Amoklauf Memmingen – Bei Ahnungslosigkeit einfach mal die Fresse halten!!

Was in Memmingen passiert ist, ist schlimm. Dass es „gut“ ausgegangen ist – also keine Menschen getötet oder verletzt wurden – ist gut. Aber prompt lese ich dazu heute Morgen auf Facebook:

„Bayern 2 fragt: Muss man das Waffenrecht verschärfen nach dem Memminger Amok-Alarm? – Nö, verbietet doch ein paar Computerspiele, ihr Affen!“

Ich kann diese gequirlte Grütze Scheiße echt nicht mehr hören! Diese strunz dummen Schublade-auf-Schublade-zu-Forderungen. Einfach alle Gewalt-haltigen Computerspiele verbieten und schon wird alles gut?! Stammtischparolen von Deppen, die von Themen ganz wenig Ahnung haben, aber trotzdem ganz viel dazu sagen, bevor sie sich das nächste Bier in den Hals schütten! Das gleiche gilt für die Knallköppe, die jetzt wieder fordern, dass man privaten Waffenbesitz komplett verbieten und natürlich sofort alle Sportschützenvereine platt machen sollte. Genau die gleiche scheuklappige Denkweise. Irgendwas irgendwie verbieten, das wird schon helfen. Hier gilt der Ratschlag: Bei Ahnungslosigkeit einfach mal die Fresse halten!! Aber das wollen diese Stammtischpragmatiker ja nicht.

Aber nicht nur an Stammtischen hören wir diese Parolen. Nein, denn jetzt treten natürlich auch wieder die Politiker auf den Plan. Beispiel: „Weil wir es in Deutschland erlauben, dass Menschen zu Hause ihre tödlichen Sportwaffen aufbewahren, wäre es gestern fast wieder zu einer Schultragödie gekommen“, sagte die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth am Mittwoch in Berlin. (http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3067281) Und laut Welt kann die gute Grüne Rot noch markigere Sprüche raushauen: „Die tödlichen Knarren müssen endlich raus aus den Privatwohnungen.“ (http://www.welt.de/newsticker/news3/article106368978/Memminger-Schuetze-knackte-Waffentresor-des-Vaters.html)

Nicht nur Claudia Roth nutzt solche Ereignisse wie in Memmingen, um sich mal wieder in Populismus und Populismen zu suhlen. Mit solchen Sprüchen kommt man ja auch direkt in die Presse und kann wieder Popularitäts-Bonuspunkte einkassieren. Wieder wird die Forderung laut: „Wenn Mitglieder von Schützenvereinen zur Ausübung ihres Sports schon Waffen benötigen, dann müssen die Waffen nebst Munition zentral in den Vereinsräumen sicher verschlossen und bewacht werden.“ (Grünenpolitiker Ströbele in der Süddeutschen).“ Experten unter anderem von der Gewerkschaft der Polizei warnen, dass dadurch riesige Waffenarsenale und Munitionsdepots entstehen. Die seien dann auch oft leicht auszunehmen, weil Schützenheime oft außerhalb liegen. Ob das stimmt? Keine Ahnung. Aber die Politiker werden nicht müde, wie die Parolenschreier an den Stammtischen, sich mit markigen Sprächen vor Kameras zu stellen. Hier gilt abermals der Ratschlag: Bei Ahnungslosigkeit einfach mal die Fresse halten!! Aber das können diese Politiker ja nicht.

Und wieder wird bei der Schuldfrage ganz fix nach schwarzen Schafen gesucht. Neben den Universalschuldigen Computerspiele und öffentlicher Waffenbesitz, schnell noch den Vater…. Obwohl. So ein Mist, der hat doch diesmal tatsächlich alles richtig gemacht und die Waffen, wie es das – jaja viel zu lasche – Waffengesetz fordert, korrekt weggesperrt. Nur war der Junge fähig, das Schloss zu knacken. Gut, also einfach wieder das Waffengesetz verschärfen, anstatt mal gründlich nach den Ursachen für solche psychischen Ausnahmezustände bei Jugendlichen zu suchen – ja ich rede von den jungen Menschen, die da durchdrehen und Amok laufen. Bloß das Thema nicht gründlich aufarbeiten sondern schnell-schnell banale Pseudopatentrezepte aus dem Hut zaubern. Hier gilt erneut der Ratschlag: Bei Ahnungslosigkeit einfach mal die Fresse halten!! Aber das will unsere Gesellschaft ja nicht. Lieber die einfache und bequeme Lösung, statt der Suche nach unbequemen Wahrheiten und eine ganzheitliche Betrachtung des Problems.

Nicht nur die Stammtischpragmatiker und Politpropagandisten drücken sich bei diesem Thema um die unbequemen Fragen. Also stellen wir diese doch mal an dieser Stelle!

Leitfrage: Was treibt einen jungen Menschen so weit, dass er derart ausrastet und zu solchen Taten fähig wird?

1. Sind es gewaltverherrlichende Computerspiele und TV-Sendungen oder Filme?

Wenn es die alleine wären, würden über all zigtausend schwerst bewaffnete Kindern und Jugendliche durch die Gegend meucheln!

