KategorieDinge die die Welt nicht braucht

Och Leute! Könnt ihr denn nicht einfach ganz normal poppen?

Auf der Suche nach Nachrichten aus der IT-Welt stolperte ich heute morgen über die Schlagzeile „Kinect Sex: Coming Soon to a Console Near You?“ Kaum hat Microsoft seine Bewegungssteuerung Kinect an den Start gebracht, da machen sich schon Freaks aber auch Firmen Gedanken, wie man diese Technik für Sex nutzen kann. Der Artikel zitiert eine Webseite namens slashdong.org, die sich speziell diesem Thema gewidmet hat: Wie man Hightech zum – ich sag’s jetzt mal direkt – vögeln einsetzen kann. Oft geht es dabei um die „Umnutzung“ gängiger Spielekonsolen.

WiiFuck und Co

Da wird beispielsweise die Wii-Fernbedienung der Nintendo Wii-Konsole ganz anderen Anwendungen zugeführt! Da steckt sich ein Partner einen Wiibrator na wohin wohl! Der andere schüttelt die Wii-Fernbedienung nach Belieben und via Bluetooth passiert entsprechendes in der zuvor präparierten Hose …. Na was wohl!

Die Seite dreht sich nur um Hightech und Sex.
Die Seite dreht sich nur um Hightech und Sex.

Auch deutsches Ingenieurswissen fließt da ein, wie ein Student beweist, der ebenfalls ein ergänzendes Spielzeug namens OIOO für die Nintendo Wii erfunden hat. Bevor ich hier viel erzähle, lassen wir den jungen Mann doch im Video selbst zu Wort kommen und seine tolle Erfindung demonstrieren.

Der Clou bei dieser Erfindung des findigen Deutschen ist, das ganze funktioniert auch via Skype über das Internet. Na toll! Fernsex, ganz getreu dem Motto, der Papa ist auf Montage, meldet sich daheim bei der Mama und sagt „Hallo Schatz, schick die Kinder ins Bett, mach mal Skype und dein OIOO an, ich will’s Dir mal eben besorgen“? Kein Scherz, die entsprechende OIOO-Software gibt es für Windows und Mac!

Kinect guckt Dir auf den ….

In Sachen Kinect sind da ja ganz ehrgeizige Pläne am Start. Diese Bewegungserfassung der Kinect-Kameraleiste erfasst den ganzen Körper eines oder mehrere Nutzers. Den GANZEN Körper? Laut der Beschreibung ist das derzeit wohl noch das kniffelige. Kinect erfasst „wesentliche geometrische Komponenten“ des gesamten Körpers.

Der Kinect Kamerbalken schaut Dir auf den ....
Der Kinect Kamerbalken schaut Dir auf den ....

Nun bei den Herren der Schöpfung ist eben genau das, an was ihr jetzt denkt, keine „wesentliche geometrische Komponente“ und zudem in Sachen Größe und Form recht wankelmütig. Daher ist es für Kinect recht schwierig zu erkennen, wenn sich da etwas Entsprechendes rührt, erst recht, wenn eine Hose drüber getragen wird. Ja und bei den Mädels ist an entsprechender Stelle für dieses Kameraauge nicht wirklich eine sichtbare Veränderung erfassbar, die einen Erregungszustand verraten könnte.

OIOO machts Dir auch via Skype über's Internet.
OIOO machts Dir auch via Skype über's Internet.

Aber an den entsprechenden „Hacks“ werde ja derzeit ganz fleißig gearbeitet, heißt es da und irgendwer werde in das System tief genug eindringen und es möglich machen. Dort steht (übersetzt): „Ich wette wie sehen Kinect Pornos und Kinect Skype-Dienste in einem Monat.“.

Wie dürfen wir uns das denn nun vorstellen?

