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Zwischenruf: Ich fordere eine Idiotie-Steuer für Politiker

Halloooooo! Gehts noch?!! Wer hat der CDU denn bitte ins Hirn gefurzt, dass die mit diesem idiotischen Vorschlag der „Demografie-Steuer“ kommen?! Demnach soll jeder Bundesbürger ab Vollendung seines 25. Lebensjahres bis zu einem Prozent seines Einkommens als Steuer gegen die Überalterung der Gesellschaft zahlen. Ja neee ist klar! „Wenn’s schlimmer werd, mache ‚mer e Läppsche drum“, sagt man in Rheinhessen. Immer wieder dieser Blödsinn! Mal sollen Erwachsene zahlen, die keine Kinder haben und jetzt auf einmal alle, auch die mit Kindern.  Du wirst alt, also zahl gefälligst?! Logans Run – auf Deutsch „Flucht ins 23. Jahrhundert“ – lässt herzlich grüßen!

(Bild: stock.xchng)
(Bild: stock.xchng)

Eine Strafe für’s älter werden?! Eine Steuer, weil die Deutschen zu wenig poppen und nicht genug Kinder in die Welt setzen? Weil wir durch die Rahmenbedingungen, die die Poltik schafft, ja auch gerade soooooo kinderfreundlich sind. Hast Du zwei Kinder, wird schon gemunkelt und statistisch gelten Familien mit mehr als 1,6 Kindern in Deutschland schon als ASOZIAL! Na prima! Da macht Kinder kriegen und haben gleich 1,6 mal soviel Spaß. Bewirb dich um eine Mietwohnung mit mehr als einem Kind, schon wird es schwierig. Mehr als zwei Bälger und’s ist vorbei. Kinderreiche Familien haben deutlich weniger Geld zur Verfügung, als die gesellschaftsnormierte Ein-Kind-Familie. Und von der Versorgung mit Betreuungsmöglichkeiten für Kinder wollen wir mal garnicht reden.

Zurück zur Politik und dem Vorschlag der CDU! Es ist schon sehr interessant, dass die Politik dauernd über neue Steuern nachdenkt, angeblich um gesellschaftspolitische Änderungen herbei zu führen. Aber was würde mit den Einnahmen der Demografie-Steuer passieren? Würden die zweckgebunden in Familienpolitik und Bedinungen investiert, die das Kinder kriegen attraktiver machen? NEIN!! Das Geld würde in die Löcher gestopft, die an anderer Stelle durch unfähige Poltik und Entscheidungen aufgerissen werden!

Beispiel gefällig? Erst wird die Solarbranche durch Subventionspoltik künstlich aufgeblasen und finanziell zur Boombranche fit gespritzt. Dann wird sie durch Kürzung der Solarförderung ruiniert und schließlich an den Subventionstropf gehängt, damit sie nicht den Bach runter geht. Stichwort Q-Cells!! Statt vernünftige Finanz- und Steuerpoltik zu betreiben, wird einfach eine neue Steuer erfunden, die es dann richten soll. Dann wird noch – wie in diesem Fall – das Demografie-Etikett drauf gepappt, um das Ganze verkaufen zu können.

(Bild: stock.xchng)
(Bild: stock.xchng)

Ich fordere eine Idiotie-Steuer für Politiker. Immer wenn ein Politiker einen unsinnigen oder anderweitig untauglichen Vorschlag macht, muss er ein Prozent seines Monatssalairs bezahlen. Für alle, die den Vorschlag unterstützen, gilt das Gleiche. Wird der Schwachsinn beschlossen, werden zwei Prozent fällig und sobald diese Entscheidungen Schaden anrichten, erhöhen wir auf vier Prozent.

Artikel 3 Grundgesetz sagt: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Das gilt laut Gesetz in Bezug auf Männer und Frauen, Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkunft, Glauben, religiöse oder politische Anschauungen und auch bezüglich einer Behinderung. Das Alter steht zwar nicht explizit drin, gehört aber dazu. Dieser schwachmatische Vorschlag der CDU will die offizielle Ungleichbehandlung junger und älterer Menschen in ein Gesetz gießen.

Glauben die von der CDU tatsächlich, dass die Deutschen mit der Einführung dieser Demografie-Steuer dann direkt in die Kiste hüpfen und fleißig ganz viele Kinder zeugen werden? Muahahaaa!!! Dann sollten die doch lieber einen Steuererlass für Sex einführen. Männlein und Weiblein, die es nachweislich einmal die Woche miteinander treiben, zahlen weniger. Rappelts öfter in der Kiste, gibt noch mehr Rabatt. Und kommt Nachwuchs dabei rum, gibt’s ’ne komplette Steuerbefreiung, bis der Racker in der Schule ist. DAS wäre mal ein Konzept!

