KategorieIch hät‘ da mal ’ne Frage

50 Shades of Grey – einfach nur Sex reicht nicht mehr?

Nach dem riesigen Erfolg der Bücher „50 Shades of Grey“ reiht sich derzeit der gleichnamige Kinofilm in die Erfolgsgeschichte ein. Und wer derzeit im Baumarkt Kabelbinder und Klebeband kauft, macht sich sofort verdächtig. Ich habe die Bücher nicht gelesen aber einiges darüber gehört. Viele sagen, dass diese Bücher aus literarischer Sicht alles andere als gut geschrieben seien. Ihr Erfolg sei wohl nur dem frivol bist expliziten Inhalt zu verdanken.

Auch den Film habe ich nicht gesehen, aber ebenfalls viel darüber gehört. Manche – vor allem Frauen – sind begeistert. Andere sagen, der Film sei genauso schlecht wie die Bücher. Einer sagte mir es sei nur „Kuschelsex mit Arschversohlen“. Manche beklagen „Man sieht gar nicht wirklich was“, wobei ich mich hier frage was erwartet wurde – ein Porno? Begeistert ist ein vorwiegend weibliches Publikum, das sehr wahrscheinlich auch die Bücher gelesen hat. Natürlich finde ich es gut, dass Filme und Bücher diese entsprechenden Neigungen aus dem Schattendasein des Anrüchigen, des Perversen befreien. Wem diese sexuelle Spielart Spaß macht, der soll sie auch ausleben, dürfen ohne schräg angeguckt zu werden.

Aber ich frage mich, ob Bücher und Film „50 Shades of Grey“ nicht vielleicht ein deutliches Symptom für die Tatsache sind, dass viele Menschen immer extreme Reize brauchen, um sich überhaupt lebendig zu fühlen. Einfach nur Sex reicht nicht mehr, dass muss schon etwas exotisches oder verruchtes sein. Und dieses Schema findet man auch in vielen anderen Lebensbereichen wieder.

Einfach nur in den Urlaub fahren, die freie Zeit genießen und sich entspannen das reicht vielen längst nicht mehr aus. Da muss man mit dem Mountainbike schon extrem Downhill mit hohen Verletzungsrisiko machen. Ohne Risiko ist es nicht gut. Da muss am Strand mindestens Paragliding, Parasailing oder Jetskiing absolviert werden. Hat man im Urlaub nicht irgendetwas super cooles, super krasses, extrem seltenes oder total anstrengendes gemacht, ja dann war man gar nicht richtig im Urlaub. Event-Anbieter wie Jochen Schweizer bedienen diesen Trend natürlich mit den entsprechend extravaganten Angeboten.

Beim Sport reicht Laufen, Schwimmen oder Fahrradfahren auch nicht mehr aus. Da muss es schon mindestens Parcours, Basejumping oder irgendetwas anderes möglichst krasses sein.

Manche Jugendliche treiben das dann bis in extremster Auswüchse. Da wird mit S-Bahn-Surfen oder dem Klettern auf möglichst hohe Gebäude ohne jegliche Sicherung Kopf und Kragen beziehungsweise Leib und Leben riskiert. Erst wenn der Tod ein ständiger Begleiter ist, dann spüren diese Menschen hier wohl das echte Leben?

Ist es wirklich so? Braucht man wirklich extreme Reize, um sich lebendig zu fühlen? Um zu empfinden, dass man was erlebt oder bewegt hat? Verlieren wir langsam das Gespür für die Schönheit und die Freuden des Alltags? Verlieren wir den Blick für die wunderbaren Kleinigkeiten, die das Leben für uns im Angebot hat? Müssen viele Menschen wieder lernen, solche Kleinigkeiten zu erkennen, zu schätzen und vor allem zu genießen? Ich finde ein Spaziergang bei Sternen klaren Nachthimmel kann was wunderbares sein.

Oder hat man, um wieder das Bild vom Anfang aufzunehmen, tatsächlich nur noch guten Sex, wenn mindestens Kabelbinder und eine Reitpeitsche zum Einsatz kommen?

Ich hät’ da mal ‘ne Frage: Was soll das mit dem Nägel lackieren?

