Ausdruck – Die besten Blogposts als gedruckte Ausgabe

Blogs im Ausdruck
Blogs im Ausdruck

Blogs finden im Internet statt. Doch immer wieder gibt es den Versuch, eine Art gedrucktes „Best of Blog“ zu produzieren. Ein solcher Versuch aus Deutschland ist jetzt, wie Create or Die berichtet, gderuckt erhältlich.  Naja zumindest irgendwie gedruckt, denn es handelt sich zwar um ein zum Druck gestaltetes Werk, aber derzeit gibt es dieses dann doch nur als PDF-Download denn die Druckkosten waren wohl zu teuer. Das ganze ist ein Projekt von Jeriko.

In dieser ersten Ausgabe von Ausdruck sind auf 48 Seiten ausgewählte Beiträge von angeblich allem, was in der hiesigen Bloggosphäre Rang und Namen hat. Beispielsweise von Nils Bokelberg. Das Ganze ist eigentlich eine gute Idee. Nur finde ich, ein Blog dergestallt in Stein zu meißeln oder besser zu Papier zu bringen, nimmt die Dynamik des Internet und lässt das ganze quasi erstarren. Dennoch ist die Ausgabe vom Layout und den Bildern her echt geil!

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Ja dann doch besser nicht…

Es gibt eine neue Bildagentur mit Fotocommunity, bei der jederman seine eigenen Bilder einstellen und auch vermarkten kann. Doch wenn ich mir die AGB so durchlese, dann gruselt es mich doch ein klitzekleinbisschenwinzigwenig. Steht doch dort eigentlich nichts anderes, als das ich ALLE Rechte an meinen dort eingestellten Bildern auf immer und ewig und mit Haut und Haaren an den Betreiber abtrete. Der darf  damit im Prinzip dann machen was er will. Am krassesten finde ich das Wort „unwiderruflich“, denn das klingt nach „bis über den Tod hinaus“. Außerdem darf der Betreiber diese von mir erbeuteten Rechte sogar an andere übertragen oder unterlizenzieren. Ich bin kein Jurist, aber die AGB lesen sich so, als bekäme das Urheberrecht da voll eins auf die Schnauze. Mindestens aber tritt man seine vollständigen Verwertungsrechte am den eigenen Bildern ab – wenn auch „nicht ausschließlich“.

Hier der entsprechende Auszug aus den AGB:

5. Nutzungsrechte für die eingestellten Inhalte
5.1 Der Nutzer räumt ************  an den gemäß Ziffer Y.Y eingestellten Inhalten das nicht ausschließliche, weltweite, inhaltlich und nach Abrufmengen unbegrenzte, unwiderrufliche, übertragbare und unterlizenzierbare Recht ein, die von ihm eingestellten Inhalte vollständig oder in Auszügen im Rahmen des Bildportals zum Zwecke der Veröffentlichung, öffentlichen Zugänglichmachung und Bewerbung des Bildportals (z.B. Print-/Internet-/TV-Werbung) zu nutzen. Für die nach Ziffer Y.Y eingestellten Texte gilt die Rechteübertragung zeitlich unbeschränkt. Für das Bildmaterial ist die Rechteübertragung auf die Laufzeit dieser Vereinbarung beschränkt; die bis dahin erfolgte Rechteübertragung wird hiervon nicht berührt.

Fazit: Ja dann doch besser nicht…

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Verarscht: General Motors verkauft Opel doch nicht!