2. Warum kümmert sich niemand um Jugendliche, die anderen mobben, quälen, „abziehen“, ausgrenzen und fertig machen?

Ach ja. Da müssten Schulen, soziales Umfeld und Gesellschaft ja genauer hinsehen, sich einmischen, handeln.

3. Warum hilft niemand überforderten Eltern, die Kinder vor dem Fernseher parken, weil beispielsweise beide Elternteile arbeiten müssen, um die Familie überhaupt über Wasser halten zu können.

4. Warum weisen alle an der Entwicklung eines jungen Menschen beteiligten, die Schuld immer anderen zu?

Na die Schulen sind doch schuld, äh nein die Eltern, äh nein die Medien, äh nein das soziale Umfeld, äh nein die Gesellschaft, äh nein die Kirche, äh nein die Politik, äh nein die Schulen, äh nein die Eltern ….

5. Warum gibt es kaum Hilfe für überforderte Eltern, die vielleicht ihr Kind vor der Glotze parken, weil beide arbeiten müssen, damit die Familie überleben kann.

Die sollen halt kommen und fragen, wenn sie Hilfe brauchen. Das Leben ist kein Ponyhof!

6. Warum lebt unsere Gesellschaft jungen Menschen immer wieder live und auch in den Medien vor, das man mit Ellenbogeneinsatz, Rücksichtslosigkeit und zur Not Brutalität prima ans Ziel kommt und erfolgreich ist?

Tja, so ist halt das Leben, was will man machen. Und die Medien, ja die halten der Gesellschaft ja nur den Spiegel vor.

6. Warum lernen Kinder und Jugendliche beispielsweise von Spitzenpolitikern, dass Fehler und Verfehlungen keine echten Konsequenzen haben?

Das Guttenberg sich seine Doktorabreit erschummelt hat, sich dann mal eine Weile nach USA absetzt, dann ein Buch dazu schreibt und seine nicht mehr gegelte Frisur in eine Talkshow hält, ist ja wohl nicht so dramatisch. Ja und das mit dem Wulff, das war ja eine Kampagne der Bild-Zeitung.

Ich könnte diesen Fragenkatalog weiter treiben. Aber ich will zum Fazit kommen. Das solche Dinge wie in Memmingen passieren, liegt am Zusammenspiel vieler Faktoren, Wirkungen und Probleme. Nur sind alle beteiligten zu feige, zu bequem und zu ignorant, sich zusammen an einen Tisch zu setzen und das Problem gesamtheitlich in Angriff zu nehmen. Nein, viel bequemer sind die Stammtischparolen und das Eigen-PR-Getrommel der Politiker.

 

Und für alle, die sich jetzt über den Text aufregen wollen. Euch sei gesagt, das in diesem Blog der Blick auf die Welt oft ein satirischer ist!

Wort-Wichser des Tages

Ist schon eine Weile her, dass ich einen solchen gekürt habe, doch heute ist mir eine Zeile auf XING ins Auge gesprungen, die dieser Auszeichung absolut würdig ist! In einer Art „Aufschrei verzweifelter Selbstvermarktung“ gab da einer folgende Parole als sein Motto an:

„gerne innoviere ich für Ihr Unternehmen…“

(Bild: stock.xchng)
(Bild: stock.xchng)

Klingt das nicht irgendwie wie „gerne ona…..“? Aber lassen wir den Griff in die unterste Schublade besser bleiben.

Der ganz normale Bahnsinn!!!! Oder: Scheiße Funkloch!!

Freitag, 20. April 17:59 Uhr. Der IC, der als Ersatzzug für den ICE 70 nach Hamburg eingesetzt ist, rollt im Frankfurter Bahnhof ein. Ich steige ein und damit beginnt eine wbahnsinnige Reise nach Hannover. Ich finde in einem Großraumwagen einen schönen Platz an einem Tisch. Der Tisch war mir eigentlich wichtig, denn Studenten brauchen einen Tisch, wenn sie lesen, schreiben und lernen wollen. Aber dazu kam es nicht. Planmäßige Abfahrt wäre 17:58 Uhr gewesen. Es ist 18:09 Uhr, der Zug rollt an …

Neeeeeiiiiinnnnnnn nicht zurück fahren!!!

Die Fahrkarte für die bahnsinns Fahrt nach Hannover.
Die Fahrkarte für die bahnsinns Fahrt nach Hannover.

