GEZ isset aber langsam gut mit der GEZ

Juli 9th, 2010

Also das die Gebühreneinzugszentrale GEZ in Köln für 150 Millionen Euro aufgelöst, umstrukturiert, abgewickelt oder was weiß ich auch immer wird, das wird echt Zeit. Denn diese Behördenapparatschicks sind echt so was von dämlich und kriegen nichts auf die Reihe. Als ich im Jahr 2001 in Oppenheim von der Mietwohnung ins Eigenheim umzog, meldete ich mich schön brav mit dem nötigen Formular um und tat damit meinen Adresswechsel kund. Die GEZ bucht auch seit ehedem und wie zuvor die Gebühren bei mir ab, denn ich zahle. Aber kurz nach dem Wohnungswechsel kam der erste Brief, indem ich aufgefordert wurde, als Neubürger doch meine Rundfunkgeräte bei der GEZ anzumelden und zu bezahlen. Ich schrieb denen, dass ich mich umgemeldet habe und ihnen das auch bekannt sei, denn sie buchen ja ab.

gez brief 300x225 GEZ isset aber langsam gut mit der GEZ

GEZielter Briefterror?

Doch die GEZ beglückte mich schätzungsweise einmal im Halbjahr mit diesem Schreiben erneut. Selbst das Einschicken von Kontoauszügen und Anrufe bei der Hotline waren zwecklos. Zwei Jahre lang ging das so und nach dem ersten Jahr bereits ignorierte ich die Schreiben und habe sie entsorgt. Nach dem zweiten Jahr hörte der Spuk auf. Einfach so.

Die nächste Episode war der geschäftlich genutzte Wagen. Nachdem ich diesen bei der GEZ abgemeldet hatte, kamen Briefe in denen ich Änderungen in meinem Fahrzeugbestand melden sollte, obwohl ich genau das mit der Abmeldung doch meiner Meinung nach getan hatte. Auch der Spaß dauerte etwa ein Jahr.

Dann wurde es lange ruhig um die GEZ, zumindest im Bezug auf mich. Aber seit Mai diesen Jahres geht der Spaß wieder los! Bei meinen Eltern in Nierstein kam von der GEZ Post für mich an. Darin wurde mir in dem üblichen Behördendeutsch erklärt, was ich mal etwas umformuliert wie folgt darstellen möchte: Wenn ich noch bei Mama und Papa wohne, aber schon erstes eigenes Geld verdiene – beispielsweise weil ich Lehrling bin – dann soll ich doch meine Rundfunkgeräte “im elterlichen Haushalt” anmelden und bezahlen.  Aber ich bin weder Lehrling und bei Mama und Papa wohne ich seit fast 15 Jahren nicht mehr. Also habe ich die Adresse in dem Brief mit Filzstift durchge-X-t und den Brief in den Postbriefkasten geworfen. Siehe da, unlängst kam das gleiche Schreiben erneut. Diesmal habe ich einen roten Filzstift zum X-en genommen.

Langsam frage ich mich, ob die GEZ auch Verstorbenen einen Brief auf den Garbstein legen lässt und die Leiche auffordert, ihren finalen Wohnungswechsel persönlich zu bestätigen.

Hä? Wo ist der Hund?

Juli 6th, 2010

Allmorgendlich, wenn ich zur Arbeit fahre, bringe ich Giacomo, meinen Hund, zu meinen Eltern nach Nierstein, die ihn tagsüber versorgen. Dann fahre ich mit der Fähre ins Hessenland nach Darmstadt.

Ich halte also heute morgen so um 7:15 Uhr bei meinen Eltern vor dem Haus, steige aus, mache den Kofferraum auf. Kein Hund drin! Ich denke mir: “Hä? Wo ist der Hund?” Der lag nach wie vor daheim in Oppenheim vor der Haustür auf der Treppe und hat sich vermutlich kurz und knapp gewundert, warum sein Herrchen ohne ihn davon gedüst ist.

48 Kilo gute Laune 300x199 Hä? Wo ist der Hund?

Giacomo, oder "48 Kilo gute Laune"

Das übliche morgendliche Ritual

Ich hab eigentlich das getan, was ich jeden Werktagmorgen tue. Ich habe mit Giacomo an der Leine das Haus verlassen, die Tür hinter mir abgeschlossen und den Hund auf der Haustürtreppe “geparkt”. Dann habe ich wie immer die Allgemeine Zeitung aus dem Zeituntsrohr genommen, bin zur Garage, habe diese aufgeschlossen, das Auto rausgefahren und die Garage wieder abgeschlossen. Normaler weise hole ich dann den Hund von der Haustürtreppe, mach den Kofferraum auf, Giacomo hüpft rein und los gehts nach Nierstein. Nun, diesen letzten Teil des allmorgendlichen Rituals habe ich diesmal vergessen und bin doch tatsächlich ohne Hund einfach losgefahren. Und ich hab es erst, wie oben beschrieben, in Nierstein gemerkt. Also zurück gedüst nach Oppenheim den Hund holen. Und Giacomo guckte mich an als wollte er sagen “Na, auch schon wach, Du Nachtkapp!?”

