Manchmal wünschst Du Dir das…
…. jemand die Fragen stellt, die keiner fragt.
…. jemand die Sachen sagt, die keiner sagt.
…. jemand die Dinge tut, die keiner wagt.
…. jemand die Welt mit Deinen Augen sieht.
…. jemand die Nacht mit Deinen Träumen liegt.
Dann eben nicht
Es gibt Dinge, die sich Deinem Verständnis entzieh’n
Und konsequent vor ratinonellen Erklärungen flieh’n
Die Suche nach dem Sinn will dich in den Wahnsinn treiben
Deshalb mein Tipp: Gib Ruh’ und lass es einfach bleiben!
Filed under Mann aus Glas | Comment (0)Manchmal wünscht man sich ….
… das man noch ein paar Tränen übrig hätte.
Filed under Mann aus Glas | Comment (0)Insomnia ….
Kennt Ihr das?! Euch geht etwas oder jemand im Kopf herum. Es rumort dergestalt heftig im Denkstübchen, dass Du nachts nicht wirklich schlafen kannst. Und nachdem Du irgendwann doch noch weggeratzt bist treibts dich morgens noch vor dem Wecker aus den Träumen und aus den Federn. Und Du bist trotz einer wenig erholsamen Nacht hellwach? Zum Glück gibt es auch dafür ein passendes Musikstück. Guten Morgen allerseits und einen schönen Tag!
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Danke, aber ich muss mal Tempo rausnehmen …
… sagte gestern eine Bekannte von mir auf die Frage, ob wir heute Vormittag laufen gehen sollen. Klang nach Stress beziehungsweise nach Maßnahmen dagegen. Ob das damit gemeint war, weiß ich nicht, vielleicht ging es auch nur ums Laufen. Aber das brachte mich zum Nachdenken und ich komm nicht umhin, euch die Ergebnisse der Denkerei mitzuteilen. Wer’s nicht wissen will, bitte hier an dieser Stelle das Lesen einstellen und die Seite schließen.
Entschleunigen ist wichtig und wenn man merkt, dass es nötig ist sollte man es tun! Ich weiß wovon ich rede und ihr kennt dieses Gefühl garantiert auch alle. Obwohl ich es ja mag, wenn das Leben mit ein paar Umdrehungen mehr läuft. Wenn morgens so um 9:20 ein Kollege oder auch ich aus der frühen Redaktionskonferenz kommt/e, und es heißt “Bis zehn Uhr das Thema für die Top Box 4 am besten noch mit einer kleinen Fotoshow” und es ist noch kein Wort geschrieben, dann geht’s rund. Ich mag diese hektische Betriebsamkeit, dieses Arbeiten unter gesundem Zeitdruck durchaus und das treibt mich auch an und verleiht mir mehr Energie als Kaffee.
Manchmal wundern sich auch Leute über mein wöchentliches Pensum und sagen: “Was Du so alles machst! Der Job, dann die ganzen Sachen und Ämter bei der DLRG, Singen im Gesangverein und zwischendurch noch der ganze Sport. Jetzt auch noch Spanisch lernen und so weiter. Ist dir das nicht zu viel?” Nein ist es nicht, sonst würde ich es ja nicht tun. Was soll ich abends daheim alleine vor der Glotze sitzen und selbige leer gucken?!
Mir tut diese Action gut! Aber dennoch gibt es Zeiten, in denen ich merke, dass ich mal entschleunigen muss. Mal ein bisschen in Zeitlupe fliegen oder ganz abschalten. Und deshalb, wertgeschätzte Leserschaft, hier meine persönlichen Empfehlungen zum Entschleunigen:
‘n bisschen vom Gas gehen
Das ist dann fällig, wenn Du einen anstrengenden Tag hattest oder wenn Dir irgendeine Kleinigkeit durch den Kopf geht. Hier empfehle ich zwei mögliche Maßnahmen.
1. Gas geben! Hä?! Entschleunigen durch Beschleunigen? Klingt paradox, ist aber so! Geh, mach Sport und power dich aus! Wenn ich laufen oder schwimmen gehe oder Krafttraining mache und mich körperlich fordere, kann ich mental sehr gut entspannen und abschalten! Klingt nach Klischee, ist mir aber egal, denn es funktioniert! Ich kann mir den Kopf leer oder frei laufen oder schwimmen. Ich fühle mich danach matt und entspannt.
