KategorieDinge die die Welt nicht braucht

Spanien verliert gegen Chile – Entschuldigung, aber was soll diese scheiß Häme?!

Gestern ist der (noch) amtierende Fußballweltmeister und Europameister Spanien an Chile und der Vorrunde gescheitert. Chile hat die „Selección“ von Trainer Vicente del Bosque mit 2:0 in einem beeindruckenden Spiel vom Platz geschickt. ¡Un día negro para España! Ein schwarzer Tag für Spanien. Ich fragte mich nicht nur nach, sondern schon während des Spiels vor allem eines:

Entschuldigung, aber was soll diese scheiß Häme?!

Vor allem auf Facebook ging es schon während des Spiels mit bissigen und unschönen Kommentaren los. Dabei wurde oft nicht die spanische Nationalmannschaft adressiert. Es wurde „Spanien“ gesagt/genannt. Und da stachelten und stänkerten auch Leute, denen ich eigentlich etwas mehr soziales Feingefühl zugetraut hätte. Das ganze ging von Kommentaren wie „hämisch ablachend“ oder „was macht spanien jetzt ?? vamos a la playa..ohohohohoh“ über Witze wie „Woran erkennt man spanische Marienkäfer? Sie haben keine Punkte.“ oder „Spanische Nationalmannschaft erklärt sich solidarisch: „Wenn Juan Carlos heute abdankt, dann tun wir es auch.“ Adios“ bis hin zu verkappten Beleidigungen: „Adios Mutscharschos!“ Auch gerne genommen platte Schadenfreude: „Hahaha Versager ‪#‎wm14‬ #‎SpanienIstRaus.

Immer auf den Ex-Weltmeister?

Ist das Neid, weil Spanien Titelverteidiger ist? Ich vermute es, denn wäre Italien statt Spanien Titelverteidiger und auf die gleiche Weise aus dem Turnier geflogen, dann wäre die Häme wohl weitestgehend identisch. Ist es Dummheit, dass die Bewertungen einer Fußballmannschaft durch diesen Verbalbeschuss einfach einem ganzen Land übergestülpt werden?

Ich würde ja gerne mal wissen, wie es aussähe, wenn das der deutschen Mannschaft passiert wäre. Wenn Jogis Jungs als Titelverteidiger so deutlich vom Platz getreten worden wären und jetzt alle auf uns so rumhacken und Spott und Häme über uns ausgießen würden. Ja dann wäre das Gezicke und Geschimpfe groß. Dann doch lieber wie jetzt austeilen?!

Spanien ist ein wunderbares Land mit netten Menschen!

Bis zum Jahr 2012 war ich noch niemals in Spanien gewesen. Am 1. Juli 2012 kam ich spät Abends in Valencia an. Und? Wer weiß, was an diesem Abend geschah? Richtig. Die spanische Mannschaft besiegte Italien im Finale der EM in Kiew 4:0 und wurde Europameister.

Gerade als ich in Valencia, einer mir bis dahin völlig fremden Stadt in einem mir bis dahin völlig fremden Land vom Flughafen mit der U-Bahn in die Stadt fuhr, war der Schlusspfiff gefallen. Und als ich im Stadtteil Benimaclet (wo meine Unterkunft war) aus der U-Bahn-Station auf die Straße kam, waren in den Straßen endlose Salven von Böllerschüssen und Hupkonzerte zu hören. Die Spanier feierten laut und fröhlich.

Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, trieb mich der Hunger gegen 23 Uhr wieder auf die Straße. Ich setzte mich in ein Restaurant und haben eher durch Zeigen auf die Karte etwas zu Essen bestellt.

Am Nachbartisch saßen drei einigermaßen besoffene Spanier. Die sprachen mich an. Sie luden mich an ihren Tisch ein und haben mir ein oder zwei Bier ausgegeben. Sie hatten unglaublich viel Geduld mit mir, denn mit meinem armseligen Zwei-Kurse-Volkshochschul-Spanisch, dass eher aus einzelnen Worten als ganzen Sätzen bestand, war eine Unterhaltung arg mühselig.

Die Deutsche Mannschaft war damals gegen Italien im Halbfinale ausgeschieden. Häme? Frotzeleien? Keine. Wir haben gut anderthalb Stunden zusammen gesessen und uns – naja gut unterhalten. Zwar eher mit Händen und Füßen, aber wir hatten Spaß.

Meine drei netten besoffenen Spanier

So haben drei mir völlig fremde, besoffene aber sehr nette Spanier dafür gesorgt, dass meine aller ersten Stunden  in Valencia, der mir bis dahin völlig fremden Stadt in einem mir bis dahin völlig fremden Land mit einer mir bis dahin noch weitgehend fremden Sprache bereits sehr schön und unterhaltsam waren. Ich habe mich nicht fremd, sondern wohl gefühlt. Und nüchtern bin ich auch nicht nach Hause gegangen.

🙂

In den sich anschließenden 14 Tagen haben ich vor allem in der Sprachschule International House Valencia die Schulbank gedrückt und intensiv Spanisch gebüffelt. Und in dieser Zeit habe ich diese wunderschöne Stadt und die Menschen und damit auch Spanien lieben gelernt!

14 wunderbare Tage in Valencia!
14 wunderbare Tage in Valencia!