Aha! Und wie dürfen wir uns das ganze vorstellen, so wir das überhaupt wollen? Zappeln dann zwei entblößte Personen vor dieser Kinect-Kameraleister herum und die Xbox verwandelt das Live-Geschehen dann in bunt animierte rammelnde Avatare. Wie wird dann der Highscore berechnet und wann ist Game Over? Und wie darf man sich das dann bei Online-Spielen vorstellen? Und was machen die Techno-Popper dann bei Stromausfall oder wenn Sie offline sind? Können die noch ganz normal unter der Bettdecke?

Ich gebe ja zu, das ich durchaus ein Technik-Freak bin, aber alles hat Grenzen. Jeder soll Spaß haben, wie er will und solange es den anderen Beteiligten auch Spaß macht. Aber ich frage mich: Och Leute! Könnt ihr denn nicht einfach ganz normal poppen?

Ja dann viel Spaß!
Ja dann viel Spaß!

Aber ich befürchte, die einschlägige Branche hat längst erkannt, dass man mit so was Geld verdienen kann. Deshalb wird es wohl bald wirklich Kinect Porn, Wiifuck und Co als Game respektive Zubehör für Spielekonsolen geben. Denn wenn die Erwachsenen Spaß haben wollen, wenn die Kinder in der Heia oder aus dem Haus sind, dann klingelt die Kasse.

Das ist einfach nicht mein Ding

Vor einiger Zeit brachte mich jemand auf die fixe Idee, das Sportabzeichen zu machen. Ich dachte mir, och warum nicht. So ein Abzeichen ist ja recht kleidsam und sicher auch gut für’s Renomé. Der schwimmerische Teil für das Abzeichen war ganz fix erledigt. Denn – man möge mir das Eigenlob in Anbetracht der Tatsache, das gleich auch Eigentadel kommt, gestatten – schwimmen kann quasi wie ein Fisch. Ich schwimme ziemlich schnell, gut und ausdauernd. Schwimmen ist echt absolut mein Ding!

Schwimmen ist voll mein Ding (Foto: stock.xchng)
Schwimmen ist voll mein Ding (Foto: stock.xchng)

Eine der Disziplinen für das Sportabzeichen ist Laufen. Das kann ich auch ganz brauchbar, aber nach meinen Spielregeln! Das bedeutet, ich laufe in meinem Wohlfühltempo und in meinem passenden Pulsbereich durch eine schöne Landschaft und das recht lange, weit und ausdauernd. Das mach ich sogar gern, dabei kann ich entspannen und ich genieße es.

Aber für das Sportabzeichen soll/muss man/ich „nur“ 1000 Meter laufen, das aber in 4:30 Minuten. Und nicht nur das, man muss diese 1000 Meter in der Gestalt von 2,5 Runden auf so einer bescheuerten Laufbahn um einen Sportplatz drum rum herum rennen. Ich schwimme wie ein Fisch, aber ich laufe wie ein Elefant. Langsam und ausdauernd. Aber für diese 1000 Meter musst Du laufen können wie ein hirnamputierter Gepard. Gepard, weil Du scheiße schnell sein musst. Und hirnamputiert deshalb, weil dieses „So-schnell-wie-möglich-um-den Sportplatz-drum-rum-herum-rennen“ das so ziemlich ödeste, bescheuerteste und langweiligste ist, das ich mir vorstellen kann. Lieber zwei Stunden durch das Oppenheimer Wäldchen, als 4:30 Minuten lang wie ein Hamster im Rad im Kreis rum rennen.

Auf so ner Rennbahn im Kreis rum rennen - es gibt nix bescheuerteres! (Foto: stock.xchng)
Auf so ner Rennbahn im Kreis rum rennen - es gibt nix bescheuerteres! (Foto: stock.xchng)

Aber man ist ja ehrgeizig, also habe ich es durchaus ernsthaft versucht. Dreimal. Gestern auch wieder. Ich hab mir echt den Herzbändel abgewetzt … und war 37 Sekunden zu langsam. Dieses stupide „So-schnell-wie-möglich-um-den Sportplatz-drum-rum-herum-rennen“ ist de facto absolut nicht mein Ding!

