Typisch Läufer und typische Läufer
Und wieder einmal aktuelle Erkenntnisse aus einer teilnehmenden Beobachtung. Ich laufe ja. Also nicht nur zu Fortbewegung, sondern so sportlich. Und das auch mit anderen. Weil das ist gesund. Und Spaß macht es auch. Das vor allem wegen den anderen, mit denen ich laufe. Und mit den anderen bin ich neulich gelaufen und zwar 25 Stunden lang. Also nicht am Stück sondern in Gruppen und Etappen. So geschehen beim 25-Stundenlauf der Sportförderung in Wiesbaden. Wie schon im letzten Jahr ein super Sportwochenende bei absolutem Prachtwetter. Und weil sich bei diesem Event 64 Teams und damit mehrere hundert Menschen der beschleunigten bipedalen Fortbewegung widmeten, konnte ich da mal wieder wunderbar Leute gucken. Hier das Ergebnis:
Der High-Tech-Läufer
Dieser Läufer ist der Nerd unter den Freizeitsportlern. Er ist bestens technisch ausgestattet, denn er hat nicht einfach nur eine Pulsuhr. Nein er hat eine Pulsuhr mit GPS-Funktion. Seine Läufe und andere Fortbewegungssportarten „trackt“ er mit dem iPhone und postet sie auf Facebook. Natürlich hört er beim Laufen Musik – und manchmal weiß ein solcher Technoläufer nicht, wo er das iPhone beim Laufen hinstecken soll …. aber das ist eine andere Geschichte. Selbstverständlich trägt der High-Tech-Läufer auch Funktionskleidung wie Klimafaser-Laufshirts, Runningtights und Laufsocken mit Kompressionswirkung und weiteres Zubehör. Die Laufschuhe werden bei einem Fachgeschäft nach einer Laufbandanalyse genau passend zum eigenen Fuß und Laufstil gekauft (was auch SEHR vernünftig ist!!). Ich bekenne mich als zu dieser Läufer-Gattung zugehörend.
In Wiesbaden war dieser Typ sehr häufig anzutreffen. Dabei gab es dann noch die extreme Version des High-Tech-Läufers, der in den nächtlichen Stunden mit allerlei Leuchtmitteln behaftet seine Runden rannte. Von der Stirnlampe bis zu blinkenden LED-Armbändern war alles vertreten. Einer hatte sogar ein Kopfgeschirr an, an dem eine Webcam montiert war. Er hat seine Laufrunden also gefilmt. Dieses Selbstleuchten war aber eigentlich überflüssig, denn die Laufstrecke im Kurpark war gut beleuchtet.
Der Einfach-So-Läufer
Dieser Läufer ist quasi das krasse Gegenteil der vorgenannten High-Tech-Läufer. Er kauft die Billigschuhe vom Aldi und zieht zum Laufen die Klamotten an, die ihm aus dem Schrank entgegenfallen. Das darf auch gerne ein Baumwoll-T-Shirt sein, dass dann vor Schweiß trieft und für die Umwelt sehr schnell eine massive olfaktorische Belastung darstellt. Denn der Einfach-So-Läufer ist gerne auch ein Naturbursche, der die Klamotten bei so einem 25-Stundenlauf nicht nur durchgängig anlässt, sondern schon anhatte, als er kam.
Pulsuhr und andere Gadgets braucht er nicht, er rennt nach Gefühl. Der „spürt“, was für einen Puls er hat und ist überzeugt, dass seine Pumpe gerade mit maximal 130 Schläger rennt, auch wenn er so außer Atem ist, dass er kaum noch ein Wort hervorschwitzen kann.
Die Turbo-Tiefflieger
Das sind meist recht junge und männliche Läufer, die in der Regel einem Leichtathletik-Verein angehören und in Wiesbaden mit einem affenartigen Tempo über die 950 Meter lange Runde jagten. Wenn so ein Kerlchen losrennt, dann ist der spätestens nach 2:40 Minuten schon wieder im Ziel und sagt sowas wie: „Scheiße, ich wollte 2:30 laufen!“ Meine schnellste Runde war 4:28 Minuten. Und der mault rum, dass er 2:40 statt 2:30 gebraucht hat. Der soll mal lieber aufpassen, dass er nicht verglüht, wenn seine Außenhülle sich an der Atmosphäre reibt ….. Oder erfriert so jemand eher durch den Fahrtwind?
