BeautifulPeople.com – eine recht faschistoide Idee

Hübsch oder hässlich?
Hübsch oder hässlich?

Da hätten wir dann wohl das „Netzfundstück der Woche“. Die Dateingplattform www.beautifulpeople.com verspricht, dass nur schöne Menschen mitmachen dürfen. Die Seite, die bald auch in Deutsch an den Start gehen soll sagt (übersetzt):

  • Ist das Aussehen doch wichtig, wenn man einen Partner auswählt?
  • Wollen Sie die Garantie, dass Ihre Dates immer wunderschön sind?
  • Nie mehr unattraktive Dates ausfiltern wie auf gewöhnlichen Seiten.
  • Treffen Sie wunderschöne Menschen aus der Nähe oder aus der ganzen Welt.
  • Besuchen Sie exklusive Events und Parties

Das Konzept hinter dieser Datingplattform ist einfach. Wer hässlich ist, bleibt draußen! Und wie stellen die das fest. Du bewirbst dich auf der Plattform mit einem Foto. Die Community der superschönen – sprich derer, die die Aufnahmehürde genommen haben – bewertet die Neulinge. Und wenn die Mehrheit dich für einen Gesichtselfmeter oder anderweitig optisch unzulänglich hält, dann wirst Du abgelehnt.

Das ganze erinnert irgendwie an ein anderes ähnliches Konzept, dass sich jemand vor so etwa 70 Jahren ausgedacht hat. Nur da wurden Kranke, Behinderte und anderes „lebensunwertes Leben“ aussortiert …

Dann machen wir doch mal den Selbstversuch.
Dann machen wir doch mal den Selbstversuch.

Ok, wenn sich da jemand bewirbt, der Aussieht wie eine Kreuzung aus Quasimodo, Fips Asmussen und Winnie Pooh, dann tut er das ja freiwillig und darf sich nicht beschweren, wenn er durchfällt und dann das Selbstwertgefühlt einen Lackschaden davon trägt. Und was bringt es, wenn man die Schönheit allen anderen Kriterien überordnet. Dann hat man irgendwann ein Date, das zwar so hübsch und sexy ist, wie ein Topmodell, aber das zu dämlich ist, um ohne fremde Hilfe aus dem Bus zu winken!

Sowas in der Richtung war auch vor Jahren schon mal total hip und nannte sich Hot or Not. Ich finde das Konzept sehr sehr fragwürdig und wie gesagt leicht faschistiod. Dann wollen wir doch mal testen, ob ich auch zu den beautifulpeople gehöre! Ich werde über das Ergebnis des Selbstversuchen berichten.

[ad#Google Adsense]

Die Pressefreiheit sollte eine Selbstverständlichkeit sein …

… doch man merkt, dass Sie ein wertvolles Privileg ist, dass wir hierzulande genießen, wenn man DAS HIER list. Weil Sie in Ihrer Sendung offen über Sexualität berichtet hat, wurde die 22 Jahre alte Journalistin Rosanna al-Aymi zu 60 Peitschenhieben verurteilt. Ihr Gast in der Sendung, der zu dem Thema sprach und – oh wie schlimm- Sexspielzeug zeigte, bekam sogar 5 Jahre Gefängnis und 1000!!!! Peitschenhiebe. Selbst der Kameramann der Sendung muss zwei Monate in den Knast!

Wird es da Proteste geben? Wird hier mal jemand seitens der Bundesregierung intervenieren und sich öffentlich dagegen aussprechen? Werden hier Petitionen gestartet? Unterschriften gesammelt? Wohl nicht, denn das Saudische Öl wird ja gerne gekauft, da wird sich’s wohl niemand mit dem steinreichen Staat mit mittelalterlich-archaischem Rechtssystem verscherzen wollen.

Will dieses Land mit seiner mittelalterliche Ethik denn mit einem solchen Urteil etwa negieren, dass auch kleine Saudis nur dann zur Welt kommen, wenn neun Monate vorher schnöder Sex praktiziert wurde? Auch die Saudis poppen und die haben auch garantiert Spaß dabei! Aber wehe das sagt jemand! In Anlehnung an Sven Hieronymus:  KOTZEN KÖNNT ICH! KOTZEN!

