KategorieHallooo! Wie geil ist das denn?

Ü30-Party im KUZ oder: Manche können tanzen und manche… Teil II

KuzbleibtKuzGestern Abend war ich wieder im KUZ, diesmal auf der Ü30-Party. Ich muss schon sagen, auf der Ü30-Party waren viele U20er. War wieder ein netter Abend, auch wenn ich dieses mal etwas früher heim bin. Schließlich bin ich gestern morgen um 6:30 aus dem Bett gefallen und hatte einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir. Daher war ich schon um 3 Uhr Nachts zu hause.

Allerdings muss ich sagen, dass das Publikum diesmal ein anderes war. Nicht so cool und entspannt wie auf der Depeche Mode Party letzten Samstag. Diesmal waren viel viel mehr Bierflaschenschüttler da, die sich dann zu aggressiven Vollmeisen mauserten, die nur Stress suchten. Vor allem viele Minderjährige und sehr junge Erwachsene, von denen sich etliche ausgesprochen erfolgreich bemühten, das Klischee der dauerbesoffenen Jugendlichen mit adäquatem Leben zu füllen. Da ich manchmal zu Sarkasmus neige, konnte man mir durchaus eine gewissen Schadenfreude unterstellen, wenn ich die Kinder kotzen sah. Wer’s nicht verträgt, der lässt sich’s eben noch ein zweites mal durch den Kopf gehen.

Aber als abermals teilnehmender Beobachter konnte ich wieder neue Tänzertypen ausmachen, die ich Euch selbstredend nicht vorenthalten möchte.

Der Breakdancer

Liebe Leut’s, die 80er sind nicht tot zu kriegen, zum Glück. Der Breakdancer springt, rotiert auf dem Rücken am Boden, macht den Robotdance, und so weiter und so fort. Der Breakdancer trat gestern als Einzelkämpfer in Erscheinung. Es war ein zierlicher kleiner Junge mit Downsyndrom, der zu einer Gruppe junger Leute mit Downsyndrom gehörte. Mein lieber Herr Gesangverein, was konnte der Junge Breakdance tanzen! Richtig gut, akrobatisch und voll im Rhythmus. Einfach klasse! Er tanze zwar Breakdance zu allem und jedem, also auch zu Musik die mit Hip Hop nun wirklich gar nichts zu tun hat. Aber er tat es wirklich gut!

Die Kannste-mal-Mädchen

Ein ausschließlich weiblicher Tänzertyp. Beherrscht unterschiedlichste Tanzstile, zeichnet sich aber dadurch aus, dass spätestens alle 20 Minuten zum DJ gerannt und dem „Kannste mal XYZ spielen?!!“ ins Ohr gebrüllt wird. Der DJ gestern schüttelte immer freundlich lächelnd den Kopf und richtete dann die Augen gen Himmel, wenn das Kannste-mal-Mädchen mit beleidigter Miene von dannen schmollte.

Der Minimalist

Der Minimalist ist die absolut faule Sau unter den Tänzern und meistens männlich. Er bewegt nur ein einzelnes Körperteil und das möglichst sparsam. Ein Fuß wippt. Oder eine Hand klopft den Takt. Oder der Kopf vollführt ganz sachte nickende Bewegungen. Er will zeigen das er Rhythmusgefühl hat, hat aber eigentlich gar keinen Bock zu tanzen. Aber er fühlt sich irgendwie verpflichtet. Nur wenn ein Mädel vorbei kommt, dass in sein Beuteschema passt, nimmt die Intensität seiner Bewegung etwas zu und er bewegt vielleicht ein zweites Körperteil. Minimalisten stehen meistens am Rand der Tanzfläche und lehnen sich dabei auch gerne mal an die Wand.

Die Echten-Tanz-Tänzer

Treten paarweise auf und sind sehr selten. Ältere Echten-Tanz-Tänzer sind Männlein und Weiblein, jüngere meist Weiblein und Weiblein. Echten-Tanz-Tänzer zeichnen sich dadurch aus, dass sie tatsächlich klassisch tanzen, also so mit Anfassen, Tanzschritten und Drehung. Meist wird ein Diskofox getanz. Der ganze Rest belächelt die Echten-Tanz-Tänzer meist nur mitleidig und insgeheim neidisch.