2. Ein kleiner Genuss. Nimm ein Glas guten Whisky und setze dich Abends im Dunklen auf Deine Terrasse. Das funktioniert bei mir wunderbar. Nach einem anstrengenden Tag mit einem guten Single Malt auf meiner Terrasse im Dunklen sitzen – Kerzen sind erlaubt, elektrischen Licht nicht – ein bisschen leise Musik hören, die zum Whisky passt, und in die Nacht hinein schauen. Ich empfehle jetzt im Sommer einen leichten sommerlichen Single Malt, wie beispielsweise einen Glengoyne 10 Years old oder einen Glen Grant Majors Reserve. Im Herbst und Winter dürfen es gerne richtig rauchige Single Malts sein wie ein Talisker oder Lagavulin. Ok Du darfst hier natürlich einen Genuss Deiner Wahl genießen. Wenn es bei Dir Schokolade oder Gummibärchen sind, hau rein.
Gang raus und rollen lassen
So was ist fällig, wenn man mehrere anstrengende Tage hinter sich hat oder sonst irgendwie den Kopf zu oder das Herz schwer hat. Dann muss man sich schon eine mehrstündige Entschleunigung gönnen! Hab ich gestern erst gemacht. Ich war im Bäderhaus in Bad-Kreuznach und hab es mir während der “langen Sauna-Nacht” bis ein Uhr nachts gut gehen lassen. Beim Schwitzen tritt nicht nur Schweiß aus dem Körper aus, auch so manche mentale Schlacke löst sich und verschwindet. Die indische Ölmassage war wunderbar entspannend und der nette Masseur hat auch dieses Stück Beton in meiner linken Schulter wieder zu einem beweglichen und funktionstüchtigen Muskel geknetet. Dann einfach noch auf einer der Liegen liegen, ein Buch lesen und die Zeit verstreichen lassen. Der Mitternachtsaufguss in der 90-Grad-Sauna (nein nicht Winkel-Grade!!!!) hat nochmal richtig aufgeheizt und entspannt. Hätte da um ein Uhr nachts nicht noch die Heimfahrt angestanden, hätte ich sofort ins Bett fallen können. Also ein paar Stunden Wellness eignen sich bestens für’s “Gang raus und rollen lassen”.
Vollbremsung, anhalten, abschnallen und aussteigen
Ja es gibt auch so Momente, wo man mal richtig die Faxen dicke hat. Wo einem nicht nur alles zu viel wird, sondern einem etwas oder jemand so richtig zum Hals raus hängt, ankotzt, auf die Nüsse geht etc. Das sind so Momente, wo man nicht nur entschleunigen, sondern mal einen Moment richtig anhalten muss. War bei mir letztes Jahr im September so weit. Durch einige nicht nette Dinge (und in dem Moment auch nicht nette Menschen), hatte ich genug.
Also Mittwochs ein Hotelzimmer in Paris reserviert und Freitagnachts mit Gepäck und Hund im Auto los gedüst in die Stadt an der Seine. Dann Samstag und Sonntag bei aller bestem Bilderbuchwetter mit meinem Hund durch die Stadt gelatscht. Insgesamt 30 Kilometer. Keine konkreten Ziele, einfach nur spazieren gehen. Stunden lang. Vollkommener Tapetenwechsel und damit Abstand zu sich selbst, um mal ein paar Sachen vom Tisch zu grübeln. Quasi das mentale Betriebssystem neu booten, die eine oder andere Sache deinstallieren, um mal in meinem Metier als IT-Journalist zu bleiben.