Aber ich habe jetzt eine wie ich finde sehr intelligente Lösung gefunden: Ich lass es ganz einfach bleiben! Genial, oder? Ich kann das nicht. Spaß macht es mir erst recht nicht. Also pfeif ich doch mal gepflegt auf’s Sportabzeichen.

Und wenn jetzt einer meint, das jemand, der nicht einmal das Sportabzeichen schafft, ja wohl total unsportlich ist, den lade ich ein, am Montag um 20 Uhr ins Hallenbad Oppenheim zu kommen. Bring Deine Badehose mit! Steig zu mir ins Wasser! Und dann schwimm! Nach einer Stunde sprechen wir uns wieder!!!

Gibt es eigentlich eine Vorfahrtsregelung für Fußgänger?

Ich war gestern am Mantelsonntag in Mainz zum Urban Music Event. Es war echt klasse, bestes Wetter und richtig was los in der Stadt. Aber eine Sache störte mich und stört mich immer, wenn viele Menschen auf einem Haufen sind. Du wirst einfach umgerannt. Da gibt es die Deppen, die dauernd aufs Handy starren oder damit telefonieren und deshalb mit Personen, Laternenmasten und anderen Dingen zusammen stoßen. Dann gibt es die Egoisten, die denken, dass immer die anderen Platz machen müssen und völlig unflexibel drauflos latschen. Oder diese Shopping-Schnepfen, die mit den Augen am Schaufenster kleben, während sie rumlatschen und dir ihre Einkaufstüten in die Beine hauen. Wenn Du Rücksicht nimmst, läufst Du nur noch Schlangenlinien und kommst garnicht mehr voran. Richtig arm dran sind dann vor allem kleine und zierliche Personen wie vor allem Kinder. Und vor älteren Leuten hat in der Hinsicht auch keiner mehr Respekt. Wenn diese älteren Leute dann zusätzlich noch in die Kategorie klein und zierlich fallen, was ich da so beobachte …

Wie ist hier die Vorfahrt geregelt.
Wie ist hier die Vorfahrt geregelt.

Ich hab gestern irgendwann die Schnauze so richtig voll gehabt! Wenn einer auf mich zu latschte ohne zu gucken oder seinerseits auch etwas auszuweichen, bin ich mal stehen geblieben und hab die Leute um mich rum latschen lassen. Und mal bin auch ich sturheil gerade aus gelaufen. Ich bin kein Schmachthäkchen und einer der Herren der partout meinte ich müsste wegen ihm auf den nächsten Baum springen, hat dann auch ziemlich heftig gemerkt, dass ich seine Meinung nicht teile.

Aber es gibt weitere Beispiele bipedaler Idiotie: Fahrstühle! Wenn ein Lift im Erdgeschoss ankommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute im Fahrstuhl aussteigen wollen, extrem groß. Aber es passiert jedesmal das Gleiche! Die „draußen“ versuchen erst einmal einzusteigen. Geht das nicht, weil sie raffen, das Leute im Fahrstuhl sind und aussteigen wollen, dann wird nicht etwa Platz gemacht. Dann wird einfach mittel vor der Tür stehen geblieben. Bloß keinen Millimeter bewegen und den „Aussteigern“ mal eben schnell Platz machen. Auch hier halte ich es mittlerweile so, dass ich meine Statur nutze und durchstampfe.  Denn wenn Du sagst „Dürfte ich bitte erstmal aussteigen, bevor sie einsteigen“, kriegste ’nen dummen Blick oder irgendwas Pampiges zur Antwort.

Kann mir jemand sagen, warum wir Menschen so drauf sind? Und bin ich etwa der einzige, den das stört? Es müßte eine Art Fußgängerverkehrsordnung geben, denn leider ist uns hierzulande scheinbar anders keine Vernunft beizubringen. Ich gebe mir ja Mühe, nicht so zu sein. Aber in Fällen wie gestern, da hast Du keine andere Wahl mehr, als dich anzupassen. Aber es geht doch auch anders. Wenn ich zum Beispiel unterwegs bin und halte jemand Fremden die Tür auf, statt sie ihm oder ihr vor der Nase zuplumpsen zu lassen, dann gucken die Leute immer so ungläubig und dann freuen sie sich auf einmal. Also! Geht doch!