… und prompt fängt im Sitz hinter mir ein junges Mädel wie vom wilden Watz gebissen an zu schreien: „Neeeeiiiiiiin, neeeeiiiiin. Ich will nicht zurück fahren. Oh mein Gott nein, ich will nicht zurück fahren!!!! Ich muss nach Göttingen!! Ich muss unbedingt nach Göttingeeeeeeeennnnn!“ Der ortskundige Leser wird es schon erahnen. Frankfurt ist ein Kopfbahnhof – mancher sagt auch „Sack-Bahnhof“ dazu – und deshalb fährt da JEDER Zug genau anders herum aus dem Bahnhof heraus, als er hinein gefahren ist. Doch die junge Dame jammerte in Panik, dies sei ihre erste Zugfahrt und sie müsse nach Göttingen und wolle nicht zurück fahren. Der erste Fahrgast versichert ihr, das der Zug nach Göttingen fährt, aber sie fragt sicherheitshalber den nächsten: „Fährt der Zug echt weiter nach Göttingen?“ Der gefragte Fahrgast: „Ja, ganz sicher, der fährt auch nach Göttingen.“ Doch sie fragt einen weiteren Fahrgast, der ihr auch bestätigt: „Ja, der fährt bestimmt nach Göttingen, ich muss da auch hin.“ Sie beruhigt sich langsam und setzt sich.

Du kannst mir echt noch ein letztes mal helfen

Doch hat der Wahnsinn damit ein Ende? NEIN. Es geht erst richtig los! Das Mädel, blutjung, lange schwarze Haare, ein hübsches Gesicht, belegt durch ihr weiteres Verhalten, dass sie dumm wie drei Meter Feldweg ist. Sie greift zum Handy und ruft jemanden an. Sie telefoniert so laut, das der gesamte Großrasumwagen mithören kann, mithören muss.

Es geht wohl darum, dass die angerufene Person – wir Fahrgäste haben später vermutet, dass es die Mutter war – quasi als Kolaborateur dem Vater sagen sollte, dass sie nicht „bei Ramada sondern bei Lisa“ ist. In einem fast einstündigen Gespräch – das wir wie gesagt alle mithören und mit ertragen mussten – versuchte sie von Frankfurt bis weit hinter Fulda, die angerufene Person zu Kolaboraiton zu bewegen. Wir mussten das gesamte emotionale Repertoir über uns ergehen lassen, das besagte junge Dame wie ein rhetorisches Feuerwerk abfackelte. Hier nur einige wenige Ausschnitte aus dem Gespräch:

Fordernd: „Hör mir zu! Hör mir zuu! Hör mir zuuuhuuuu! Scheiße Funkloch. Du sollt mir zuhören. Hööööööörrrrr miiiiirrrrr zuuuuuuu! Scheiße ich bin in einem Funkloch! Hörst Du mich? Jetzt hör mir zuuuhuuuu!“

Drängend: „Du musst mir helfen. Doch. Du musst mir helfen. Hör mir zu. Scheiße ich bin in einem Funkloch, hör mir doch mal zu. Duu muuhuuust mir helfen!!! Scheiße Funkloch.“

Bettelnd: „Du musst mir ein letztes mal helfen. Ja ich weiß, das ich viel Scheiße gebaut habe. Aber Du mußt mir … Scheiße Funkloch …. Du mußt mir unbedingt ein letztes mal helfen. Doooohooooch biiiiihiiiitäääääääää!!! Du kannst mir doch noch eeeeeiiiiiiinmaaaalll helfen.“

Psychologisch möchtergern-trickreich: „Gut! Ok, Dann hilfe mir nicht! Hätte ich nicht gedacht, das Du mich so in der Scheiße sitzen läßt. Scheiße wieder Funkloch. Ne, is ok., lass mich, hängen, hilf mir eben nicht. Scheiße Funkloch. Was? Ich bin in einem Fuuuuuhuuuunkloooooooch!“

Rotz und Wasser heulend – ganz großes Drama: „Iiiihiiihiiiichhhh haahaaaabbb dir vertrauuuhuuuuuttttt.“

Rechts ist die Funkloch-Göre.
Rechts ist die Funkloch-Göre.

Die beiden Herren am Tisch neben dran diksutieren mittlerweile offen, ob es genügt, das Handy aus dem Zug zu werfen, oder ob es sinnvoller wäre, die ernevrierende Funkloch-Göre direkt mit hinaus zu befördern. Aber die Erlösung nahte! Der Handy-Akku des Mädels ist alle. Zu früh gefreut. Sie steht auf, kommt zu mir und fragt mich, ob sie sich auf den freien Platz mir gegenüber hocken könne, um ihr Handy zu laden – dort in der Wand war eine Steckdose. Noch ehe ich etwas sagen kann, sitzt sie, lädt und wählt.

Einer der beiden Herren am Nebentisch erklärt ihr freundlich, wie ruhig und entspannt man reisen könne, wenn man das Handy doch einfach mal aus läßt. Sie antwortet, dass sie erst Dreizehn sei und dringend telefonieren müsse, weil sie noch so jung sei. Aber diesmal ist uns das Glück hold, denn irgendwie klärt sie ihr Problem aus für uns nicht schlüssigen Gründen plötzlich deutlich leiser und binnen fünf Minuten.

Der Depp mit der Tür

Doch dieser junge hübsche Albtraum einer Mitreisenden war an diesem Tag nicht der einzige verhaltensauffällige Mensch im Zug. Von meinem Platz aus konnte ich den „Depp mit der Tür“ sehen. Zwischen den Wagons eines IC-Zuges ist eine doppelflügelige Schiebetür. Diese geht per Pressluft auf und zu. Zum Öffnen drückst Du einen Türgiff-artigen Schalter nach Links oder Rechts. Dann geht die Tür auf. Zu geht sie von alleine.

