CPU ist nicht immer Central Processing Unit
Ich frage mich seit yesterday wieder, why bei uns eigentlich mitlerweile so many things immer in fucking Englisch bezeichnet, benannt und beschildert werden müssen. Especially when es dafür wonderful german Worte gibt, die everybody kennt und auch unfallfrei outspeaken kann. Wenn somebody you kennst sehr gut ins Krankhaus comes, dann ist das schon very aufregend genug. Wen you den dann besuchen willst und your mom sagt am Phone in Sachen Wegbeschreibung the following:
“Da steht so ein Schild an der Tür von der Abteilung. Ich weiß nicht was das heist und wie man das ausspricht. Geh einfach direkt vor der Treppe links in den Gang und dann ins Zimmer fünf.”
Ja dann fragt man sich:
Geht das denn nicht auch auf Deutsch????!!!!!
Ich bin sehr fit in Englisch, spreche es fließend. Aber das gilt eben nicht für jeden! Viele Deutsche können es schlecht, ältere Menschen teilweise garnicht, weil sie es nie gelernt haben. Was ist mit ausländischen Mitbürgern, die eine andere Muttersprache haben und für die schon Deutsche eine Fremdsprache ist? Ich habe nichts gegen Englisch und englische Bergiffe und Anglizismen. Dort wo sie nötig oder sinnvoll sind, warum nicht?! Aber muss man sich “committen”, statt sich zu einigen? Muss man ein “Appointment” statt einen Termin haben? Muss man ein “Agreement” statt einer Einigung erreichen? “Muss man “outperformen” statt ein Ziel zu übertreffen? Muss ein Deutsch-Muttersprachler im Gespräch mit anderen Deutsch-Muttersprachlern dauernd englische Worte einflicken, oder würde man ihn nicht auch ohne dieses “clever-shitting” für einen intelligenten und gebildeten Menschen halten? Muss man “what the fuck” und “fuck you” anstatt “was zum Geier” und “leck mich am…” sagen?
In diesem Sinne liebe Dudes and Dudettes, have a nice day!
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Anglismen, Anglizismen, Chest Pain Unit, CPU, Denglisch, Deutsch, Englisch, Muttersprsche | Comment (1)Guten Appetit wünschen Schubeck, Baudrexel, Lichter & Co
Spitzenköche verdienen Spitzengagen und predigen im Fernsehen bei “Lanz kocht” & Co immer wieder viele Worte um frische Zutaten und Chemie-freie Lebensmittel. Alles selbst zubereiten, kein Glutamat, keine Hilfsstoffe, keine Fertigwürzen, keine Tütenprodukte. Das predigen Sie mit einer Inbrünstigkeit sondersgleichen.
Wie gesagt: Spitzenköche verdienen Spitzengagen … auch mit Werbung.
Und wie sich beispielsweise Schuhbeck heutzutage prostituiert und sein Eigentor schönredet, dass sehen wir hier:
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Baudrexel, Chemiebaukasten, Glutamat, Küche, Lichter, Schuhbeck, Spitzenkoch, Werbung | Comment (0)
… und wer ist eigentlich Herr Lang
Wer so wie ich auf der Suche ist, der sucht mal hier mal dort. Bei dem “dort” habe ich mir unlängst mal www.parship.de angesehen. Wer auf dieser Flirtplattform neben den kostenlosen Basisfunktionen auch die tollen Features
Unbegrenzt kommunizieren
Sofort Kontakt aufnehmen
Freigegebene Bilder sehen
Persönlichkeitsgutachten
nutzen will, muss nicht gerade wenig bezahlen. Selbst das beste Angebot für die Premiummitgliedschaft kostet immer noch unromantische 29,90 Euro und das PRO MONAT.
Viel viel Geld für sehr wenig Funktionen. Als Journalist ist die Neugier eine anerkannte Berufskrankheit. Also habe ich über das Kontaktformular mal die folgende Frage an Parship – ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Holtzbrinck – geschickt:
Kunde 21/12/2011 09:25
Könnten Sie mir sagen, warum Parship so unglaublich teuer ist? Selbst bei 12 Monaten immer noch knapp 30 Euro. Und das für ein paar zusätzliche Funktionen. Das ist zuviel.