Was man unterschwellig immer schon ahnte, wird jetzt Realität: GM sagt den Verkauf von Opel ab! Und für die Opelaner kommt der Schrecken ohne Ende, statt ein Ende mit Schrecken. Letzteres hätte zu Guttenbergs Vorschlag einer geordneten Insolvenz, oder wie immer das auch ökonomisch korrekt heisst, bedeutet. Eine Zäsur mit Chance zum Neuanfang. Und was kommt jetzt? GM wird sich weiter auf Kosten von Opel und den europäischen Standorten sanieren. Im September spuckte GM noch ganz andere Töne und verkündete, sich grundsätzlich zum Verkauf von Opel entschlossen zu haben. Interessant auch, das GM scheinbar mit der Bekanntgabe gewartet hat, bis Kanzlerin Merkel ihre Rede vor beiden Häusern des US-Kongresses gehalten hatte. Die Bundesregierung erwartet jetzt die Rückzahlung des Milliardenkredits. GM indes kündigt an, Deutschland um Hilfe bei der Umsetzung seiner Pläne für Opel bitten zu wollen. Nach dem Motto: Hallo, wir haben euch nach Strich und Faden verarscht, verladen und verschaukelt und jetzt gebt uns dafür doch auch noch Geld, damit wir nicht gleich alle Arbeiter bei Opel rausschmeißen müssen.

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Das Leben mit dem Tod beginnen und mit einem Orgasmus beenden

Über diese Umkehr unseres bisherigen Lebensentwurfes bin ich heute im Tagebuch eines Internetjunkies gestolpert:

Lieber Gott,

hier ein kleiner Verbesserungsvorschlag:

Das Leben sollte mit dem Tod beginnen – und nicht andersherum! Stell Dir das mal vor: Du liegst six feet under, es ist dunkel und muffig und dann gräbst Du dich dem Licht entgegen.

Dort angekommen gehst Du ins Altersheim, es geht Dir von Monat zu Monat besser und wirst dann rausgeschmissen, weil Du zu jung wirst, spielst danach ein paar Jahre Golf bei fetter Rente, kriegst eine goldene Uhr vom Arbeitgeber und fängst gaaaanz laaangsam an zu arbeiten.

Nachdem Du damit durch bist, geht’s auf die Uni. Du hast inzwischen genug Geld, um das Studentenleben in Saus und Braus zu genießen, nimmst Drogen, hast nix als Frauen bzw. Männer im Kopf und säufst dir ständig die Hucke voll.

Wenn Du davon so richtig stumpf geworden bist, wird es Zeit für die Schule, die natürlich mit einer einwöchigen Klassenfahrt ins benachbarte Ausland beginnt.

In der Schule wirst Du von Jahr zu Jahr blöder, bis Du schließlich auch hier rausfliegst, natürlich mit einer riesigen Tüte voller Süßigkeiten. Danach spielst Du ein paar Jahre im Sandkasten, anschließend dümpelst Du neun Monate in einer Gebärmutter herum und beendest dein Leben als Orgasmus!

Das wäre doch geil!

Dazu abschließend meinerseits noch eine Anmerkung: Jetzt kapier ich endlich, warum die Franzosen einen OrgamusLe petit mort„, sprich „der kleine Tod“ nennen!! 🙂

P.S. Sollte der Orgasmus, mit dem man nach diesem Konzept sein Leben beendet, der einzige in der gesamten Lebensspanne sein, wäre der Verbesserungsvorschlag wohl kaum wirklich eine Verbesserung.

P.P.S Soeben habe ich Twitter sei Dank den gleichen Text auch im Stephan Hertz-Blog entdeckt. Scheint ein Internet-Classic zu sein.

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Cinestar in Mainz lässt schwer nach!

Noch ein kurzer Nachtrag zur Filmkritik von Männerherzen. Der Film war echt gut, das Kino aber ist nicht mehr gut! Das Cinestar in Mainz lässt gewaltig nach! Man merkt deutlich dass nur kassiert, nicht aber investiert wird. Die Toiletten sind in einem schlechten Zustand und auf dem Weg in einen erbärmlichen Zustand. Die fest eingebauten Seifenspender sind alle kaputt, statt dessen stehen da jetzt Seifenspender von Aldi & Co. Die Lufttrockner funktionieren nur noch teilweise und der Eindruck in Sachen Hygiene … ich sags lieber nicht!