MERKE: Egal in welche Richtung Du diesen Türgriffschalter drückst, Du ÖFFNEST damit die Tür!!!

Immer wenn ein andere Fahrgast durch die Tür ging – diese also öffnete – versuchte der Typ diese Tür wieder zu schließen. Manuell! Der Kerl – geschätzt um die 50, dick, wenig Haare mit Tendenz zur Glatze, gekleidet in einen ganz schrecklich gestreiften Pullover und eine Schlamm-farbene Jacke und eine ebenso Schlamm-farbene Hose – ergriff also diesen Türgriff und zerrte mit Leibesnkräften an der Tür. Er zerrte daran, um diese Tür – wie gesagt, die geht automatisch zu – von Hand zu schließen. Es gelang ihm auch oft, die Tür gegen den Widerstand der Pressluft zu zu zerren. Aber weil er dazu ja an dem Türgriffschalter gezerrt hatte, hat er damit sofort die Funktion ausgelöst, mit der die Tür wieder auf ging. Und so wiederholte sich dieses Spiel viele Dutzend male. Wenn die Tür durch Zufall mal von alleine zuging, dauerte es nicht lange, bis der nächste Fahgast kam, die Tür öffnete und der Kampf Deppen-David gegen Türen-Goliath von neuem entbrannte. Nur das David eben nie gewann. Da ich mir das Lachen nicht lange verkneifen konnte, begannen andere Fahrgäste in die gleiche Richtung zu blicken und lachten kurze Zeit später ebenfalls.

Zugbegleiters Albtraum und die geniale Lösung

Als dann die Schaffnerin – ok heute sagt man ja Zugbegleiterin – kam und nach den Fahrscheinen verlangte, zückte unsere telfonsüchtige junge Mitreisende doch tatsächlich eine Regionalverkehrsschülermontaskarfte und entfachte den nächste wbahnsinnigen Redeschwall!

Die Göre: „JaichhabedasschonmitihremKollegenbesprochendermirauchgesagthatdasichmitderKartenichtZugfahrendarfaberichbinerstdreizehnundnochsojungunddasistmeineersteZugfahrtundichmussnachGöttingenzumeinerTante!“

 Die Zugbegleiterin: „Aber für einen Fernzug brauchen Sie eine Bahnfahrkarte, der Verlehrsverbundausweis gilt hier nicht!“

 Die Göre: „JadastutmirauchvolleidundihrKollegehatmirdasauchgesagtundgemeinteswäredieseinemalinOrdnungundfürdieRückfahrtsollichmirneFahrkartekaufenMeineTanteholtmichauchamBahnhofabundestutmirechtleid.“

Die Zugbegleiterin raffte langsam, dass sie einen ruhigeren und unkomplizierteren Tag haben würde, wenn sie einfach sagt: „Ok, Sie dürfen bis Göttingen im Zug bleiben, aber für die Rückfahrt kaufen Sie sich eine reguläreFernverkehrsfahrkarte!“

Genial gelöst und wir hatten alle wieder unsere Ruhe, denn die Göre blieb bis Göttingen brav und still sitzen.

Die Rückfahrt am Samstag war – abgesehen von einer 45 Minütigen Verspätung durch „Personen im Gleis“ – sehr angenehm, ruhig und verlief in netter, weil bekannter Begleitung. Man trifft im Zug ab Hannover eben oft Leute, die wie ich selbst auf dem Rückweg von der DLRG Bundeszentrale in Bad-Nenndorf (bei Hannover sind). Die Stimmung der Rückgfahrt habe ich hier mal mit meinem iPhone dokumentiert:

Wir basteln uns eine „Du-bist-so-ein-scheiß-Apple-Fan-Uhr“

Man nehme einen Apple iPod Nano der neuesten Generation, in dessen Besitz man zufällig gekommen ist. – Zufällig deshalb, weil Apple für meinen sechs jahre alten Uralt-iPod-Nano eine Rückrufaktion gestartet hatte. Der Akku können überhitzen und explodieren. Alten iPod einschicken, neuen bekommen. – Und man nehme ein iPod Nano Uhrenarmband, das man z.B. bei Amazon bestellt. Der Rest ist simpel:

Armband und iPod nano
Armband und iPod nano
iPod nano auf dem speziellen Armand einklinken:
iPod nano auf dem speziellen Armand einklinken:
Fertig! Schon mutiert der iPod nano zur Armbanduhr für Apple-Freaks.
Fertig! Schon mutiert der iPod nano zur Armbanduhr für Apple-Freaks.
Und das schöne dabei ist ...
Und das schöne dabei ist ...
Die virtuellen Ziffernblätter lassen sich wechseln. Von schick ....
Die virtuellen Ziffernblätter lassen sich wechseln. Von schick ....
... über Boa-ne-echte-Männer-Uhr ...
... über Boa-ne-echte-Männer-Uhr ...
... und die Variante für kleine Mädchen ...
... und die Variante für kleine Mädchen ...
... bis zu Monster-cooooool.
... bis zu Monster-cooooool.