Der Schleudertraumatiker

Auch als Rotationstänzer bekannt. Der Schleudertraumatiker dreht sich permanent hin und her oder komplett um die eigene Achse. Zentrifugalkräfte sorgen dafür, dass Körper- und andere Anbauteile den anderen Tänzern um die Ohren fliegen. Gestern in zwei Ausprägungen zu sehen. Ein dürrer mittelalter Kerl mit Arsch-langen massigen Rastalocken. Diese Filzmatte bekamen andere Tänzer dauernd ins Gesicht. Unappetitlich! Eine etwas kräftige Schleudertraumatikerin hatte ihre Handtasche an einem langen Bändel an der Schulter hängen. Selbige schlug den umstehenden Tänzern immer unterhalb der Gürtellinie in die Weichteile ein.

Der Quickstepper

Gestern war da ein Typ, der diesen Tanzstil auf Weltrekordniveau beherrschte. Mit irrsinnigem Tempo wickelte und knotete er seine Füße in schwindelerregenden Schrittfolgen um- und durcheinander. Da der Quickstepper sich voll auf seine untersten Extremitäten konzentriert, ist der Oberkörper nur sporadisch am Tanz beteiligt. Ich habe mich redlich bemüht, diesen Quickstepper auf Video zu bannen, aber das iPhone braucht doch mehr Licht.

Durchgangs-Depp und Treppen-Trottel

Das sind ganz besondere Spaßbremsen. Wenn Durchgangs-Depp und Treppen-Trottel überhaupt tanzen, dann sind sie pure Minimalisten. Der Durchgangs-Depp steht mit seines gleichen immer an den engsten Durchgängen und blockiert selbige. Gleiches gilt für den Treppen-Trottel, der mit seines gleichen breitärschig auf der Treppe sitzt und diese ebenfalls unpassierbar macht. Beide leben gefährlich. Während ein Treppen-Trottel gestern von der Security unmissverständlich aufgefordert wurde, die Treppe frei zu machen, bekam es einer der Durchgangs-Deppen mit einer männlichen druckbetankten Vollmeise zu tun. Die schubste ihn unsanft aus dem Weg und bot ihm lauthals an, ihm eins auf die Schnauze zu hauen. Das Angebot wurde dankend abgelehnt, wäre aber dennoch beinahe zum Tragen gekommen. Wie gesagt, das Publikum gestern war nicht so entspannt wie letzte Woche.

Die Wunderschöne mit den kurzen dunklen Haaren

Tja, die war gestern leider nicht da, weshalb ich noch nicht weiß, ob ihr verdatterter Blick von letzte Woche ein Nachspiel für mich hat …

… was Euch aber sowieso nicht angeht! 😉

Depeche Mode Party im KUZ oder: Manche können tanzen und manche…

Weil ich gestern Abend nicht wieder einmal vor dem Fernseher versauern wollte, bin ich mit mir mal nach Mainz in KUZ zur Depeche Mode Party gefahren. Hätte ich früher schon mal machen sollen! War richtig geil! Und gestern gab es sogar echt schicke T-Shirts umsonst dazu, denn es wurden sieben Jahre DM-Party im KUZ gefeiert. Für 5 Euro nicht nur einen geilen Abend gehabt, sondern auch ’n T-Shirt bekommen.

Für fünf Euro 'n geiler Abend und 'n cooles Shirt.
Für fünf Euro 'n geiler Abend und 'n cooles Shirt.

Es lief den ganzen Abend Depeche Mode und all das ganze geile Elektro-Zeug vor allem aus den 1980ern rauf und runter. Ann Clark, New Order, aber auch so schöne EBM-Klopper im Stiele von Front242 oder Nitzer Ebb. Eben richtig gute Elektromucke.

Als teilnehmender Beobachter war es sehr interessant, die Leute beim Tanzen zu beobachten. Neben vielen, die Taktgefühl bewiesen und kapiert haben, dass man zu Elektro-Tracks von Mode & Co eher Trance-artig mit wenigen eher vor- und zurück wiegenden Schritten leicht in sich selbst versunken tanzt, gab es dann dort doch einige sehr … sagen wir mal „individuelle“ Tanzstile. Deshalb habe ich euch hier mal die schillerndsten und auffälligsten Tänzer/innen von gestern Abend – also eher heute Nacht – beschrieben.