Damit das klappt, musst du aber eine ganz wichtige Regel beachten!! Sag niemandem Bescheid! NIEMANDEM! Hau einfach ab! Sonst klappt das nicht! Denn wenn Du Leuten Bescheid sagst, wird ein Teil Dir diese Spontanität warum auch immer auszureden versuchen. Andere werden Dir sagen was Du in Paris – oder wohin auch immer Du abhaust – alles tun sollst. Sachen wie: “Ja in Paris, da musst Du Dir aber unbedingt DIESUNDDAS anschauen und bei XY essen. Und das Museum BLABLA solltest Du dir nicht entgehen lassen.” Mit anderen Worten Du kriegst schon wieder mentales Gepäck aufgeladen, das bei diesem wichtigen und gesunden Egotripp als unnötiger Ballast nur hinderlich ist. In so einer Situation hast Du sowieso genug Lasten im Kopf. Fahr nur mit Dir selbst und nimm niemand anderen mit, auch nicht im Kopf. Ok, im Kopf schon, wenn der oder diejenige(n) Ursache für den Egotripp ist(sind) und auch mit vergrübelt werden muss(müssen).
Ich rede hier nicht von einem Urlaub. Nichts lang geplantes über zig Tage mit Programm und so weiter. Ich rede davon, spontan mal ein paar Stunden oder ein bis zwei Tage abzuhauen. Gerade so lange, dass es die Leute, denen Du es NICHT sagst, auch nicht merken (solange sie nicht auf deinem Handy anrufen). Wenn Dein Kopf Dir sagt “Du hälst es nicht mehr aus, Du musst hier (mal) raus!”, dann tue genau das! Davon rede ich.
So, diese meine Tipps sind zur Nachahmung – gerne auch auf den eigenen Geschmack oder Bedarf adaptiert – empfohlen.
Filed under Mann aus Glas | Tags: Abschalten, denken, Entschleunigung, Entspannen, langsam, Sauna, Sport, Tempo, Wellness, Whisky | Comment (0)Lass die doch schreien. Sind doch nur alte Leute, die sterben eh bald.
„Haalllllooooooo, haaaaaaallllloooooooooo!!! Hiiiilfeeeee. Hört mich jemaaaaaand. Holt mich rauuuuussss. Haalllllooooooo!!“
Es ist die Stimme einer alten Frau die da ruft. Verzweifelt ruft. Sehr laut ruft. Sie rief gestern Abend! Sie rief die GANZE Nacht! Sie rief heute Morgen, als ich das Auto aus der Garage holte, um zur Arbeit zu fahren! Sie ruft seit mindestens drei Tagen!! Sie ruft aus ihrem Zimmer im Altenzentrum „Stiftung Zivilhospiltal“ Oppenheim. Und was passiert? Nichts! NICHTS!!!! Das Personal in diesem Altenheim lässt die Frau rufen. Stundenlang! Tagelang!
Und so geht es, seit ich da in der unmittelbaren Nachbarschaft wohne. Alle paar Monate hört man wieder alte Menschen rufen und schreien. Vor allem in den Sommermonaten, wenn die Fenster offen stehen. Letztes Jahr im Sommer eine Männerstimme: „Hiiiiiiillllffeeeeeeeee!!“ Immer wieder. Nächtelanges Schreien. Dann wählst Du die Nummer, die auf deren Webseite steht. Eine Bandansage gibt die Bürozeiten durch und nennt eine Nummer, die in Notfällen außerhalb der Bürozeiten anzurufen ist. Dann rufst Du die an. Es geht keiner dran. Vor Jahren, als wieder ein alter Mensch tagelang schrie, habe ich schließlich mal die Polizei gerufen und das Ganze gemeldet. „Wir fahren mal hin“, sagten die Beamten.
Die Würde des Menschen ist unantastbar
Dies ist der erste Satz im ersten Artikel unseres Grundgesetzes. Aber wenn ich wieder dieses Schreien höre, dann scheint es eher so, dass die Würde des Menschen, dieser Menschen im Oppenheimer Altenheim, nicht unantastbar ist, sondern irrelevant!! Warum sonst sagt so mancher in Oppenheim: „Wenn Du zu alt und klapprig wirst, kannst Du froh sein, wenn Du stirbst, bevor Du da rein kommst.“ Warum sagen manche zu dieser Einrichtung “Altersknast”. Und ein Freund von mir sagte mir: „Mein Opa kam da auch rein und zwei Monate später war er tot.“ Ich bin selten so zynisch, aber nachdem alle Jahre wieder dort alte Menschen schreien und schreien gelassen werden, kommt man beinahe zwangsläufig zu dem Fazit, dass ich als Überschrift für diesen Blog-Eintrag gewählt habe. Man hat den Eindruck, dass genau das dort das Credo für den Umgang mit den alten Menschen ist. Man lässt sie liegen und schreien. Man lässt sie mit ihren Ängsten und Nöten alleine. Schaltet die Ohren auf Durchzug. Irgendwann wird das Zimmer dann frei für den Nächsten, der in diese letzte Station vor der Gruft ausgelagert wird. Vielleicht schreit der oder die ja dann nicht oder zumindest leiser.