 

Zwischenruf: Ich fordere eine Idiotie-Steuer für Politiker

Halloooooo! Gehts noch?!! Wer hat der CDU denn bitte ins Hirn gefurzt, dass die mit diesem idiotischen Vorschlag der „Demografie-Steuer“ kommen?! Demnach soll jeder Bundesbürger ab Vollendung seines 25. Lebensjahres bis zu einem Prozent seines Einkommens als Steuer gegen die Überalterung der Gesellschaft zahlen. Ja neee ist klar! „Wenn’s schlimmer werd, mache ‚mer e Läppsche drum“, sagt man in Rheinhessen. Immer wieder dieser Blödsinn! Mal sollen Erwachsene zahlen, die keine Kinder haben und jetzt auf einmal alle, auch die mit Kindern.  Du wirst alt, also zahl gefälligst?! Logans Run – auf Deutsch „Flucht ins 23. Jahrhundert“ – lässt herzlich grüßen!

(Bild: stock.xchng)
(Bild: stock.xchng)

Eine Strafe für’s älter werden?! Eine Steuer, weil die Deutschen zu wenig poppen und nicht genug Kinder in die Welt setzen? Weil wir durch die Rahmenbedingungen, die die Poltik schafft, ja auch gerade soooooo kinderfreundlich sind. Hast Du zwei Kinder, wird schon gemunkelt und statistisch gelten Familien mit mehr als 1,6 Kindern in Deutschland schon als ASOZIAL! Na prima! Da macht Kinder kriegen und haben gleich 1,6 mal soviel Spaß. Bewirb dich um eine Mietwohnung mit mehr als einem Kind, schon wird es schwierig. Mehr als zwei Bälger und’s ist vorbei. Kinderreiche Familien haben deutlich weniger Geld zur Verfügung, als die gesellschaftsnormierte Ein-Kind-Familie. Und von der Versorgung mit Betreuungsmöglichkeiten für Kinder wollen wir mal garnicht reden.

Zurück zur Politik und dem Vorschlag der CDU! Es ist schon sehr interessant, dass die Politik dauernd über neue Steuern nachdenkt, angeblich um gesellschaftspolitische Änderungen herbei zu führen. Aber was würde mit den Einnahmen der Demografie-Steuer passieren? Würden die zweckgebunden in Familienpolitik und Bedinungen investiert, die das Kinder kriegen attraktiver machen? NEIN!! Das Geld würde in die Löcher gestopft, die an anderer Stelle durch unfähige Poltik und Entscheidungen aufgerissen werden!

Beispiel gefällig? Erst wird die Solarbranche durch Subventionspoltik künstlich aufgeblasen und finanziell zur Boombranche fit gespritzt. Dann wird sie durch Kürzung der Solarförderung ruiniert und schließlich an den Subventionstropf gehängt, damit sie nicht den Bach runter geht. Stichwort Q-Cells!! Statt vernünftige Finanz- und Steuerpoltik zu betreiben, wird einfach eine neue Steuer erfunden, die es dann richten soll. Dann wird noch – wie in diesem Fall – das Demografie-Etikett drauf gepappt, um das Ganze verkaufen zu können.

(Bild: stock.xchng)
(Bild: stock.xchng)

Ich fordere eine Idiotie-Steuer für Politiker. Immer wenn ein Politiker einen unsinnigen oder anderweitig untauglichen Vorschlag macht, muss er ein Prozent seines Monatssalairs bezahlen. Für alle, die den Vorschlag unterstützen, gilt das Gleiche. Wird der Schwachsinn beschlossen, werden zwei Prozent fällig und sobald diese Entscheidungen Schaden anrichten, erhöhen wir auf vier Prozent.

Artikel 3 Grundgesetz sagt: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Das gilt laut Gesetz in Bezug auf Männer und Frauen, Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkunft, Glauben, religiöse oder politische Anschauungen und auch bezüglich einer Behinderung. Das Alter steht zwar nicht explizit drin, gehört aber dazu. Dieser schwachmatische Vorschlag der CDU will die offizielle Ungleichbehandlung junger und älterer Menschen in ein Gesetz gießen.

Glauben die von der CDU tatsächlich, dass die Deutschen mit der Einführung dieser Demografie-Steuer dann direkt in die Kiste hüpfen und fleißig ganz viele Kinder zeugen werden? Muahahaaa!!! Dann sollten die doch lieber einen Steuererlass für Sex einführen. Männlein und Weiblein, die es nachweislich einmal die Woche miteinander treiben, zahlen weniger. Rappelts öfter in der Kiste, gibt noch mehr Rabatt. Und kommt Nachwuchs dabei rum, gibt’s ’ne komplette Steuerbefreiung, bis der Racker in der Schule ist. DAS wäre mal ein Konzept!

Herr Gauck bitte treten Sie sofort vom Amt des Bundespräsidenten zurück!