Der Rundenklopper
Der Rundenklopper ist für seine Laufkameraden im Team eine Spaßbremse. Denn er läuft los und wenn er nach einer Runde wieder über die Ziellinie geht, dann ruft er seiner Ablösung nur zu „Ich mach noch eine“ und rennt einfach weiter, anstatt abzuklatschen. Das macht er gerne ein oder zwei Mal und ignoriert dabei, dass die anderen in seinem Team auch gerne eine Runde laufen wollen.
Der Dauerdauerdauerläufer
Dieser Läufertypus ist selten. Beim 25-Stunden-Lauf in Wiesbaden gab es nur zwei. Die beiden sind diese 25 Stunden ALLEINE DURCHGELAUFEN. Solche Typen – meint man – haben irgendeine psychosomatische Dysfunktionalität, dass sie sich so dermaßen quälen. Es sind Ultralangstreckenläufer, die gerne auch mal die „100 Kilometer von Biel“ (in der Schweiz) und andere Events laufen. Diese Läufertypen sind ungeheuer leidensfähig und beherrschen die Kunst, sich selbst zu quälen. Denn spätestens in der Nacht schauen die aus der Wäsche wie das Leiden Christi. Hier die Zeiten der beiden:
1. Jens Hilpert, 212 Runden, 24:52:16 Stunden = circa 201 Kilometer!!!
2. Chris Wolfe, ADAC, 137, 24:59:22 = circa 130 Kilometer !!!
Die Schicksenflitze
Dieser Läufertypus ist zu 99 Prozent weiblich. Er – also Sie – zeichnet sich dadurch aus, dass die Laufstrecke als Laufsteg genutzt wird, denn das Läuferoutfit ist einem Modediktat unterworfen. Da muss alles farblich zueinander passen und dem aktuellen Modetrend der Laufbekleidung gehorchen. Die Klamotten sind gestylt, die Schuhe passen perfekt ins Bild und sind immer so sauber geputzt, als würde damit gar nicht gelaufen. Auch Zubehör wie MP3-Player, Schirmmütze oder Schweißstirnband sind auf das Outfit abgestimmt. Die Schicksenflitze will vor allem gesehen werden und läuft deshalb auch langsam.
Professor-Schlaumeier
Dieser laufende Klugscheißer macht vor allem verbal auf sich aufmerksam, weil er ein Quell unendlichen Fachwissens ist – oder zu sein glaubt – und dieses auch bereitwillig zum Besten gibt, egal ob es jemand hören will oder nicht. In der Wechselzone beim 25-Stunden-Lauf wurde ich Ohrenzeuge folgender Sprüche eines solchen Professor-Schlaumeier: „Du läufst ja nur in der Fettverbrennungszone. Lauf mit höherem Puls. Geh mal härter an die aerob-anaerobe Grenze ran!“ Nett war auch der motivierende Ratschlag beim Start eines Läufers „Lass Dir Zeit und zieh durch.“ Das klingt wie „Mach langsam aber so schnell wie möglich“.
Der Eierläufer
Und zum Schluss dann noch eine Peinlichkeit, die ich und viele andere am Sonntagmorgen eine Stunde vor dem Ende des 25-Stunden-Laufes bestaunen durften. Der Eierläufer hat sich seinen Namen selbst zuzuschreiben, denn dieser Typ hatte eines von diesen kurzen Sprinterhöschen an. Wisst ihr diese Dinger mit dem hohen Beinausschnitt an der Seite und ganz viel wenig Stoff um die Hüften. Und leider hingen in dieser Läuferhose die Hoden lose und beugten sich der Schwerkraft. Alles, wirklich ALLES, was einen Mann von einer Frau unterscheidet, hing unten aus der Hose raus. Und beim Laufen schlug das Gehänge heftig, fast hörbar klatschend heftig hin und her. Während sich immer mehr Leute unter massivsten Anstrengungen das Lachen und mit dem Finger drauf zeigen verkniffen, lief der Eierläufer unbeirrt in hohem Tempo weiter.