Ja und sehr schnell – noch am selben Tag – kam folgende vor Kompetenz nur so stotzende Antwort:
Sehr geehrter Herr Lang,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Suche nach dem passenden Partner.
Ich freue mich, Ihnen folgendes Angebot machen zu können: 3 Monate Premium-Mitgliedschaft mit 50% Preisvorteil.
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Ich würde mich freuen, Sie als Premium-Mitglied bei PARSHIP zu begrüßen.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Littek
Ihr PARSHIP Kundenservice
Ich kam nicht umhin, auf diese Mail folgendes zu antworten:
Guten Tag,
danke für die Mail mit dem Angebot, die aber keine Antwort auf meine eigentliche Frage ist. Und wer ist eigentlich “Herr Lang”?
Gruß
Andreas Lerg
Fazit: Die Kundendienstler bei Parship.de bringen es nicht fertig, a. eine Frage zu lesen und konkret zu beantworten und b. den Namen eines Nutzers zu lesen (ich bin … und bald war … dort mit meinem echten Namen angemeldet). Und sowas wird (angeblich) Testsieger. Setzen, Sechs!!
UPDATE:
Immerhin sind sie teilweise lernfähig, auch wenn diese Mail abermals meine Frage nicht wirklich beantwortet.
Sehr geehrter Herr Lerg,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Zunächst möcht ich mich für die falsche Ansprache entschuldigen
Ihre ehrliche Meinung interessiert uns sehr.
Es lohnt sich jedoch, Premium-Mitglied bei PARSHIP zu sein: Rund 38% unserer Premium-Mitglieder sagen, dass sie bei PARSHIP eine neue Liebe gefunden haben (Quelle: Nutzerbefragung nach Ende der Premium-Mitgliedschaft).
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Ich würde mich freuen, Sie bei PARSHIP begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Littek
Ihr PARSHIP Kundenservice
Kundenfreundliche Ladenschließungszeiten – Ich glaub es hackt!
Also echt! Das geht mir langsam echt auf die Nerven, das mit den “Ladenöffnungszeiten”. Ich habe mir die Tage eine Konzertkarte für Chris Rea bestellt. Der gibt am 28. Februar 2012 ein Konzert in der Frankfurter Festhalle und den wollte ich schon immer mal sehen. Der Online-Tickethändler hat mir heute das Ticket per Einschreiben zugestellt und damit beginnt das Dilemma!
Wer ist tagsüber wenn der Postbote kommt nicht zu Hause, sondern auf der Arbeit? Ich! Was passiert dann bei einem Einschreiben? Statt dem Brief bekommst Du diesen Abholschein in den Briefkasten, auf dem Dir mitgeteilt wird, dass Du das Einschreiben am nächsten Werktag in der Postfiliale/agentur am Ort abholen kannst und das in sieben Tagen erledigen musst, sonst geht die Sendung zurück.
Die Postagentur in Oppenheim öffnet, wenn ich schon längst in Darmstadt in der Redaktion an meinem Arbeitsplatz sitze. Und sie schließt in dem Moment, indem ich dort Feierabend mache und die Heimfahrt antrete. Mit dem “am nächsten Werktag” ist also nichts. Ok, bliebe also jetzt der Samstag. Aber am Samstag muss ich auf eine Tagung. Die Postagentur öffnet um 9:00 Uhr, da bin ich schon längst mit dem Auto unterwegs zur Tagung, die um 10 Uhr bei Koblenz beginnt. Die Postagentur schließt meines Wissens nach am Samstag um 13 Uhr. Da ist auf der Tagung gerade mal Mittagspause. Aber werktags einen halben Tag Urlaub nehmen, um einen Brief abholen zu können? Ich glaube es hackt! Das würde bedeuten, meine Konzertkarte geht Mitte kommender Woche wieder zurück. Ich glaub es hackt! Also muss ich jetzt meinem Herrn Papa eine Vollmacht schreiben, damit er den Brief morgen für mich abholt und hoffentlich gegen Vorlage ausgehändigt bekommt.