Wie? Was heißt hier, der ist doch noch garnicht gewählt? Das ist doch wohl völlig wurscht! Statt der einschlägig bekannten „Präsidenten-Presse“, der das zur Not auch wurscht ist oder wäre, fahren derzeit diverse Politiker ihre Geschütze hoch. Denen ist scheinbar nicht wurscht, das der Gauck werden soll, was er eigentlich nach Mutti Merkels Plänen nicht werden sollte: El Präsidente de República Federal de Alemania. Wurscht hin oder her, der Mann ist doch quasi schon erledigt!

Jetzt wird aber mal gaaaaanz fix geheiratet Herr Gauck!

Da fordert dieser halbhirnige Schwarzfußindianer Norbert Geis, dass der Gauck erstmal heiraten soll, bevor er das Amt an tritt. In der Passauer Neuen Presse salbadert der Kerl doch: „Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird.“ Hat dieser CDU-Mann noch alle Glocken im Turm? Völlig zurecht reagiert der rote Bruder Wiefelspütz: „Ich kann meinem Freund Norbert Geis nur zurufen: Halt den Mund!“

Der dicke Gabriel von der SPD nutzt die Gelegemheit auf jeden Fall schon mal, um mit dem Thema Gauck als Bundespräsident Poltik zu machen und stichelt gegen die FDP. Er wirft der FDP Profilierungssucht vor. Ja nee, is klar! Das sacht der Richtige und macht beim Politischen Aschermittwoch einen auf dick. Der Grüne Cem Özdemir will da natürlich nicht hinten an stehen und stimmt nach der Entscheidung für Gauck gleich den Grabgesang für die scharzgelbe Koalition an.

Wie?! der Gauck mag Occupy nicht, dafür aber den Sarrazin!

Ja nochmal zu meinen Freunden, den Grünen. Nehmen wir den Hans-Christian Ströbele. Der erklärte im Fernsehsender Phoenix: „Mich stört, dass Herr Gauck eine Reihe von Äußerungen in der Öffentlichkeit getan hat, die mich doch sehr geärgert und zum Teil sogar erschreckt haben.“ Das ist ja eine Spezialiät von Politikern mit vielen Worten NIX zu sagen. Konkret ging es Schwafele – äh Verzeihung Ströbele – und auch dem integrationspolitische Sprecher Memet Kilic wohl um Gaucks Äußerungen zu den umstrittenen Zuwanderungs-Thesen von Thilo Sarrazin.

Aber viele bei den Grünen scheinen Feuererlaubnis zu haben. Der Jürgen Tritt-ihn hat laut Spiegel online schon gleich Handlungsanweisungen für Gauck, dem er empfiehlt auf seine Kritiker etwa aus dem Lager der Occupy-Bewegung zugehen. Und wollen Die Linken und Die Piraten etwa Humor beweisen, dass sie den deutsche Kabarettisten und Kapitalismuskritiker Georg Schramm als Gegenkandidaten aufstellen wollen. Gehe ich fehl in der Annahme, wenn ich sage: Den kennt doch keine Sau! Apropos Die Linken. Deren Parteichefin Gesine Lötzsch hat auch ’ne Orakelpille eingeworfen und prophezeit laut Spiegel Online „CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen, die Gauck auf den Schild gehoben hatten, ein „blaues Wunder“ mit ihrem Kandidaten.

Was is’n bloß mit dem Diekmann los? Der ist so ruhig.

Aber moment mal? Was ist mit Kai Diekmann, dem obersten Präsidentenjäger los? Die BILD-Zeitung hält den Ball in Sachen Gauck nicht nur ganz schön flach. Sie ist ja beinahe neutral bis positiv, wenn man so die Artikel liest, die die Suchfunktion auf www.bild.de zum Stichwort Gauck in den letzten Tagen liefert. Nur ganz zaghaft wird unter der Überschrift „Hansi Gauck: Scheidung war nie ein Thema“ über nicht nicht erfolgte Scheidung von der Frau berichtet, von der Gauck seit über 20 Jahren getrennt lebt. Ansonsten nur Eitel-Sonnenschein. Warten die Diekmannen ab, bis er gewählt ist, um dann los zu legen?

Im Netz schwappt schon die Anti-Gauck-Welle

Unter dessen berichtet die Frankfurter Rundschau unter der völlig verkopften Überschrift „These Antithese Synthese oder Ping Pong Ping“ dass sich im Netz bereits eine „Anti-Gauck-Welle“ bildet, die von Twitter beschleunigt wird. Da wird dann auch schon fleißig zu Gauck gebloggt – ooops, das mache ich ja auch gerade – und wir lesen: „Gauck in der Filterbubble oder wie wir lernten den Kontext zu ignorieren„. Aber der Text spricht sehr viel Wahres aus – also lesen! Und der Text fasst Thesen zusammen, die das Netz und andere Antagonisten zu Joachim Gauck aufgestellt haben:

  • Gauck findet Occupy-Bewegung und Bankenkritik “unsäglich albern”
  • Gauck befürworte die Vorratsdatenspeicherung
  • Gauck bezeichnete Hartz4 Proteste als töricht und unangemessen, ist daher “Ein Theologe der Herzlosigkeit”
  • Gauck ist ein Sarrazin-Fan

Die ganzen Parolenschreier schnappen sowas begierig auf, denn das ist viel bequemer, als sich eine eigene Meinung zu bilden. Wir lesen dann Sätze wie: „Einem solchen Menschen – offenkundig heillos in sich selber verstrickt, in die eigene höchstpersönliche Lebensgeschichte – darf man das höchste Amt, das in der Bundesrepublik zu vergeben ist, nicht anvertrauen.“ Jeder Mensch hat eine Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen, Glanzleistungen und Fehlern. Aber scheinbar wird von einem Bundespräsidenten erwartet, dass er vollkommen makellos und vollkommen unfehlbar ist.