Filed under Das Leben ist Satire genug! | Tags: 25-Stunden-Lauf, Eierläufer, Laufen, Menschen, Rundenklopper, Schicksenflitze, Wiesbaden | Comments (2)Werd gefälligst endlich schwanger!!!
Heute Morgen beim Warten auf der Fähre tat ich das, was ich morgens immer beim Warten auf die Fähre tue. Ich habe die Allgemeine Zeitung gelesen. Dort bin ich dann über folgende Schlagzeile gestolpert:
Baby-Botschaft im schwedischen Königshaus
Im dazugehörigen Artikel stand dann folgendes zu lesen: „Die Schweden wetten schon auf Name und Geschlecht: Thronfolgerin Victoria ist schwanger. Das Land ist begeistert. Und das Königshaus hat gute Nachrichten nötig. Der Blick der Monarchiefans richtet sich jetzt schon auf William und Kate sowie Charlene und Albert.“
Ein junges Prinzenpaar zu sein muss echt ätzend sein. Noch nicht richtig vom Traualtar entschwebt, fragt nicht nur die ganze royale Sippe: „Ist sie schon schwanger?“ Und wehe der hoheitliche Bauch wird nicht binnen kürzester Zeit dick, schon lästern Volk und Boulevardpresse und fordern die Produktion von königlichem Nachwuchs ein.
Ich habe in meiner Verwandtschaft schon vor etlichen Jahren einigen Tanten Sprüche wie „Wann kriegt deine Mama denn endlich eine Schwiegertochter und Enkelchen?“ oder „Wann suchst Du Dir endlich eine schöne Frau?“ recht barsch (ging nicht anders) aber wirkungsvoll ausgetrieben*. Nicht das ich etwas gegen eine schöne Frau an meiner Seite hätte, im Gegenteil. Aber mein familiärer Status steht hier heute nun mal nicht zur Debatte. Zurück zu Königs.
Soso. Victoria und Daniel haben es also geschafft und mit fleißigem blaublütigem Beischlaf endlich Nachwuchs auf Kiel gelegt. Aber was passiert denn, wenn der guten Victoria der Fauxpax passiert und sie eine Tochter bekommt? Sagt dann Sippe und Nation – statt sich über das Kind zu freuen – etwa: „Wiiieeee? Kein Thronfolger?! Ok, nächster Versuch!“ Oder sieht man das bei Monarchien heute nicht mehr so verbissen? Aber dennoch haben Victoria und Daniel es geschafft, die Nachwuchs-Arschkarte an William und Kate sowie Charlene und Albert weiterzureichen, wie wir in der AZ lesen können.
Ich kann mir das schon richtig vorstellen, wie das bald in Großbritannien laufen wird. William und Kate mühen sich allnächtens auf das Fleißigste. Und immer wenn Kate dann mit dem B-Test auf dem königlichen Klo verschwindet und wieder raus kommt, fragt William: „Und?“ Dann wird ein Palastscherge das Testergebnis sogleich an Oma Elisabeth weitermelden. Ist dieses negativ, muss das bedauernswerte Prinzenpaar sogleich den nächsten Staatstermin absagen und den nächsten Zeugungsversuch starten.
Und wenn sich da binnen der nächsten 12 bis 24 Monate nichts tut, wird Themse-Ellie vermutlich die beiden zur Audienz bitten, um ihnen zu sagen, dass sie ganz und gar nicht „amused“ ist. Und dann wird sie vermutlich drohen: „Ich mach so lange weiter, bis ich Uroma werde und ihr einen Thronfolger zu Wege bringt?“ Der arme Charlie darf sowieso nicht mehr auf den goldenen Stuhl, bei dem Standvermögen seiner Frau Mutter! Und sollten die beiden die Frechheit besitzen, vorerst mal keine Kinder zu wollen und deshalb zu verhüten …. Nicht auszudenken! Da würden die bestimmt des Landes verwiesen.
