Archive for the ‘Schreibtischtäters Handwerk’ Category

Nachtschicht mit Blaulicht, Kamera und Notizblock

Mittwoch, März 10th, 2010
Nachtschicht mit Kamera und Notizblock.

Nachtschicht mit Kamera und Notizblock.

Es ist Dienstag 23:45 Uhr. Die Haustür ist schon abgeschlossen. Der Hund schnarcht vehement im Flur. Mit Pantoffeln an den Füßen und der Zahnbürste im Mund bin ich mental schon im Bett. Da geht der Funkmeldeempfänger an und verkündet einen Wohnungsbrand in Dienheim, dem Nachbarort.

Wohnungsbrand bedeutet immer, dass die Feuerwehr mit der ganz großen Musik anrückt. Drehleiter und zig weitere Fahrzeuge, DRK Rettungsdienst dazu. Also wieder rein in die Klamotten und Schuhe, den Kamerarucksack schnappen, das Auto aus der Garage holen und gen Blaulicht düsen. Der spektakuläre Wohnungsbrand mutiert vor Ort dann zum halbwegs harmlosen Baustellenfeuer. Dennoch hab ich schnell ein paar gute Bilder im digitalen Kasten und bin nach zwanzig Minuten wieder auf dem Heimweg.

Daheim den Computer wieder anschmeißen, die Bilder aufbereiten und direkt auch den Artikel schreiben. Dann alles an die Lokalredaktion und auch den Online-Desk der Allgemeine Zeitung mailen, falls der Frühdienst das online direkt mitnehmen will.  Richtig vermutet, um 07:58 Uhr ging der Artikel heute mit Bild online. Es ist 01:45 Uhr. Die Haustür ist wieder abgeschlossen. Der Hund schnarcht schon wieder vehement im Flur. Ich habe abermals die Pantoffeln an den Füßen und die Zahnbürste im Mund und bin fünf Minuten später nicht nur mental endlich im Bett.

Feuerwehreinsatz-Dienheim Audio-Episode

Die Dienheimer Floriansjünger konnten das neue TLFW zum erstenmal einsetzen.

Die Dienheimer Floriansjünger konnten das neue TLFW zum erstenmal einsetzen.

Dienheims flammneues TLFW rückte gestern nacht zu seinem "Jungfern-Einsatz" aus.

Dienheims flammneues TLFW rückte gestern nacht zu seinem "Jungfern-Einsatz" aus.

Mit dem Schnellangriff war das Baustellenfeuer schnell gelöscht.

Mit dem Schnellangriff war das Baustellenfeuer schnell gelöscht.

Ärgern mussten sich die Floriansjünger über die Dummheit dieses Autofahrers, der seinen Wagen so behindernd abgestellt hatte.

Ärgern mussten sich die Floriansjünger über die Dummheit dieses Autofahrers, der seinen Wagen so behindernd abgestellt hatte.

 
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Vom virtuellen Niemand zum digitalen Jemand – Das Ich im Netz im Wandel

Montag, März 8th, 2010

Der Elektrische Reporter hat einen sehr interessanten Beitrag zum Thema “Digitale Identität: Das Ich im Netz” veröffentlicht. Es geht vor allem darum, dass in sozialen Netzen wie Facebook & Co Menschen immer öfter ihr tatsächliches Ich etablieren, also kein virtuelles Alter Ego mehr, wie beispielsweise in Second Life. Mit diesem digitalen Wolkenkuckucksland konnte ich übrigens nie was anfangen, denn ich finde nichts, absolut nichts ist so spannend, wie das echte reale Leben. Daher hat mich diese Realitätsflucht ins digitale Zweitleben nie interessiert.

In Facebook ist der Mensch heute fast immer der, der er auch im realen Leben ist. Der echte dicke 40-jährige Max Mustermann bleibt auch digital Max Mustermann und mutiert nicht zur 21-jährigen drallen Blondine Berta Beispiel. Mit anderen Worten, die virtuelle Welt wird immer realer. Hier das Video von Mario Sixtus, alias Elektrischer Reporter.


Elektrischer Reporter – Digitale Identität: Das Ich im Netz

Was lange währt wird endlich geil!

Dienstag, März 2nd, 2010
Schick ist sie, die neue T-Online.de

Schick ist sie, die neue T-Online.de

Herzlichen Glückwunsch! T-Online.de hat heute Nacht um 4:00 Uhr eine gesunde und stramme neue Webseite zur Welt gebracht. Die unzähligen stolzen Mütter und Väter … blablabla … dröger Scherz beiseite. Heute Nacht erfolgte der Relaunch von www.t-online.de. An dem Projekt haben wir die letzten Wochen viel und intensiv gearbeitet. Auch meine Wenigkeit hatte zwei Baustellen zu betreuen. Einmal den Themenbereich Digitalkamera bei digitalLeben und den Bereich Gadgets an gleicher Stelle. Das neue Seitendesign ist deutlich luftiger, endlich “unbunter” und deutlich moderner als die vorherige stückige Farborgie. Auch seitens der Navigation hat sich viel getan. Beim Mouseover über Rubriken-Reiter öffnen sich jetzt Flyout-Menüs, die alle Themen-Unterseiten eines Portals zeigen. Fotoshows aber auch Videos und ähnliches geht jetzt immer in Lightboxen auf. Auch das Thema Regionalisierung soll ausgebaut werden. Bisher sind die Bundesländer eingebunden. Aktuell läuft unser  CeBIT 2010-Spezial und ist über das Flyout-Menü in der Rubrik Computer angebunden.