In den Kinosäälen ist das Bild ähnlich durchgelatsche siffig-klebrige Teppiche. Rund getretene Stufenkanten und so weiter. Alles wirkt in die Jahre gekommen und vernachlässigt. Im Foyer und den öffentlichen Räumen auch Schäden und Schönheitsfehler überall. Beispielsweise Betonpfeiler von denen der Putz abplatzt. Der Eintritt ist nicht billig und was die in dem Laden für Popcorn nehmen grenzt an ist eine Unverschämtheit. Sieht man dann den schlechter werdenden Allgemeinzustand, fragt man sich, ob die den Laden überhaupt irgendwann mal renovieren. Denn Betrieb ist da genug und Umsatz machen die sicher auch reichlich.

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Äh wie bitte? Infusion damit er nicht auskühlt.

Heute steht hier zu lesen: „Unter anderem hatten sie ihm eine Infusion gelegt, damit er nicht auskühlt.“ Dieser Satz wird nicht weiter erklärt. Nur welchen Einfluss hat eine Infusion auf die Wärmeregulation? Eine Infusion soll in der Regel einen Volumenmangel z.B. bei Blutverlust ersetzen oder Medikamente zuführen. Natürlich können vorgewärmte Infusionen auch dem Wärmeerhalt dienen. Nur das wird hier in keinster Weise erklärt! Alleine das Wort „vorgewärmte“ hätte hier schon zur Aufklärung beigetragen. Ebenfalls fehlt hier die Information, ob weitere Maßnahmen zum Wärmeerhalt getroffen wurden. Beispielsweise das Einpacken des Patienten in eine Rettungsdecke. Hier aber denkt sich der in Sachen Erste Hilfe und Sanitätswesen unbedarfte Leser nur: Äh, wie bitte?

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Männerherzen – Ein witziger aber nicht flacher Film mit Spiegeleffekt

Männerherzen im Kino.
Männerherzen im Kino.

Herbert Grönemeyer sang einst „Wann ist ein Mann ein Mann?“ Der Film Männerherzen gibt einem diese Antwort auch nicht. Ganz gewiss nicht. Fünf verschiedene Männertypen durchleben in diesem Film die Höhen und Tiefen vor allem in Sachen Beziehungen und Liebe.

Da wäre beispielsweise Jerome. Der „Womanizer“ wird von Til Schweiger gespielt. Wem sonst! Aber wie ich finde gut gespielt. Er flüchtet aus Angst vor eine festen Beziehung von einem Betthupferl zum nächsten. Quasi als gerechte Strafe zieht der psychisch instabile Schnulzenbarde Bruce Berger bei ihm ein, der eigentlich Martin Eppelmann aus Darmstadt ist und wirklich genial von Justus von Dohnány verkörpert wird. Die hanebüchenen Schlagertexte, mit denen die entsprechende Branche parodiert wird, fand ich zum brüllen!

Dann wäre da der chaotische Phillip, wunderbar gespielt von Maxim Mehmet, dem nichts so richtig gelingen will und der sich mit einem Job als lebender Werbepfeil über Wasser hält. Als ihm dann seine Freundin Nina, gespielt von Jana Pallaske, nach dem Motto unverhofft kommt oft auch noch mitteilt, das er Papa wird, geht das Durcheinander erst richtig los. Lies „Männerherzen — Ein witziger aber nicht flacher Film mit Spiegeleffekt“ weiter

Margot Honecker Ostalgie-Gedächtnisstunde zur Feier 60 Jahre DDR

Margot Honecker sitzt mit ein paar weiteren Verwirrten in Chile und feiert eine feine kleine Geburtstagsparty. Gefeiert werden 60 Jahre DDR. Die Honecker-Witwe scheint, hört man ihre Rede, nicht verstanden zu haben, dass es die DDR schon ein Weilchen nicht mehr gibt. Irgendwie mag man es ihr fast nicht verdenken, hat sie doch vermutlich ihre besten Tage in dem Staat hinter der Mauer verbracht. Und wer ganz am obersten Ende der Nahrungskette thronte, dem fällt es nicht schwer, alles zu glorifizieren. Hier sieht man die illustre Feier:

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