Weg mit Gauck, wir nehmen den Gottschalk!

Es kann nur eine Lösung geben: Herr Gauck sollte sofort vom Amt des Bundespräsidenten zurück treten. Jawohl, noch vor der Wahl! Wir nehmen dann statt dessen den Gottschalk. Dem seine Quote mit der neuen Sendung ist eh bald im Keller angekommen, so dass er einen neuen Job braucht. Dann haben wir einen harmlosen und telegenen Grüßaugust als Präsidenten, der dem Amt mit verrückter Garderobe wenigstens etwas Farbe gibt. Und er ist anständig und ordentlich verheiratet und hat seine Hütte in Los-Angeles garantiert selbst bezahlt.

Der Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp

Nun denn. Es ist mal wieder an der Zeit, über obskure Zeitgenossen zu berichten, da ich einen solchen unlängst in freier Wildbahn beobachten dürfen musste. Diesmal will ich vom „Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp“ berichten. Eben dieser war in dem von mir und einer wertgeschätzen Kollegin beobachteten Fall im dritten Stock des Firmengebäudes, in dem sich unser beider Arbeitsplätze befinden, zu bestaunen. Der Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp war geschätzt Mitte 50 (und ist es sicher immer noch), wohl beleibt, bebrillt und beglatzt und stand vor einem der beiden hochmodernen Kaffeeautomaten. Wir pilgern täglich so um 15 Uhr immer dorthin in B3, um uns mit einem Capucchino, „ner Latte“ oder vergleichbarem Koffeein-haltigen Heißgetränk zu versorgen. Kost‘ nix und schmecken tut’s auch. Aber ich schweife ab.

Zurück zum Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp. Eben jener steht also vor dem linken hochmodernen Kaffeeautomat. Kaffeesorten, die mit Espresso zubereitet werden, sind auf den Füllstand des Espressobohnenbehälters angewiesen. Ist der recht leer, so klopfen manche Benutzer leicht und vorsichtig dagegen, um die letzten Böhnchen zartsanft ins Mahlwerk zu treiben. Nicht so der Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp. Er holt aus und hämmert mit der Faust geschätzte 5 bis 10 Mal von der Seite aus voller Kraft auf den Espressobohnenbehälter ein, sodass dieser sich fast aus der Verankerung löste und umgekippt wäre, hätte der Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp den Espressobohnenbehälter nicht gegen den Behälter für reguläre Bohnen gehämmert.

Aber hat der Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp damit das Martyrium des hochmodernen Kaffeeautomaten beendet? NEIN! Der Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp hatte da noch was im Repertoire. Der Kaffeeauslass, also der „Kopf“, aus dem der Kaffee wohlriechend in die Tasse rinnt, wird von der Maschine vollautomatisch an die Höhe der Tasse angepasst. Die Maschine ist so intelligent, dass sie den Spenderkopf selbständig mit einem Elektromotor korrekt auf Höhe der Tasse absenkt und danach wieder anhebt. So ist die Maschine in der Lage, jedwege Tassengröße zu befüllen, ohne den Nutzer voll zu spritzen.

Aber jetzt trat der Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp auf den Plan. Mit beiden Händen griff er ebenso beherzt wie brutal den Kaffeespenderkopf und drückte ihn rabiat abwärts, bis er auf der Tasse aufsaß. Dieser Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldepp ist spürbar deutlich weniger intelligent, als der hochmoderne Kaffeeautomat. Das traurige Ergebnis dieser Folter durch Kaffeeautomatenkaputtschlagvolldeppen – der Plural ist mit hoher Wahrscheinlichkeit berechtigt – könnt ihr in diesem erschütternden Video sehen, das ich heute gemacht habe. Ich befürchte das arme – und vor kaum einem dreiviertel Jahr neu angeschaffte – Gerät, wird bald das Zeitliche segnen.

CPU ist nicht immer Central Processing Unit

Ich frage mich seit yesterday wieder, why bei uns eigentlich mitlerweile so many things immer in fucking Englisch bezeichnet, benannt und beschildert werden müssen. Especially when es dafür wonderful german Worte gibt, die everybody kennt und auch unfallfrei outspeaken kann. Wenn somebody you kennst sehr gut ins Krankhaus comes, dann ist das schon very aufregend genug. Wen you den dann besuchen willst und your mom sagt am Phone in Sachen Wegbeschreibung the following:

„Da steht so ein Schild an der Tür von der Abteilung. Ich weiß nicht was das heist und wie man das ausspricht. Geh einfach direkt vor der Treppe links in den Gang und dann ins Zimmer fünf.“

Geht das den nicht auch auf Deutsch????!!!!!
Übersetzt: Brustschmerzabteilung

Ja dann fragt man sich:
Geht das denn nicht auch auf Deutsch????!!!!!