Die Menschen dort begegneten mir mit einer Gastfreundschaft, Warmherzigkeit und Freundlichkeit, die richtig wohltuend war. Kein Heimweh, keine Langeweile, es war toll. Ich hatte 14 wunderbare Tage in Valencia und ich habe auch viel Spanisch in der Zeit gelernt.

Hätte ich meine drei besoffenen Freunde vom ersten Abend am Ende nochmal getroffen, wir hätten uns deutlich besser unterhalten können, als am Tag meiner Ankunft.

Diese aktuelle Häme ist ätzend

Ok, viel zu langer Rede kurzer Sinn: Ich finde diese Häme, die sich da seit gestern auf Facebook über die spanische Mannschaft und Spanien insgesamt ergossen hat, einfach ätzend. Ich fände diese Häme  genau so ätzend, wenn sie einem anderen Land gelten würde.

Und hier noch ein paar Links in Sachen Häme gegen Spanien:

WAZ: „Adios Amigos“ – Häme für Weltmeister Spanien nach frühem WM-Aus
http://www.derwesten.de/sport/fussball/wm/adios-amigos-haeme-fuer-weltmeister-spanien-nach-fruehem-wm-aus-id9491888.html

Stern: „Das war mal Kunst, aber kann jetzt weg“
http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/news/pressestimmen-zu-spanien-chile-das-war-mal-kunst-aber-kann-jetzt-weg-2118173.html

Für Spanien hagelt es Hohn und Spott
http://www.sport.de/medien/fussball-wm/3c312-1dba48-af5c-73/fuer-spanien-hagelt-es-hohn-und-spott.html

„Zerschmettert und niedergeknüppelt“
http://kurier.at/thema/wm2014/pressestimmen-zum-wm-aus-von-spanien/71.066.391

Der ebenso bescheuerte wie überflüssige Rassismus-Vorwurf gegen Jörg-Uwe Hahn

Jörg-Uwe Hahn
Jörg-Uwe Hahn

Da gibt der hessische FDP-Landesvorsitzende und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn der Frankfurter Neuen Presse ein Interview. Darin steht ein Satz, der derzeit für ein Aufbranden der Empörung sorgt.  Wahlkamp-pflichtschuldig packen die Oppositionellen direkt wieder die Platitüden-Kanone aus!

Da poltert ein gewisser Günter Rudolph, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion in Hessen, drauflos: „Die Äußerung zeigt auch, dass der Integrationsminister selbst offenbar rassistische Tendenzen hat.“ Und zahlreiche andere Politiker und Profilneurotiker stoßen ins gleiche Horn und echauffieren sich öffentlichkeitswirksam.

Können diese Verbal-Kanoniere bitte mal von ihren Geschützen zurück treten. Und zwar nicht um neue Munition zu holen, sondern um sich einer etablierten Kulturtechnik zu bedienen: Dem Lesen. Und zwar dem gründlichen Lesen des Satzes, der in dem Interview zum Stein des Anstoßes hoch gejazzt wurde!  Hier eben dieser:

„Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vize-Kanzler auch noch länger zu akzeptieren“.

Steht da irgend eine Formulierung, die Philip Rösler diskreditiert oder diffamiert? NEIN! Steht dort irgendwas hetzerisches oder etwas, das als rassistisch einzustufen ist? NEIN!

Hahn stellt lediglich die Frage, ob unsere Gesellschaft – wir, die Menschen hier im Lande – bereit ist bzw. sind, einen Menschen mit ausländischen Wurzeln und Aussehen als Vizekanzler (oder überhaupt an entscheidender Position) zu akzeptieren!

Und diese Frage ist BERECHTIGT! Berechtigt, wenn man liest womit Menschen aus eben dieser Gesellschaft Philipp Rösler in ihren Aussagen bedenken.Beispiel gefällig? Bitte schön: „Ich würde Euch ja wählen, aber dafür müsste erst einmal der Chinese weg.“ Das bekam der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker, an einem Wahlkampfstand der FDP zu hören.

Jörg-Uwe Hahn hat absolut nichts schlimmes oder verwerfliches gesagt. Im Gegenteil! Er hat mit seiner berechtigten Frage den Finger in die Wunde gelegt! Wenn hier das Thema Rassismus diskutiert werden muss, dann im Sinne eben dieser gestellten Frage. Zum Glück ist das Geschrei der Oppositions-Wahlkämpfer bereits dabei zu verklingen, sodass  langsam tatsächlich die wichtige Debatte geführt werden kann: Wie weit sind wir in Deutschland bereit, Menschen mit ausländischen Wurzeln in Führungspositionen zu akzeptieren.

Und all den Schreihälsen, die immer noch behaupten wollen, Jörg-Uwe Hahn habe etwas rassistisches gesagt und müsse unbedingt zurück treten, denen möchte ich den Kurt Beck’schen Ratschlag geben!

König Kurt (sc) haut dem Volks aufs Maul.
Können Sie mal das Maul halten! Einfach mal das Maul halten!

 

Es steht jeden morgen ein Dummer auf …

Heute bekam ich die nachfolgende E-Mail. Absender ist eine gewisse Albertine Boudreau (E-Mail-Adresse: AlbertinlyeBugosiudreau@hotmail.com).