CPU ist nicht immer Central Processing Unit

Ich frage mich seit yesterday wieder, why bei uns eigentlich mitlerweile so many things immer in fucking Englisch bezeichnet, benannt und beschildert werden müssen. Especially when es dafür wonderful german Worte gibt, die everybody kennt und auch unfallfrei outspeaken kann. Wenn somebody you kennst sehr gut ins Krankhaus comes, dann ist das schon very aufregend genug. Wen you den dann besuchen willst und your mom sagt am Phone in Sachen Wegbeschreibung the following:

„Da steht so ein Schild an der Tür von der Abteilung. Ich weiß nicht was das heist und wie man das ausspricht. Geh einfach direkt vor der Treppe links in den Gang und dann ins Zimmer fünf.“

Geht das den nicht auch auf Deutsch????!!!!!
Übersetzt: Brustschmerzabteilung

Ja dann fragt man sich:
Geht das denn nicht auch auf Deutsch????!!!!!

Ich bin sehr fit in Englisch, spreche es fließend. Aber das gilt eben nicht für jeden! Viele Deutsche können es schlecht, ältere Menschen teilweise garnicht, weil sie es nie gelernt haben. Was ist mit ausländischen Mitbürgern, die eine andere Muttersprache haben und für die schon Deutsche eine Fremdsprache ist? Ich habe nichts gegen Englisch und englische Bergiffe und Anglizismen. Dort wo sie nötig oder sinnvoll sind, warum nicht?! Aber muss man sich „committen“, statt sich zu einigen? Muss man ein „Appointment“ statt einen Termin haben? Muss man ein „Agreement“ statt einer Einigung erreichen? „Muss man „outperformen“ statt ein Ziel zu übertreffen? Muss ein Deutsch-Muttersprachler im Gespräch mit anderen Deutsch-Muttersprachlern dauernd englische Worte einflicken, oder würde man ihn nicht auch ohne dieses „clever-shitting“ für einen intelligenten und gebildeten Menschen halten? Muss man „what the fuck“ und „fuck you“ anstatt „was zum Geier“ und „leck mich am…“ sagen?

In diesem Sinne liebe Dudes and Dudettes, have a nice day!

Ist das der König aller Wort-Wichser?

Ich glaube ich habe ihn gefunden! Den Großmeister der Verbalverzwirbelei par exellence, den Leser-Folterknecht schlecht hin. Sprich, den König aller Wort-Wichser. Schon die ersten drei Sätze beschwören unheilvoll herauf, was auf den Leser dieses FAZnet-Artikels „Auf der Innenseite der Oberfläche“ lauert:

Zwischen dem hörigen Herrn und seinen smart phonenden Sklaven, zwischen Benutzer und maschinellem Knecht breitet sich die Bedienungsoberfläche aus. Sie deckt das völlig Unmenschliche unserer Prothesen zu, und nicht nur der digitalen. Sei es nun harte oder weiche Ware – Bedienungsoberflächen kleiden längst auch Haushaltsgerät oder bohrendes Werkzeug in die Gewänder von Drop-Down-Menüs.


Und in eben diesem Stil geht es weiter. Der Autor ergötzt sich in Äußerungen wie:

Die Schöpfer des Geräts lieben ihren Sendeempfänger wie eine Mutter ihr behindertes Kind.

Oder

An dieser Stelle betreten die Autoren von Bedienungsanleitungen den Kampfplatz. Sie verfassen das, was – stilistisch betrachtet – nicht selten eine Schnittmenge ist von Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und einem Reiseführer, der mit Sätzen wie „Die Suppe ist lauwarm“ in irgendeiner Sprache weiterzuhelfen versucht, die außer heiß, kalt und angenehm warm keine Temperaturbegriffe kennt.

Ok, besagter Autor lässt sich über das Elend aus, das wir in Bedienungsanleitungen all zu oft lesen müssen und ich bilde mir zumindest ein, die Absicht einer Glosse zu erkennen. Doch scheint er sich bei seinem Artikel fest vorgenommen zu haben, die Unverstehbarkeit von Bedienungsanleitungen nicht nur aufs Korn zu nehmen, sondern selbst auf die Spitze zu treiben. Wie sonst kann so jemand straffrei mit Sätzen davon kommen, wie:

Analphabetisch piktorial wird auch ad usum eines Kapuzineräffchens verdeutlicht, wie der Akku und die Sim-Karte ins neue Smartphone zu praktizieren sind.