Aber wie gesagt, die „Monarchiefans“ haben ja jetzt erst mal in Schweden Babyglück zu bejubeln. Bald wird uns in der Boulevardpresse dann wieder der gephotoshopte Babybauch von Vicroria präsentiert. Und die Fotomonteure werden bestimmt auch bald adäquate Säuglinge in die königlichen Arme drapieren, damit wir schon mal „vorkucken“ können, wie die glücklichen Eltern mit dem königlichen Nachwuchs ……
…. Neee. Prinzenpaar zu sein ist echt ziemlich ätzend. Du bist öffentlich verliebt, verlobt und verheiratet. Du wirst öffentlich schwanger, dann öffentlich Mama und Papa. Deine Kinder wachsen öffentlich auf und die halbe Nation und alle Medien mischen sich in dein Privatlebe ein. Und gestorben wird eines Tages auch sowas von öffentlich.
* Kennt ihr das auch? Dieses Gedrängel von Verwandten und Bekannten, wenn ihr a. längere Zeit solo oder b. längere Zeit verheiratet aber noch keine Eltern seid. All diese Sprüche, die dann immer kommen: “Wäre der/die nix für dich?” “Los geh doch mal rüber und sprich sie an!” “Und, wann habt ihr Nachwuchs geplant.” “Du musst mal tanzen gehen, da lernste auch jemanden kennen.” “Hey ich dachte Du wärst längst Mama.” Was sind Eure meist gehassten Sprüche, die ihr da schon verpasst bekommen habt?
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Geniale Idee der Bundesregierung: Terroranschläge werden einfach verboten!
Entschuldigung, aber was für ein massiv grenzdebiler Schwachsinn ist das denn??!!
Über den Wolken: Regierung hält am Handyverbot in Flugzeugen fest
Das Handy darf man zwar in die Kabine mit hinein nehmen, aber benutzen darf man es nicht, weil Terroristen es als Zündmechanismus für Bomben verwenden könnten. Deshalb will die Bundesregierung die Nutzung von Handys an Bord weiterhin verbieten.
Ok!! Stellen wir uns das Ganze doch jetzt mal so richtig konkret vor. Ein Terrorist schafft es, eine Bombe in den Gepäckraum des Flugzeugs zu schmuggeln, in das er dann selbst auch sodann einsteigt. Die Bombe will er in guter alter Selbstmordattentätertradition aus dem Passagierraum mit seinem Handy zünden. Dann aber sagt die Crew, dass die Benutzung von Handys während dem ganzen Flug durchgängig verboten ist.
Und nun? Sagt der Terrorist: “Och Mennoooo! Ich wollte uns doch jetzt alle in die Luft sprengen und jetzt darf ich nicht” …. und lässt es dann selbstverständlich bleiben, steigt am Zielflughafen beleidigt und lebendig aus und geht aus Frust einen saufen??!!
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Als mir gestern morgen das Geschenkpapier ausging – ich musste noch das eine oder andere für den einen oder die andere verpacken – bin ich schnell noch zur Rewe gefahren und habe Nachschub und ein paar Kleinigkeiten geholt. Dort durfte ich Zeuge des folgenden Tele-Shopping-Terrors werden:
Ein älterer Typ, schütteres dünnes Haar, abgewetzte billige Lederjacke und eine viel zu große Brille auf der Nase, stand mit dem Handy am Ohr in einem der Gänge kaum zwei Meter neben mir. Ich lauschte einerseits unauffällig und andererseits mit wachsendem Vergnügen folgendem Gespräch (das er vermutlich mit der daheim verbliebenen Ehefrau geführt hat):
Er: Ei do wo de Kardofflbrei steht.
….
Er: Ei den hab isch schun.
…
Er (laut): Ein den Kardofflbreeiiiiiii!
…
Er: Naa den annern hab isch genumme!
…
Er: Waaast Du was der kost?!!!
…
Er: Aller gut, Herrgott noch emol, nehm ich halt den annern!
Er legt mit finsterer Miene das Instantflocken-Püree-Pulver eines Noname-Herstellers zurück ins Regal und nimmt statt dessen ein Markenprodukt von Pf….
Er: So, habbisch. Wo is’n do jetzt die Milsch?
…
Er: Wo ums Eck?
…
Er (laut): Ei links ums Eck odder reschds ums Eck?