Und das Problem ist ja nicht auf dieses Altenheim beschränkt und auch systembedingt. Wenig Personal, das wenig verdient. Hohe Kosten. Rigide Minutenvorgaben der Pflegeversicherungen für „Pflegeverrichtungen“ lassen eben keinen Platz für Menschliches und Menschenwürdiges. Das Problem wird sich in vielen Altenheimen wiederfinden lassen. Aber ich wohne nun mal direkt neben dem Altenzentrum „Stiftung Zivilhospiltal“ Oppenheim. Und ich bin mir sicher: Heute Nacht schreit die alte Frau wieder. Und ich bin mir sicher, sie lassen sie wieder schreien!
Filed under Mann aus Glas | Tags: Alt, Altenheim, Alter, Menschenwürde, Oppenheim, Schreien, Sterben, Stiftung Zivilhospital | Comment (1)Depeche Mode für alle Lebenslage und Gemütsverfassungen
Das ich ein Depeche Mode-Fan bin, wird der regelmäßige Leser zwischendurch sicher längst erkannt haben. Nachdem ich am Dienstag auf Kabel 1 die geniale Sendung Number One mit dem Kafka gesehen habe – wen hat er wohl interview?!! – stellte ich fest, dass Depeche Mode eigentlich für jede Lebenslage und Gefühlsverfassung die richtigen Songs anzubieten hat. Und siehe da, ich stellte fest, dass ich die auch nicht selten passend zum aktuellen Befinden nutze. Dann schauen wird doch mal, was ich da hier und da so empfehlen kann.
Stinksauer? Vielleicht sogar auf jemanden? Dann “John the Revelator” richtig schön laut aufdrehen!
Wenn sich alles falsch anfühlt, nix funktkoniert und irgendwie nix passt. Natürlich “Wrong” aber auch gerne “Nothing“.
Wenn Du den Glauben an etwas oder jemanden verlierst, was passt dann besser als “Blasphemous Rumors” und “Personal Jesus“.
Du fühlst dich elend und krank. Hier empfehle ich “Shake the Disease“.
Es geht Dir nicht gut und Du leidest? Dann passt “Suffer Well” oder auch “A Pain that I’m used to“.
Wenn Worte überflüssig sind, weil Du hast, was Du brauchst/wolltest. Dann “Enjoy the Silence“.
Du kannst und willst nicht mehr warte…. “I want you now“.
Wenn Dir jemand nicht mehr aus dem Kopf geht, ja dann “In Chains“.
Wenn Du garnicht genug von etwas bekommen kannst. “Just cant get enough“.
Wenn es Zeit zum Feiern ist, muss es “Black Celebration” sein.
Wenn es Dir nicht zum feiern zu Mute ist: “no Disco“.
Wenn es auf jede Sekunde ankommt: “It’s a question of time“.
Wenn es Zeit für einen diskreten Abgang ist: “Leave in Silence“.
Und bei welcher “Zustand” ich das Stück hier wärmstens empfehle ……
…. also da müßt ihr aber jetzt echt selbst drauf kommen.
Depeche Mode – Tour of the Universe, Barcelona – es gibt Sachen, die MUSS ich einfach haben.

Rein musikalisch bin ich ja quasi total polyglott. Ich höre alles mögliche quer Beet. Hab an Popmusik genau so Spaß wie an Hardrock oder den Beatles, Johnny Cash und anderen/m. Ich gönne mir gerne auch mal Jazz oder Reggae. Musicals und Klassik findet man auf meinem iPhone und dem Medienspeicher im Auto ebenso wie schottische und irishe Folklore. Also ich bin quasi ein musikalischer Allesfresser. Aber es gibt eine Band, der ich seit meiner Jugend treu geblieben bin: Depeche Mode!
