Von Unkräutern, Untieren und Unmenschen

Die große grüne Fläche hinter meinem Haus habe ich eben gerade gemäht. Ich sage große grüne Fläche, weil dort alles mögliche wächst nur nicht gerade viel Rasen. Ich handhabe das so, dass das, was da wächst, gemäht wird. Derzeit wächst dort vor allem Löwenzahn. Reichlich Löwenzahn. Der wird ja gemeinhin als “Unkraut” bezeichnet.

Aber ist Löwenzahn wirklich Unkraut? Die Vorsilbe “Un” impliziert ja eine Verneinung. Man könnte also sagen ein Unkraut sei eine “Nichtpflanze”. Komisch. Löwenzahn hat Wurzeln wie eine Pflanze, Blätter in denen Chlorophyll gebildet wird und Blüten die bestäubt werden, Samen bilden und damit der Fortpflanzung dienen. Löwenzahn erfüllt nach meinem Dafürhalten alle Kriterien einer Pflanze. Und das wir Menschen ihn nicht mögen – zumindest nicht in unseren Gärten – da kann doch der Löwenzahn nichts dafür. Zudem ist es ihm sicher auch egal. Er hat sich nicht dazu entschieden uns lästig zu sein. Wir empfinden ihn lediglich so und schmähen ihn mit besagter Vorsilbe. Mein Fazit: Es gibt KEIN Unkraut.

Unkraut? Nicht wirklich!
Unkraut? Nicht wirklich!

Auch im Tierreich diskriminieren wir so manches Geschöpf mit dieser Vorsilbe. So wird der Hai beispielsweise gerne als Untier tituliert. Meist schon wenn er so eine süße kleine Robbe zerlegt und frisst. Aber spätestens wenn er einen Menschen verletzt oder tötet. Aber ist der Hai ein “Nichttier”? Ich erspare mir jetzt die Gegenrede, denn das der Hai ein Tier ist, wird wohl niemand bestreiten wollen. Aber warum verpassen wir ihm dann diese Vorsilbe? Der Hai ist nicht aus Bosheit oder Sadismus – in unseren Augen – grausam. Er muss schlichtweg fressen, um überleben zu können. Und wenn ein Surfer auf seinem Surfbrett von unten wie eine Robbe aussieht, dann kann der Hai diesen Irrtum leider nur durch Trial & Error feststellen. Ok, zugegeben, das ist ziemlich unangenehm für den Surfer. Aber der Hai ist nicht aus freiem Willen ein Raubtier und tötet nicht aus Vergnügen. Mein Fazit: Es gibt KEIN Untier.

Gut, kommen wir zum “Unmensch”. Auch hier wird mir der geneigte Leser zustimmen, dass es rein biologisch keine “Nichtmenschen” gibt. Aber im Unterschied zum Unkraut und Untier kann der Mensch unmenschliches tun, weil er sich aus freien Stücken und mutwillig dazu entscheidet! Im Gegensatz zu Pflanze und Tier kann der Mensch brutal, grausam, sadistisch, barbarisch und vieles mehr sein. Er kann wieder besseren Wissens und gegen jede Moral Dinge tun, die wir zu Recht als unmenschlich bezeichnen. Er könnte genau diese unmenschlichen Taten problemlos bleiben lassen und tut es dennoch. Beispiele gibt es genug. Historische wie Dschingis Kahn, Hitler oder Stalin. Aber auch aktuelle wie den gestern verhafteten “Schwarzen Mann” oder Muammar al Gaddafi, der sein Volk ermordet. Mein Fazit: Es gibt in der Tat Unmenschen.

Ok langer philosophischer Rede schlussendlicher Unsinn: Wenn man gewillt ist, Löwenzahn, Gänseblümchen & Co nicht als Unkraut, sondern als eine schöne Pflanzen zu betrachen – vor allem in der Blüte – dann habe ich einen wirklich schönen Garten!

Und sowas will ich erst recht nicht sehen!

Da denkste schlimmer kommt’s nicht. Und das Leben belehrt dich eines Besseren. Es kommt schlimmer. Heute in einer größeren Sportstätte in Nieder-Olm in der Umkleide. Da ziehst Du nichts Böses ahnend Deine Sportklamotten an und freust Dich auf Dein Training, da wirst Du Zeuge eines grausamen Schauspiels!

