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Der hier nicht näher genannte Bürgermeister hatte heute morgen gesunden Stuhlgang

Die mediale Selbstverliebtheit mancher Bürgermeister und Ortsvorsteher treibt nicht selten obskure Blüten. So erhielt ich heute die Pressemeldung eines hier nicht näher genannten Bürgermeisters einer hier nicht näher genannten Gemeinde mit der Bitte diese (auf meinem Regionalportal www.wir-in-rheinhessen.de) zu veröffentlichen. Inhalt: Der hier nicht näher genannten Bürgermeister der hier nicht näher genannten Gemeinde war in einem hier nicht näher genannten Lokal der besagten hier nicht näher genannten Gemeinde eingekehrt. Grund dieser Einkehr war, dass das hier nicht näher genannten Lokal seinen hier nicht näher genannte alten Namen in einen hier nicht näher genannten neuen Namen geändert hat. Ansonsten blieb es in dem hier nicht näher genannten Lokal eigentlich beim alten. Also gleicher Wirt, gleiches Team, gleiche Küche und so weiter. Ok etwas hat sich doch geändert, denn das Lokal wurde renoviert, die Küche modernisiert, etc.

(Bild: stock.xchng)
(Bild: stock.xchng)

Die Relevanz dieser Meldung des hier nicht näher genannten Bürgermeisters der hier nicht näher genannten Gemeinde tendiert meiner Meinung nach gegen Null. Es gibt sicherlich deutlich Wichtigeres in der hier nicht näher genannten Gemeinde, um das sich der hier nicht näher genannten Bürgermeister kümmern sollte und was eine echte Pressemeldung wert ist und selbiger die nötige Relevanz verleiht. Was kommt denn dann noch als Pressemeldung?! So was wie „Der hier nicht näher genannte Bürgermeister hatte heute morgen gesunden Stuhlgang“??

Sollte sich der hier nicht näher genannte Bürgermeister in diesem Beitrag wieder erkennen und daran Anstoß nehmen wollen, so sei ihm gesagt, dass es sich bei diesem Blog um ein meist satirisch geprägtes Blog handelt.

Höflichtkeit ist eine Zier, doch besser geht’s ohne ihr …

… das scheint sich auch ein gewisser Bürgermeister der hiesigen Gebietskörperschaft zu denken. Anstatt so etwas wie „Guten Abend Herr Lerg, was führt Sie zu uns … oh der Sozialausschuss fällt aus, tut mir leid das wir darüber nicht ausreichend informiert haben … das hier ist eine nichtöffentliche Sitzung …“ wird man Gruß-los angeherrscht: „Was wollen Sie?!“ Benehmen ist wohl nicht jedermanns Sache. Da ist wohl in Kürze ein Hausbesuch meinerseits fällig, falls sich nicht anderweitig die Möglichkeit ergibt, den Ball zurück übers Netz zu spielen. Und zwar meinerseits in aller Höflichkeit!

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