Unser Unternehmen bietet Dir eine einfache Arbeit mit hoher Vergütung! Pro Monat kann Dein Gehalt bei uns von 4000.00 EUR bis 8000.00 EUR betragen. Für die Arbeit bei uns wirst Du nicht mehr als 2-3 Stunden pro Tag 1-2 Mal in der Woche aufwenden. Machbar ist die gleichzeitige Ausübung der Arbeit bei unserem Unternehmen mit Deinem jetzigen Job! Für jeden ausgeführten Auftrag wird Dein Verdienst von 400 bis 1600 Euro betragen.

Deine Arbeit wird darin bestehen:

1. Wir schicken auf Dein Konto in der Bank von 2000 bis 8000 Euro.
2. Sobald die Überweisung auf Deinem Konto ist, hebst Du bares Geld ab.

3. Du hast schon 400-1600 Euro verdient! – 20 % von dem überwiesenen Betrag behältst Du für Dich!

4. Die restlichen 80% von dem erhaltenen Geld übermittelst Du uns.

5. Falls Du den Auftrag gemäß unserer Anweisungen erledigt hast, bereiten wir die nächste Überweisung für Dich vor.

Die Beträge und die Zahl der Überweisungen können variieren, alles hängt nur von Deinen Möglichkeiten und von Deinem Wunsch ab. Diese Tätigkeit ist auf dem Territorium der EU und Deutschlands zulässig und absolut berechtigt. Wenn bei Dir Interesse an unserem Jobangebot besteht, informiere uns darüber per e-Mail. Wir setzen uns baldmöglichst mit Dir in Verbindung und erklären alles ausführlich.

Die Anzahl der Stellenangebote ist limitiert, darum beeile Dich.

Die Absicht dieser Mail ist klar. Online-Kriminelle suchen einen gutgläubigen Trottel, den sie als so genannten „Money-Mule“ (Geldesel) missbrauchen können. Geld aus illegalen Geschäften wird über ein fremdes Konto geschleust, abgehoben und dann über einen nicht nachvollziehbaren Weg oder sogar in Bar an die Täter weiter geleitet. Damit ist das illegale Geld gewaschen, also sauberes Geld. Sollte die Justiz einen Transfer verfolgen, gelingt das nur bis zum Konto des Money-Mules. Der ist die letzte Instanz, derer die Strafverfolger habhaft werden können.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit. Das Ganze kann auch so genannter „Forward Payment-Fraud“ (Vorauszahlungsbetrug) sein. Das Geld trifft auf dem Konto ein und dessen Inhaber wird dazu getrieben, es sofort abzuheben und weiter zu leiten. Banken brauchen in der Regel mehrere Tage, um eine Überweisung zu verifizieren. Die Überprüfung scheitert und die Überweisung platzt. Die Bank fordert das Geld vom Kontoinhaber zurück, aber der hat es bereits weiter geleitet. Der Kontoinhaber ist der Dumme, denn er kommt weder an das Geld heran und auch die Betreiber dieses Betruges wissen sich zu tarnen.

Normalerweise gehen solche Täter deutlich subtiler vor und beschreiben ihr Vorhaben nicht so direkt und offen in einer E-Mail. Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, wird den Braten sofort riechen, dass das hier keine wirkliche Job-Offerte ist. Das „Unternehmen“ nennt in seiner Mail KEINEN Ansprechpartner, KEINE Postanschrift, KEINE weiteren Firmendaten. Deshalb wird jeder halbwegs vernünftige Mensch diese Mail einfach löschen, die meist in riesigen Massen als Spam verschickt wird. Aber leider steht jeden morgen ein Dummer auf, der auf solche Verlockungen rein fällt.

Ozapft is & Oans zwoa g’suffa in Rheinhessen? NEIN DANKE! Das Maß ist voll!

Zwei derbe Schläge und Christian Ude, Oberbürgermeister von München, ruft „Ozapft is“ und eröffnete damit am Samstag Deutschlands größtes Massenbesäufnis — Verzeihung das traditionelle Oktoberfest in München auf der Theresien-Wiese, kurz „Wiesn“ genannt. Dort hat es Tradition, dort gehört es auch hin. DORT!

Aber nein! Das bayerische Literbier-Schlucken wird zur Seuche und breitet sich in ganz Deutschland aus! Auch in Mainz wird das Mainz-Dirndl gesucht, damit die Rheinland-Pfälzische Landeshauptstadt ihre Fahne vom 11. bis 21. Oktober durch die weiß-blauen Raute ersetzen kann. In jedem Kaff wird jetzt ein Oktoberfest gefeiert! In Oppenheim beispielsweise ist es der CVO, dessen Vorsitzender ja ein ganz besonderer „Freund“ von mir ist, der auf einmal auf Bierzeltgaudi schwört. Auf dem Plakat steht übrigens ganz groß in Rot „DJ Ötzi“ und klein darunter „Show – präsentiert von Uwe Engel“. Überall in Rheinhessen grinsen dich von weiß-blau rautierten Plakaten derzeit selten lederbehoste Burschen, meistens großbrüstige Traudels und Zenzis mit einer ganzen Batterie von Maßkrügen in den Händen an und laden dich zur traditionell bayerischen Wiesn-Gaudi ein.

Haut ab mit Euren Maßkrügen und Wiesn-Gaudi!
Haut ab mit Euren Maßkrügen und Wiesn-Gaudi!