Ob der sich beschwert, dass es zwickt....
Ob der sich beschwert, dass es zwickt....

Ein Typ verpackt sein schlaffes und zur leichten Adipositas neigendes Gesäß, dass zudem noch recht haarig ist, in einen schwarzen Herrenstringtanga. Also so ein bisschen Nichts aus Stoff. Da stehst Du fünf Meter dahinter und schaust unverhofft in “Lage Null” druff. Bevor der Knilch sich nach seinen Socken bücken konnte, habe ich schnell das Weite gesucht!

Auch hier reicht mein Talent als Zeichner nicht aus, diese optische Grausamkeit realitätsnah darzustellen und ich glaube das ist auch gut so. Der Arsch, also der Kerl, kommt sogar beinahe noch gut weg, in meiner Zeichnung. Und der Versuchung, das Ganze mit dem iPhone zu fotografieren, konnte ich problemlos widerstehen. Wenn man bedenkt, wie prüde Apple bei der Freigabe seiner Apps ist, dann wäre das iPhone vermutlich explodiert, wenn ich den Auslöser gedrückt hätte.

Nein ich will sowas beim Mittagessen nicht sehen!

Es ist schon grausam, was einem so alles den Appetit verdirbt. Da gehst Du des Mittags in die Kantine das Betriebsrestaurant zur Massenabspeisung. Dir gelingt es tatsächlich, ein wohlschmeckendes Gericht auszuwählen. Du setzt dich an einen freien Platz auf eine Art Barhocker an einem Hochtisch. Und dann das!!!!

Sowas will ich nicht sehen, erst recht nicht beim Mittagessen!
Sowas will ich nicht sehen, erst recht nicht beim Mittagessen!

Da setzt sich eine Tussie mit ihrer Rückseite in Deiner Richtung an den nächsten Tisch. Die hat ein Gesäß, für das sie schon fast zwei Hocker benötigen würde. Aber damit nicht genug. Ihre Lowrider-Jeans hat sie auf Halbarsch geflaggt! Und das einfach gefaltete adipöse Mittelgebirge, das da unerbittlich empor quillt, wird mittig von so einem Schnürchen mit einem winzigen und aberwitzig buntem Stoffdreieck gekrönt. Und dann sollst Dir beim Anblick dieser Tanga-verzierten Mittelritze das Essen noch schmecken!

Ich bin mir bewußt, dass meine stümperische Fähigkeit als Zeichner diesen optischen Albtraum auch nicht annähernd wiedergeben kann. Aber ich frage mich, warum Leute, die ein Gesäß in Form und Größe einer Abrissbirne haben, selbiges nicht besser tarnen, sondern statt dessen auch noch optisch dergestalt betonen. Ich habe nichts gegen ein wohlgeformtes Gesäß in einer appetitlichen Verpackung. Aber ein Nilpferdarsch im Tanga sieht einfach nicht erotisch aus.

Und komm mir bloß jetzt keiner mit: “Es ist Fastnacht, des is’n Kostüm!”

Ein moppeliger Lachsack, Cellulite unter der Dusche und anderer telegener Ekel – fertig ist das RTL Dschungel-Camp

Letztes Jahr schrieb ich „Der Untergang des Abendlandes ist blond, blöd und hat viel zu dicke Möpse“. Aber wenn ich derzeit so im Fernsehen zappe, dann ist der schlimmste Trash zweifelsohne das Dschungel-Camp: „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, das mittlerweile in der fünften Staffel läuft. Der Scheiß muss ja wohl Quote bringen, sonst würde dieses „Big Brother im Grünen“, diese Show, die eine billige Mischung aus Schadenfreude, Sadismus und Voyeurismus ist, ja nicht schon wieder gesendet.

Hilfe ich bin kein Star holt mich aus der Versenkung
Hilfe ich bin kein Star holt mich aus der Versenkung

Wieder einmal treiben sich da Möchtegern-Promis im RTL-TV-Dschungel herum und dürfen sich zum Ergötzen der Zuschauer allerlei Unsäglichkeiten unterwerfen und vor allem zum telegenen Deppen machen. Es sind wie immer die C-Promis oder eher D-Promis, die mit der Teilnahme verzweifelt gegen die Irrelevanz und Unprominenz ankämpfen. Und andere Medien holen sich mit Berichterstattung über diesen TV-Trash auch noch ein paar Quoten, Klicks oder Auflagen ab.