Der Bierflaschen-Schüttler

Der Bierflaschen-Schüttler betritt die Tanzfläche grundsätzlich mit einem Getränk in der Hand. Meist ist das eine Bierflasche, gerne aber auch mal ein Glas. Egal wie er sich bewegt, der Arm und die Hand mit dem Getränk nimmt am Tanz nicht teil, sondern wird ruhig gehalten und bewegt sich nur dann, wenn während dem Tanzen getrunken werden soll. Also zu heftig und ausladend tanzt der Bierflaschen-Schüttler in der Regel nicht. Von dieser Sorte gab es gestern etliche.

Der stoische Arhythmiker

Derer konnte man gestern zwei bewundern. Der stoische Arhythmiker zeichnet sich durch die Abwesenheit jedes Rhythmusgefühls aus. Die hektische, fahrigen, nervösen und meist zuckenden Bewegungen und Gesten passen absolut nicht zur Musik. Man hat den Eindruck, das die Bewegungssteuerung des stoischen Arhythmikers direkt von massiven Herzkammerfilmmern ausgelöst werden.

Der Hände-im-Sack-Tänzer

Der Hände-im-Sack-Tänzer macht eigentlich alles richtig, tanzt gut und passend. Der Wiegeschritt sitzt, der Körpereinsatz stimmt. Rhythmusgefühl ist ebenfalls gut. Nur der vergräbt dabei die Hände in den Hosentaschen. Und da lässt er sie auch die ganze Zeit. Daher nehmen Hände und Arme am Tanz nicht teil. Gestern gab es auch davon sehr viele.

Der Gesten-reiche

Ja der Gesten-reiche ist der theatralische Tänzer. Er tanz so wie jemand, der auf der Theaterschule bei der Bewerbung um einen Platz im Seminar Ausdruckstanz das Casting nicht überlebt hat. In fließenden bis eckigen Bewegungen entwickeln die Arme ein Eigenleben. Deuten bedeutungsschwanger gen Himmel oder zu Boden, zucken waagrecht zur Seite oder zeigen vorwärts. Fahren Bauchtanzmäßig am eigenen Körper hinunter und wieder rauf. Gestern war da eine scharfe Blondine, die die Königin der Gestenreichen ist. Die konnte ihre Arme so gummiartig bewegen, das man den Eindruck hatte, dass sie sie entweder gebrochen hatte, oder aber mit mehreren Ellenbogengelenken gesegnet ist.

Der Rumzucker

Gestern in Gestalt einer zierliche Frau mit auf dem T-Shirt aufgemaltem Korsettgestänge und millimeterkurzen Haare vertreten. Rumzucker machen alles besonders heftig. Der Oberkörper zuckt vor und zurück, vor allem die oberen Gliedmaßen werden unter erheblichem Körpereinsatz durch die Gegend geschmissen, sodass das Umfeld Sicherheitsabstand hält. Das Ganze muss nicht unbedingt rhythmisch sein, Hauptsache es wirkt spektakulär. Der Korsagenzwerg gestern garnierte das Ganze noch mit einem Blick den sie eben so grimmig durch die Gegen warf, wie ihre Arme.

Die Gothic-Braut

Ja die Gothic-Braut wie die gestern Abend zeichnet sich durch die Cure-mäßige Vollausstattung aus. Eine Frisur, als wäre der Fön explodiert. Bleich geschminktes Gesicht, schwarzer Kalialstift um die Augen und schwarzer Lippenstift. Kleidung mattschwarz von Kopf bis Fuß und wallend. Behängt mit Kettchen, Ringen und anderem Metallzeugs. Der Tanzstil ist eine Mischung aus dem Gesten-reichen und dem Rumzucker. Gab es gestern übrigens auch in männlicher Ausführung, wobei das bleiche und Kalial-gestiftete Gesicht nahtlos in eine Glatze über ging und ab der Schläfe in einem ringförmigen Streifen kurz geschorener Haare überging.