Der Untergang des Abendlandes ist blond, blöd und hat viel zu dicke Möpse

Als Stefan, ein Freund von mir, vor zwei oder drei Wochen auf Facebook in einem seiner typisch kurzen wie knackigen Sätze sein Entsetzen über die Katzenberger äußerte („Diese Katzenberger….Schrecklich! SCHRECKLICH!!!!!!! Jetzt hat die auch noch 2 Stunden im Dienstagabendprogramm. SCHRECKLICH!“), verursachte ich mit der Nachfrage „WTF ist Katzenberger?“ Erstaunen. Er wunderte sich, dass ich diese Daniela Katzenberger tatsächlich nicht kannte. Seiner weiterhin kurz und knapp formulierten Aufklärung konnte ich entnehmen, dass ich da nix verpasst hatte. Aber zu spät, denn jetzt wusste ich, dass da im Trash-TV irgendein Phänomen namens Katzenberger auf Quoten hofft.

Katzenberger - Natürlich .... blöd.
Katzenberger – Natürlich …. blöd.

 

Gestern Abend war es dann soweit: Weil in der Sendung, die ich sah, Werbepause war, zappte ich durch die Programme. Und ich blieb genau da hängen, bei dieser Katzenberger. Das Format nennt sich „Daniela Katzenberger – Natürlich blond!“ und läuft als Doku-Soap auf VOX. Ich habe mir dieses Elend rund fünf Minuten angeschaut und mich gefragt, warum die Sendung nicht „Natürlich blöd“ heißt. Erstens ist diese Frau nicht natürlich blond, denn meiner Meinung nach sind diese Zotteln, die sie Frisur nennt, gebleicht, blondiert oder wie man das auch immer nennt. Zweitens ist diese Frau „dumm wie Schifferscheiße“, wie man hier in Rheinhessen sagt. Was bekam der Zuschauer zu sehen, zumindest in den fünf Minuten, die ich das ertragen habe?

Die „Katzi“ probierte diverse Kleider an, was von einem Modefutzi mit fein ziseliertem Bärtchen und eunuchiger Fistelstimme kommentiert wurde und zwar im Stiele von: „Haaaaach das sieht jetzt aber guuuuut auuuuus!“. Dabei quetsche die blonde Blöde ihre Üppigkeit in viel zu enge Kleider. Sobald sie drin steckte wie in einer Wurstpelle kurz vor dem Platzen, sang sie „Nothing can stopp me now“ und schüttelte dabei ihren ausladenden Vorbau um zu sehen, ob sie diese beiden Dinger aus ihrem Dekolté herausschütteln kann. Sie kommentierte dann auf Ludwigshafen-Pfälzer Dialekt „Des Kleid is ja gonz scheee awwer isch bin zu fett.“ Eine durchaus zutreffende Aussage. Nachdem sie diverse Kleider anprobiert hatte, kam ein tatsächlich fast (aber nur fast!) intelligenter, aber zumindest vollkommen zutreffender Satz: „Die Kleider werd’n als scheeener, awwer isch seh Schaisse aus!“ Dem kann ich nur zustimmen, denn diese Frau ist NICHT SCHÖN! Wir Männer stehen NICHT wahllos und testosterongesteuert auf alles was blond ist und dicke Möpse hat!

Nachdem die Katzi bei diesem Kostümfest durch diverse verbale Äußerungen bewiesen hat, dass sie den Intelligenzquotienten von einem Pfund Butter hat, stellte sie auch ihre biomechanische Inkompetenz unter Beweis. Sie sollte für irgendeinen Bühnenauftritt eine Choreographie einstudieren. Was auch immer die Vortänzer vormachten – und war es noch so einfach – die Katzi bekam nichts anderes gebacken, als ihren knapp verpackten Vorbau in horizontale Schwingungen zu versetzen. Sie tanzte nicht, sie wackelte und guckte verzweifelt wie jemanden, der die Pointe eines banalen Witzes nicht kapiert, während andere sich schlapp lachen. Ich flüchtete, auf das Ende der Werbepause hoffend, zurück zu meiner Sendung auf DMAX.