Und solche kundenfreundlichen Ladenschließungszeiten haben viele Geschäfte. Beispiele gefällig? Bitte sehr: Klamotten in die Reinigung geben? Gleiches Spiel! Zum Glück gibt es eine Reinigung in Darmstadt. Ich schleppe dann also morgens einen Anzug im Kleidersack ins Büro, damit ich den in der Mittagspause in die Reinigung bringen kann. Aber wenn es ums Schuhe reparieren geht, sieht es noch düsterer aus, denn einen echten Schuster gibt es garnicht mehr in Oppenheim und Umgebung. Und in der Nähe meines Arbeitsplatzes auch kein Schuster weit und breit. Ok, da brauch ich mich dann auch nicht über die Öffnungszeiten zu ärgern ….
Nächstes Beispiel aus dem Dienstleistungssektor: Der Bezirksschornsteinfeger ruft mich neulich an, wann er denn werktags tagsüber zum Schornstein reinigen und Heizung prüfen kommen kann. Ich: “Jeden Tag ab 18 Uhr”. Er will wissen an welchem Tag er früher kommen kann. Ich: “Garnicht, ich bin tagsüber auf der Arbeit.” Er will wissen, ob ich das nicht einrichten könne. Ich: “Ich werde mir keinen halben Tag Urlaub nehmen, damit bei mir der Schornstein gereinigt werden kann.” Er ist Dienstleister und er will die gesetzliche vorgeschrieben “Zwangsdienstleistung” bei mir verrichten. Aber er will am liebsten, das ich MEINE Arbeitszeiten an ihn anpasse. Ich glaub es hackt! Er ist der Dienstleister. Jetzt will er sehen, dass er Samstags kommen kann.
Arztbesuche sind das gleiche Thema. Da musst Du dir einen halben Tag frei nehmen, denn manchmal kannst Du es dir nicht aussuchen, dass Du zum Arzt musst. Fachgeschäfte? Das gleiche in Grün. Auch die machen erst auf, wenn normale Arbeitnehmer längst auf der Arbeit sind und schließen rechtzeitig, bevor diese wieder heimkommen.
Ok, es gibt auch einige wenige Ausnahmen. Die REWE in Oppenheim hat bis 22 Uhr auf. Dort kann ich dann tatsächlich auch an einem Werktagabend ganz in Ruhe und ausführlich einkaufen. Und das hat einen wesentlichen Vorteil. Abends sitzen bei der REWE immer junge, hübsche und nette Kassiererinnen an der Kasse. Das Auge ißt ja bekanntlich mit
Aber im Großen und Ganzen geht mir das mit diesen kundenfreundliche Ladenschließungszeiten ehrlich gesagt mächtig auf den S…. also auf die Nerven!
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: geschlossen, Ich glaub es hackt, Ladenöffnungszeiten, Ladenschließlungszeiten, offen, Servicewüste | Comment (0)Hygiene-Ampel? Wie wärs mit einer Politik-Ampel!
Als ich heute morgen zur Arbeit fuhr, hörte ich bei Radio SWR 3, dass jetzt die “Hygiene-Ampel” für die Gastronomie kommen soll. Restaurants, Imbissbuden und andere Lebensmittelbetriebe werden nach dem Willen der Verbraucherschutzminister der Länder mit einer Ampel gekennzeichnet, die den Hygienezustand anzeigt. Grün steht für “keine Mängel”, Gelb für “mittlere Beanstandungen” und Rot für “Gravierende Beanstandungen”.
Was für ein Schwachsinn! Würde ein Betrieb, bei dem die rote Lampe leuchtet, nicht einfach bis zur Beseitigung der Mängel zu gemacht? Wenn nicht sollte man das eben tun. Anstatt Mängel per Ampel anzuzeigen, sollten diese auf Anordnung der Kontrollinstitution einfach sofort abgestellt werden müssen.
Aber wenn wir schon bei solchen Ampeln sind, die dem Bürger über Zustände oder Qualitäten informieren sollen, dann fordere ich die “Politik-Ampel”. Nein ich rede nicht von Ampel- oder Jameika-Koalition. Ich rede von so einer Qualitätsampel für politische Entscheidungen und auch für die politische Akteure.