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, dass ich keine Ahnung habe, wer „Wedding Planner“ Froonck Matthée, Sänger Jay Kahn oder Model Sarah Knappik ist? Echt?! Macht nix, ich will auch gar nicht wissen, wer das ist! Sogar eine von den Jacob Sisters ist ohne Pudel in die australische Hölle gezogen.

Aber wieso funktioniert dieses Format? RTL bedient wie schon erwähnt die Schadenfreude und den Spanner im Publikum. Die Fans der Sendung sehen gerne zu, wenn sich jemand auf erniedrigende Weise zum Depp macht. Zudem dürfen die Zuschauer auch selbst ein bisschen ihrem Sadismus frönen, indem sie mitbestimmen, wer die nächste Ekelhaftigkeit als „Dschungelprüfung“ über sich ergehen lassen muss. Da darf Alt-68er Rainer Langhans wie „Schneewittchen im Kakerlaken-Sarg“ liegen. Wir erfahren „Sarah schluckt fast alles“ und „Indira & Mathieu nehmen den Mund voll“ während Jay fragt „Wo kann ich jetzt k…?“

Vom Knackarsch bis zur Cellulite - die Zuschauer dürfen sogar beim Duschen zusschauen.
Vom Knackarsch bis zur Cellulite - die Zuschauer dürfen sogar beim Duschen zuschauen.

Zwischendurch dürfen wir Zuschauer den Kandidaten beim Duschen unter einem Wasserfall zugucken. Toll! Mal ein Knackarsch mal eine Ansammlung von Cellulite und es läuft Wasser drüber. Wer bitte will das sehen? Die “Mitwirkendenverträge” sind indes ziemlich hart, denn sie regulieren sogar, wie die Teilnehmer aufs Klo dürfen.  Wer zu früh aufgibt, verliert zudem Geld.  Vor zwei Jahren hat die ZDF-Sendung Frontal 21  mal einiges entlarvendes zu diesem gefährlichen, wilden und urwüchsigen Dschungel-Camp gezeigt und hinter die ach so authentischen Kulissen geblickt.

Und dann die beiden Moderatoren! Da wäre zunächst ein zu kurz geratener, massiv adipöser Lachsack, dessen Garderobe quasi den multiplen Orgasmus des schlechten Geschmacks darstellt. Dirk Bach kann außerhalb dieses unsäglichen Dschungel-Camps beinahe gut sein. Aber das da? Ja und dann die verbale Massenvernichtungswaffe Sonja Zietlow, die sich einst bei Sat 1 durch nachmittäglichen Talkshow-Terror laberte. Diese beiden sind die wahre Dschungelprüfung und zwar für den Zuschauer, denn dieses Duo ist ja wohl kaum zu ertragen.

Adipöser Lachsack und blonde Nervensäge.
Adipöser Lachsack und blonde Nervensäge.

Immer wenn ich beim Zappen über diese Fernsehkloake stolpere, fällt mir prompt wieder Hermann van Veens Lied „Und wenn die ganze Erde bebt“ ein. Hier der Text:

Herman van Veen – Und wenn die ganze Erde bebt

Jeden Abend denk ich beim Spazierengehn:
Warum ist hier draußen kein Mensch zu sehn?
Doch die Nachbarn interessiert kein Abendstern;
alle sehen, wie ein Blick durchs Fenster zeigt, nur fern.
Ausgezehrt und ausgelaugt und ausgebrannt;
Haus für Haus starrt alles wie gebannt.
Und beweisen die Bilder auch das Gegenteil:
In den Zimmern ist und bleibt die Welt noch heil.

Und wenn die ganze Erde bebt,
das Fernsehvolk bleibt unberührt,
weil der, der nur am Bilschirm klebt,
die Wirklichkeit nicht mehr spürt.

Jede Wohnung ist ein isolierter Raum,
und durch die vier Wände dringt kaum ein Traum.
Man man sieht und sieht, und was man sah, vergißt man prompt.
Es wird alles aufgesehn, was auf den Bildschirm kommt.
Da ist kein Platz mehr für Liebe und Begeisterung,
da stirbt jede Diskussion bei Alt und Jung.
Das einzig Frische hier ist höchstens noch das Bier,
und die Phantasie bleibt draußen vor der Tür.