[ad#Google Adsense]

Ja hallo erst mal, ich weis gar nicht …

Hallo erst mal ...
Hallo erst mal ...

… ob Sie’s wussten. Aber ich geh heute Abend zu Rüdiger Hoffmann und schau mir dem sein neues Programm „Obwohl“ an. Hoffmann gastiert im Sirona-Saal in Nierstein.

Die Pressemeldung zu seinem Programm verspricht: “ … In “obwohl…” wird er uns wieder an seinen Wahrheiten über das Allzumenschliche teilhaben lassen, die wir alle schon erlebt haben oder niemals erleben möchten.
Doch er schafft es gerade mit seinen kleinen Alltagsdramen uns Entlastung von unseren alltäglichen Katastrophen zu ermöglichen…

Ausführliche Kritik dann später hier an dieser Stelle.


[ad#Google Adsense]

Es trieft von fettem Speck!

Es gibt in der Tat sehr interessante Blogs. Manche beschäftigen sich mit allem möglichen. Andere sind streng monothematisch. Zur letzteren Gattung gehört auf  sehr strikte Art und Weise „Everything Bacon“ (zu Deutsch: „Alle Speck“). Und worum geht es da? Wer da nicht drauf kommt, ist Vegetarier!

[ad#Google Adsense]

Politisches Personalkaroussell oder Reise nach Jerusalem?

Das mit den Ämtern in der Bundesregierung soll einer verstehen. Da ist der stets gut gekleidete und pomadierte Karl-Theodor zu Guttenberg, der sich superklasse mit der Wirtschaft auskennt und sich getraut hat, auch in Sachen Opel Tacheles zu reden. Aber der soll jetzt den Verteidigungsminister geben. Gut die FDP hat wohl Ansprüche angemeldet und unseren Rheinland-Pfälzer Rainer Brüderle auf den Sessel geschoben. Guter Mann glaube ich. Aber der Guttenberg wäre wohl auch qualifiziert gewesen. Naja, wenn der Proporz regiert.

Der Wolle Scheuble, bisher Innenminister, wollte den totalen Überwachungsstaat anstreben. Aber der soll jetzt dr Finanzminischdr werd’n. Wollen die so dafür sorgen, dass er die Finger vom Datenschutz lässt? Und der, der für den Guttenberg den Kommandosessel der Bundeswehr verlässt, Franz-Josef Jung, der muss ja auch noch irgendwie unter. Da macht man den eben zum Arbeitsminister. Zensursula soll von der Familienministerin zur Gesundheitsministerin konvertieren. Ach entschuldigung. Schwester Guido hätte ich fast vergessen. Der kriegt was er verdient und darf demnächst auswärts ordentlich Englisch sprechen … „Hello, my name is Guido Westerwave“ …

Und in dem Stiel dreht sich das Personalkarrusell weiter. Kommt Euch das nicht auch so ein bisschen wie die Reise nach Jerusalem vor? Mal sehen, für wen kein Stuhl übrig bleibt. Es wird mal munter und fröhlich durchgetauscht. Wie entscheiden die das? Mit einer Dartscheibe? Wird gepockert? Lose ziehen? Und dann die Ideen. Schattenhaushalt! Gibts dann auch ein Schattenkabinett? Irgendwen, der die Fäden zieht?

[ad#Google Adsense]

Dein Sigmar Gabriel

Wie ich gerade beim Schockwellenreiter lese, hat die Süddeutsche Zeitung einen Brief von Sigmar Gabriel an seine Genossen Wort für Wort abgedruckt. Man liest, warum doe Roten derzeit so dermaßen Schwarz sehen und im Tal der Tränen wandern. Hier ein winziger Ausschnitt:

„Ich kann den Frust und Ärger in unserer SPD gut nachvollziehen, denn – das glaub mir bitte – mir und allen anderen hier in Berlin geht es auch so. Und das nicht, weil wir unsere Ministerien oder Jobs räumen müssen, sondern weil sich unsere SPD in einem katastrophalen Zustand befindet. Wir werden lange brauchen, uns davon zu erholen.“