Die Vollmeise

Auch diese sehr spezielle Gattung wurde gestern sehr eindrucksvoll von einer zierlichen Frau mit tätowiertem Nacken vertreten. Die Vollmeise zeichnet sich dadurch aus, dass sie mindestens angetrunken ist und sich im Laufe des Abends abschießt, dabei aber immer wieder tanzt. Besagte Tatoo-Blondine stolperte fröhlich grinsend mit glasigem Blick über die Tanzfläche. Dabei kollidierte sie immer wieder mit anderen Tänzern und der massiven Stahlsäule in der Mitte. Nach jeder Kollision entschuldigte sie sich anfangs brav, später lallend … auch bei der Stahlsäule (jedesmal!). So gegen drei Uhr Nachts halfen ihr dann zwei Freundinnen, den Saal auf eigenen Füßen zu verlassen. Eine männliche Vollmeiste hat das Tanzen irgendwann komplett eingestellt und sich nur noch bemüht, nicht aus den Latschen zu kippen. Sein Kumpel hat ihm deshalb erst mal ein neues Bier besorgt.

Der „Ich-zieh‘s-Hemd-aus-Typ“

Dieses Spezies ist ausschließlich männlich, meist sportlich durchtrainiert und bemuskelt. Er beginnt seinen Tanz auf jeden Fall wie der Gesten-reiche, wobei seine deutenden Gesten vor allem auf Frauen zielen. Und er zieht im Laufe des Abends garantiert das Hemd oder was auch immer er drüber trägt aus und tanz dann im knallengen Muskel-Shirt weiter. Irgendwie muss er ja allen, die es sehen wollen … oder auch nicht … zeigen, wofür er die Monatsgebühren im Bodybuilding-Studio abdrückt. Natürlich lässt er sein muskuläres Kapital beim Tanzen sichtbar zucken. Dem Gesicht des Ich-zieh‘s-Hemd-aus-Typen sieht man an, das niemand ihn so sehr liebt, wie er sich selbst.

Der Kung-Fu-Kampf-Tänzer

Den Kung-Fu-Kampf-Tänzer muss man beinahe bedauern, denn er ist eine einsame und aussterbende Tänzergattung. Das ist der Typ, der so gerne Pogo tanzen möchte aber niemanden findet, der das auch will und sich auf dieses Gerangel einlässt. Gestern ein Typ, der in engen Jeans, mit Muskel-Shirt und mit reichlich Haarspray gesteifter Irokesenbürste umhersprang. Er verbrauchte etwa 4 Quadratmeter Tanzfläche, da er in gezielten Stolperschritten andere Tänzer anzurempeln versuchte, die ihm aber immer geschickt auswichen. Darauf hin sprang er alle halbe Minute in die Luft und versuchte wie Bruce Lee einen imaginären Gegner mit einem Fußtritt am Kopf zu treffen. Nicht ungefährlich, aber es ist nichts passiert. Die Ausdauer mit der er das tat, war bewundernswert.

Die Wunderschöne mit den kurzen dunklen Haaren

Sie war gestern auf der Tanzfläche weder tänzerisch verhaltensauffällig noch irgendwie skurril. Aber sie war genau das, was die Überschrift sagt. Und sie hat mich kurz nach vier Uhr nachts ganz verdattert angeguckt, als ich …..

…. aber das geht Euch nun wirklich nichts an! 😉

Was passiert, wenn ein Rheinhesse mit dem Bierpapst und einem netten Typ aus Liverpool …

… in München um die Häuser zieht? Na alle drei haben einen sehr schönen Abend! Ich war gestern auf der Fachtagung „Besser Online“ des DJV. Dort habe ich Conrad Seidl kennen gelernt. Ein echtes Original aus Wien sozusagen, denn er war in zünftiger Lederhose und Tracht mit Lodenmantel unterwegs. Er ist Journalist beim Standard und hat ein Fachgebiet: Bier. Ich hätte nie gedacht, das man an einem Abend so viel über Bier lernen und erfahren kann und ich rede nicht vom trinken, sondern wirklich von Know How. Ok, gestern Abend gingen Know-How und Trinken quasi Hand in Hand.