Müssen wir hier alles kopieren?! Haben wir hier in unserem schönen Landstrich keine eigene Kultur und keine eigene Tradition?! Können wir nicht selbst herrlich feiern, OHNE bayuwarisches Brauchtum zu kopieren?! Muss man den Anblick hiesiger Bürgermeister in Krachlederner und Gamsbarthut ertragen?! Ich kann ja verstehen, dass diese Herren auch damit um die Gunst der Pressefotografen buhlen, denn nach dem Wahlkrampf ist ja vor dem Wahlkampf und wer in den Kreis-, Landes- oder Bundestag will, der muss sich halt auch öffentlich zum Horst machen. Leute, wir leben am Rhein und die Alpen sind weit weg! Deshalb hier die abgewandelte Weisheit der Cree-Indianer:

Erst wenn das letzte Schoppeglas vom Maßkrug verdrängt wurde

Erst wenn die letzte Portion Spundekäs vor Weißwuascht und Bretz’n geflüchtet ist

Erst wenn der letzte Rheinhesse im maßbekrugten Vollrausch „Jo mei, a Hoch auf die Wies’n“ ruft

Erst dann werdet ihr kapieren, dass wir hier in Rheinhessen und nicht in Bayern leben!

Pussy Riot, oder: Ja der Putin, das ist ein guter Mann ….

Ja der Putin, das ist ein guter Mann! Zeigt er sich doch jetzt gnädig gegenüber diesen aufmüpfigen Rock-Gören von Pussy-Riot. Schließlich haben die ja „ihre Lektion gelernt“. Und ein „lupenreiner Demokrat“ ist der Putin ja auch! Doch doch! Das hat schließlich unser Gazprom-Schröder, also unser roter Exkanzler mit dem garantiert nicht gefärbten Haar gesagt und danach vermutlich eine Kohiba geraucht. Und der Gerhard hat ja wohl ganz bestimmt keinerlei Anlass, den Putin auf eine andere als eine neutrale und unvoreingenommene Art und Weise zu bewerten. Gaz bestimmt nicht!

Pussy Riot (Bild: Igor Mukhin via Wikipedia)
Pussy Riot (Bild: Igor Mukhin via Wikipedia)

Das die Sängerinnen von Pussy Riot derzeit vor Gericht stehen hat doch nichts damit zu tun, dass die freie Meinungsäußerung in Russland in dem Moment mit Füßen getreten wird, in dem jemand Kritik an Putin und der Regierung ausübt. Also ich bitte Euch! Lupenreine Demokraten wie Putin haben doch nichts gegen Kritik. Das da Demonstrationen auch mal nieder geknüppelt werden, dient nur der inneren Sicherheit. Und die Durchsuchung der Wohnungen von Oppositionellen hat nun wirklich keine politischen Gründe.

Aber kommen wir zurück zu Pussy Riot – wie kann man sich auch nur „Muschi-Aufstand“ nennen!!?? Die wurden ja nicht verhaftet und vor Gericht gestellt, weil sie Putin und seine Politik kritisieren. Den Mädels drohen diese sieben Jahre Haft oder Arbeitslager doch nicht, weil sie ihre Meinung frei und kritisch auch spektakulär kund getan haben! Neeeeeeiiiiin! Die haben eine Kirche entweiht und sich rüpelhaft verhalten. Das und nur das ist der Grund.

Und der WVladi Putin, der erklärt uns jetzt, dass es sogar gut ist, dass die Sängerinnen verhaftet wurden. Das geschah ja quasi schon fast zu deren Schutz! Doch, denn der Putin sagt: „Wenn sie irgendeinen heiligen muslimischen Ort damit entweiht hätten, wäre uns nicht einmal die Zeit geblieben, sie festzunehmen.“ (Quelle: http://nachrichten.t-online.de/pussy-riot-putin-fordert-gnade-fuer-punkband/id_58405006/index).“ Ja da können die Mädels aber froh sein, dass sich der russische Staat so um ihr Wohlergehen sorgt.

Da sind die Forderungen der Initiative freepussyriot.org nun wirklich nicht nachvollziehbar. Und dass dieser Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), doch tatsächlich das Verhalten der russischen Regierung kritisiert: „An den drei Frauen wird ein Exempel statuiert.“  Und der Prozess lasse „Schlimmstes befürchten“. Also wirklich Herr Löning, als ob es in Russland irgendwelche Probleme mit Menschenrechten gäbe. Da muss man auch keine Beweise fälschen, denn da geht alles mit rechten Dingen zu.

Was heißt hier Schauprozess, der Putin-Gegner abschrecken soll?!  So einen Gerichtsprozess wird man doch wohl noch live im Internet übertragen dürfen, um zu zeigen, wie gut das Justizsystem in Russland funktioniert! Und das in diesem gleichen Gerichtssaal der frühere Ölmagnat und Oligarch Michail Borissowitsch Chodorkowski zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt wurde, ist reiner Zufall. Wie bitte?!?! Verurteilt, weil er Putin-Gegner war und Putin Korruption vorgeworfen hatte? Also so ein Unsinn! Der Mann wurde ausschließlich wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Das hatte keine politischen Gründe. Schließlich ist der Putin doch ein lupenreiner Demokrat!

Der ganz normale Bahnsinn!!!! Oder: Scheiße Funkloch!!