Ich hätte da mal wieder eine Frage, die mich beschäftigt und sich mal wieder um Männlein und Weiblein sowie Schönheitsideale dreht. Vor längerem widmete ich mich an dieser Stelle ja dem Thema der rasierten Beine. Diesmal geht es wieder um ein ähnlich gelagertes „Schönheits-Thema“. Gut, eine Antwort auf diese Frage wird nicht helfen, den EHEC-Keim schneller zu finden und zu eliminieren. Die Antwort wird mich auch nicht glücklich machen und die eigentliche Frage bereitet mir weder Kopfzerbrechen noch schlaflose Nächte. Aber es würde mich eben doch einfach interessieren:

Was soll das bei Euch Mädels mit dem Fingernägel lackieren?

Bei einem Fest auf dem ich unlängst bei der Bewirtung der Gäste geholfen habe, saß eine gar nicht mehr so junge Dame, die hatte so künstlich aufgeklebte Schaufelfingernägel aus Plastik. Wisst ihr so Dinger, mit denen man im Winter das Eis von einer Autoscheibe kratzen kann. Oder die man als Schraubendreher nutzen könnte. Diese Krallen waren in verschiedenen Braun-, Grau- und Schwarztönen so marmorierend lackiert. Und an den mit feinen Riemchen-Sandalen beschlappten Füßen waren die Fußnägel genau so lackiert. Das sah gruselig aus!!! So als hätte man die Tarnfarben einer Militäruniform auf Finger- und Fußnägel transferiert.

Das ist doch nicht schön!!!
Das ist doch nicht schön!!!

Unzählige Frauen lassen sich die Fingernägel wuchern und wo nix wuchert werden mit diesen aufgeklebten Plastik-Nail-Extensions aus Händen Baggerschaufeln gemacht. Und dann wird da lackiert. Rot, Lila, Pink oder auch alle möglichen anderen Farben. Und das reicht ja noch nicht. Viele Frauen rennen für teures Geld in Nagelstudios und dann gibt es da „Nagelmodellagen“ oder „Nailart“ und aus den Fingern werden wahre Kunstwerke gemacht. Da werden Glitzersternchen oder kleine Figürchen und allerlei anderer Quatsch auf den Nagel montiert und mit Klarlack fixiert. Die Nägel werden spitz oder schaufelförmig zurecht geschliffen. Manche Fingernägel erzählen beinahe Bildergeschichten. Und der Schei…. ist teuer!!! 30 Euro sind da weg wie nix und die Preislisten sind quasi nach oben offen. Und was passiert? Innerhalb weniger Wochen wächst der ganze Designermist raus und die Pracht ist beim Deibel! Dann geht diese ganze Nagel-Montiererei von vorn los und der nächste Fuffie wird investiert.

Warum machen Frauen das? Angeblich soll das schön aussehen. Es wird sogar meist gesagt, das sei erotisch. Ok in diesem Moment spreche ich jetzt nur mal für mich. Es ist nicht schön! Und diese lackierten oder kunstvoll verzierten Krallen wirken zumindest auf mich nicht im Geringsten „anregend“ im Sinne von erotisch. Ich finde diese Klauen sogar eher hässlich, gruselig und abschreckend. Und über den Flurschaden, den man oder besser frau mit solchen Krallen bei der einen oder anderen Tätigkeit anrichten kann, wollen wir lieber gar nicht erst reden. Vielleicht sei mir hier nur die Anmerkung für die erlaubt, die ahnen, was ich meine: Spätestens dabei ist es doch dann wirklich alles andere als erotisch…..

Das ist für mich eher bedrohlich!

Ich kenne ja doch das eine oder andere Mädel. Manche mit gepimpten Fingernägeln und manche ohne. Ich finde Hände sind was tolles, auch als Fotograf, denn Hände können manchmal eine ganze Geschichte erzählen. Eine meiner Bekannten hat kleine, feine, zarte wunderschöne Hände und Finger. Die Fingernägel sind kurz geschnitten. Auf diesen zarten wunderschönen Finger dann so Plastikschaufeln mit bunten Farben und lauter Glitter-Bildchen-Firlefanz? Bitte bitte nicht!