Und wenn die ganze Erde bebt,
das Fernsehvolk bleibt unberührt,
weil der, der nur am Bilschirm klebt,
die Wirklichkeit nicht mehr spürt.

Eines abends kommt das Fernsehpublikum,
ohne das es etwas merkt, plötzlich um.
Nicht durch Langeweile oder Ungeduld;
es wird von einer fremden Macht ganz einfach eingelullt.
Durch gezielte ständige Berieselung
mit Pessimismus schwindet schnell der letzte Schwung.
Ein Schuß Rassismus; wenn der noch was übrig läßt:
Ein Schuß Zynismus gibt allen dann den Rest.

Und wenn die ganze Erde bebt,
das Fernsehvolk bleibt unberührt,
weil der, der nur am Bilschirm klebt,
die Wirklichkeit nicht mehr spürt.

Lambada in der Ab-18-Version

Eigentlich sollte die teilnehmende Beobachtung in Sachen Tanzstile ja nach den beiden Teilen “Depeche Mode Party im KUZ oder: Manche können tanzen und manche…” und “Ü30-Party im KUZ oder: Manche können tanzen und manche… Teil II” erledigt sein. Aber nachdem ich gestern heute Nacht wieder auf der Depeche Mode-Party im KUZ war, sehe ich mich beinahe gezwungen, hier an dieser Stelle doch noch ein sehr spezielles Tanzpaar zu würdigen: Die “F*ck-Mich-Tänzer”, die Lambada in der Ab-18-Variante tanzten.

(Symbolfoto: stock.xchng)
(Symbolfoto: stock.xchng)

Zu später Stunde betrat ein Tanzpaar die Tanzfläche und …. ja also tanzen kann man das nicht so wirklich nennen, sondern eher …. ihr wisst schon, nur eben mit Klamotten anlassen. Er, ein Hühne von circa 2,05 – 2,10 Meter Bauhöhe und wohl bemuskelt und mit Kojak-Frisur (für die Kinderlein unter Euch, gemeint ist eine Vollglatze), natürlich ganz in Schwarz. Sie mit einer Netzstrumpfhose in Maschendrahtzaun-Optik und sonst relativ viel, was sie nicht anhatte. Also eine Mischung aus Minirock und breitem Gürtel und einer Art Leibchen oben rum.

Immer wenn die mit dem Tanzen begannen, dauerte es maximal eine Minute bis sie sich mit ihrem Bein um eines der seinen schlang und sich dann – im Rücken von ihm gestützt – nach hinten lehnte und auf seinem Bein auf und nieder rutschte und rubbelte. Und ab und zu klammerte sie sich mit beiden Beinen um seine Hüften und dann vollführten beide Bewegungen, die an Eindeutigkeit definitiv nicht zu überbieten waren. Wenn wir es mal formaljuristisch formulieren wollen, dort wurde dann der “Beischlaf im Stehen” simuliert. So etwas würde man eher im Salambo als im KUZ erwarten, nur dass die im Salambo dann auch keine Klamotten angehabt hätten.

Dem Mädel rutsche bei diesen Nummern, die die beiden da auf der Tanzfläche schoben, der Minirock stets und ständig in Richtung der Schultern und was sie drunter hatte war noch weniger als das, was sie kaum drüber hatte. All zu böse Kommentare will ich mir hier mal sparen, obgleich sich einige anböten und auch von einigen Umstehenden zu hören waren. Auf jeden Fall achteten die beiden sehr peinlich darauf – nein nicht, dass die Klamotten nicht all zu sehr verrutschen – sondern darauf, das möglichst viele Leute zuschauten.

Was mir dabei auffiel war, dass das ganze zumindest für mich weder sinnlich, noch erotisch oder auch nur “geil” wirkte, sondern einfach nur ordinär. Und als ich mich bei den Umstehenden so unauffällig umhörte, konnte ich feststellen, dass ich da wohl nicht der einzige war. Die einen wollen eben einfach einen spaßigen Abend haben, die anderen auffallen um jeden erdenklichen Preis. Aber jede/r wie er’s/sie’s braucht.