Er stampft nach rechts aus der Regalreihe und kurz darauf hör ich ihn in der Reihe neben dran.
Er (laut): Do is kaa Milsch!
…
Er (immer noch laut): Ei wie Du gesaat host, rechts ums Eck.
…
Er (noch lauter): Wie rechts ums Eck un noch e mol rechts ums Eck?!
…
Er (sehr laut, andere Leute gucken): Waaste was, näschdes mol gehste selwer und kaafst Dir den Scheissdreck selwert!!!
Hätte seine Alte ihm doch mal einen ganz klassischen Einkaufszettel geschrieben, statt ihn per Handy “fernzusteuern”.
Filed under Alles in allem, Das Leben ist Satire genug! | Tags: Einkaufen, Geschenke, Geschenkpapier, Handy, Heilig Abend, Kartoffelbrei, Milch, Rewe, Shopping-Terror | Comment (0)Auch zu Guttenberg kann Kerner nicht retten – Der Einsatz der Laberwaffe am Hindukusch scheiterte
Auch zu Guttenberg kann Kerner nicht retten - Der Einsatz der Laberwaffe am Hindukusch scheiterte [ 3:49 ] Jetzt abspielen | Play in Popup | Download (183)
Ach was ein schönes Paar. Karl-Theo und … nein nicht Frau Stephanie zu Guttenberg sondern Johannes B, also der Kerner. Das zu Guttenberg seine Frau mit nach Afghanistan genommen hat finde ich nicht schlimm. Nein wirklich nicht! Warum soll er das denn nicht machen, zumal die Reisekosten für Frau Gemalin selbst bezahlt wurden. Ob Barak Obama oder andere Politiker, viele nehmen ihre Frauen mit. Warum auch nicht, da regt sich keiner auf. Aber bei uns? Schlimm finde ich die theatralisch-armselige Aufregung darüber. Die Medien, die Öffentlichkeit und natüüüürlich die Politiker der Opposition, alle sind sie am schreien.
Populismus en Rouge
Der dicke ErzBengel Gabriel der SPD haut zu dem Thema mal einen lahmarschigen Katzenberger-Spruch über’s Rednerpult, der genau so blöd ist, wie besagte Blondine selbst. Da wirft die Polit-Rothaut dem Verteidigungsminister Populismus vor und hofft doch mit seinem ach so witzigen Spruch auf exakt die gleiche Wirkung. Und die Katzi nutzt die Gunst der Populismus-geschwängerten Stunde und schreibt doch gleich einen – von der BILD inszenierten (und diktierten?) – Brief an Siggi Knuddelbär.
Den Kerner gleich da unten entsorgen
Aber ich schwiff vom Thema ab. Zurück zur blonden Medienseuche Kerner. Das der Einsatz dieser telegenen Laberwaffe am Hindukusch nicht gegen die Genfer Konvention verstößt?! Aber es wurde eine riesige Chance verpaßt. Warum ham’se den Kerner wieder mit zurück gebracht?!! Da lassen! Und in einer Burlesque-Show zur Truppenbespaßung einsetzen. Dann wäre der ohne hin quotenmäßig verarmte Sendeplatz frei für irgend einen andere Quotenhure die mehr bringt. Wie wäre es mit einem neuen Reality TV-Format “Politik sucht Anstand”. Also gut finde ich ja schon mal, dass Kerner bei den öffentlich rechlichen Sendeanstalten entsorgt wurde. Intelligent war dem Kerl seine Talkshow noch nie. Denn wenn jemand seine Redaktion alles über einen Gast rausfinden läßt, dann sein Wissen über’n Sender plappert und die Fragen den Befragten eigentlich nur abnicken lassen sollen, was Kerner so alles erzählt….