Außerdem liebe Damen, ist es nicht genau so wie beim Thema Beine rasieren? Reduzieren wir alle und auch ihr Euch selbst damit nicht auf die Betrachtung und Bewertung „einzelner Bauteile“? Nach dem Motto: „Mädchen, Du hast ein wunderschönes Gesicht. Deine Figur toll! Dein Busen (ein jeder suche sich sein Synonym selbst aus) göttlich! Dein Knackpopo, einfach geil! Und deine Beine so wunderbar glatt rasiert. Aber oh weh, was sehe ich da! Du hast ja kurz geschnittene und überhaupt nicht designte Fingernägel. Mein Gott, das geht ja gar nicht. Wie unerotisch!“

Wie schon mal gesagt, ich finde eine Frau nicht nur von Kopf bis Fuß in ihrer Gesamtheit schön, sondern es kommt auch ein gerüttelt Maß an Schönheit von innen. Ausstrahlung, Charakter, Intelligenz, Humor und so weiter. Und die aufwändigst gestalteten Fingernägel (oder auch glatt rasierte Beine) können über fehlende innere Schönheit nicht hinwegtäuschen.

Ich möchte meine Frage hier mal aufteilen. Meine Geschlechtsgenossen frage ich: „Liebe Männer, findet ihr lackierte oder designte Fingernägel wirklich toll und erotisch?“ Und die Damen – also vor allem die, die dem Fingernageldesign-Zwang unterliegen – frage ich: „Warum genau macht ihr das?“

Nein diesmal nicht!!!

Achso! Noch was! Damals beim Thema Beine rasieren habe ich ja das Thema ja auch ganz praktisch im Selbstversuch ausgetestet und mir die Beine rasiert. DIESMAL werde ich keinen Selbstversuch machen. Ich werde mir meine Fingernägel weder wachsen lassen, noch lackieren, noch werde ich mit „Extensions“ aufkleben und stylen lassen!

Was ist Schwachsinn?

Um den Begriff „Schwachsinn“ zu erklären, bieten sich zwei Methoden an.

Man leitet den Begriff von seiner ursprünglichen (medizinischen) Bedeutung her. Dazu liest man in Wikipedia: „Medizinischer „Schwachsinn“ (bei angeborenen Formen wurde der Begriff Oligophrenie synonym gebraucht) galt früher als zusammenfassende Bezeichnung (Oberbegriff) für Debilität, Imbezillität und Idiotie als abgestufte Grade einer Intelligenzminderung. In der psychiatrischen Diagnose entsprach „Schwachsinn“ einer schweren Intelligenzminderung, also einem IQ unter 70.“

(Foto: stock.xchng)
(Foto: stock.xchng)

Ich bin da eher für eine Erklärung, die die heutige Nutzung des Begriffes darlegt. Und ich bin für praktische Beispiele. Deutsche Bürokratie, Politik und Gesetze liefern ein wahres Füllhorn solcher Beispiele und ich möchte eines herausgreifen, mit dem man den Begriff Schwachsinn vortrefflich erklären kann: Den Kauf von Alkohol an Tankstellen!

Unlängst war ich Zeuge des im Fallbeispiel B sinngemäß wiedergegebenen Dialogs.

Fallbeispiel A:

Es ist helllichter Tag. Du kommst ohne Auto mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf eine Tankstelle. Du betrittst den Verkaufsraum derselben und nimmst Chips, Salzstangen, Schokoriegel, ein Sixpack Bier und eine Flasche Wodka und gehst damit an die Kasse. Der Tankwart kassiert wortlos und Du nimmst Deine Einkäufe und machst Dich wieder per Pedes oder pedallierend von dannen. Alles kein Problem.

Fallbeispiel B:

Es ist abends nach 22 Uhr. Du kommst abermals ohne Auto mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf eine Tankstelle. Du betrittst den Verkaufsraum derselben und nimmst Chips, Salzstangen, Schokoriegel, ein Sixpack Bier und eine Flasche Wodka und gehst damit an die Kasse.

Der Tankwart schaut dich an und fragt: „Sind Sie mit dem Auto da?“.