Er hat seinen eigenen Bierdeckel ;-)
Er hat seinen eigenen Bierdeckel 😉

Aber Conrad trägt den Titel Bierpapst völlig zu recht. Und als wir ins Weisse Bräuhaus der Weissbierbrauerei Schneider kamen, wurde er vom Wirt sogleich per Handschlag begrüßt und bekam doch tatsächlich seinen eigenen Bierdeckel, hier im Bild zu sehen. Als wir uns durch die verschiedenen Spezialitäten der Brauerei probierten und diskutierten, fragte ein Engländer, ob an unserem Tisch noch frei wäre. War es. Und kaum drei Minuten später ging der Rest des Abends auf Englisch weiter.

Ein Österreicher, ein Wiener und ein Rheinhesse sitzen in München beim Bier und diskutieren angeregt über die Existenz – also eigentlich die Nichtexistenz – von Gott, die Schwierigkeiten mit Frauen und der Liebe, gutes Essen und Bier aber auch typische und untypische Eigenarten von Deutschen und Engländern, Schotten und Amerikanern.

Der Abend wurde lang und länger und immer lustiger. Nicht mehr wirklich geraden Schrittes sind wir dann noch in ein Irish Pub und haben ein unverschämt teures Guiness als Absacker getrunken. Um 2:45 Uhr war ich dann im Hotel.

Fazit: Wenn man sich auf andere Menschen, auch Fremde, einlässt, kann man einen sehr unterhaltsamen, lehrreichen und kurzweiligen Abend haben und lernt dabei manchmal echt sehr interessante und nette Menschen kennen. Ok, den Typ aus Liverpool werde ich wohl nie wieder sehen und ich hoffe er ist intakt in seinem Hotel angekommen. Aber wenn ich mal nach Wien fahre, dann weiß ich, mit wem ich dort ein Bier trinken gehen werde!

Das Phänomen Mainz 05 ist dem Phänomen Tuchel zu verdanken

Mainz 05 ist weltweit derzeit in aller Medienmunde. Selbst US-amerikanische Provinzblättchen, denen „Soccer“ sonst sowas von piep egal ist, berichten über Mainz 05! Und wenn es eine Fußballmannschaft fertig bringt, mich als bekennenden Fußballstümper und eigentlich auch Fußball-Hasser zum Fußballfan – zumindest dieser einen Mannschaft – zu machen, dann will das was heißen!

Ich hoffe, Mannschaft macht morgen* den achten Sieg perfekt, das wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk. Irgendwann muss ich auch mal ins Bruchwegstadion und mit diesen Spaß gönnen. Bei der Allgemeinen Zeitung habe ich ein wirklich sehr schönes Interview mit Thomas Tuchel gefunden. Was mir daran besonders gefällt ist, dass es mal NICHT um Fußball geht, sondern um den Menschen Tuchel, quasi den Tuchel hinter dem Trainer. Netter Kerl, mit dem ich gern mal ein Bier trinken würde
🙂

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass die „Einkäufer“ von Mainz 05 auch echt gute Spieler verpflichten konnten, soweit ich das als Fußballdepp überhaupt beurteilen kann.

*UPDATE: Seht ihr’s, ich bin ein Fußballstümper! Sagt mit der Paul (er weis schon wen ich meine) doch eben gerade: Die spielen morgen garnicht. Also nix mit dem achten Sieg als Geburtstagsgeschenk :-/

Los Tuchel’eros – sieben Siege – Mainz 05 oder: Be- und Erkenntnisse eines bekennenden Fußballstümpers

Also Fußball geht mir echt am A….lso Ihr wisst schon vorbei. Und von Fußball habe ich auch auf aller höchstem Niveau absolut keine Ahnung! Ok bei der Weltmeisterschaft jetzt im Sommer hab ich die Spiele der deutschen Mannschaft beim Public Viewing genossen und auch eine Vuvuzela gehabt. Aber wie gesagt, Fußball hat mich nie interessiert.

Aber wenn ich sehe, dass Mainz 05 in der Bundesliga sieben Siege hintereinander geschafft hat und welcher Hype um die Tuchel’eros ,die unangefochten auf Platz eins stehen, entsteht. Eine Mannschaft, die lange nur belächelt oder ausgelacht wurde, dann muss ich eingestehen, das mich das sehr begeistert. Die Bayern zu Hause geschlagen und noch deren Gegentor geschossen, also 2:1 gewonnen aber 3 Tore geschossen. Dann die Partie gegen Wolfsburg 0:3 hinten gelegen und dann 4:3 gewonnen. Absolut sensationell!