Grün steht dabei für “Alles ok, kein Schwachsinn”. Gelb steht dann für “Ziemlicher Unfug, demnächst neu wählen.” Und Rot steht natürlich für “Gemeingefährlicher Irrsinn, sofort zurücktreten.”
Vergeben wird diese Bewertung von uns Bürgern. Aber ich glaube, diese Ampel würde wenig Sinn machen, denn vieler Orten würde dabei nur eine “Dauer-Rot-Phase” bei rauskommen. Und die Politiker würden dann einfach ungeniert bei Rot über die Ampel fahren.
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Ampel, Dauerrot, Gelb, Grün, Hygiene-Ampel, Politik, Politiker, Rot | Comment (0)Supervital-Armband – Was für’n Scheiß!
Letzten Samstag, als ich meine Startunterlagen für den Gutenberg-Marathons in Mainz angeholt hatte, war ich noch auf der Marathon-Messe. Dort habe ich was sehr interessantes und amüsantes gesehen. Eine Verkäuferin an einem Stand ließ einen Mann auf einem Bein stehen und forderte ihn auf, das Gleichgewicht zu halten und die Arme im rechten Winkel von sich zu strecken. Dann drückte sie auf den einen Arm und erhöhte den Druck, bis er aus dem Gleichgewicht kam. Da Gleiche widerholte sie mit der andere Seite und dem anderen Bein.
Nach dieser “Analyse” gab sie ihm ein ganz bestimmtes Silikonarmband, in dass ein buntes Hologramm eingelassen ist. Ein “Supervital-Armband”. Mit einem Schwall esoterischer Dummschwätzerei erklärte sie ihm, warum genau dieses “Supervital Powerarmband” für ihn das richtige ist. Liebe Leute was hat die Frau eine Scheiße erzählt! Das Hologramm sei “energetisch” geladen. Es würde für einen Kräfteausgleich des Energiespektrums des Körpers und Geistes sorgen. Und gerade dieses Armband würde dem Mann helfen, morgen beim Marathon beste Leistungen zu bringen und schneller zu regenerieren. Und der Typ drückt der Frau doch dann für dieses Stückchen Silikongummi mit Wackelbildchen fette 30 Euro in die Hand!!!!
Ne also ehrlich! Was für’n Scheiß! Also echt! Ein Gummiarmband, dass irgendwo in Asien für 10 Cent am Fließband produziert wird und in das irgend ein Pseudewirkungselement eingebettet ist, soll tatsächlich einen besseren Menschen aus dem Träger machen? Auf der Webseite, die ich dazu gefunden habe, bekommt man diesen Schund im Angebot für güüüünstige 24,95 Euro. Normal kostet diese Lebenshilfe zum Anziehen stolze 79,95 Euro. Und damit die Leute auf den Rotz auch reinfallen, gibt es ganz viele verschiedene Bändchen.
Wenn man auf diese Esoterik-Betrüger reinfällt, muss man sich vermutlich für verschiedene Lebenslagen und Situationen auch verschiedene Bändchen kaufen. Neben dem Sportband gibt es vielleicht auch eines, mit dem man auf wundersame Weise intelligenter wird. Wahrscheinlich gibt es auch eines, mit dem man dann beim Sex stunden lang ermüdungsfrei durchpoppen kann. Gibt es auch eins, das man im Büro anziehen kann, wenn einem Kollegen auf die Nerven gehen? Gibt es eins mit dem man abnehmen kann, weil es den Hunger in ein Sättigungsgefühlt verwandelt? Gibt es eines das den Träger daran hindert für Schwachsinn Geld zu verballern. Das garantiert nicht….
Ne echt, so ein hochnotpeinlicher Unsinn. Der Erfolg beim Laufen eines Marathons oder Halbmarathons liegt einzig und alleine in der Vorbereitung und einem guten Training. Mit diesem Gummidingsbums am Arm wird man weder schneller noch macht man später schlapp. Der einzige Nutzen dieser “Supervital-Bändchen” ist die Tatsache, dass diese sich im Portemonai der Verkäufer niederschlagen, weil genug Deppen auf diesen Esoterikscheiß reinfallen und den Schrott für ein irres Geld kaufen.