VOX schafft es tatsächlich, mit diesem blondblöden und nach meinem Geschmack hässlichen Busenmonster zwei Stunden Sendezeit zu vergeuden. Zwei Stunden inhaltsleeres Trash-TV. Ok, jetzt mag mancher mir vorwerfen: „Hey Du hast es ja auch geguckt“. Stimmt, weil ich mir mal ein Bild von dem machen wollte, über das andere völlig zu Recht lästern.

Lieber zwei Stunden Testbild als zwei Minuten Katzenberger.
Lieber zwei Stunden Testbild als zwei Minuten Katzenberger.

 

Liebe Leute, was waren das noch Zeiten, als die Fernsehsender nachts noch Testbilder ausstrahlten. So ein Testbild mit dem 1000 Hertz-Ton ist weitaus unterhaltsamer als „Daniela Katzenberger – Natürlich blond!“

Wieso heißt es eigentlich „Öffnungszeiten“??!!

Letzten Donnerstag hatte ich so eine Paketbenachrichtigungskarte im Briefkasten. Die informierte mich, dass der DHL-Paketbote vergeblich versucht hatte, mir ein Paket zuzustellen und das ich es sieben Tage lang in der örtlichen Postagentur abholen kann. Natürlich war der Zustellversuch vergeblich, denn ich bin Werktags tagsüber auf der Arbeit und deshalb nicht da. Jetzt war ich am Wochenende aber auswärts und konnte das Paket auch Samstag nicht abholen. Werktags geht nicht, denn die Postagentur hat noch lange nicht geöffnet, wenn ich morgens zur Arbeit fahre. Dafür hat der Laden aber auch schon lange wieder zu, wenn ich abends wieder heim komme. Also musste ich jemandem eine Vollmacht zur Abholung des Paketes ausstellen, denn nach sieben Tagen geht es zurück zum Absender. Dieses Dilemma gilt aber nicht nur für Paketpost.

Geschlossen (Bild: stock.xchng)
Geschlossen (Bild: stock.xchng)

Will ich zur Bank, gilt das Gleiche. Noch lange geschlossen wenn ich zur Arbeit fahre und schon lange wieder zu, wenn ich wieder heim komme. Arzt, Zahnarzt, Apotheke. Das Gleiche. Behörden und Verwaltung, ebenfalls das Gleiche. Fachgeschäfte, wieder das Gleiche. Ob ich zur Bank, zum Arzt, „aufs Amt“ oder in ein Fachgeschäft will, im Prinzip muss ich für so was einen halben Tag Urlaub nehmen. Ok, Fachgeschäfte haben im Gegensatz zu Ämtern, Banken und Ärzten auch samstags auf, oder ich könnte an der Stätte meiner Arbeit in der Mittagspause hin hetzen. 45 Minuten Zeit für’s Einkaufen inklusive Hin- und Rückfahrt. Na prima!

Nur der Lebensmitteleinzelhandel hat Abends noch auf, sodass wenigstens der normale tägliche Bedarf gedeckt werden kann. Und die REWE in Oppenheim hat nicht nur bis 22 Uhr auf. Nein, dankenswerter Weise sitzt dort Abends an der Kasse fast immer ein bildhübsches und nettes junges Mädel, das sich freut, wenn man ein wenig Smalltalk hält, anstatt schweigend zu bezahlen. Sprich das abendliche Einkaufen ist durchaus vergnüglich. Aber sonst?!