Ich bin seit ich weiß nicht wann Fan der Band. Ich bin kein Goth mit schwarzem Kalialstift um die Augen und komischer Frisur, die allmorgendlich drei Liter Haarspray benötigt, um in Form zu kommen. Ich renne nicht in depressiv schwarzen Klamotten rum, obwohl ich einen Fußknöchel-langen engen, schwarzen und Talar-artigen Mantel mein Eigen nenne, der mich sehr kleidet. Ich habe aber durchaus das eine oder andere Fan-T-Shirt. Und die hängen nicht im Rahmen an der Wand, sondern werden getragen.
Und wenn die Jungs in Frankfurt oder der Nähe ein Konzert geben, dann bin ich dabei! Ende 2008 kam zuerst das “SOTU-Album”, als das Album Sound of the Universe” auf den Markt, dass ich mir natürlich in der fetten Version “Sounds Of The Universe (Deluxe Box-Set / 3 CDs+DVD)” gegönnt habe. So mit allem drum und dran. Und 2009 kamen Dave, Martin und Fletch auf Tour. Am 12. Juni waren sie im Frankfurter Waldstadion (hier die Flickr-Fanbilder). Und ich war dabei. Interessant zu sehen, das ein Großteil der Besucher des Konzertes in meinem Alter waren. Wir sind mit der Band aufgewachsen und werden mit ihr wohl auch alt. Aber natürlich waren auch sehr viele junge Fans da. Das Konzert war wie immer: HAMMERGEIL!

Jetzt ist die DVD Depeche Mode – Tour of the Universe, Barcelona erschienen. Natürlich habe ich mir die bestellt. Zwei DVDs voll mit Konzertaufnahmen der beiden Auftritte in Barcelona und zwei CD mit Livemitschnitten. Darf in der Sammlung nicht fehlen. Und nein, sowas will ich “in echt” und so richtig zum anfassen haben und nicht als reine MP3-Datensammlung die virtuell auf meinem Computer existiert. Sowas gehört in die Sammlung wie meine farbigen Vinyl-Maxis von Depeche Mode, die ich für (fast) kein Geld der Welt hergeben würde.
Let’s have a black celebration
Black Celebration
Tonight
To celebrate the fact
That we’ve seen the back
Of another black day
I look to you
How you carry on
When all hope is gone
Can’t you see
Your optimistic eyes
Seem like paradise
To someone like
Me
I want to take you
In my arms
Forgetting all I couldn’t do today
Black Celebration
Black Celebration
Tonight
To celebrate the fact
That we’ve seen the back
Of another black day
I look to you
And your strong belief
Me, I want relief
Tonight
Consolation
I want so much
Want to feel your touch
Tonight
Take me in your arms
Forgetting all you couldn’t do today
Black Celebration
I’ll drink to that
Black Celebration
Tonight
… und ich bin stolz drauf!
Als am Freitag dieses riesige rote Boot an mir vorbei fuhr und auf unseren Hof (der DLRG Oppenheim) rollte, war das der mit Abstand schönste Augenblick in diesem Jahr für mich und man konnte mich ziemlich laut jubeln hören. Und als ich die vor Staunen und Faszination leuchtenden Augen meiner Vereinskameraden (altbackenes Wort ich weiß, aber mir fällt kein besseres ein) sah, die das Boot zum ersten Mal in natura gesehen haben und bewunderten, da lachte mir das Herz im Leibe. Und als dann alle drum und drauf herum krabbelten, sich alles ansahen, anfassten und ausprobierten und von Adler Merian restlos begeistert waren, da habe ich es richtig genossen, erwachsene Menschen zu sehen, die sich benahmen wie ein Kind, das Weihnachtsgeschenke auspackt. Ok, (vor allem) der eine oder andere hatte wohl auch ein bisschen damit zu kämpfen, dass etwas so riesiges, tolles – sagen wir es ehrlich GEILES – und auch durchaus teures wirklich uns gehört. Wenn man es als Verein gewohnt ist, sich mit Bescheidenheit und kleinen Schritten zu begnügen, dann hat es mancher schwer, wenn man ein mal, ein einziges mal, richtig aus dem Vollen schöpfen darf.