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Dumm, Esoterik, Mainz, Marathon, Schwachsinn, Supervital-Bändchen, Teuer | Comment (0)Sitzfleischindianer sind doof
Kennst Du das? Du hast was vor! Willst quasi eben gerade aufbrechen und etwas unternehmen. Da klingelt es an der Haustür. Ein eigentlich sehr netter Bekannter steht davor und “wollte nur gerade eben bescheid sagen ….”. Höflich erzogen wie man ist, sagt man “komm doch kurz rein”. Und dann sitzt dieser Sitzfleischindianer da, erzählt, gießt sich noch einen ein, erzählt weiter und findet einfach den Absprung nicht.
Die ursprüngliche Planung für den schönene 1.-Mai-Mittag erübrigt sich bei fortschreitender Uhrzeit langsam und der Sitzfleischindianer sitzt und sitzt und sitzt. Ich bin hier zum Glück auch nur Gast und kann irgendwann einfach abhauen. Aber eigentlich wollten wir schon längst in einer Straußwirtschaft im Weinberg sitzen, ein Schöppchen schlürfen und eine Kleinigkeit essen. Stattdessen …. er sitzt immer noch.
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Absprung, Gäste, gehen nicht, sitzen, Sitzfleischindianer | Comment (0)Darf ich Sie einladen, an meiner Paranoia teilzuhaben
Darf ich Sie einladen, an meiner Paranoia teilzuhaben. [ 3:46 ] Jetzt abspielen | Play in Popup | Download (358)Ja seit gestern, da sollen wir Technikfreaks und selbstbestimmte Datenbürger wieder paranoid sein, zumindest Leute wie ich die ein iPhone und sogar noch ein iPad haben. Denn beide zeichnen Bewegungsdaten dauerhaft auf! Ja mein iPhone weiss ganz genau, wann ich wo war. Und deshalb müssen wir uns jetzt ganz schlimm echauffieren und schimpfen. Böses iPhone! Böse Firma Apple! Ok liebe Leser, dann darf ich Sie jetzt einmal einladen, an meiner Paranoia teilzuhaben. Die nebenstehende Karte ist mein Bewegungsprofil, aufgezeichnet ab dem Zeitpunkt, ab dem ich das iPhone 4 bekommen und aktiviert habe. Na dann schauen wir doch mal, wo der Kerl sich so rumtreibt!
Aha! Andreas war in Paris! Stimmt. War ich. Und es war und ist dort wunder wunder schön. Ich war dort letztes Jahr im September. Und außer mir selbst hatte ich nur noch meinen Hund dabei und ich bin an zwei Tagen 30 Kilometer durch die Seine-Metropole spaziert. Sollte jeder mal machen. Tut gut. Und wer tatsächlich mehr über meinen Egotrip nach Paris wissen will, sil vou plais: Le Egoiste-cest bon.
Der Kerl ist aber verdächtig oft in Darmstadt! Na klar bin ich das, denn ich arbeite dort. Sie wissen schon. Job, Geld verdienen, morgens fahr ich hin und abends fahr ich heim und das Montags bis Freitags. Das kann man auch ohne das iPhone wissen.
Gut, schauen wir weiter. Moment mal! Ich bin quasi NIE zu Hause! Glaubt man dem Bewegungsprofil und schaut Oppenheim an, dann bin ich quasi überhaupt nicht dort anzutreffen. Oder schalte ich etwa immer außerhalb von Oppenheim mein iPhone komplett aus, damit keiner merkt, wenn ich daheim bin. Wer mich als bekennenden Nerd kennt, der weiss, das mein iPhone quasi immer angeschaltet ist. Und ich bin auch TÄGLICH zu Hause – außer wenn ich in Paris oder für ein paar Tage auswärts bin – denn ich wohne hier. Und nun? Erkenntnis: So perfekt ist die Standortprotokollierung scheinbar doch nicht. Ui! Sollte das iPhone tatsächlich “fehlbar” sein?