Wer jetzt behauptet, die 05er hätten sieben mal nur Glück gehabt, hat noch viel weniger Ahnung von Fußball, als ich. Die Spiele gegen Wolfsburg und Bayern sind der aller beste Beleg, dass die Mainzer irgendwas einfach goldrichtig machen und Tuchel eine super Mannschaft geformt hat. In der Allgemeinen Zeitung oder in Radio und TV schmeißen die Sportjournalisten mit so tollen Begriffen wie „Tempo-Fußball“, „frühem Pressing“ um sich. Die werden wissen, wovon sie reden!

Und lest Euch das mal durch: „Mainz maintains perfect start to season with 4-2 win over Hoffenheim in Bundesliga“ (http://www.therepublic.com/view/story/6229589a259a4a6caab92e2000f270b8/SOC–German_Roundup/). Das steht in der „The Republic“ einer lokalen Zeitung in Columbus im US-Bundesstaat Indiana. Normalerweise ist in den USA der deutsche Fußball doch nicht existent! Und die berichten über Mainz 05!!! Und das sind nicht die einzigen ausländischen Medien die über Mainz 05 berichten! Am Ende des Textes hab ich ein paar Links für Euch.

Fazit: Obwohl mir Fußball bisher am Ar…. vorbei ging und ich von Fußball wirklich keinen blassen Dunst habe, er- und bekenne ich: Ich bin ein 05er-Fan! Und demnächst will ich mal am Bruchweg live dabei sein!

http://www.usatoday.com/sports/soccer/2010-09-23-64092711_x.htm?csp=34sports

http://www.theglobeandmail.com/sports/soccer/mainz-05-ties-best-ever-start/article1739630/

http://uk.eurosport.yahoo.com/02102010/2/soccer-mainz-equal-bundesliga-record-seventh-successive-win.html

http://todayszaman.com/tz-web/news-222715-110-mainz-beats-bayern-munich-to-stay-top.html

Wiegehtdas.tv erklärt den ganz Doofen wie das Leben funktioniert

Heute bin ich über eine gaaaanz tolle Seite gestoplert. Die nennt sich wiegehtdas.tv und versteht sich als Ratgeberseite, die alle möglichen Dinge in Videos erklären möchte. Dabei so Themen wie „Wie funktioniert Twitter?“. Wer ein Anleitungsvideo schauen muss, um zu raffen, wie Twitter funzt, der sollte die Finger vom Computer lassen. Für jemanden, der wie ich mit Gäulen echt nix am Hut hat, mag die Anleitung „Wie sattele ich mein Pferd?“ ebenso interessant wie völlig nutzlos sein. Witzig ist auch die Begleitmusik zu „Wie schneide ich eine Ananas?„.

Aber wiegehtdas.tv tritt auch an, um den wirklich ganz Doofen, also denen die kein Loch in den Schnee pinkeln können und ihr eigenes Spiegelbild höflich fragen, wie es heißt und wo es herkommt, zu erklären, wie das Leben funktioniert. Deshalb habe ich Euch hier mal Screenshots von meine drei „Lieblingsvideos“ von dieser Seite eingebaut. Einbetten der Filme selbst funktioniert leider nicht. Einmal aufs Bild klicken, ruft das Video in einem neuen Browserfenster auf.

http://www.wiegehtdas.tv/videos/wie-binde-ich-mir-die-schuhe
http://www.wiegehtdas.tv/videos/wie-binde-ich-mir-die-schuhe
http://www.wiegehtdas.tv/videos/wie-wasche-ich-mir-richtig-die-h%C3%A4nde
http://www.wiegehtdas.tv/videos/wie-wasche-ich-mir-richtig-die-h%C3%A4nde
http://www.wiegehtdas.tv/videos/wie-liest-man-eine-zeitung
http://www.wiegehtdas.tv/videos/wie-liest-man-eine-zeitung

Ich bin heil froh, dass da nicht auch noch ein Video erklärt „So wische ich mir nach dem Sch…. richtig den Arsch ab!“

Deutschland – Ghana und Public Viewing GEHT DOCH!!