Och Leute! Könnt ihr denn nicht einfach ganz normal poppen?

Auf der Suche nach Nachrichten aus der IT-Welt stolperte ich heute morgen über die Schlagzeile „Kinect Sex: Coming Soon to a Console Near You?“ Kaum hat Microsoft seine Bewegungssteuerung Kinect an den Start gebracht, da machen sich schon Freaks aber auch Firmen Gedanken, wie man diese Technik für Sex nutzen kann. Der Artikel zitiert eine Webseite namens slashdong.org, die sich speziell diesem Thema gewidmet hat: Wie man Hightech zum – ich sag’s jetzt mal direkt – vögeln einsetzen kann. Oft geht es dabei um die „Umnutzung“ gängiger Spielekonsolen.

WiiFuck und Co

Da wird beispielsweise die Wii-Fernbedienung der Nintendo Wii-Konsole ganz anderen Anwendungen zugeführt! Da steckt sich ein Partner einen Wiibrator na wohin wohl! Der andere schüttelt die Wii-Fernbedienung nach Belieben und via Bluetooth passiert entsprechendes in der zuvor präparierten Hose …. Na was wohl!

Die Seite dreht sich nur um Hightech und Sex.
Die Seite dreht sich nur um Hightech und Sex.

Auch deutsches Ingenieurswissen fließt da ein, wie ein Student beweist, der ebenfalls ein ergänzendes Spielzeug namens OIOO für die Nintendo Wii erfunden hat. Bevor ich hier viel erzähle, lassen wir den jungen Mann doch im Video selbst zu Wort kommen und seine tolle Erfindung demonstrieren.

Der Clou bei dieser Erfindung des findigen Deutschen ist, das ganze funktioniert auch via Skype über das Internet. Na toll! Fernsex, ganz getreu dem Motto, der Papa ist auf Montage, meldet sich daheim bei der Mama und sagt „Hallo Schatz, schick die Kinder ins Bett, mach mal Skype und dein OIOO an, ich will’s Dir mal eben besorgen“? Kein Scherz, die entsprechende OIOO-Software gibt es für Windows und Mac!

Kinect guckt Dir auf den ….

In Sachen Kinect sind da ja ganz ehrgeizige Pläne am Start. Diese Bewegungserfassung der Kinect-Kameraleiste erfasst den ganzen Körper eines oder mehrere Nutzers. Den GANZEN Körper? Laut der Beschreibung ist das derzeit wohl noch das kniffelige. Kinect erfasst „wesentliche geometrische Komponenten“ des gesamten Körpers.

Der Kinect Kamerbalken schaut Dir auf den ....
Der Kinect Kamerbalken schaut Dir auf den ....

Nun bei den Herren der Schöpfung ist eben genau das, an was ihr jetzt denkt, keine „wesentliche geometrische Komponente“ und zudem in Sachen Größe und Form recht wankelmütig. Daher ist es für Kinect recht schwierig zu erkennen, wenn sich da etwas Entsprechendes rührt, erst recht, wenn eine Hose drüber getragen wird. Ja und bei den Mädels ist an entsprechender Stelle für dieses Kameraauge nicht wirklich eine sichtbare Veränderung erfassbar, die einen Erregungszustand verraten könnte.

OIOO machts Dir auch via Skype über's Internet.
OIOO machts Dir auch via Skype über's Internet.

Aber an den entsprechenden „Hacks“ werde ja derzeit ganz fleißig gearbeitet, heißt es da und irgendwer werde in das System tief genug eindringen und es möglich machen. Dort steht (übersetzt): „Ich wette wie sehen Kinect Pornos und Kinect Skype-Dienste in einem Monat.“.

Wie dürfen wir uns das denn nun vorstellen?

Aha! Und wie dürfen wir uns das ganze vorstellen, so wir das überhaupt wollen? Zappeln dann zwei entblößte Personen vor dieser Kinect-Kameraleister herum und die Xbox verwandelt das Live-Geschehen dann in bunt animierte rammelnde Avatare. Wie wird dann der Highscore berechnet und wann ist Game Over? Und wie darf man sich das dann bei Online-Spielen vorstellen? Und was machen die Techno-Popper dann bei Stromausfall oder wenn Sie offline sind? Können die noch ganz normal unter der Bettdecke?