Du: „Nein ich bin zu Fuß da!“ (oder halt mit dem Fahrrad)

Der Tankwart: „Dann darf ich Ihnen das Bier und den Wodka nicht verkaufen.“

Du: „Warum nicht?“

Der Tankwart: „Weil Sie nicht mit dem Auto da sind.“

Du: „Hä? Also man bekommt nur Alkohol verkauft, wenn man mit dem AUTO kommt?“

Der Tankwart: „Ja genau. Ich darf laut Gesetz Alkohol nach 22 Uhr nur an Personen verkaufen, die mit dem Auto kommen.“

Du: „Wieso denn das?“

Der Tankwart: „Der Gesetzgeber erlaubt, dass ich einem Autofahrer alles verkaufen darf, was er zur Weiterfahrt benötigt. Fragen Sie mich bitte nicht, warum dazu auch Alkohol gehört! Aber Personen die ohne Auto kommen, denen darf ich nur bis 22 Uhr Alkohol verkaufen, danach nicht mehr.“

Nachdem ich diesem Dialog gelauscht hatte und der Fußgänger ohne Alkohol von dannen geschmollt war, habe ich mich danach mit dem Tankwart unterhalten. Er sagte, wenn er dabei erwischt wird, dass er nach 22 Uhr Alkohol an Fußgänger oder Personen, die ohne Auto kommen, verkauft, dann wird er bestraft und kann eventuell sogar seine Konzession verlieren. Er könnte dieses Durcheinander nur vermeiden, indem er nach 22 Uhr gar nichts mehr verkauft, außer Sprit. Aber an Kraftstoff verdient er am wenigsten. Um wirtschaftlich überleben zu können, muss er Lebensmittel, Zeitungen und diverse andere Waren verkaufen. Selbst Toilettenpapier und Tampons führt er in seinem Shop. Die Tankstelle hat 24 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffnet.

Und schon haben wir ein wunderbares Beispiel für „Schwachsinn“! An einer Tankstelle darf deren Betreiber jedem Kunden ohne Auto nach 22 Uhr alles verkaufen außer Alkohol. Suff darf er indes per Gesetz zu dieser späten Stunde nur einem Autofahrer verkaufen, weil dieser denn wohl ganz legal „zur Weiterfahrt“ benötigt. Das Gesetz verlangt jedoch vom Autofahrer, dass er sein Fahrzeug in nüchternem Zustand steuert und ab 0,5 Promille wird’s teuer, bzw. der Lappen ist schnell weg.

Ich habe mich bemüht, nach einer sinnstiftenden Erklärung für diese Aussagen des Tankwartes zu googlen. Vergeblich!

Diese fiesen kleinen eklatant belanglosen drängenden Rätselfragen

Kennt Ihr das? Da gibt es doch so kleine Rätselfragen. So ungelöste Phänomenchen. So unerklärte Alltagsbeobachtungen. Ihr wisst ganz genau, wenn ihr die Antwort auf diese Frage kennt, dann bringt Euch diese kein Stückchen weiter. Die Lösung des Rätsels macht Euch nicht reicher, erotischer oder gar klüger. Aber trotzdem lässt Euch die Frage keine Ruhe und ihr findet erst Frieden, wenn ihr die Antwort kennt.

Eine solche Frage habe ich sogar schon mal gelöst. Es war die Frage, warum sehr alte Frauen mit sehr alten Fahrrädern ganz extrem langsam – fast wie in Zeitlupe – fahren. Meine Antwort ist simpel: Diese Frauen wollen überhaupt gar nicht Fahrrad fahren, die wollen einfach nur beim Gehen sitzen.

rolle-klo

Aber da ist eine Frage die beschäftigt mich seit Wochen: Hier im Büro im Herrenklo, da gibt es jemanden, der REGELMÄSSIG halb leer gerollte Klopapierrollen vom Klopapierrollenhalter abnimmt, neben hinstellt und eine volle Klopapierrolle auf den Klopapierrollenhalter steckt. Es gibt Zeiten, da stehen hier in BEIDEN Kabinen drei bis vier solche halb verbrauchten Rollen Klopapier herum.

Also der Ottonormalschisser der verbraucht doch eine Klopapierrolle bis das letzte Blatt durchgezogen und weggespült ist. Erst dann wird eine frische Klopapierrolle auf den Klopapierrollenhalter gesteckt. Ich würde nur zu gerne wissen, warum hier irgendwer halb leer gerollte Klopapierrollen vom Klopapierrollenhalter abnimmt, neben hinstellt und eine volle Klopapierrolle auf den Klopapierrollenhalter steckt. Welchem Zweck dient das? Hat eine halbleere Rolle irgendwelche Nachteile, die nur mit einer vollen Rolle zu kompensieren sind. Ist es eine Zwangsstörung oder was psychosomatisches? Hat das seine Ursache in einem traumatischen Kindheitserlebnis?