Freitag, 20. April 17:59 Uhr. Der IC, der als Ersatzzug für den ICE 70 nach Hamburg eingesetzt ist, rollt im Frankfurter Bahnhof ein. Ich steige ein und damit beginnt eine wbahnsinnige Reise nach Hannover. Ich finde in einem Großraumwagen einen schönen Platz an einem Tisch. Der Tisch war mir eigentlich wichtig, denn Studenten brauchen einen Tisch, wenn sie lesen, schreiben und lernen wollen. Aber dazu kam es nicht. Planmäßige Abfahrt wäre 17:58 Uhr gewesen. Es ist 18:09 Uhr, der Zug rollt an …

Neeeeeiiiiinnnnnnn nicht zurück fahren!!!

Die Fahrkarte für die bahnsinns Fahrt nach Hannover.
Die Fahrkarte für die bahnsinns Fahrt nach Hannover.

… und prompt fängt im Sitz hinter mir ein junges Mädel wie vom wilden Watz gebissen an zu schreien: „Neeeeiiiiiiin, neeeeiiiiin. Ich will nicht zurück fahren. Oh mein Gott nein, ich will nicht zurück fahren!!!! Ich muss nach Göttingen!! Ich muss unbedingt nach Göttingeeeeeeeennnnn!“ Der ortskundige Leser wird es schon erahnen. Frankfurt ist ein Kopfbahnhof – mancher sagt auch „Sack-Bahnhof“ dazu – und deshalb fährt da JEDER Zug genau anders herum aus dem Bahnhof heraus, als er hinein gefahren ist. Doch die junge Dame jammerte in Panik, dies sei ihre erste Zugfahrt und sie müsse nach Göttingen und wolle nicht zurück fahren. Der erste Fahrgast versichert ihr, das der Zug nach Göttingen fährt, aber sie fragt sicherheitshalber den nächsten: „Fährt der Zug echt weiter nach Göttingen?“ Der gefragte Fahrgast: „Ja, ganz sicher, der fährt auch nach Göttingen.“ Doch sie fragt einen weiteren Fahrgast, der ihr auch bestätigt: „Ja, der fährt bestimmt nach Göttingen, ich muss da auch hin.“ Sie beruhigt sich langsam und setzt sich.

Du kannst mir echt noch ein letztes mal helfen

Doch hat der Wahnsinn damit ein Ende? NEIN. Es geht erst richtig los! Das Mädel, blutjung, lange schwarze Haare, ein hübsches Gesicht, belegt durch ihr weiteres Verhalten, dass sie dumm wie drei Meter Feldweg ist. Sie greift zum Handy und ruft jemanden an. Sie telefoniert so laut, das der gesamte Großrasumwagen mithören kann, mithören muss.

Es geht wohl darum, dass die angerufene Person – wir Fahrgäste haben später vermutet, dass es die Mutter war – quasi als Kolaborateur dem Vater sagen sollte, dass sie nicht „bei Ramada sondern bei Lisa“ ist. In einem fast einstündigen Gespräch – das wir wie gesagt alle mithören und mit ertragen mussten – versuchte sie von Frankfurt bis weit hinter Fulda, die angerufene Person zu Kolaboraiton zu bewegen. Wir mussten das gesamte emotionale Repertoir über uns ergehen lassen, das besagte junge Dame wie ein rhetorisches Feuerwerk abfackelte. Hier nur einige wenige Ausschnitte aus dem Gespräch:

Fordernd: „Hör mir zu! Hör mir zuu! Hör mir zuuuhuuuu! Scheiße Funkloch. Du sollt mir zuhören. Hööööööörrrrr miiiiirrrrr zuuuuuuu! Scheiße ich bin in einem Funkloch! Hörst Du mich? Jetzt hör mir zuuuhuuuu!“

Drängend: „Du musst mir helfen. Doch. Du musst mir helfen. Hör mir zu. Scheiße ich bin in einem Funkloch, hör mir doch mal zu. Duu muuhuuust mir helfen!!! Scheiße Funkloch.“

Bettelnd: „Du musst mir ein letztes mal helfen. Ja ich weiß, das ich viel Scheiße gebaut habe. Aber Du mußt mir … Scheiße Funkloch …. Du mußt mir unbedingt ein letztes mal helfen. Doooohooooch biiiiihiiiitäääääääää!!! Du kannst mir doch noch eeeeeiiiiiiinmaaaalll helfen.“

Psychologisch möchtergern-trickreich: „Gut! Ok, Dann hilfe mir nicht! Hätte ich nicht gedacht, das Du mich so in der Scheiße sitzen läßt. Scheiße wieder Funkloch. Ne, is ok., lass mich, hängen, hilf mir eben nicht. Scheiße Funkloch. Was? Ich bin in einem Fuuuuuhuuuunkloooooooch!“

Rotz und Wasser heulend – ganz großes Drama: „Iiiihiiihiiiichhhh haahaaaabbb dir vertrauuuhuuuuuttttt.“

Rechts ist die Funkloch-Göre.
Rechts ist die Funkloch-Göre.

Die beiden Herren am Tisch neben dran diksutieren mittlerweile offen, ob es genügt, das Handy aus dem Zug zu werfen, oder ob es sinnvoller wäre, die ernevrierende Funkloch-Göre direkt mit hinaus zu befördern. Aber die Erlösung nahte! Der Handy-Akku des Mädels ist alle. Zu früh gefreut. Sie steht auf, kommt zu mir und fragt mich, ob sie sich auf den freien Platz mir gegenüber hocken könne, um ihr Handy zu laden – dort in der Wand war eine Steckdose. Noch ehe ich etwas sagen kann, sitzt sie, lädt und wählt.