Aber es geht noch besser! Laut der Karte mit meinem Bewegungsprofil war ich durchaus oft in und um Herford. Dort sind viele Ortsmarken zu finden, die mein iPhone gespeichert hat. Einige dieser Ortsmarken sind dick dargestellt. Laut meinem iPhone war ich theoretisch also öfter oder länger in Herford als zu Hause in Oppenheim. Die Sache hat nur einen Haken. Ich war seit ich das iPhone 4 habe KEIN EINZIGES MAL in Herford oder auch nur in der Nähe. Ich bin auch nicht die Autobahn A2 an Herford vorbei gefahren, wobei es ja dann entlang der A2 weitere Ortsmarken geben müsste.
Fazit: Dass das iPhone ohne mich zu fragen meine Standorte aufzeichnet und damit ein Bewegungsprofil ermöglicht, finde ich nicht gut. Gar nicht gut! Ich würde gerne gefragt und dann selbst entscheiden. Aber deshalb jetzt ein riesen Geschrei anfangen? Echt nicht! Ich bin ein Technikfreak und Nerd! Ich starte einen Sport-Tracker wenn ich Laufen gehe und die Leute die es interessiert, können mir im Internet live zuschauen. Ich bin mir sicher KEINER guckt zu. Ich bin jemand der auf Facebook nicht die Klappe halten kann und dauernd postet und die Leute mit seiner Meinung behelligt. Und jetzt soll ich mich künstlich aufregen und Zeter und Mordeo schreien? Nö!!
Aber vor allem: Auch Dein Smartphone weiss was Du wann tust!! Oder glaubt ernsthaft jemand, diese Technik sei nur im iPhone vorhanden und wird nur von Apple verwendet?! Und eine Dreieckspeilung über Mobilfunkmasten funktioniert schon seit es Handys gibt und die “nur” zum telefonieren taugten!
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Aufregen, Bewegungsprofil, Herford, iPhone, Oppenheim, Paranoia, Paris, Standort | Comment (1)Der Pimmel-Prolet
Sozialwissenschaftler und Empiriker würden das Leben wohl als unterbrechungsfreie “teilnehmende Beobachtung” kennzeichnen. Für uns Journalisten ist dieser Umstand quasi eine permanente Recherche. Über die verschiedenen Arten von Tänzern hatte ich mich ja schon zur Genüge ausgelassen. Heute habe ich mir nach dem 11,1 Kilometer Maarauelauf abends noch eine Runde Relaxen in der Sauna im Rheinhessenbad in Nieder-Olm gegönnt. Und nach dieser teilnehmenden oder eher mitschwitzenden Bebobachtung möchte ich hier die verschiedenen Arten von Saunagängern beschreiben. Das wird recht einfach, denn es gibt nur zwei unterschiedliche Arten. Übrigens, dem zur Prüderie neigenden Leser möchte ich an dieser Stelle von der weiteren Lektüre abraten!
Der normale und anständige Saunagast
Er und Sie ist ein ganz normaler Mensch, befolgt die Regel “Kein Schweiß aufs Holz” und hüllt sich nach dem Verlassen der Schwitzkabine in einen bequemen Bademantel oder wickelt sich ein großes Handtuch um die Hüfte während die Damen sich ein noch größeres um die Schultern legen. Dann wird eine Liege oder ein Sitz gesucht und sich bequem hingesetzt und geruht oder sich mit anderen Gästen unterhalten. Der normale und anständige Saunagast ist angenehm, nett, kommunikativ und unauffällig.
Der gemeine Pimmel-Prolet
Meine wertgeschätzte Leserschaft möge mir die Wortwahl verzeihen und mir weiter wohlgesonnen bleiben. Aber Pimmel-Prolet ist der einzig passende Ausdruck für das Verhalten, was ich hier kurz darstellen möchte. Dieser eher auffällige bis unangenehme Saunagast ist männlich, denn mir sind bisher noch keine Frauen aufgefallen, die ein ähnlich schlechtes Benehmen an den Tag legen.