Deshalb werde ich das Wort „Öffnungszeiten“ jetzt ignorieren, und nur noch von „Schließungszeiten“ reden. Viele Geschäfte, alle Banken, Ämter oder Ärzte haben arbeitnehmerfreundlich GESCHLOSSEN. Ich werde Arzt, Amt, Bank oder Postfiliale demnächst nicht mehr fragen, wann sie geöffnet haben, sondern wann sie geschlossen haben und wann es sich lohnt, nicht zu kommen.

HD +? CI +? Lass dich nicht verarschen!

Das nachfolgende Video „Die Wahrheit über HD+“ zeigt sehr gut, wie uns einige private TV-Sender mit HD + verarschen und abzocken wollen. Was als ganz toll verkauft wird, ist alles andere als toll! Wir sollen dafür bezahlen, dass uns Funktionen wie Time Shift, Sendungen aufzeichnen, Werbung weiter spulen und einiges mehr gesperrt werden.

Dazu passt auch der WISO-Beitrag zu CI+!

Google Paranoia – der tolle neue Gratisdienst von Google

Google hat jetzt für Deutschland einen neuen Dienst angekündigt, der auch direkt gestartet wurde: Google Paranoia!

Google Paranoia - der tolle neue Gratisdienst von Google!
Google Paranoia - der tolle neue Gratisdienst von Google! (Montage: Andreas Bild: stock.xchng)

Den Eindruck habe ich, seit Google angekündigt hat, dass noch dieses Jahr Google-Street-View in Deutschland an den Start gehen wird. Die zwanzig größten deutschen Städte sollen wir bald aus Straßensicht bestaunen können. Das sind Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Einfach mal die Klappe halten – oder eben nicht…

Kaum hat der Suchmaschinengigant das offiziell angekündigt, meldet sich jeder offizielle, semioffizielle und auch jeder irrelevante Bedenkenträger zu Wort. Ob es Hamburgs Google-Jäger … äh Verzeihung … Datenschützer Johannes Caspar ist, der sich überrascht zeigt und erklärt „Meine Bedenken, das komplexe Widerspruchsverfahren so kurzfristig in Gang zu setzen, wurden leider nicht berücksichtigt.“ Oder Bundesdatenschutzwachhund Peter Schaar, der mindestens eine Telefonhotline von Google fordert. Thomas de Maizière AKA Bundesinnenminister meldet sich ebenfalls zu Wort und phrasendrischt im Spiegel: „Wir müssen sehr sorgfältig darauf achten, wann Quantität in Qualität umschlägt und aus etwas Normalem, der Blick auf eine Häuserfassade mit Klingelschildern und Briefkästen, ein weltweit möglicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen werden kann“. Natürlich stimmt auch Aigners Ilse im Chor der Google-Street-View-Paranoiker ein Liedchen an und droht mit „scharfen Kontrollen“. Auch CDU-Mann Wolle Bosbach heischt nach einem Schlagzeilchen, indem er sich vorstellen kann, dass von der Widerspruchsmöglichkeit rege Gebrauch gemacht wird.

Google-Street-View für’s Regierungsbashing

Die Opposition nutzt das Ganze als Vehikel zum Regierungsbashing und sagt, die Regierung habe sich vom Start von Street-View überrumpeln lassen. Liebe Opposition, schon im Januar wurde mehrfach gemeldet, das Google sehr wahrscheinlich im Herbst an den Start geht. Demnach hat sich die Regierung also acht Monate lang überrumpeln lassen.

Aber auch andere Bedenkenträger wittern jetzt die Gelegenheit, um endlich mal in die Zeitung zu kommen. Hamburgs Grundeigentümerverband drängt im Hamburger Abendblatt darauf, den von Google angebotenen Vorabwiderspruch fleißig zu nutzen. Auch all die ganzen Argumente, die die letzten Wochen und Monate bis zum Erbrechen medial durchgekaut wurden, werden wieder aufgewärmt. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) beispielsweise kocht die Panikmache vor den Einbrechern nochmal auf. Einbrecher erwarten Google-Street-View sehnsüchtig, um ihre Beutezüge vorzubereiten. Man kann ein Haus natürlich nicht ausspionieren, wenn man es selbst vor Ort anschaut und dabei viel mehr sieht als in Street-View. Ohne Street-View zu nutzen, geht der moderne Einbrecher heute nicht mehr zur Arbeit.

