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Die Fressmaschine

Gestern Abend nach dem Schwimmen – wir haben eben schnell die 1000 Meter (40 Bahnen a 25 Meter) für’s Sportabzeichen weggekloppt – sind wir von der Not und Hunger getrieben zum McDonalds gefahren. Leider waren wir zu dieser drastischen Maßnahme gezwungen, da durch diverse Heldentaten unsere Stammkneipe direkt im Hallenbad zugemacht hat. Das war schon praktisch da beim Rüdiger. Du konnest quasi direkt aus der Dusche in die Kneipe gehen. Da war’s gemütlich und immer lecker und wir haben dort viele schöne Abende verbracht. Aber seit letzter Woche…. Aber ich schweife ab.

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Die Fressmaschine.

Also wie gesagt, wir waren beim Mäckes. Schwimmen macht natürlich hungrig. Aber wie es scheint macht Schwimmen auch dann hungrig, wenn man anderen dabei zuschaut. Denn einer der Youngsters in der Gruppe hatte den Abend wie immer als Trainer am Beckenrand verbracht und auch nach 20 Uhr nicht eine Bahn gezogen. Er hat dann bei McDonalds einen Big Mac gegessen. Nachdem er den verputzt hatte, rückte er dem zweiten Big Mac zu Leibe, den er sich gleich zu Beginn geholt hatte. Parallel zu den beiden Big Macs hat er noch eine 20er Packung Chicken Mac Nuggets vertilgt. Muss ich erwähnen, dass auch Pommes und Cola den Weg in den nimmersatten Schlund fanden.

Die Fressmaschine.
Die Fressmaschine.

Und was sagt der Kerl, nachdem er sich geschätzte 10.000 Kalorien reingehauen hat?!?! „Ich hab noch Hunger!“ Ja aber wenn Sie wertgeschätzte Leser jetzt glauben, dass der zweite Vornamen dieses jungen Mannes „Adipositas“ lautet, er Klamotten im XXXXL-Maß trägt und nur quer durch die Eingangstür der Burger-Braterei passt, dann irren Sie sich auf das aller Gewaltigste. Der Kerl ist spindeldürr!!! Der muss bei stärkerem Wind schwere Schuhe anziehen, dass er nicht weggeweht wird. Und wir haben noch so einen im Verein, bei dem man auch die Knochen klappern hört, wenn er sich bewegt. Der kann auch (fast) soviel (fr)essen. Also ich würde soviel Zeugs nicht vertilgen können. Nicht nur wegen der Menge. Der Fraß beim McDonalds schmeckt mir auch nicht. Ich hab gestern einen dieser neuen McWraps gegessen, die sind halbwegs genießbar. Aber die beim Mäckes in Oppenheim bringen es sogar fertig, Pommes zu versauen und Fritten frittieren ist doch echt nicht schwer.

… und ich bin stolz drauf!

Als am Freitag dieses riesige rote Boot an mir vorbei fuhr und auf unseren Hof (der DLRG Oppenheim) rollte, war das der mit Abstand schönste Augenblick in diesem Jahr für mich und man konnte mich ziemlich laut jubeln hören. Und als ich die vor Staunen und Faszination leuchtenden Augen meiner Vereinskameraden (altbackenes Wort ich weiß, aber mir fällt kein besseres ein) sah, die das Boot zum ersten Mal in natura gesehen haben und bewunderten, da lachte mir das Herz im Leibe. Und als dann alle drum und drauf herum krabbelten, sich alles ansahen, anfassten und ausprobierten und von Adler Merian restlos begeistert waren, da habe ich es richtig genossen, erwachsene Menschen zu sehen, die sich benahmen wie ein Kind, das Weihnachtsgeschenke auspackt. Ok, (vor allem) der eine oder andere hatte wohl auch ein bisschen damit zu kämpfen, dass etwas so riesiges, tolles – sagen wir es ehrlich GEILES – und auch durchaus teures wirklich uns gehört. Wenn man es als Verein gewohnt ist, sich mit Bescheidenheit und kleinen Schritten zu begnügen, dann hat es mancher schwer, wenn man ein mal, ein einziges mal, richtig aus dem Vollen schöpfen darf.

Ich-002-2Ich bin ein emotionaler Mensch und als solcher geht man/gehe ich durch Höhen und Tiefen. Prallt an manchen Mensch Vieles scheinbar einfach ab, als hätten die kein Gefühl im Leib und wären seelisch mit Teflon beschichtet, so gehen mir Dinge zu Herzen, an die Nieren und manchmal auch gewaltig auf den Sack. Ich kann mich irrsinnig freuen, abgrundtief traurig sein, mich schwarz ärgern oder auch sehr glücklich sein. Eine frühere Chefin von mir sagte mir im Mitarbeitergespräch einmal, Emotionalität sei (m)eine Schwäche. Liebe Conny, ich habe es Ihnen damals gesagt und ich bin auch heute überzeugt davon, ich halte es für (m)eine Stärke! Am Freitag war definitiv ein sehr emotionaler Tag und zwar ein Tag der Freude und des Glücks!