Mein erstes Public Viewing beim Auftaktspiel Deutschland gegen Australien war ja noch nicht so der Knaller. Obwohl Jogis Jungs die Australische Mannschaft mit 4:0 vom Platz geputzt hat, war es in der Emondshalle stimmungsmäßig eher mäßig zugegangen.  Deshalb sah ich mich auch zu der Überschrift „Public Viewing fast wie im Altersheim und die Deppen mit dem Möööööööp“ genötigt. Letzten Freitag konnte ich weder public noch irgendwie sonst viewen, denn ich hab auf der Arbeit Stallwache gehalten, damit die Kollegen gucken können. Bin ich nicht nett?! Der Spielverlust gegen Serbien war ja wenig prickelnd.

Gestern Abend ja da sah das ganze Bild schon anders aus. Sowohl zu dem Fußballspiel zwischen Deutschland und Ghana, als auch zum Public Viewing beim CVO kann ich nur eines sagen: Na also!! Geht doch!! Ok, als Fußballlaie vermag ich wenig Qualifiziertes zum Spiel zu sagen. Immerhin wir haben 1:0 gewonnen. Das die Abwehr nicht so prickelnd war und die Ghanaer (Ghanaaner? Ghanaesen? Ghanaisten? Ghanaten?) das logischerweise genutzt haben, das hab sogar ich kapiert. Das es Philip’che und Schweini dabei einiges gerettet haben, hab auch ich gesehen. Auch dass unsere Jungs einige sehr gute Chancen ungenutzt ließen, hab ich geschnallt. Aber drauf gesch… 1:0 gewonnen ist 1:0 gewonnen und Sonntag schicken wir England heim! Aber damit will ich Euch, über alles wertgeschätzte Leser, nicht weiter mit meinem Fußballunwissen bespaßen. Kommen wir zum Thema Public Viewing!

Öffentlich geguckt.
Öffentlich geguckt.

Diesmal waren wir beim CVO auf deren Vereinsgelände. Kein Vergleich zu den beschaulichen Abend in der Emondshalle. Hier war richtig was los. Da ging es ordentlich ab. Vuvuzelen, Tröten und anderes Lärmgerät kamen ebenso willig und häufig zum Einsatz, wie die eigene Stimme.  Keiner hat sich geschont. Und als dann in der 60-irgendwasten Minute das Tor viel, da war dann aber richtig Jazz! Da wurde Minuten lang gejubelt, gebrüllt, gehüpft, getanzt (solange der Platz es zuließ). Nicht wie in der Emondshalle, aufspringen „Juhu Juhu“ und brav wieder hinsetzen. Beim CVO war so ein Tor quasi richtig Orgamsus-fördernd. Naja ok, der Vergleich mag ebenso an den Haaren herbeigezogen sein, wie er hinkt, aber wenn ich dabei bleibe, gabs in der Emondshalle neulich eher nur viermal Vorspiel aber nicht einmal target=“_blank“>guten Sex.

Public Viewing beim CVO - da gings ab, da gings ab...
Public Viewing beim CVO - da gings ab, da gings ab...

Bereits in der 85. Minute ging es dann so richtig rund. Vor lauter Vuvu-und-sonst-noch-was-Läm, Gesinge und Gejohle war der Kommentator kaum mehr zu hören. Die Mannschaft wurde von uns aus Leibeskräften zum Schlusspfiff und zum Sieg gejubelt. Danach hat ein durchaus befähigter DJ dann einen Fußball-Hit nach dem anderen gespielt und es ging so lärmig-stimmungsvoll weiter. Tanzen auf Bänken und Tischen, das volle Programm. In der Emondshalle wurden da vermutlich schon wieder nach 30 Minuten die Lichter ausgemacht und die Tür abgeschlossen.

Aber wir haben erstmal ordentlich weiter gefeiert. Ich bin nach einer Stunde, so gegen 23:20 Uhr dann doch mal heim. Wollen wollte ich nicht, aber müssen mußte ich. Zum einen wollte Giacomo nochmal spazieren gehen, denn so ein Hund muss ja auch ab und an aus der Hose. Und heute um 6 Uhr klingelte ja auch wieder gnadenlos der Wecker. Und ich hab den Absprung rechtzeitig geschafft, denn meine Stimme schickte sich gestern Abend gerade an, ohne mich das Weite zu suchen.