Einer der beiden Herren am Nebentisch erklärt ihr freundlich, wie ruhig und entspannt man reisen könne, wenn man das Handy doch einfach mal aus läßt. Sie antwortet, dass sie erst Dreizehn sei und dringend telefonieren müsse, weil sie noch so jung sei. Aber diesmal ist uns das Glück hold, denn irgendwie klärt sie ihr Problem aus für uns nicht schlüssigen Gründen plötzlich deutlich leiser und binnen fünf Minuten.

Der Depp mit der Tür

Doch dieser junge hübsche Albtraum einer Mitreisenden war an diesem Tag nicht der einzige verhaltensauffällige Mensch im Zug. Von meinem Platz aus konnte ich den „Depp mit der Tür“ sehen. Zwischen den Wagons eines IC-Zuges ist eine doppelflügelige Schiebetür. Diese geht per Pressluft auf und zu. Zum Öffnen drückst Du einen Türgiff-artigen Schalter nach Links oder Rechts. Dann geht die Tür auf. Zu geht sie von alleine.

MERKE: Egal in welche Richtung Du diesen Türgriffschalter drückst, Du ÖFFNEST damit die Tür!!!

Immer wenn ein andere Fahrgast durch die Tür ging – diese also öffnete – versuchte der Typ diese Tür wieder zu schließen. Manuell! Der Kerl – geschätzt um die 50, dick, wenig Haare mit Tendenz zur Glatze, gekleidet in einen ganz schrecklich gestreiften Pullover und eine Schlamm-farbene Jacke und eine ebenso Schlamm-farbene Hose – ergriff also diesen Türgriff und zerrte mit Leibesnkräften an der Tür. Er zerrte daran, um diese Tür – wie gesagt, die geht automatisch zu – von Hand zu schließen. Es gelang ihm auch oft, die Tür gegen den Widerstand der Pressluft zu zu zerren. Aber weil er dazu ja an dem Türgriffschalter gezerrt hatte, hat er damit sofort die Funktion ausgelöst, mit der die Tür wieder auf ging. Und so wiederholte sich dieses Spiel viele Dutzend male. Wenn die Tür durch Zufall mal von alleine zuging, dauerte es nicht lange, bis der nächste Fahgast kam, die Tür öffnete und der Kampf Deppen-David gegen Türen-Goliath von neuem entbrannte. Nur das David eben nie gewann. Da ich mir das Lachen nicht lange verkneifen konnte, begannen andere Fahrgäste in die gleiche Richtung zu blicken und lachten kurze Zeit später ebenfalls.

Zugbegleiters Albtraum und die geniale Lösung

Als dann die Schaffnerin – ok heute sagt man ja Zugbegleiterin – kam und nach den Fahrscheinen verlangte, zückte unsere telfonsüchtige junge Mitreisende doch tatsächlich eine Regionalverkehrsschülermontaskarfte und entfachte den nächste wbahnsinnigen Redeschwall!

Die Göre: „JaichhabedasschonmitihremKollegenbesprochendermirauchgesagthatdasichmitderKartenichtZugfahrendarfaberichbinerstdreizehnundnochsojungunddasistmeineersteZugfahrtundichmussnachGöttingenzumeinerTante!“

 Die Zugbegleiterin: „Aber für einen Fernzug brauchen Sie eine Bahnfahrkarte, der Verlehrsverbundausweis gilt hier nicht!“

 Die Göre: „JadastutmirauchvolleidundihrKollegehatmirdasauchgesagtundgemeinteswäredieseinemalinOrdnungundfürdieRückfahrtsollichmirneFahrkartekaufenMeineTanteholtmichauchamBahnhofabundestutmirechtleid.“

Die Zugbegleiterin raffte langsam, dass sie einen ruhigeren und unkomplizierteren Tag haben würde, wenn sie einfach sagt: „Ok, Sie dürfen bis Göttingen im Zug bleiben, aber für die Rückfahrt kaufen Sie sich eine reguläreFernverkehrsfahrkarte!“

Genial gelöst und wir hatten alle wieder unsere Ruhe, denn die Göre blieb bis Göttingen brav und still sitzen.

Die Rückfahrt am Samstag war – abgesehen von einer 45 Minütigen Verspätung durch „Personen im Gleis“ – sehr angenehm, ruhig und verlief in netter, weil bekannter Begleitung. Man trifft im Zug ab Hannover eben oft Leute, die wie ich selbst auf dem Rückweg von der DLRG Bundeszentrale in Bad-Nenndorf (bei Hannover sind). Die Stimmung der Rückgfahrt habe ich hier mal mit meinem iPhone dokumentiert:

CPU ist nicht immer Central Processing Unit

Ich frage mich seit yesterday wieder, why bei uns eigentlich mitlerweile so many things immer in fucking Englisch bezeichnet, benannt und beschildert werden müssen. Especially when es dafür wonderful german Worte gibt, die everybody kennt und auch unfallfrei outspeaken kann. Wenn somebody you kennst sehr gut ins Krankhaus comes, dann ist das schon very aufregend genug. Wen you den dann besuchen willst und your mom sagt am Phone in Sachen Wegbeschreibung the following:

„Da steht so ein Schild an der Tür von der Abteilung. Ich weiß nicht was das heist und wie man das ausspricht. Geh einfach direkt vor der Treppe links in den Gang und dann ins Zimmer fünf.“

Geht das den nicht auch auf Deutsch????!!!!!
Übersetzt: Brustschmerzabteilung

Ja dann fragt man sich:
Geht das denn nicht auch auf Deutsch????!!!!!