Der gemeine Pimmel-Prolet hält sich zwar auch an die Regel “Kein Schweiß aufs Holz”. Aber das ist auch schon fast das einzige, wofür er mitgeführte Frotierwaren einsetzt. Kaum aus der Schwitzkabine entschlüpft rennt der Pimmel-Prolet grundsätzlich splitterfaser-nackig umher. Dabei achtet er auf einen breitbeinigen und federnden Gang der einzig dem Zweck dient, das, was er für groß und wichtig hält, in leichte Schwingungen zu versetzen und dann gut sichtbar umher zu tragen. Heute waren in der Sauna gleich mehrere dieser Zeitgenossen vertreten.
Auffallend, dass diese Typen zunächst einmal eine Weile umher stolzieren und zwar meist dort wo viele andere Gäste und auch Frauen sind. Läuft der Pimmel-Prolet vor dem Publikum mit seinem Schwing-Dein-Ding-Gang auf, legt er gerne immer wieder mal zuuuufällig die Hände in den Nacken, streckt sich und schiebt Brust und auch Hüfte vor, damit sein Publikum die zur Schaustellung des Gemächts auch besser “genießen” kann. Ich saß draußen im Freien und zwei Damen verließen bei diesem Aufmarsch sehr zügig das Freigelände.
Legt sich der Pimmel-Prolet dann auf eine der Ruheliegen, dann wird das Handtuch nur unten drunter gelegt. Dann legt sich der Kerl zur Gänze unverhüllt auf die Liege und das breitbeinig und mit nach außen gedrehten Knien. Das nur, damit der Anhang auch gut belüftet wird und – Sie haben richtig befürchtet – wie auf der Präsentier-Lende gut sichtbar ist.
Ich finde dieses Verhalten albern und unanständig – gut mag man mich für prüde halten. Und ich finde es auch lästig, wenn dir und anderen dauernd irgend so ein Heini sein Genital vor Augen führt. Jetzt könnte man ja meinen, dass wenigstens die Damen Freude daran hätten, wenn die besagten Kerle eine sportlich durchtrainierte Figur hätten und lecker aussehen würden. Aber meist ist das Gegenteil der Fall! Meist sind diese zeigefreudigen Typen älter, nicht selten korpulent und längst nicht (mehr) ansehnlich.
Auch heute in Nieder-Olm! Einer der umher stolzierenden Pimmel-Proleten hätte wahrlich gut daran getan, das gewisse Etwas unter seiner Gürtellinie gut zu verstecken oder aber eine Lupe zur Verfügung zu stellen. Aber sein Bauch hat eh schon als Sichtschutz gewirkt. Die Krönung war aber ein strohblondiertes älteres Exemplar mit Nickelbrille, der sich dort um Beachtung bemühte. Seine “Bestückung” fiel gar nicht ins Auge, da er eine Oberweite hatte, die locker in Körbchengröße C passt und beim Umherlaufen deutlich mehr in Schwingungen geriet als … Sie wissen schon. Wenn etwas die Blicke auf sich lenkte, dann war es diese maskuline Oberweite. Dabei wären dort zwei junge und gut gebaute sportliche Männer gewesen, aber die hielten sich anständig verhüllt.
Fazit: Mit sind nette und diskrete Saunagäste, die sich mit Anstand außerhalb der Kabine in Frotierwaren hüllen und mit denen man sich angenehm unterhalten kann, deutlich lieber, als diese Pimmel-Proleten. Denn die sind nicht nur wie beschrieben unangenehm auffällig sondern meist auch recht wortkarg. Das vor allem auch deshalb, weil die normalen Saunagäste diese Typen meiden. Wie gesagt, zwei Damen flüchteten beim Auflaufen eines dieser Herren in dem Moment, als der die Hände in den Nacken legte und sich kaum zwei Meter weg reckte und streckte.