Das kommt davon, wenn der Kopf schon längst mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt ist, denn daran lags. Ich hab weder gestern gesoffen wie ein Elch, noch heute Nacht schlecht geschlafen. Ich war einfach mit dem Kopf schon einige Aufgaben weiter.

Ihr seid ja ganz schön mutig …..

Juni 8th, 2010

Sagt doch gestern Abend der “Honig” im Schwimmbad zu uns (Männern): Ihr seid ja ganz schön mutig, da einfach so …..

Honig Ihr seid ja ganz schön mutig .....

Armer Irrer!

Lieber R*****, wenn Du mich heute Abend begleiten würdest, dann würde Dein Blurdruck vermutlich durch Deine unbehelmte Schädeldecke schlagen. Der Vorteil wäre, dass Du endlich mal sprachlos wärst.

Du sprä Dois – Erlebnisse auf deutschen Autobahnen

April 26th, 2010

Wenn man auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, kann man so Manches erleben. Am Wochenende hat sich meine Erlebnissammlung um eine interessante Begegnung erweitert.

Ich war gestern auf der Heimfahrt (wieder einmal) von Bad-Nenndorf von der DLRG-Bundesschule wo ich einen Lehrgang abgehalten hatte. Auf einem Parkplatz an der A2 machte ich Pause, um mal eben für fünf Minuten meine Augenlieder von innen zu betrachten.

autobahn2 300x224 Du sprä Dois   Erlebnisse auf deutschen Autobahnen

Erlebnisse on the road... (Bild: stock.xchng)

Continue reading »

Guerilla Marketing für Handyhändler auf die dreckige Tour

April 6th, 2010

„Ich hab seit Mittwoch ein Päckchen für Sie!“ Das sagte mir meine Nachbarin, nachdem sie mich am Karfreitag in aller Herrgottsfrühe so gegen 9:00 Uhr vormittags aus dem Bett geklingelt hatte und mir eben jenes Päckchen übergab, dass sie für mich angenommen hatte. Da ich nichts erwartete und Pakete für gewöhnlich an eine Packstation liefern lasse, wunderte ich mich ein wenig und das, wie ich schnell feststellte, vollkommen zu recht.

In dem Päckchen fand ich ein Samsung-Handy vor. Es war ein Prepaid-Handy mit SIM-Lock. Und ich fand ein Anschreiben dabei von einer Firma mit Sitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Nennen wir die Firma mal Handy 25-1 oder meinetwegen Handy 23+1. Das Ansinnen dieses Unternehmens, das da in dem Anschreiben an mich heran getragen wurde, war schon erstaunlich. Continue reading »

Von Jörg Kachelmann dem armen Kerl und einem armen Irren!

März 23rd, 2010

Gestern Abend saßen wir wie jeden Montagabend nach dem Schwimmen noch bei Rüdiger in der Kneipe, um etwas zu essen und zu trinken. Irgend jemand brachte dann das Thema “Jörg Kachelmann sitzt in U-Haft” zum Gespräch. Einer am Tisch hatte wohl den ganzen Tag über keine Nachrichten geschaut und fragte, warum der Wetterfrosch derzeit die Wetterlage durch schwedische Gardinen begutachet.

Als ich erklärte, das er unter dringendem Tatverdacht, seine Ex-Freundin vergewaltigt zu haben, verhaftet wurde, geschah es. Kaum dass ich das berichtet hatte, sagte jemand neben mir – nennen wir ihr Rhainhart (Anm. d. Red.: Namen zum Schutz von wem eigentlich irgendwie geändert) – laut und vernehmbar “Der arme Kerl“. Diese Aussage sorgt sogleich für das adäquate Staunen in der Runde und die eine oder der andere gab sogleich angemessene Kommentare ab, wie “Dein Weltbild soll einer verstehen”.

Honig Von Jörg Kachelmann dem armen Kerl und einem armen Irren!

Armer Kerl?

Continue reading »

Oettinger Talking Englisch reloaded

Februar 3rd, 2010

Jaja, das erste Video von Oettingers beeindruckender Rede in Englisch ist mittlerweile wegen “Urheberrechtsverletzungen” gesperrt. Aber wir wissen ja, das Internet vergisst NICHTS! Oettinger sollte sich vielleicht mal am Klingonischen versuchen, dass kommt der schwäbischen Art zu artikulieren wenigstens etwas entgegen! Aber hier abermals das vergnügliche Video. Bitteschön:

Günther Oettinger: Englisch wird die Arbeitssprache – OH SHIT!