Ich weiß genau, dass mich die Antwort auf diese Frage wirklich kein Stückchen weiter bringen wird. Aber diese Frage lässt mir nun mal einfach keine Ruhe.

Wer zur Hölle druckt denn dauernd E-Mails aus?

e-mail-symbolSo nun langt’s! Mittlerweile steht unter fast jeder E-Mail in etwa folgender Satz drunter:

„Schützen Sie die Umwelt: Drucken Sie diese E-Mail nur dann aus, wenn es unbedingt notwendig ist.“

Bin ich der einzige Depp der seine E-Mails NICHT ausdruckt? Wer zur Hölle druckt denn dauernd seine E-Mails aus, dass dieser Satz wirklich nötig ist? Wozu denn überhaupt E-Mails ausdrucken? Lesen die sich auf Papier anders als auf dem Monitor? Order ist dieser Satz einfach nur en Vogue, weil man damit zeigen will: Hey ich kümmere mich aber sowas von um die Umwelt!“

Also dann! Butter bei die Fische! Druckt Ihr echt dauernd Eure E-Mails aus?

Ich hät‘ da mal ’ne Frage: Sagt mal Mädels, friert ihr eigentlich gerne?

Diese Frage kam mit heute Morgen auf der Fähre. In dem Auto direkt neben mir saß eine Frau. Sie war dick verpackt in einem Mantel und mit Wollschal um den Hals. Dank Mantel und Schal vermochte sie sich auf dem Fahrersitz angegurtet kaum zu bewegen, sodass ich mich fragte, wie sie so ihr Auto bedienen kann. Zudem konnte ich sehen, dass der Regler ihrer Heizung auf thermonuklearhyperheiß eingestellt war.

Was macht die Gute, wenn sie dort ankommt, wo sie hin will, und sich dort des Mantels und Schals entledigt? Richtig! Sie friert! Total aufgeheizt muss so einer Frau ein normal beheiztes Büro ja zwangsweise wie ein Tiefkühlhaus vorkommen.

Sagt mal, Mädels, friert ihr eigentlich gerne?
Sagt mal, Mädels, friert ihr eigentlich gerne?

Es gibt ja zwei Arten von Mantel-im-Auto-anlasser-Frauen. Die eben Genannte ist die Sorte, die die Heizung bis Ultimo aufreißt und sich in ihrem Vehikel im eigenen Saft schmorend durchgart. Die andere sitzt genau so dick vermummt im Auto, lässt die Heizung aber einfach aus: „Ach die paar Meter, die ich fahre, da wird die eh nicht warm.“ Als ich unlängst mit einer Frau der zweiten Sorte auf dem Beifahrersitz gen Mainz fuhr, sagte ich vor dem losfahren: „Willst Du den Mantel nicht ausziehen, ich beabsichtige nämlich die Heizung einzuschalten.“ Bei den moderaten 20 Grad, auf die ich meine Klimaanlage im Auto eingestellt habe, währe mir die Gute sonst vermutlich verdunstet.

Frauen jammern ja gerne und leidenschaftlich, wenn es kühl wird. Da wird extrovertiert gefroren, wo Männer gerade mal aufhören zu schwitzen. Wir Männer sind da ja ganz anders! Uns hört man Frau nicht jammern. Wenn es im Herbst mal so frisch wird, dass wir mal ein Hemd mit langen Ärmeln anziehen, dann ziehen Frauen schon ein „Jäckchen“ an, das die Dicke einer aus einer ganzen Schafsherde hergestellten Steppdecke hat. Und wenn wir Männer dann auch zu einer Jacke greifen, tragen Frauen schon Pullover, Jacke und Mantel drüber, Schal um den Hals, Mütze auf dem Kopf und dicke Socken in den ebenso dicken Stiefeln. Mädels, was macht ihr bitte, wenn es richtig Winter wird?

Offline-Banking total unsicher!