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Angeber, Gemächt, lächerlich, Lästig, Pimmel, Proleten, Sauna, schwitzen, unangenehm, unanständig | Comment (0)Von Unkräutern, Untieren und Unmenschen
Von Unkraut, Untieren und Unmenschen - Philosophieren beim Rasen mähen. [ 3:25 ] Jetzt abspielen | Play in Popup | Download (149)Die große grüne Fläche hinter meinem Haus habe ich eben gerade gemäht. Ich sage große grüne Fläche, weil dort alles mögliche wächst nur nicht gerade viel Rasen. Ich handhabe das so, dass das, was da wächst, gemäht wird. Derzeit wächst dort vor allem Löwenzahn. Reichlich Löwenzahn. Der wird ja gemeinhin als “Unkraut” bezeichnet.
Aber ist Löwenzahn wirklich Unkraut? Die Vorsilbe “Un” impliziert ja eine Verneinung. Man könnte also sagen ein Unkraut sei eine “Nichtpflanze”. Komisch. Löwenzahn hat Wurzeln wie eine Pflanze, Blätter in denen Chlorophyll gebildet wird und Blüten die bestäubt werden, Samen bilden und damit der Fortpflanzung dienen. Löwenzahn erfüllt nach meinem Dafürhalten alle Kriterien einer Pflanze. Und das wir Menschen ihn nicht mögen – zumindest nicht in unseren Gärten – da kann doch der Löwenzahn nichts dafür. Zudem ist es ihm sicher auch egal. Er hat sich nicht dazu entschieden uns lästig zu sein. Wir empfinden ihn lediglich so und schmähen ihn mit besagter Vorsilbe. Mein Fazit: Es gibt KEIN Unkraut.
Auch im Tierreich diskriminieren wir so manches Geschöpf mit dieser Vorsilbe. So wird der Hai beispielsweise gerne als Untier tituliert. Meist schon wenn er so eine süße kleine Robbe zerlegt und frisst. Aber spätestens wenn er einen Menschen verletzt oder tötet. Aber ist der Hai ein “Nichttier”? Ich erspare mir jetzt die Gegenrede, denn das der Hai ein Tier ist, wird wohl niemand bestreiten wollen. Aber warum verpassen wir ihm dann diese Vorsilbe? Der Hai ist nicht aus Bosheit oder Sadismus – in unseren Augen – grausam. Er muss schlichtweg fressen, um überleben zu können. Und wenn ein Surfer auf seinem Surfbrett von unten wie eine Robbe aussieht, dann kann der Hai diesen Irrtum leider nur durch Trial & Error feststellen. Ok, zugegeben, das ist ziemlich unangenehm für den Surfer. Aber der Hai ist nicht aus freiem Willen ein Raubtier und tötet nicht aus Vergnügen. Mein Fazit: Es gibt KEIN Untier.
Gut, kommen wir zum “Unmensch”. Auch hier wird mir der geneigte Leser zustimmen, dass es rein biologisch keine “Nichtmenschen” gibt. Aber im Unterschied zum Unkraut und Untier kann der Mensch unmenschliches tun, weil er sich aus freien Stücken und mutwillig dazu entscheidet! Im Gegensatz zu Pflanze und Tier kann der Mensch brutal, grausam, sadistisch, barbarisch und vieles mehr sein. Er kann wieder besseren Wissens und gegen jede Moral Dinge tun, die wir zu Recht als unmenschlich bezeichnen. Er könnte genau diese unmenschlichen Taten problemlos bleiben lassen und tut es dennoch. Beispiele gibt es genug. Historische wie Dschingis Kahn, Hitler oder Stalin. Aber auch aktuelle wie den gestern verhafteten “Schwarzen Mann” oder Muammar al Gaddafi, der sein Volk ermordet. Mein Fazit: Es gibt in der Tat Unmenschen.
Ok langer philosophischer Rede schlussendlicher Unsinn: Wenn man gewillt ist, Löwenzahn, Gänseblümchen & Co nicht als Unkraut, sondern als eine schöne Pflanzen zu betrachen – vor allem in der Blüte – dann habe ich einen wirklich schönen Garten!
Filed under Dinge die die Welt nicht braucht | Tags: Garten, Löwenzahn, Pflanzen, Unkräuter, Unmenschen, Untiere | Comment (0)