Du mußt ein Schwein sein in dieser Welt
Aber seit der Sendung mit Eva Herman ist der Kerner bei mir unten durch. Ganz unten. Da hat er gezeigt, dass er kein Journalist ist, sondern – meiner Meinung nach – ein Schwein. Nein ich will hier nicht sagen, dass ich Eva Herman toll und ihr Buch “Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit”nebst dem darin vermittelten Frauenbild gut finde. Aber ich fand die Art und Weise wie Kerner mit der Frau in der Sendung umgegangen ist, absolut unter aller Sau. Er hatte eine Armada von Talkgästen gegen Herman aufgeboten. Selbst das Publikum hatte er noch mit irgend einem gescheiten Wissenschaftler garniert, oder besser präpariert, der gegen die Frau schoss. Und alle Fragen und Vorwürfe hatten nur ein Ziel. Entweder die Herman kriecht vor Kerner zu Kreuze und bereut kleinlaut alles was, sie getan und vor allem geschrieben hat. Oder sie wird von der geballten Talk-Macht platt gemacht. Das war kein fairer journalistischer Umgang, dass war eine mediale Inqisition. Armseliger Schweine-Journalismus inszeniert durch die blonde Labertasche Kerner.
Traniger Talk mit Truppen-Kulisse
Die “Guttenberg-Talkshow” war ein totaler Flopp. T-Online.de schreibt: “Damit war die Guttenberg-Sondersendung laut Branchendienst “dwdl.de” eine der schwächsten Ausgaben von “Kerner” überhaupt.” Die Absicht der Verteidigungsministers in allen Ehren. Im Gegensatz zu den ganzen Kritikern sehe ich es als sinnvoll an, Journalisten auch zu solchen Truppenbesuchen mitzunehmen. Viele andere Politiker und Staatsmänner tun das auch, völlig ohne das jemand daran Anstoß nimmt. Aber eben Journalisten und doch nicht so’n TV-Schwätzer wie Kerner. Lieber Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester, es hätten doch viele gute Journalisten zur Wahl gestanden, warum ausgerechnet Johannes B.? Aber ok, ein Gutes hatte die Sache, wir konnten wieder erleben, was Kerner taugt. Nix!
Filed under Das Leben ist Satire genug! | Tags: Afghanistan, Bundeswehr, Eva Herman, Gast, Hindukush, Johannes B. Kerner, Journalismus, Karl Theodor zu Guttenberg, Schweine-Journalismus, Sigmar Gabriel, Soldaten, Talkshow, Truppenbesuch | Comment (0)Der Kantinen-Drecksack
In den letzten vierzehn Tagen habe ich mich ja durchaus ausführlichen Feldstudien zur Beobachtung verschiedener Ausprägungen des Homo Sapiens gewidmet. In zwei Beiträgen habe ich diverse Tänzer-Typen beschrieben. Mal den stoischen Arythmiker und mal den Schleudertraumatiker. Wie das Leben so spielt, war ich eben gerade in der Kantine im Betriebsrestaurant Augen- und Ohrenzeuge eines weitere interessanten Typen, diesmal aber ohne Bezug zum Tanzen:
Der Kantinen-Drecksack
Der Kantinen-Drecksack trat heute in Form eines recht feisten Typen mit Schiebedachfrisur (wenige Haare an den Seiten und oben durchgehend Platz für die Sonne) und sehr straff gespanntem Oberhemd auf. Seinen Bauch trug er “überhängend” vor sich her, da die Jeanshose unter der stattlichen Wampe mit einem Gürtel zugezerrt war. Das der Typ sehr gut genährt war, macht ihn aber noch nicht zum Kantinen-Drecksack. Diese Bezeichnung hat er sich durch sein Benehmen verdient.
Mit dem Tablett in der Hand ging er hinter mir an der Salattheke vorbei. Klopfte dem Kerl neben mir auf die Schulter und blökte lauthals durch die ganze Essensausgabe: “Na, machste immer noch Diät. Und? Biste schon wieder unter 100 Kilo oder noch drüber?” Der Kommentar des so düpierten Zeitgenossen neben mir ist Bestandteil der Überschrift und “Gattungsbezeichnung” geworden. Die Salatbar ist bei uns nicht nur sehr gut und lecker bestückt, sondern doppelseitig. Gegenüber zwei sehr hübsche aber arg schlanke Mädels, die sich kleine Schälchen ausschließlich mit Grünzeug befüllten. Der Kantinen-Drecksack hatte sich sein Tablett mittlerweile mit einem Teller mit zwei Scheiben Fleischkäs’ beladen und blökte im Vorbeigehen den beiden Mädels abermals unüberhörbar zu. “Na Ihr zwei, heute mal wieder was gesundes. Ist ja voll bio!”