Ich bin sehr fit in Englisch, spreche es fließend. Aber das gilt eben nicht für jeden! Viele Deutsche können es schlecht, ältere Menschen teilweise garnicht, weil sie es nie gelernt haben. Was ist mit ausländischen Mitbürgern, die eine andere Muttersprache haben und für die schon Deutsche eine Fremdsprache ist? Ich habe nichts gegen Englisch und englische Bergiffe und Anglizismen. Dort wo sie nötig oder sinnvoll sind, warum nicht?! Aber muss man sich „committen“, statt sich zu einigen? Muss man ein „Appointment“ statt einen Termin haben? Muss man ein „Agreement“ statt einer Einigung erreichen? „Muss man „outperformen“ statt ein Ziel zu übertreffen? Muss ein Deutsch-Muttersprachler im Gespräch mit anderen Deutsch-Muttersprachlern dauernd englische Worte einflicken, oder würde man ihn nicht auch ohne dieses „clever-shitting“ für einen intelligenten und gebildeten Menschen halten? Muss man „what the fuck“ und „fuck you“ anstatt „was zum Geier“ und „leck mich am…“ sagen?

In diesem Sinne liebe Dudes and Dudettes, have a nice day!

Guten Appetit wünschen Schubeck, Baudrexel, Lichter & Co

Spitzenköche verdienen Spitzengagen und predigen im Fernsehen bei „Lanz kocht“ & Co immer wieder viele Worte um frische Zutaten und Chemie-freie Lebensmittel. Alles selbst zubereiten, kein Glutamat, keine Hilfsstoffe, keine Fertigwürzen, keine Tütenprodukte. Das predigen Sie mit einer Inbrünstigkeit sondersgleichen.

Wie gesagt: Spitzenköche verdienen Spitzengagen … auch mit Werbung.

Und wie sich beispielsweise Schuhbeck heutzutage prostituiert und sein Eigentor schönredet, dass sehen wir hier:

… und wer ist eigentlich Herr Lang

Wer so wie ich auf der Suche ist, der sucht mal hier mal dort. Bei dem „dort“ habe ich mir unlängst mal www.parship.de angesehen. Wer auf dieser Flirtplattform neben den kostenlosen Basisfunktionen auch die tollen Features

Unbegrenzt kommunizieren
Sofort Kontakt aufnehmen
Freigegebene Bilder sehen
Persönlichkeitsgutachten

nutzen will, muss nicht gerade wenig bezahlen. Selbst das beste Angebot für die Premiummitgliedschaft kostet immer noch unromantische 29,90 Euro und das PRO MONAT.

Toller Kundendienst bei Parship.de
Toller Kundendienst bei Parship.de

Viel viel Geld für sehr wenig Funktionen. Als Journalist ist die Neugier eine anerkannte Berufskrankheit. Also habe ich über das Kontaktformular mal die folgende Frage an Parship – ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Holtzbrinck – geschickt:

Kunde 21/12/2011 09:25
Könnten Sie mir sagen, warum Parship so unglaublich teuer ist? Selbst bei 12 Monaten immer noch knapp 30 Euro. Und das für ein paar zusätzliche Funktionen. Das ist zuviel.

Ja und sehr schnell – noch am selben Tag – kam folgende vor Kompetenz nur so stotzende Antwort:

Sehr geehrter Herr Lang,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Suche nach dem passenden Partner.

Ich freue mich, Ihnen folgendes Angebot machen zu können: 3 Monate Premium-Mitgliedschaft mit 50% Preisvorteil.

Klicken Sie hier und starten Sie jetzt Ihre Partnersuche:

http://www.parship.de/specialoffer?key=zg1rtfnwnek234o

Ich würde mich freuen, Sie als Premium-Mitglied bei PARSHIP zu begrüßen.

Mit freundlichen Grüßen
Marion Littek
Ihr PARSHIP Kundenservice

Ich kam nicht umhin, auf diese Mail folgendes zu antworten:

Guten Tag,

danke für die Mail mit dem Angebot, die aber keine Antwort auf meine eigentliche Frage ist. Und wer ist eigentlich „Herr Lang“?

Gruß
Andreas Lerg

Fazit: Die Kundendienstler bei Parship.de bringen es nicht fertig, a. eine Frage zu lesen und konkret zu beantworten und b. den Namen eines Nutzers zu lesen (ich bin … und bald war … dort mit meinem echten Namen angemeldet). Und sowas wird (angeblich) Testsieger. Setzen, Sechs!!

UPDATE:

Immerhin sind sie teilweise lernfähig, auch wenn diese Mail abermals meine Frage nicht wirklich beantwortet.

Sehr geehrter Herr Lerg,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Zunächst möcht ich mich für die falsche Ansprache entschuldigen
Ihre ehrliche Meinung interessiert uns sehr.

Es lohnt sich jedoch, Premium-Mitglied bei PARSHIP zu sein: Rund 38% unserer Premium-Mitglieder sagen, dass sie bei PARSHIP eine neue Liebe gefunden haben (Quelle: Nutzerbefragung nach Ende der Premium-Mitgliedschaft).

