirrbar und beratungsresistent.
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Es heißt doch, Frauen können einfach nicht pünktlich sein.
Es heißt auch, nach Männern kann man die Uhr stellen.
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Es heißt doch, Frauen brauchen stundenlang im Bad, sind eitel und achten übergenau auf ihr Aussehen und die Klamotten.
Es heißt auch, Männer achten kaum auf ihr Äußeres, sind kein bisschen selbstverliebt und können sich einfach nicht anständig und schick kleiden.
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Es heißt doch, Frauen achten auf ihre Gesundheit und Fitness und tun sehr viel dafür.
Es heißt auch, Männer leben ungesund, meiden Sport und stören sich nicht an ihrer Wampe.
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Es heißt doch, Frauen haben nahe am Wasser gebaut, weinen dauernd und manchmal schon wegen Kleinigkeiten.
Es heißt auch, Männern ist es peinlich zu weinen, weshalb sie es sich wenn irgend möglich immer verkneifen.
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WAS FÜR EIN BULLSHIT!!
Filed under Alles in allem | Tags: Bullshit, Frau, Mann, Typisch, Vorurteil | Comment (0)Was trägt der Schotte denn nun drunter?
Eigentlich wollte ich die Frage, was der Schotte unter seinem Rock trägt, ja fotografisch klären. Das hat aber aus mehreren Gründen nicht funktioniert:
1. Die wehren sich dagegen, unter den Rock fotografiert zu bekommen oder dass jeman denselben anhebt. Und wir wollten die Insel weder vorzeitig und unfreiwillig noch massiv beschädigt verlassen.
2. Der Wind hat sich als Verbündeter bei dem Unterfangen blamiert. Schottenröcke sind sehr schwer und windfest.
3. Auch bei anderen Ereignissen wie Highland-Games, wo so ein Rock sich mal lupft, fanden immer dann statt, wenn wir schon wieder weiter zu nächsten Station unserer Reise fuhren oder aber sie waren gerade vorbei, wenn wir ankamen.
4. Plan B – Schottenrock in einem Laden anprobieren und ….. – scheiterte daran, dass in den Läden, die wir besucht haben, keine Umkleiden vorhanden waren und ich dieses typische schottische Kleidungsstück nur “über” der Jeans anprobieren durfte. Die Dinger sind sehr bequem!
Aber als guter Journalist habe ich die Antwort durch harte Recherche dennoch erfahren und kann mein Wissen hier daher mit Euch teilen.
Der Schotte trägt nix drunter
Also, das Gerücht, dass der Schotte nichts drunter trägt, stimmt. Oder es stimmte einst. Denn als die Schotten im Mittelalter noch ein wildes und rauhes Volk waren, da gab es den Kilt in seiner heutigen Form nicht. Statt dessen wurde ein langes Tuch in den Farben und Mustern des Clans ähnlich wie eine Tunika um die Hüfte und den Körper gewickelt und diente als “Ganzkörperkleidungsstück”. Daraus entwickelte sich der heutige Schottenrock. Und damals trug der Schotte “pretty much nothing” drunter, höchstens ein einfaches Leinenhemd, aber nix wirklich drunter. Das war auch sehr praktisch, denn da es kaum Toiletten gab und Mann (und auch Frau) daher “machte” wo Mann gerade war, konnte Mann und auch Frau ohne Unterwäsche einfach unter sich “fallen lassen”, wenn Mann und Frau mal musste. Das sei, so mein schottisch berockter Informant in einem Kilt-Laden in Edinburgh, der wesentlich Grund für das nichts drunter tragen gewesen.
Der Schotte trägt was drunter
Heute, da der Kilt ein einzelnes Kleidungsstück und vor allem ein Wickelrock ist, der um die Hüfte gewickelt und mit Schnallen gürtelähnlich zugezogen wird, trägt der Schotte etwa drunter. “Pretty much what comforts you”, erklärte mein Informant. Es gibt also keine bestimmte Leibwäsche, die der Schotte heutzutage unter dem Rock trägt oder zu tragen hat. Erlaubt ist, was passt und bequem ist. Erlaubt wäre also auch nichts drunter zu tragen.