Das Backend macht richtig Spaß

Aber nicht nur an der Nutzer-seitigen Oberfläche hat sich einiges getan. Auch für uns läuft die Arbeit mit dem Coremedia CMS-Backend deutlich effizienter und geschmeidiger ab, als vorher.  Viele Prozesse wurden automatisiert. Vorher händisch zu pflegende Listen werden jetzt on the fly vom System erzeugt. Das gleiche gilt für viele Verlinkungen. Bilder in allen Formaten können per Drag & Drop in einen “Container” geworfen werden, die nötigen Datensätze werden automatisch angelegt. Statt einem halben Dutzend Teaser muss jetzt nur noch ein einziger nach dem Motto “one size fits all” angelegt werden. Der Teaser merkt, auf welchem Platz er in einem Layout sitzt und zeigt automatisch das passende Bild und den Text in der richtigen Länge an.

Bunte mit Chefin Patricia Riekel völlig hemmungslos? So nicht!

Montag, März 1st, 2010
Treibt es die Bunte und Patricia Riekel zu bunt?

Treibt es die Bunte und Patricia Riekel zu bunt?

Heute habe ich in Print Würgt, dem Blog von Michalis Pantelouris, einen Beitrag über eine Art neue Recherche-Strategie der Bunden gelesen. Deren Chefredakteurin Patricia Riekel erklärte unlängst quasi öffentlich Politiker zum journalistischen Freiwild. Nein, natürlich nicht expressis verbis. Sie argumentiert sogar mit dem Pressekodex, den Spielregeln des Deutschen Presserates. Nur dass Sie diesen quasi mit negativem Vorzeichen auslegt. Konkret geht es darum, wie Franz Münteferings neue Liebe & Ehe “methodisch erschlossen” wurde.  Das geschah unter Missachtung der Privatsphäre und mit zweifelhaften Methoden. Patricia Riekel lässt sich dazu wie folgt aus: (weiterlesen…)

Gedanken zum Thema “Echtzeit-Web” in Sachen Journalismus mit Twitter & Co

Mittwoch, Februar 24th, 2010

Auf der Webseite Elektrischer Reporter habe ich ein sehr interessantes Video “Real Time Web: Alles im Jetzt” entdeckt (unten). Wer diesen Film anschaut, lernt auch schnell, dass viele Medien nach wie vor die Chancen nicht erkennen. Sicher immer mehr Medien, auch beispielsweise die hiesige Allgemeine Zeitung oder mein Brötchengeber T-Online nutzen Twitter und Facebook. Aber meist wird wieder nur der alte klassische Ansatz des reinen “Sendeweges” genutzt. Es werden nur Informationen ausgesendet. Doch damit bleibt ein großer Teil der Multiplikationswirkung ungenutzt. Zunächst mal das Stichwort “Retweeten”. Wenn man es schafft, eine Tweet so interessant zu machen das er geretweetet wird (grausames Denglisch, ich weis), multipliziert sich das, wie im Video erklärt wird exponentiell. Aber die Medien ignorieren dabei die Tatsache, dass sie auch selbst retweeten sollten, denn das ganze Spiel funktioniert nach dem Prinzip geben und nehmen. Durch die Nutzung von Twitter, Facebook & Co als reinen Sendeweg, bleiben die Medien passiv und binden den Mitmach-Effekt nicht ein. (weiterlesen…)

Bedrohlich droht bedrohlich drohendes Glatteis – NICHT!

Montag, Februar 22nd, 2010
Verbales Glatteis in den Medien.

Verbales Glatteis in den Medien.

Heute morgen, 8.02 Uhr im Straßenzustandsbericht in Radio SWR3: „In einigen Regionen droht Glätte.“ NEIN! Glätte droht nicht! Die hier angesprochene Glätte resultiert aus dem festen Aggregatzustand von Wasser. Doch Wasser ist nicht in der Lage, irgendwelche Drohungen zu artikulieren, egal ob es in seiner gasförmigen, flüssigen oder festen Form in Erscheinung tritt. Wenn hier in Sachen Glätte unbedingt gedroht werden muss, dann allerhöchstens so: „Es droht, glatt zu werden.“ Und auch hier bliebe die Frage berechtigt, wer oder was mit „Es“ gemeint ist. Besser wäre eine einfache Formulierung wie „es könnte glatt werden“, oder „Es besteht die Gefahr das es glatt wird“ oder meinetwegen „Es besteht die Gefahr von Glätte (oder ‚Glättegefahr’)“, wenn man auf das „werden“ verzichten will. (weiterlesen…)