Probieren Sie es doch einfach aus: Wir schenken Ihnen drei Tage gratis Premium-Mitgliedschaft. So können Sie PARSHIP kostenlos und unverbindlich testen.

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Ich würde mich freuen, Sie bei PARSHIP begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Marion Littek
Ihr PARSHIP Kundenservice

Kundenfreundliche Ladenschließungszeiten – Ich glaub es hackt!

Also echt! Das geht mir langsam echt auf die Nerven, das mit den „Ladenöffnungszeiten“. Ich habe mir die Tage eine Konzertkarte für Chris Rea bestellt. Der gibt am 28. Februar 2012 ein Konzert in der Frankfurter Festhalle und den wollte ich schon immer mal sehen. Der Online-Tickethändler hat mir heute das Ticket per Einschreiben zugestellt und damit beginnt das Dilemma!

Wer ist tagsüber wenn der Postbote kommt nicht zu Hause, sondern auf der Arbeit? Ich! Was passiert dann bei einem Einschreiben? Statt dem Brief bekommst Du diesen Abholschein in den Briefkasten, auf dem Dir mitgeteilt wird, dass Du das Einschreiben am nächsten Werktag in der Postfiliale/agentur am Ort abholen kannst und das in sieben Tagen erledigen musst, sonst geht die Sendung zurück.

Noch oder schon wieder geschlossen. Ich glaub es hackt!
Noch oder schon wieder geschlossen. Ich glaub es hackt!

Die Postagentur in Oppenheim öffnet, wenn ich schon längst in Darmstadt in der Redaktion an meinem Arbeitsplatz sitze. Und sie schließt in dem Moment, indem ich dort Feierabend mache und die Heimfahrt antrete. Mit dem „am nächsten Werktag“ ist also nichts. Ok, bliebe also jetzt der Samstag. Aber am Samstag muss ich auf eine Tagung. Die Postagentur öffnet um 9:00 Uhr, da bin ich schon längst mit dem Auto unterwegs zur Tagung, die um 10 Uhr bei Koblenz beginnt. Die Postagentur schließt meines Wissens nach am Samstag um 13 Uhr. Da ist auf der Tagung gerade mal Mittagspause. Aber werktags einen halben Tag Urlaub nehmen, um einen Brief abholen zu können? Ich glaube es hackt! Das würde bedeuten, meine Konzertkarte geht Mitte kommender Woche wieder zurück. Ich glaub es hackt! Also muss ich jetzt meinem Herrn Papa eine Vollmacht schreiben, damit er den Brief morgen für mich abholt und hoffentlich gegen Vorlage ausgehändigt bekommt.

Und solche kundenfreundlichen Ladenschließungszeiten haben viele Geschäfte. Beispiele gefällig? Bitte sehr: Klamotten in die Reinigung geben? Gleiches Spiel! Zum Glück gibt es eine Reinigung in Darmstadt. Ich schleppe dann also morgens einen Anzug im Kleidersack ins Büro, damit ich den in der Mittagspause in die Reinigung bringen kann. Aber wenn es ums Schuhe reparieren geht, sieht es noch düsterer aus, denn einen echten Schuster gibt es garnicht mehr in Oppenheim und Umgebung. Und in der Nähe meines Arbeitsplatzes auch kein Schuster weit und breit. Ok, da brauch ich mich dann auch nicht über die Öffnungszeiten zu ärgern ….

Nächstes Beispiel aus dem Dienstleistungssektor: Der Bezirksschornsteinfeger ruft mich neulich an, wann er denn werktags tagsüber zum Schornstein reinigen und Heizung prüfen kommen kann. Ich: „Jeden Tag ab 18 Uhr“. Er will wissen an welchem Tag er früher kommen kann. Ich: „Garnicht, ich bin tagsüber auf der Arbeit.“ Er will wissen, ob ich das nicht einrichten könne. Ich: „Ich werde mir keinen halben Tag Urlaub nehmen, damit bei mir der Schornstein gereinigt werden kann.“ Er ist Dienstleister und er will die gesetzliche vorgeschrieben „Zwangsdienstleistung“ bei mir verrichten. Aber er will am liebsten, das ich MEINE Arbeitszeiten an ihn anpasse. Ich glaub es hackt! Er ist der Dienstleister. Jetzt will er sehen, dass er Samstags kommen kann.

Arztbesuche sind das gleiche Thema. Da musst Du dir einen halben Tag frei nehmen, denn manchmal kannst Du es dir nicht aussuchen, dass Du zum Arzt musst. Fachgeschäfte? Das gleiche in Grün. Auch die machen erst auf, wenn normale Arbeitnehmer längst auf der Arbeit sind und schließen rechtzeitig, bevor diese wieder heimkommen.

Ok, es gibt auch einige wenige Ausnahmen. Die REWE in Oppenheim hat bis 22 Uhr auf. Dort kann ich dann tatsächlich auch an einem Werktagabend ganz in Ruhe und ausführlich einkaufen. Und das hat einen wesentlichen Vorteil. Abends sitzen bei der REWE immer junge, hübsche und nette Kassiererinnen an der Kasse. Das Auge ißt ja bekanntlich mit 😉

Aber im Großen und Ganzen geht mir das mit diesen kundenfreundliche Ladenschließungszeiten ehrlich gesagt mächtig auf den S…. also auf die Nerven!