Tartan als “Stoff-gewordenes Clan-Wappen”
Dennoch gibt es zum Schottenrock einige traditionelle Kleidungsstücke und Zubehöre. Aber zunächst noch ein paar Worte zum Kilt selbst. Der Stoff wird “Tartan” genannt und ist gewebt. Jeder Clan hat ein eigenes Muster, das wie eine Art Wappen ist und den Clan indentifiziert. Die Rückseite des Kilts ist als Faltenrock ausgebildet, sprich die scharfkantigen Falten sitzen auf dem Gesäß. Dadurch dehnt sich der Stoff, beim Sitzen auch im Sattel. Ein guter hochwertiger Kilt kostet ab 150 Pfund aufwärts, die Grenze nach oben ist weit dehnbar. Einen einfachen und dennoch gut verarbeiteten Kilt bekommt man für 50 Pfund (ich wahr sehr verlockt einen zu kaufen, haben statt dessen aber in Single Malt investiert). Es gibt dann noch den Touristen-Schrott, das sind billigste Karomusterstoffe ohne Innenfutter, Saum und Nähte mit Plastik- oder Kunstlederschnallen. Die kosten rund 20 Pfund und taugen absolut nichts.
Kilts exklusiv für Männer
Der Kilt übrigens ist ein Kleidungsstück ausschließlich für Männer. Frauen tragen kiltähnliche Tartan-Röcke, die “kiltet Skirts” genannt werden.
Sporrans
Auffälligstes Zubehör ist die handtaschenartige Tasche, die eher unterhalb des Bauches vor dem … ihr wisst schon … hängend getragen wird. Diese Tasche wird “Sporran” genannt. Einfache Sporrans sind aus Leder, bessere haben Metallschließen. Die aufwändigen festlichen Sporrans sind mit Pferdehaaren, Fell und Zöpfen verziert.
Socks, Flashes und Sgian Dubh
Ein weiteres traditionelles Kleidungsstück sind die dicken Wollsocken, die unterhalb des Knies eine umgeschlagene Stulpe haben. In diesem Bund stecken nach außen zwei “Fähnchen” des gleichen Tartanstoffes, aus dem der Kilt ist. Diese nennen sich “Flashes”. Der traditionsbewußte Schotte hat in einem der Socken dann auch ein kleines Messer, oder besser einen Dolch stecken, der “Sgian Dubh” heißt. Wird ein sehr traditionelles schottisches Outfit getragen, hat der Schotte Schnürschuhe an, deren Schnürung über den Schuh hinaus am Bein kreuzweise hochgeführt wird. Richtig geraten, auch diese Schuhe hören auf einen speziellen Namen: “Ghillie Brogues”.
Ledergürten und Kilt-Nadel
Obwohl der Kilt durch seine eigenen Schnallen schon hält und nicht rutscht, wird ein breiter Ledergürten mit sehr dekorativer Schnalle getragen. Außerdem wird der Kilt in der Regel mit einer dekorativen Kilt-Nadel dort verschlossen, wo die Stofflagen des Wickelrockes aufeinander liegen und die offene Kante ist. Die Nadel sitzt dann seitlich unten am Kilt. Einfache Nadeln ähneln eine großen Sicherheitsnadel. Aber meist sind die Nadeln dekorativ gestaltet.
Jacobean-Highlander-Shirt
Als Oberbekleidung wird beim einfachen Outfit ein simples Hemd mit Schnürkragen getragen. Das Jakobiter-Hemd “Jacobean Highlander Shirt”. Soll es festlich sein, kommt ein weißes Oberhemd zum Einsatz, das sehr oft mit einem Rüschenkragen, dem “Jabot Lace” ausgestattet ist. Passend dazu gibt es Rüschenmanschetten an den Hemdsärmeln. Verzierte Manschettenknöpfe sind ebenfalls zu sehen. Alternativ zum Rüschenkragen wird auch gerne ein Schlips oder eine Fliege getragen.
Argyll-Jackets & Co
Darüber wird dann eine schicke Jacke getragen, von denen es verschiedene gibt. Da wären “Standard-Argyll-Jacket”, “Piper-Argyll-Jacket” (vor allem von Dudelsackspielern getragen), sowie “Braemar-Jacket” und “Prince-Charles-Jacket”. Diese Jacken sind oft aufwändig mit Silberknöpfen und Zierrat ausgestattet. Oft trägt der Schotte unter der Jacke auch eine passende Weste.