Ich gebe ja zu, das ich durchaus ein Technik-Freak bin, aber alles hat Grenzen. Jeder soll Spaß haben, wie er will und solange es den anderen Beteiligten auch Spaß macht. Aber ich frage mich: Och Leute! Könnt ihr denn nicht einfach ganz normal poppen?

Ja dann viel Spaß!
Ja dann viel Spaß!

Aber ich befürchte, die einschlägige Branche hat längst erkannt, dass man mit so was Geld verdienen kann. Deshalb wird es wohl bald wirklich Kinect Porn, Wiifuck und Co als Game respektive Zubehör für Spielekonsolen geben. Denn wenn die Erwachsenen Spaß haben wollen, wenn die Kinder in der Heia oder aus dem Haus sind, dann klingelt die Kasse.

Das ist einfach nicht mein Ding

Vor einiger Zeit brachte mich jemand auf die fixe Idee, das Sportabzeichen zu machen. Ich dachte mir, och warum nicht. So ein Abzeichen ist ja recht kleidsam und sicher auch gut für’s Renomé. Der schwimmerische Teil für das Abzeichen war ganz fix erledigt. Denn – man möge mir das Eigenlob in Anbetracht der Tatsache, das gleich auch Eigentadel kommt, gestatten – schwimmen kann quasi wie ein Fisch. Ich schwimme ziemlich schnell, gut und ausdauernd. Schwimmen ist echt absolut mein Ding!

Schwimmen ist voll mein Ding (Foto: stock.xchng)
Schwimmen ist voll mein Ding (Foto: stock.xchng)

Eine der Disziplinen für das Sportabzeichen ist Laufen. Das kann ich auch ganz brauchbar, aber nach meinen Spielregeln! Das bedeutet, ich laufe in meinem Wohlfühltempo und in meinem passenden Pulsbereich durch eine schöne Landschaft und das recht lange, weit und ausdauernd. Das mach ich sogar gern, dabei kann ich entspannen und ich genieße es.

Aber für das Sportabzeichen soll/muss man/ich “nur” 1000 Meter laufen, das aber in 4:30 Minuten. Und nicht nur das, man muss diese 1000 Meter in der Gestalt von 2,5 Runden auf so einer bescheuerten Laufbahn um einen Sportplatz drum rum herum rennen. Ich schwimme wie ein Fisch, aber ich laufe wie ein Elefant. Langsam und ausdauernd. Aber für diese 1000 Meter musst Du laufen können wie ein hirnamputierter Gepard. Gepard, weil Du scheiße schnell sein musst. Und hirnamputiert deshalb, weil dieses “So-schnell-wie-möglich-um-den Sportplatz-drum-rum-herum-rennen” das so ziemlich ödeste, bescheuerteste und langweiligste ist, das ich mir vorstellen kann. Lieber zwei Stunden durch das Oppenheimer Wäldchen, als 4:30 Minuten lang wie ein Hamster im Rad im Kreis rum rennen.

Auf so ner Rennbahn im Kreis rum rennen - es gibt nix bescheuerteres! (Foto: stock.xchng)
Auf so ner Rennbahn im Kreis rum rennen - es gibt nix bescheuerteres! (Foto: stock.xchng)

Aber man ist ja ehrgeizig, also habe ich es durchaus ernsthaft versucht. Dreimal. Gestern auch wieder. Ich hab mir echt den Herzbändel abgewetzt … und war 37 Sekunden zu langsam. Dieses stupide “So-schnell-wie-möglich-um-den Sportplatz-drum-rum-herum-rennen” ist de facto absolut nicht mein Ding!

Aber ich habe jetzt eine wie ich finde sehr intelligente Lösung gefunden: Ich lass es ganz einfach bleiben! Genial, oder? Ich kann das nicht. Spaß macht es mir erst recht nicht. Also pfeif ich doch mal gepflegt auf’s Sportabzeichen.

Und wenn jetzt einer meint, das jemand, der nicht einmal das Sportabzeichen schafft, ja wohl total unsportlich ist, den lade ich ein, am Montag um 20 Uhr ins Hallenbad Oppenheim zu kommen. Bring Deine Badehose mit! Steig zu mir ins Wasser! Und dann schwimm! Nach einer Stunde sprechen wir uns wieder!!!