Online-Banking ist gefährlich! Online-Banking ist unsicher! Mach bloß kein Online-Banking, da biste ganz fix Deine Kohle los! Geh immer direkt zur Bank und mach alles am Schalter! Nur da isses sicher! Ha! Von wegen! Unsinn! Auch Offline-Banking ist unsicher! Ich habs erlebt! Doch! Heute morgen!

Offline-Banking
Offline-Banking ist ja sooo sicher...

Ich habe heute in der Redaktion Spätdienst und konnte heute morgen endlich mal während der Offline-Öffnungszeiten zu meiner Bank schlappen, um eine neue EC-Karte zu beantragen. Ich also dam am Schalter gesagt was ich will. Kontonummer wußte ich nicht, die steht auf der Karte, die der Geldautomat im Urlaub gefressen hatte und auswendig weis ich die nicht. Ich sage also dem netten jungen Mann am Schalter – den ich nicht kenne und der mich auch nicht kennt – meinen Namen. Er hackt auf dem Computer rum. Er: „Die Karte kostet dann aber leider eine einmalige Gebühr von 10 Euro.“ Ich: „Jo macht nix, geht ja wohl nicht anders.“ Er tippe weiter auf dem Computer herum und dann: „Ok, das wars auch schon. Karte kommt per Post und die PIN dann auch mit separater Post“. Ich: „Alles klar, Danke und auf wiedersehen.“ Er: „Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag Herr Lerg.“

Sicherheit? Nicht die Bohne!

Herr Lerg sagt er! Aha! Woher weiß der denn dass ich wirklich Herr Lerg bin?! Ich hätte ja auch Max Mustermann, Hein Blöd oder Bruno Bankraub sein können. Er hat mich nicht nach meinem Personalausweis gefragt, um sicher zu stellen, dass ich wirklich ich und damit berichtigt bin, über mein Konto zu verfügen. Auch sonst keinerlei Versuch einer verifizierung meiner Person. Ich musste auch keinen Antrag unterschreiben und damit den Auftrag quasi offiziell machen. Und das beste, Karte und PIN kommen nicht per Einschreiben, sondern per normaler Post.

Jetzt frage ich Euch, ob das sicher ist, dass jemand eine EC-Karte in Auftrag geben kann, indem er behauptet der Inhaber des Kontos zu sein, ohne sich ausweisen zu müssen. Die Bank läßt sich diesen Auftrag noch nicht einmal unterschreiben! Was kann jemand bei einer Bank sonst noch so alles machen, wenn er behauptet, jemand zu sein, der er nicht ist? Ok, mein bildhübsches Gesicht mit dem vertrauen erweckenden Lächeln und der netten warmen Stimme und meiner guten Rhetorik, ich hab da ja leichtes Spiel…. Ja am Schalter, da sind Bankgeschäfte noch absolut sicher. Bloß kein Online-Banking machen! Da lachen ja die Hühner!

Ich hät’ da mal ’ne Frage: Was soll das mit dem Beine rasieren?

Seit gestern Abend, nach einem Gespräch mit einer Freundin, das sich eigentlich um Form und Standort einer neu zu errichtenden Badewanne und deren Eignung zum Duschen drehte – konkret ging es darum, das man sich in der Wanne stehend die Beine rasieren kann, geht mir eine Frage einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ok, die Frage bereitete mir jetzt keine schlaflose Nacht, das tun derzeit andere Dinge, die mir im Kopf herumgeistern. Die Antwort auf diese Frage wird auch kaum geeignet sein, den Weltfrieden herbei zu führen, die Weltwirtschaftskrise zu beenden, Flüge auch ohne Nacktscanner sicherer zu machen oder das Ozonloch davon zu überzeugen, kleiner zu werden. Wahrscheinlich wird diese Frage für viele vor allem durch Irrelevanz brillieren. Aber ich stelle sie trotzdem! Und ich hoffe, dass auch wirklich jemand antwortet, denn wozu hab ich die Kommentarfunktion hier im Blog?! Hier also die Frage, die mich derzeit umtreibt:

Was soll das bei Euch Mädels mit dem Beine rasieren?