Ich bin sehr fit in Englisch, spreche es fließend. Aber das gilt eben nicht für jeden! Viele Deutsche können es schlecht, ältere Menschen teilweise garnicht, weil sie es nie gelernt haben. Was ist mit ausländischen Mitbürgern, die eine andere Muttersprache haben und für die schon Deutsche eine Fremdsprache ist? Ich habe nichts gegen Englisch und englische Bergiffe und Anglizismen. Dort wo sie nötig oder sinnvoll sind, warum nicht?! Aber muss man sich „committen“, statt sich zu einigen? Muss man ein „Appointment“ statt einen Termin haben? Muss man ein „Agreement“ statt einer Einigung erreichen? „Muss man „outperformen“ statt ein Ziel zu übertreffen? Muss ein Deutsch-Muttersprachler im Gespräch mit anderen Deutsch-Muttersprachlern dauernd englische Worte einflicken, oder würde man ihn nicht auch ohne dieses „clever-shitting“ für einen intelligenten und gebildeten Menschen halten? Muss man „what the fuck“ und „fuck you“ anstatt „was zum Geier“ und „leck mich am…“ sagen?

In diesem Sinne liebe Dudes and Dudettes, have a nice day!

Guten Appetit wünschen Schubeck, Baudrexel, Lichter & Co

Spitzenköche verdienen Spitzengagen und predigen im Fernsehen bei „Lanz kocht“ & Co immer wieder viele Worte um frische Zutaten und Chemie-freie Lebensmittel. Alles selbst zubereiten, kein Glutamat, keine Hilfsstoffe, keine Fertigwürzen, keine Tütenprodukte. Das predigen Sie mit einer Inbrünstigkeit sondersgleichen.

Wie gesagt: Spitzenköche verdienen Spitzengagen … auch mit Werbung.

Und wie sich beispielsweise Schuhbeck heutzutage prostituiert und sein Eigentor schönredet, dass sehen wir hier:

… und wer ist eigentlich Herr Lang

Wer so wie ich auf der Suche ist, der sucht mal hier mal dort. Bei dem „dort“ habe ich mir unlängst mal www.parship.de angesehen. Wer auf dieser Flirtplattform neben den kostenlosen Basisfunktionen auch die tollen Features

Unbegrenzt kommunizieren
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nutzen will, muss nicht gerade wenig bezahlen. Selbst das beste Angebot für die Premiummitgliedschaft kostet immer noch unromantische 29,90 Euro und das PRO MONAT.

Toller Kundendienst bei Parship.de
Toller Kundendienst bei Parship.de

Viel viel Geld für sehr wenig Funktionen. Als Journalist ist die Neugier eine anerkannte Berufskrankheit. Also habe ich über das Kontaktformular mal die folgende Frage an Parship – ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Holtzbrinck – geschickt:

Kunde 21/12/2011 09:25
Könnten Sie mir sagen, warum Parship so unglaublich teuer ist? Selbst bei 12 Monaten immer noch knapp 30 Euro. Und das für ein paar zusätzliche Funktionen. Das ist zuviel.

Ja und sehr schnell – noch am selben Tag – kam folgende vor Kompetenz nur so stotzende Antwort:

Sehr geehrter Herr Lang,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

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Ich würde mich freuen, Sie als Premium-Mitglied bei PARSHIP zu begrüßen.

Mit freundlichen Grüßen
Marion Littek
Ihr PARSHIP Kundenservice

Ich kam nicht umhin, auf diese Mail folgendes zu antworten:

Guten Tag,

danke für die Mail mit dem Angebot, die aber keine Antwort auf meine eigentliche Frage ist. Und wer ist eigentlich „Herr Lang“?

Gruß
Andreas Lerg

Fazit: Die Kundendienstler bei Parship.de bringen es nicht fertig, a. eine Frage zu lesen und konkret zu beantworten und b. den Namen eines Nutzers zu lesen (ich bin … und bald war … dort mit meinem echten Namen angemeldet). Und sowas wird (angeblich) Testsieger. Setzen, Sechs!!

UPDATE:

Immerhin sind sie teilweise lernfähig, auch wenn diese Mail abermals meine Frage nicht wirklich beantwortet.

Sehr geehrter Herr Lerg,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Zunächst möcht ich mich für die falsche Ansprache entschuldigen
Ihre ehrliche Meinung interessiert uns sehr.

Es lohnt sich jedoch, Premium-Mitglied bei PARSHIP zu sein: Rund 38% unserer Premium-Mitglieder sagen, dass sie bei PARSHIP eine neue Liebe gefunden haben (Quelle: Nutzerbefragung nach Ende der Premium-Mitgliedschaft).

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Ich würde mich freuen, Sie bei PARSHIP begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Marion Littek
Ihr PARSHIP Kundenservice