Gibt es eigentlich eine Vorfahrtsregelung für Fußgänger?

Ich war gestern am Mantelsonntag in Mainz zum Urban Music Event. Es war echt klasse, bestes Wetter und richtig was los in der Stadt. Aber eine Sache störte mich und stört mich immer, wenn viele Menschen auf einem Haufen sind. Du wirst einfach umgerannt. Da gibt es die Deppen, die dauernd aufs Handy starren oder damit telefonieren und deshalb mit Personen, Laternenmasten und anderen Dingen zusammen stoßen. Dann gibt es die Egoisten, die denken, dass immer die anderen Platz machen müssen und völlig unflexibel drauflos latschen. Oder diese Shopping-Schnepfen, die mit den Augen am Schaufenster kleben, während sie rumlatschen und dir ihre Einkaufstüten in die Beine hauen. Wenn Du Rücksicht nimmst, läufst Du nur noch Schlangenlinien und kommst garnicht mehr voran. Richtig arm dran sind dann vor allem kleine und zierliche Personen wie vor allem Kinder. Und vor älteren Leuten hat in der Hinsicht auch keiner mehr Respekt. Wenn diese älteren Leute dann zusätzlich noch in die Kategorie klein und zierlich fallen, was ich da so beobachte …

Wie ist hier die Vorfahrt geregelt.
Wie ist hier die Vorfahrt geregelt.

Ich hab gestern irgendwann die Schnauze so richtig voll gehabt! Wenn einer auf mich zu latschte ohne zu gucken oder seinerseits auch etwas auszuweichen, bin ich mal stehen geblieben und hab die Leute um mich rum latschen lassen. Und mal bin auch ich sturheil gerade aus gelaufen. Ich bin kein Schmachthäkchen und einer der Herren der partout meinte ich müsste wegen ihm auf den nächsten Baum springen, hat dann auch ziemlich heftig gemerkt, dass ich seine Meinung nicht teile.

Aber es gibt weitere Beispiele bipedaler Idiotie: Fahrstühle! Wenn ein Lift im Erdgeschoss ankommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute im Fahrstuhl aussteigen wollen, extrem groß. Aber es passiert jedesmal das Gleiche! Die “draußen” versuchen erst einmal einzusteigen. Geht das nicht, weil sie raffen, das Leute im Fahrstuhl sind und aussteigen wollen, dann wird nicht etwa Platz gemacht. Dann wird einfach mittel vor der Tür stehen geblieben. Bloß keinen Millimeter bewegen und den “Aussteigern” mal eben schnell Platz machen. Auch hier halte ich es mittlerweile so, dass ich meine Statur nutze und durchstampfe.  Denn wenn Du sagst “Dürfte ich bitte erstmal aussteigen, bevor sie einsteigen”, kriegste ‘nen dummen Blick oder irgendwas Pampiges zur Antwort.

Kann mir jemand sagen, warum wir Menschen so drauf sind? Und bin ich etwa der einzige, den das stört? Es müßte eine Art Fußgängerverkehrsordnung geben, denn leider ist uns hierzulande scheinbar anders keine Vernunft beizubringen. Ich gebe mir ja Mühe, nicht so zu sein. Aber in Fällen wie gestern, da hast Du keine andere Wahl mehr, als dich anzupassen. Aber es geht doch auch anders. Wenn ich zum Beispiel unterwegs bin und halte jemand Fremden die Tür auf, statt sie ihm oder ihr vor der Nase zuplumpsen zu lassen, dann gucken die Leute immer so ungläubig und dann freuen sie sich auf einmal. Also! Geht doch!

Der Untergang des Abendlandes ist blond, blöd und hat viel zu dicke Möpse

Als Stefan, ein Freund von mir, vor zwei oder drei Wochen auf Facebook in einem seiner typisch kurzen wie knackigen Sätze sein Entsetzen über die Katzenberger äußerte („Diese Katzenberger….Schrecklich! SCHRECKLICH!!!!!!! Jetzt hat die auch noch 2 Stunden im Dienstagabendprogramm. SCHRECKLICH!“), verursachte ich mit der Nachfrage „WTF ist Katzenberger?“ Erstaunen. Er wunderte sich, dass ich diese Daniela Katzenberger tatsächlich nicht kannte. Seiner weiterhin kurz und knapp formulierten Aufklärung konnte ich entnehmen, dass ich da nix verpasst hatte. Aber zu spät, denn jetzt wusste ich, dass da im Trash-TV irgendein Phänomen namens Katzenberger auf Quoten hofft.