Sprachs’, überlud sich den Teller mit Pommes und stampfte massiven Schrittes gen Kasse. Dort hörte man ihn beim Zahlen spaßen “… muss ja mal wieder was für meine Linie tun. Hahahahaha!”
Filed under Das Leben ist Satire genug! | Tags: Benehmen, Betriebsrestaurant, Drecksack, Essen, Essensausgabe, feist, Kantine, Mittagessen, Salat | Comment (0)Der Großraumbüro-Knigge – mit umgekehrtem Vorzeichen
Du arbeitest in einem Großraumbüro? Dann gibt es gute und wichtige Tipps und Verhaltensregeln für Dich. Befolgst Du diese, werden dich alle Deine Kollegen sehr sehr gern haben.
- Mache möglichst viel Lärm!
- Brüll beim Telefonieren in den Hörer oder benutze die Freisprecheinrichtung.
- Brüll beim Gespräch mit Kollegen immer über mehrere Tische hinweg und gehe nicht zum Kollegen hin.
- Nutze nervtötende Handy-Klingeltöne, stell diese ganz laut und lass das Handy auf dem Schreibtisch liegen, wenn Du den Raum verlässt.
- Musik bitte NICHT mit Kopfhörern, sondern über Lautsprecher hören.
- Möglichst oft spaßige Videos oder Audiofiles allen Kollegen vorspielen, die wollen ja auch was zu lachen haben. Aber bitte jedem Kollegen einzeln und nacheinander.
- Nimm lauter kleine Gegenstände, mit denen Du fortwährend leise und unterschwellig Krach machen kannst. Kugelschreiber die „klicken“ sind zum Beispiel cool. Jetzt braucht es nur noch Ausdauer.
- Temperatur!
- Gerade im Winter solltest Du regelmäßig und ausführlich lüften. Und wenn die Kollegin neben Dir motzt, reicht ein cooler Spruch. Später kannst Du ihr ja helfen, sich vom Stuhl los zu eisen.
- Im Sommer hingegen ist Lüften verboten, auch wenn Kollegen einen Luftaustausch wünschen und Sauerstoffmangel beklagen.
- Rauchen:
- Fragen ob Du rauchen darfst? Das wäre ja noch schöner! Raus mit der Fluppe und los gequarzt. Sollen die anderen doch so lange rausgehen. Rauchverbot? Gilt natürlich nicht für Dich!
- Abstand halten:
- Wozu? Je hübscher die Kollegin oder der Kollege, um so lieber geht man doch auf Tuchfühlung. Und der meiste Platz ist immer Dir.
- Geruch und Duft:
- Morgens früher aufstehen, um zu duschen. Nene, die 15 Minuten Schlaf mehr brauche ich. Und ein maskuliner Duft törnt Frauen ja sowieso an.
- Wenn schon Deo oder Parfüm, dann aber richtig dicke. Die netten Herren sollen Dich ja auch gut riechen können, damit Deine Kopnkurrentinnen gegen dich ordentlich abstinken.
- Nett und Höflich sein:
- Süßholzraspeln? Nicht mit Dir, Du sagst immer Deine Meinung, direkt und frei von der Leber weg. Wer’s nicht hören will, soll weghören.
- Witze:
- Erzähle möglichst oft möglichst dumme Witze und vergiss nicht, diese mehrmals zu erzählen, vor allem den Kollegen, die diese Witze gar nicht hören wollen.
- Arbeitsplatz:
- My Arbeitsplatz is my Castle. Wer sich an den Playboy-Centerfolds an der Wand stört, soll halt weggucken.
- Aufräumen? Wieso, Du als Genie beherrschst das Chaos und der verschimmelte Joghurtbecher hört nach wenigen Tagen von alleine auf, zu riechen.
The evolution of the Geek :-)
Elfterelfterelfuhrelf – Hellau!!
Nu geht es ganz famos
Mit de Fastnacht wieder los
Mer lache los wie ‘n depp
Ob’s witzisch is oder nett
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