Google-Bashing bringt Popularität, Auflage und Quote

Gerade bei Politikern ist Google-Bashing richtig en vogue, kann man damit doch regelmäßig in die Presse kommen, ohne wirklich etwas dafür leisten zu müssen. Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, ist das beste Beispiel, denn die gute Frau treibt jede Sau durchs Mediendorf, auf der Google steht. Auch der medienverliebte Peter Schaar meldet sich zu jeder passenden Gelegenheit in Sachen Google und vieler anderer Themen zu Wort und reitet auf Allgemeinplätzen rum. Aber damit nicht genug. Alle Medien ballern die Kritik an Google fettschlagzeilig oder auf prominenten Sendeplätzen raus, was das Zeug hält. Schließlich bringt die Panikmache vor dem bösen Suchmaschinenkraken ja Auflage und Einschaltquote. Ja was glaubt ihr wohl, warum ich hier darüber berichte? Der Shit klickt auch gut!

😉

Google komm und fotografier meine Hütte aber lass die Finger von meinen Daten!

Liebe Firma Google. Ihr dürft mein Haus von mir aus gerne im Vorbeifahren fotografieren und dann auch in Google-Street-View zeigen. Die gelbe Fassade und der ungepflegte Vorgarten sind für jeden sichtbar und langweilig. Dass ihr das tut, das finde ich harmlos. Viel schlimmer aber finde ich das, was ihr mit unseren Daten macht, die ihr mit Google Mail, Google Wave (ok, das ist ja bald tot), Google Docs, Google Kalender und all den anderen Gratisdiensten abgreift. Deshalb nutze ich keinen dieser Dienste. Aber komischerweise sind diese Dienste zu abstrakt, als das unsere mediengeilen Politiker und Bedenkenträger dagegen so regelmäßig zu Felde ziehen, wie gegen Street-View. Aber so ein Kameraauto, dass durch die Straßen fährt, dass ist was konkretes und tatsächlich (an-) fassbares, dagegen kann man wettern und das auch dann, wenn man von der ganzen Materie keine Ahnung hat.

Boyfriend-Jeans – wir sind alle Modesklaven

Da stoplere ich heute auf unserer Startseite (www.t-online.de) über den Begriff „Boyfriend Jeans“ und denke mir, was verdammte Hacke sind „Boyfriend Jeans“? Also direkt mal gegooglet. Und bei Vogue folgendes gefunden:

„Deshalb hat die Jeansindustrie mit dem Boyfriend-Cut für Abhilfe gesorgt: Die Jeans verfügt über einen lässigen Hüftsitz, große aufgesetzte Taschen – und sie scheint ein wenig zu weit geschnitten zu sein.“

Promis machens vor, und Konsumenten nach. Bei Mädels derzeit hip: Die "Boyfriend-Jeans".
Promis machens vor, und Konsumenten nach. Bei Mädels derzeit hip: Die "Boyfriend-Jeans".

Die Hosen heißen so, weil sie so aussehen, als hätte Frau sie ihrem Lover aus dem Kleiderschrank geklaut. Also mit anderen Worten, die Modeindustrie erfindet Jeans, die nicht so ganz passen und schlabberig aussehen. Gabs ja noch nie. Dann wird dem Ganzen ein neuer komischer Name verpasst. Und schon kommen die Fashion-Victims angerannt, halten dem Handel das Portemonai auf, um sich in diesen neuen Trend zu kleiden, denn: Beckhams Victoria steckt ihren knöchernen Hintern jetzt auch in sowas rein. Und nicht nur die, die Klumpe Heidi auch, die Lily Allen sowieso und erst recht Katie Holmes. Lies „Boyfriend-Jeans — wir sind alle Modesklaven“ weiter