Daniela Katzenberger - Natürlich blöd!
Daniela Katzenberger - Natürlich blöd!

Gestern Abend war es dann soweit: Weil in der Sendung, die ich sah, Werbepause war, zappte ich durch die Programme. Und ich blieb genau da hängen, bei dieser Katzenberger. Das Format nennt sich “Daniela Katzenberger – Natürlich blond!” und läuft als Doku-Soap auf VOX. Ich habe mir dieses Elend rund fünf Minuten angeschaut und mich gefragt, warum die Sendung nicht „Natürlich blöd“ heißt. Erstens ist diese Frau nicht natürlich blond, denn meiner Meinung nach sind diese Zotteln, die sie Frisur nennt, gebleicht, blondiert oder wie man das auch immer nennt. Zweitens ist diese Frau „dumm wie Schifferscheiße“, wie man hier in Rheinhessen sagt. Was bekam der Zuschauer zu sehen, zumindest in den fünf Minuten, die ich das ertragen habe?

Die „Katzi“ probierte diverse Kleider an, was von einem Modefutzi mit fein ziseliertem Bärtchen und eunuchiger Fistelstimme kommentiert wurde und zwar im Stiele von: „Haaaaach das sieht jetzt aber guuuuut auuuuus!“. Dabei quetsche die blonde Blöde ihre Üppigkeit in viel zu enge Kleider. Sobald sie drin steckte wie in einer Wurstpelle kurz vor dem Platzen, sang sie „Nothing can stopp me now“ und schüttelte dabei ihren ausladenden Vorbau um zu sehen, ob sie diese beiden Dinger aus ihrem Dekolté herausschütteln kann. Sie kommentierte dann auf Ludwigshafen-Pfälzer Dialekt „Des Kleid is ja gonz scheee awwer isch bin zu fett.“ Eine durchaus zutreffende Aussage. Nachdem sie diverse Kleider anprobiert hatte, kam ein tatsächlich fast (aber nur fast!) intelligenter, aber zumindest vollkommen zutreffender Satz: „Die Kleider werd’n als scheeener, awwer isch seh Schaisse aus!“ Dem kann ich nur zustimmen, denn diese Frau ist NICHT SCHÖN! Wir Männer stehen NICHT wahllos und testosterongesteuert auf alles was blond ist und dicke Möpse hat!

Nachdem die Katzi bei diesem Kostümfest durch diverse verbale Äußerungen bewiesen hat, dass sie den Intelligenzquotienten von einem Pfund Butter hat, stellte sie auch ihre biomechanische Inkompetenz unter Beweis. Sie sollte für irgendeinen Bühnenauftritt eine Choreographie einstudieren. Was auch immer die Vortänzer vormachten – und war es noch so einfach – die Katzi bekam nichts anderes gebacken, als ihren knapp verpackten Vorbau in horizontale Schwingungen zu versetzen. Sie tanzte nicht, sie wackelte und guckte verzweifelt wie jemanden, der die Pointe eines banalen Witzes nicht kapiert, während andere sich schlapp lachen. Ich flüchtete, auf das Ende der Werbepause hoffend, zurück zu meiner Sendung auf DMAX.

VOX schafft es tatsächlich, mit diesem blondblöden und nach meinem Geschmack hässlichen Busenmonster zwei Stunden Sendezeit zu vergeuden. Zwei Stunden inhaltsleeres Trash-TV. Ok, jetzt mag mancher mir vorwerfen: „Hey Du hast es ja auch geguckt“. Stimmt, weil ich mir mal ein Bild von dem machen wollte, über das andere völlig zu Recht lästern.

Liebe Leute, was waren das noch Zeiten, als die Fernsehsender nachts noch Testbilder ausstrahlten. So ein Testbild mit dem 1000 Hertz-Ton ist weitaus unterhaltsamer als “Daniela Katzenberger – Natürlich blond!”

Lieber zwei Stunden Testbild schauen als zwei Stunden Katzenberger!
Lieber zwei Stunden Testbild schauen als zwei Stunden Katzenberger!