Ich bin ein emotionaler Mensch und als solcher geht man/gehe ich durch Höhen und Tiefen. Prallt an manchen Mensch Vieles scheinbar einfach ab, als hätten die kein Gefühl im Leib und wären seelisch mit Teflon beschichtet, so gehen mir Dinge zu Herzen, an die Nieren und manchmal auch gewaltig auf den Sack. Ich kann mich irrsinnig freuen, abgrundtief traurig sein, mich schwarz ärgern oder auch sehr glücklich sein. Eine frühere Chefin von mir sagte mir im Mitarbeitergespräch einmal, Emotionalität sei (m)eine Schwäche. Liebe Conny, ich habe es Ihnen damals gesagt und ich bin auch heute überzeugt davon, ich halte es für (m)eine Stärke! Am Freitag war definitiv ein sehr emotionaler Tag und zwar ein Tag der Freude und des Glücks!
Bis es soweit war, das wir unser Boot geliefert bekommen, sind mit dem Projekt drei Jahre ins Land gegangen. Denn im Dezember 2007 hat sich die Projektgruppe erstmals zusammen gesetzt, um zu überlegen, ob wir die Chance der Ehrenamtsförderung des Landkreises nutzen und ein neues Boot anschaffen sollen. Diese drei Jahre, vor allem die letzten beiden, waren nicht nur sehr arbeitsreich, sondern auch sehr anstrengend vor allem auch für mich. Voller Höhen und Tiefen. Der absolute Tiefpunkt war im Mai 2009. Damals sorgte ein hier nicht näher zu nennender Mensch durch sein wenig heldenhaftes Verhalten dafür, dass das Projekt zu scheitern drohte. Ich will die unschönen Details hier nicht breit treten, aber damals wusste ich nicht ob ich heulen oder kotzen sollte und hätte fast beides getan. Nachdem wir also unseren Traum vom neuen Boot platzen sahen und das Projekt abgeschrieben hatten, keimte dann dank positiver Signale aus Ingelheim doch wieder Hoffnung auf. Und irgendwann wurde klar, dass es mit “leicht” geänderten Rahmenbedingungen doch noch klappen könnte.
Damit ging die Arbeit dann erst richtig los. Ich will hier bezüglich der Planungen, Verhandlungen, Diskussionen und auch der unzähligen E-Mails, Telefonate und sonstigen Dinge nicht ins Detail gehen. Dann, als der Bau unseres Bootes tatsächlich los ging, schlossen sich diverse Besuche auf der Werft an und noch viel mehr Telefonate und E-Mails zur Abstimmung von Details. Hunderte Stunden Arbeit, alles ehrenamtlich und neben dem restliche Alltag zu stemmen.
Aber als am Freitag dieses riesige knallrote Boot auf den Hof rollte, wusste ich, die Plackerei und der ganze Stress haben sich absolut gelohnt! Seit Freitag war ich schon drei vier mal in unserem Vereinsheim, um den Anblick des Bootes in unserer Halle zu genießen, mich daran satt zu sehen und auch um zu kapieren, dass es wirklich da steht und uns gehört. Und ehrlich gesagt, ich kann von dem Anblick gar nicht genug kriegen!
Ihr könnt mich gerne für unbescheiden, großkotzig und angeberisch oder was auch immer halten, wenn ich behaupte, dass ich einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet habe, dass aus einem Traum unserer DLRG Ortsgruppe der reale Adler Merian in unserer Halle geworden ist. Und wisst ihr was! Ich bin stolz drauf!
Filed under Mann aus Glas | Tags: Arbeit, DLRG, emotional, Freude, gelohnt, glücklich, Plackerei, Stolz, Stress, Traurig | Comments (2)Nacht – Stille – Glück
Wenn die Nacht mit der Dunkelheit auch die Stille bringt
Und Dein Blick schließlich dann nach innen dringt
Dann ziehst Du für Dich Bilanz in Sachen Glück
Und erkennst wie immer fehlt nur ein kleines Stück
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