Fastnachtsberichterstattung oder: Wider die närrische Verbalschwulst

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Unlängst war ich ja nicht nur in Mommenheim auf der wirklich sehr vergnüglichen Fastnachtssitzung des MKV. Nein ich habe auch über selbige für die AZ geschrieben: “Hausgemachte Narretei mit Pep“. Dabei habe ich mich redlich und wie ich hoffe erfolgreich bemüht, den üblichen, drögen närrischen Verbalschwulst so weit als möglich zu vermeiden. Denn liest man Berichte über Fastnachtssitzungen, dann liest man immer, wie sich die Autoren bemühen, möglichst originelle und verzwirbelte Formulierungen zu kreieren, die – mehr oder minder erfolgreich – humoristisch klingen sollen. Doch das artet manchmal in wahre Verbal-Onanie aus und ein mir bekannter ehemaliger Redaktionsleiter der örtlichen Lokalausgabe der AZ nannte diese Autoren einmal ebenso unwirsch wie zutreffend “Wortwichser”.

In diesen gedrechselten Berichten ist natürlich dauernd alles “vierfarbbunt”. Unerbittlich “stechen Narrenschiffe in die humorige See” und Sitzungspräsidenten mutieren zu deren “Steuermann” oder “Kapitän”.  Da werden “Lachmuskeln” mindestens “massiert”, oder “gequält”, meist jedoch gleich “attackiert”. Da “tob die Narrenschaar im Saale”.  Diverse Tanzgruppen “schwingen das Tanzbei” (Damenballett) oder “die behaarten Keulen” (Männerballett). Das Publikum wird permanent bezichtigt “liebe Närrinen und Narrhallesen” zu sein. Stimmung ist mindestens “furios” und der Protokoller “hat etwas auf dem närrischen Setierteller”. Ich könnte diese Aufzählung fortführen und wenn Dir nochwas einfällt, tu Dir keinen Zwang an, wofür gibt es die Kommentarfunktion.

Ich jedenfalls habe mein Möglichstes getan, hier Zurückhaltung zu üben und dennoch einen lesbaren Bericht zu schreiben. Dazu habe ich sogar noch einen “Nebenhandlungsstrang” eingeflochten, der sich in Mommenheim um Punkt Mitternacht ereignete. Aber leider fiel dieser dann wohl dem Diktat des knappen Platzes zum Opfer. Der Vollständigkeit halber habe ich meinen Artikel so wie ich ihn eingereicht habe unten angehängt. Besagter “Nebenhandlungsstrang” ist kursiv und farblich hervorgehoben. (weiterlesen…)

Pressemeldungen per Mail? Ich schmeiss die Schrotthändler alle raus!

Donnerstag, Januar 14th, 2010
Ich schmeiss die Schrott-Mailer alle raus! (Bild stock.xchng)

Ich schmeiss die Schrott-Mailer alle raus! (Bild stock.xchng)

Derzeit mache ich etwas, das ich eigentlich sonst nicht mache. Ich beantworte jede Mail mit Pressemeldungen drin. Einige habe ich einst abonniert, andere kommen einfach so. Und auf all diese Mails antworte ich derzeit “Bitte löschen Sie mich aus sämtlichen Presseverteilern.” Und die Pressemailings, die einen Link zum Austragen haben, bestelle ich so ab. Ziel der Aktion: Keine Pressemeldungen mehr per E-Mail! Warum? Es kommt viel zu viel Schrott! All die ganzen Agenturen schicken jeden noch so irrelevanten Bockmist durch die Gegend. Diese Mailflut ist einfach 1. zuviel und 2. zu unnütz. Ein Beispiel: Eine Pressemail ist überschrieben mit “Über 90% der Nutzer würden das Produkt XYZ anderen weiter empfehlen”. Was bitte soll ich damit anfangen??!! Besonders lieb sind mir auch die “Versionshüpferchen“, im Stile von “Sehr geehrter Herr Lerg, wir freuen und ihnen mitteilen zu können, dass von unserer Software BLABLA 3.0.1 jetzt Version 3.0.2 erschienen ist.” Laaaangweilig! (weiterlesen…)

Fundstücke in Sachen Journalismus

Montag, Januar 11th, 2010

Bin heute über einige interessante Blog-Artikel in Sachen Entwicklung des Journalismus gestolpert. Hier die Links mit einem kurzen Inhaltsabriss:

Journalismus – Im Netz nichts Neues

Bericht über eine Studie namens “Excellence in Journalism”, die sich mit der Qualität von lokalen Nachrichtenkanälen beschäftigt. Fazit, viele “kopieren nur angelieferte Inhalte durch”.

Empfehlenswerte “Webinare”

10 Multimedia-Tutorials für Journalisten – empfohlen von mediummagazin-Autorin Ulrike Langer.

App in die Zukunft!

Hier geht es vor allem um das Thema Paid Content versus alles umsonst und Werbefinanziert. Diesen Artikel fand ich heute am interessantesten!

Eine Hand voll Hoffnung

Auch hier geht es um Paid Content und die Möglichkeiten und Hoffnungen, solche Bezahlinhalte maßgeschneidert für Handys und mobile Plattformen als digitale Zukunft zu realisieren.