Plaids
Als Reminiszenz an die Tage des oben erwähnten großen Wickeltuchkleides kann zum traditionellen Schottenanzug auch ein sogenanntes “Plaid” getragen werden. Das ist ein Schultertuch aus dem gleichen Tartan, wie der Kilt. Das Tuch wird oft mit einer großen schmucken Brosche an der Jacke befestigt und hängt über den Rücken bis hinab auf die Knie. Ein komplettes Schottenoutfit für festliche Anlässe kostet schnell 600 Pfund und auch hier ist die Preisskala nach oben offen. Sehr weit offen!
Glengarries und Balmorals
Als Kopfbedeckung kommen vor allem beim Militär neben der Bärenfellmütze vor allem zwei Mützen oder Kappen in Frage. Die Glengarries sind eine Art Schiffchen mit Bommel, während die Balmorals einer Baskenmütze mit Bommel gleichen.
Dirk
Bei festlich-militärischem Ornat hängt an der Seite des Rockes auch ein Kurzschwert, dass “Dirk” genannt wird.
Filed under Alles in allem | Tags: Argyll-Jacket, Kilt, Plaid, Rock, Schotte, Sgian Dubh, Sporrans, Tartan | Comment (1)Public Viewing Deutschland gegen England mit russischem Vorspiel
Was war den heute mit unserer Fußballnationalmannschaft los? Die haben plötzlich so gut gespielt, als hätten sie ein BIOS-Update verpasst bekommen. Haben England 4 zu 1 vom Platz geputzt. Eigentlich 4 zu 2 wenn der Schiedsrichter das zweite Tor der Engländer gegeben hätte. Der war drin! Was soll’s, richtig gut gespielt und verdient gewonnen.
Diesmal haben wir selbst Public Viewing veranstaltet. Wir machen ja seitens der DLRG Sonntags bei gutem Wetter Wachdienst am Strandbad. Also auch heute waren wir vor Ort. Aber ohne Fußball schauen? Neee! Diesmal habe ich Beamer, Boxen etc. hin gebracht. Max hatte sein Notebook mit DVB-T-Stick dabei und wir haben die Leinwand in die Garage gestellt, denn draußen hätten wir sonst wegen der Sonne garnix gesehen. Und dann haben wir gemütlich im Kreis der DLRG-Familie und mit einigen wenigen Badegästen das Spiel Deutschland gegen England genossen. Nach den Toren haben wir über die Lautsprecheranlage jeweils den Zwischenstand über das Oppenheimer Strand beschallt.
Und wir hatten sogar noch “Kundschaft” vor dem Spiel. Während wir sonst während des Wachdiensten vor allem mit Erster Hilfe Schnittverletzungen an Füßen (heute auch) oder Insektenstiche und Sonnenbrände verarzten, wurde es diesmal ernst! Eine – sagen wir es mal höflich – sehr stark alkoholisierte Russin (vielleicht auch Polin), die kaum noch gerade aus laufen konnte, wankte oben von der Wiese zieltstrebig in Schlangenlinien ins Wasser des Rheins und war nach wenigen Augenblicken hilflos in der Strömung unterwegs. Zum Glück hatten das zwei unserer Mädels mit wachem Auge beobachtet und direkt geahnt, was kommt. Daher konnte die Dame im schwimmerischen Einsatz gerettet werden. Gut gemacht Ulla und Steffi! Die gute Frau war so massiv betrunken, dass sie sich selbst nicht hätte retten können und wer weiß wie schnell dass dann sehr fatal ausgegangen wäre.
Damit nicht genug, denn wir waren heute auch noch im Medieneinsatz. Ein Kamerateam von Gutenberg TV war vor Ort um über Gefahren an fließenden Gewässern zu berichten. In dem Interview, dass ich in meiner Funktion als Leiter der Verbandskommunikation des DLRG Landesverbandes Rheinland-Pfalz geben durfte, hatte ich unter anderem auch genau diese Probleme mit betrunkenen Badegästen angesprochen. Die Redakteurin war sichtlich beeindruckt, als sie kaum 20 Minuten später genau die beschrieben Situation “live und in echt” miterleben konnte. Das Fernsehteam ist dann auch direkt geblieben und hat die erste Halbzeit des Fußballspiels mit uns geschaut. Hmmm …. also die Kamerafrau war echt sehr nett, fand ich!