Januar 26th, 2010

Jaja, die Angela die hat ihn nach Brüssel wegbefördert, den Günther. Der kleine Schwobelackel hat ihr wohl zuviel rumgestänkert. Und der Günther der ist wirklich vorausschauend, denn er sagt “Englisch wird die Arbeitssprache!” Ja sogar der Arbeiter an der Maschine spricht bald nur noch Englisch. “Give mir mol the Schraubeschlüssel”. Aber der Günther, der hat nicht nur Recht. Nein der geht auch gleich als leuchtendes Beispiel voran und zeigt uns eindrucksvoll, wie es geht! Schaut selbst:

Falls ich beim Schlapplachen hyperventilieren sollte, könnte mir jemand ein Schlückchen Sauerstoff spendieren! Mann o Mann, da macht man sich ja in die Hose vor lachen! Das jemand so standhaft peinlich ist! Und dem Oettinger gebe ich – natürlich in Englisch – den wohlgemeinten Rat: “If you not Englisch gut babbele can, better you halt the Schauze.”  Oettinger hat sich mit diesem Auftritt wahrhaftig den Titel “Depp des Tages” redlich verdient.

Hey Mark Zuckerberg! Wenn man keine Ahnung hat …

Januar 13th, 2010
zuckerberg FB 185x185 Hey Mark Zuckerberg! Wenn man keine Ahnung hat ...

Mark Zuckerberg hasst unseren Anspruch auf Privatsphäre.

… einfach mal die Fresse Schnauze halten! Ach ja, das wollte ich schon längst wieder mal sagen schreiben und dieser picklige Hacker, der sich Facebook ausgedacht hat, ist so lieb und liefert einem Anlass und Futter dafür! Mark Zuckerberg findet es doof, das wir alle auf Privatsphäre wert legen! Er findet es doof, das wir Facebook nicht bereitwillig alles über uns nicht nur erzählen, sondern auch zur Nutzung freigeben wollen. Wie Kollege Kai Biermann in der Zeit so trefflich fomruliert, ändert sich zum Glück unsere Einstellung zum Thema Privatsphäre deutlich langsamer, als es Menschen wie Zuckerberg lieb ist.

Da darf man sich doch nicht wundern, dass jeder vierte Deutsche im Internet lügt wie gedruckt getippt. Da gebe ich gerne zu, dass ich in Bezug auf meine persönlichen Daten im Internet nicht selten bekennender Lügner bin. Was gehen all diese Zuckerbergs im Netz mein Einkommen, meine Wohnverhältnisse oder was auch immer an? Nix! Aber was sagt so jemand wie Zuckerberg zum Thema Schutz der Privatsphäre? n-tv schreibt: Continue reading »

Der Anzug auf Amphetaminen

Januar 3rd, 2010

Heute morgen wurde ein neuer Mitarbeiter auf einer schnellen Vorstellungsrunde durchs Großraumbüro getrieben. Ein junger Bursche ganz fein bezwirnt im voll korrekten Business-Anzug mit von der Mama frisch ondulierter Fönfrisur. Als der mir die Hand schüttelte zur Begrüßung, fühlte ich den sehr intensiven Wunsch, das Handdesinfeketionsmittel aus meinem SAN-Koffer im Schrank hinter mir zu holen und mir die Hände zu desinfizieren. Du hattest das Gefühl als würde Dir jemanden einen feuchten, kalten, toten Fisch in die Hand legen. Grausam!

anzug auf amphetamin Der Anzug auf Amphetaminen

Gut gelaunte Frohnatur oder Anzug auf Amphetaminen. (Zeichnung: Andreas Lerg)

Aber damit nicht genug. Krass waren die Sprüche die der Typ so drauf hatte und Diarrhoe-artig von sich gab. Das war diese Art von Mensch, die Dich nicht kennen, aber sofort so tun als hätte man schon gemeinsem gegen Heerschaaren von Klingonen gekämpft und zahlreiche Saufgelage gemeinsam genossen. Direkt so Wortgeschwurbel wie “Hey Du was läuft?” oder “Und alles klar bei Dir?” Und zum Redaktionsmanager “Na dann erzähl mal, was ihr Jungs hier so tolles macht!” Das was dem so aus der “Gosch” gequollen ist, erinnert mich wieder an den Vergleich weiter oben mit dem feuchten, kalten, toten Fisch.

Nach dem diese Frohnatur im feinen Zweireiher alle im Großraumbüro bespaßt hatte, wurde er dann übern Flur in Richtung der kleineren Büros getrieben. Ich meinte zu meinem Kollegen mir gegenüber zynisch zwinkernd: “Ja das war aber mal ein ausgesprochen gutgelaunter Zeitgenosse.” Und der Kollege: “Oh Mann so ein Anzug auf Amphetaminen am frühen morgen hat mir gerade noch gefehlt.

    Wortwolke
    Meine Favoriten
    Blogroll
    RSS Futter für’s Stammhirn
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de