Millionen von Frauen verbringen sehr viel Zeit damit, Haare auf den Beinen zu entfernen. Es ist scheinbar ein ständiger Kampf – der gleiche wie bei uns Männern mit dem Bartwuchs. Ausgetragen wir der Kampf mal unter der Dusche, wie eingangs schon angedeutet, mal im Sitzen, Stehen, Liegen. Mal mit speziellem Rasierzeug, das auf melodische Namen wie „Lady Shave“ hört und mindestens eine „Aloe Vera-Streifen“ hat. Mal mit Enthaarungscreme oder -gel. Mal mit diesen kleinen Folterwerkzeugen namens „Epilierer“. So ein Teil hab ich am eigenen Bein mal ausprobiert. Holla die Waldfee! Dafür braucht es schon einiges an Leidensfähigkeit. Damit genug der technischen Details. Zurück zur Frage nach dem Warum?

Beine können eine haarige Sache sein.
Beine können eine haarige Sache sein.

Warum rasieren/enthaaren sich Frauen die Beine? Es heißt, dass Haare an den Beinen unerotisch seien und dem Sexappeal und der Schönheit abträglich wären. Unter anderem weil die Beine mit Haaren auch nicht glatt wären. Raff ich nicht! Ok meinetwegen, wenn da jemandem schwarze Drähte in einer Länge aus dem Bein sprießen, dass man Lockenwickler reindrehen könnte, da könnte man dann drüber streiten. Aber bei den aller aller allermeisten Frauen würde Mann diesen hauchzarten Flaum auf den Beinen doch kaum sehen. Und selbst wenn, ich könnte diesen absolut problemlos ignorieren! Und das „Glättegefühl“ ist rein subjektiv.

Schön ist das Bein nicht allein.
Schön ist das Bein nicht allein.

Außerdem liebe Damen, reduzieren wir alle und ihr Euch selbst damit nicht auf die Betrachtung und Bewertung „einzelner Bauteile“? Nach dem Motto: „Mädchen, Du hast ein wunderschönes Gesicht. Deine Figur toll! Dein Busen (ein jeder suche sich sein Synonym selbst aus) göttlich! Dein Knackpopo, einfach geil! Aber oh weh, was sehe ich da! Deine Beine sind ja gar nicht rasiert, mein Gott, was bist Du so hässlich!“ Also ich finde eine Frau nicht nur von Kopf bis Fuß in ihrer Gesamtheit schön, sondern es kommt auch ein gerüttelt Maß an Schönheit von Innen. Ausstrahlung, Charakter, Intelligenz, Humor und so weiter. Ich weis, der Vergleich ist in diesem Zusammenhang saudoof, aber ein Auto kaufe ich doch auch nicht ausschließlich, weil mir Reifen und Felgen gefallen!

Warum sind Haare an den Keulen bei Männern nicht auch hässlich?
Warum sind Haare an den Keulen bei Männern nicht auch hässlich?

Und außerdem! Wenn unrasiert Beine so furchtbar hässlich und kinderpopoglatte Beine so schön und herrlich erotisch sind, warum dürfen wir Kerle dann straffrei mit behaarten Keulen durch die Gegen stampfen?! Warum findet Ihr Frauen uns Kerle trotz Behaarung an den Beinen oder anderen Stellen südlich des Kopfes trotzdem anziehend? Warum sind rasierte Beine beinhart ein weibliches Monopol – zumindest wenn man der Werbung glaubt. Warum ist das Thema rasieren bei Männern nur um den Mund, sowie an Kinn und Backen relevant? Warum verlangt keine Frau von einem/ihrem Mann: „Ihgitt, willst Du Dir nicht endlich mal wieder die Beine rasieren?!!“

So und in Sachen Antwort seid jetzt (vor allem) Ihr dran, Mädels!

UPDATE 09.01.2010 P.S. Über etwas zu lästern, was man(n) selbst nicht kennt, ist ja relativ einfach. Da ich berufsbedingt sehr neugierig und in der Tat für Gleichberechtigung und zwar in beiden Richtungen bin, habe ich heute einen Selbstversuch gestartet. Den habe ich mit nur einer Schnittwunde erfolgreich zum Abschluss gebracht. Fazit: Man(n) ist das Beine rasieren eine heiden Arbeit und ich hätte nicht gedacht, dass sich das glatt rasierte Bein so dermaßen gut anfühlt.