Warum Frauen dauernd neue Schuhe kaufen…
Also in den letzten Tagen hab ich ja des Öfteren über Schuhe gelesen und auch hier und da ein kleines Portiönchen Senf dazu gegeben. Da dachte ich mir, es ist an der Zeit mal, die ganze Senftube auszupacken und das Thema Schuhe und vor allem Frauen und Schuhe mal hier aufzugreifen.
Frauen wird ja nachgesagt, dass Sie spätestens seit der TV-Serie Sex and the City alle einen ebenso kollektiven wie massiven Schuhtick haben und in suchtähnlichem Zwang ein Paar nach dem anderen kaufen. In der Tat kenne ich mindestens eine bekennende Schuh-Süchtige und durfte auch anderweitig schon miterleben, welche Mühe in die artgerechte Haltung und Aufbewahrung der Schuhscharen investiert wird. So ein Schuhkarussell ist ja eine feine Sache … wenn es erst einmal fest und sicher steht. Dann will ich mal versuchen, diesen Schuhtick zu erklären.
Das Ganze hat mit Emotionen, Vernunft und Schmerztoleranz zu tun! Doch doch! Ich darf das kurz an pragmatischen Erfahrungen darstellen, die ich am eigenen Leibe gemacht habe. Ich bin vor ein paar Wochen in Darmstadt im Loop 5 gewesen, um – na was wohl – Schuhe zu kaufen! Doch! Auch Männer kaufen gerne Schuhe und haben dabei sogar Spaß. Und ich bekenne, dass ich mehr als zwei Paar Schuhe mein Eigen nenne und sogar schon mal Schuhregal selbst konstruiert und gebaut habe! Zurück zum Loop 5. Ich bin also dann in einen der gefühlten 12 Schuhläden hinein und habe mich umgeschaut. Sportlich schicke Treter für den Sommer waren die anvisierte Beute.
Und da standen sie! Traumhaft schicke Schuhe von Lloyd (genau die im Bild!), eine gekonnte Mischung aus elegant und sportlich. Zur Jeans ebenso passend, wie zum Anzug. Damit sind wir beim Thema Emotionen. Mein Herz hüpfte im Leibe ob der entdeckten schicken Schuhe. Dann habe ich die Schuhe aus dem Regal genommen und auf den Preis geschaut. Peng! Sofort schlug unerbittlich die Vernunft zu und sagte mir, dass diese Schuhe unglaublich hässlich sind.
Hier spielt jetzt die erwähnte Schmerztoleranz die entscheidende Rolle. Die ist bei Frauen in Sachen Schuhe um ein Vielfaches höher als bei Männern! Während bei Männern, also auch bei mir, der Anblick des hohen Preises für Schuhe sofort eine Schmerzreaktion auslöst, die dann die Vernunft gegenüber den Emotionen die Oberhand gewinnen lässt, können Frauen ungleich mehr Pein ertragen. Wie gerne würde ich den Online-Anbieter Shoepassion – nein liebe Mädels, der Laden ist exklusiv nur für uns Jungs!! – leerkaufen. Auch an einer richtig schönen Armbanduhr beispielsweise von Glashütte hätte ich unglaublich viel Freude. Aber wenn ich dann die Preise sehe, AUA! Schon etabliert sich die Vernunft als Regulativ.
So wie wir Männer über den Schuhtick der Frauen frotzeln, so lästert Ihr, liebe Frauen, ja über uns Männer, wenn es um Themen wie Bau- oder Mediamarkt geht. Und ihr habt vollkommen Recht! Denn wenn es um Technikspielsachen oder Baumaschinen etc. geht, dann gelten exakt die gleichen Gesetze von Emotionen, Vernunft und Schmerztoleranz. Nur das diesmal WIR die mit der sehr hohen Schmerztoleranz sind!
Nehmen wir mein neues Lieblingsspielzeug als Beispiel. Beim Kauf meines iPad war ich absolut schmerzfrei und konnte deshalb lüstern in Emotionen baden und Geld ausgeben. Die Vernunft wurde mit der Tatsache, dass ich mit dem Ding sogar Geld verdiene, endgültig zum Schweigen gebracht. Ok, das iPad hat soviel gekostet, wie 3,5 Paar Lloyd-Schuhe, aber über die Preise von Manolo Blahnik-Schläppchen reden wir lieber nicht….
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