Bis es soweit war, das wir unser Boot geliefert bekommen, sind mit dem Projekt drei Jahre ins Land gegangen. Denn im Dezember 2007 hat sich die Projektgruppe erstmals zusammen gesetzt, um zu überlegen, ob wir die Chance der Ehrenamtsförderung des Landkreises nutzen und ein neues Boot anschaffen sollen. Diese drei Jahre, vor allem die letzten beiden, waren nicht nur sehr arbeitsreich, sondern auch sehr anstrengend vor allem auch für mich. Voller Höhen und Tiefen. Der absolute Tiefpunkt war im Mai 2009. Damals sorgte ein hier nicht näher zu nennender Mensch durch sein wenig heldenhaftes Verhalten dafür, dass das Projekt zu scheitern drohte. Ich will die unschönen Details hier nicht breit treten, aber damals wusste ich nicht ob ich heulen oder kotzen sollte und hätte fast beides getan. Nachdem wir also unseren Traum vom neuen Boot platzen sahen und das Projekt abgeschrieben hatten, keimte dann dank positiver Signale aus Ingelheim doch wieder Hoffnung auf. Und irgendwann wurde klar, dass es mit „leicht“ geänderten Rahmenbedingungen doch noch klappen könnte.

Damit ging die Arbeit dann erst richtig los. Ich will hier bezüglich der Planungen, Verhandlungen, Diskussionen und auch der unzähligen E-Mails, Telefonate und sonstigen Dinge nicht ins Detail gehen. Dann, als der Bau unseres Bootes tatsächlich los ging, schlossen sich diverse Besuche auf der Werft an und noch viel mehr Telefonate und E-Mails zur Abstimmung von Details. Hunderte Stunden Arbeit, alles ehrenamtlich und neben dem restliche Alltag zu stemmen.

Aber als am Freitag dieses riesige knallrote Boot auf den Hof rollte, wusste ich, die Plackerei und der ganze Stress haben sich absolut gelohnt! Seit Freitag war ich schon drei vier mal in unserem Vereinsheim, um den Anblick des Bootes in unserer Halle zu genießen, mich daran satt zu sehen und auch um zu kapieren, dass es wirklich da steht und uns gehört. Und ehrlich gesagt, ich kann von dem Anblick gar nicht genug kriegen!

Ihr könnt mich gerne für unbescheiden, großkotzig und angeberisch oder was auch immer halten, wenn ich behaupte, dass ich einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet habe, dass aus einem Traum unserer DLRG Ortsgruppe der reale Adler Merian in unserer Halle geworden ist. Und wisst ihr was! Ich bin stolz drauf!

Public Viewing Deutschland gegen England mit russischem Vorspiel

Was war den heute mit unserer Fußballnationalmannschaft los? Die haben plötzlich so gut gespielt, als hätten sie ein BIOS-Update verpasst bekommen. Haben England 4 zu 1 vom Platz geputzt. Eigentlich 4 zu 2 wenn der Schiedsrichter das zweite Tor der Engländer gegeben hätte. Der war drin! Was soll’s, richtig gut gespielt und verdient gewonnen.

Public Viewing im Kreise der DLRG-Familie.
Public Viewing im Kreise der DLRG-Familie.

Diesmal haben wir selbst Public Viewing veranstaltet. Wir machen ja seitens der DLRG Sonntags bei gutem Wetter Wachdienst am Strandbad. Also auch heute waren wir vor Ort. Aber ohne Fußball schauen? Neee! Diesmal habe ich Beamer, Boxen etc. hin gebracht. Max  hatte sein Notebook mit DVB-T-Stick dabei und wir haben die Leinwand in die Garage gestellt, denn draußen hätten wir sonst wegen der Sonne garnix gesehen. Und dann haben wir gemütlich im Kreis der DLRG-Familie und mit einigen wenigen Badegästen das Spiel Deutschland gegen England genossen. Nach den Toren haben wir über die Lautsprecheranlage jeweils den Zwischenstand über das Oppenheimer Strand beschallt.

Und wir hatten sogar noch „Kundschaft“ vor dem Spiel. Während wir sonst während des Wachdiensten vor allem mit Erster Hilfe Schnittverletzungen an Füßen (heute auch) oder Insektenstiche und Sonnenbrände verarzten, wurde es diesmal ernst! Eine – sagen wir es mal höflich – sehr stark alkoholisierte Russin (vielleicht auch Polin), die kaum noch gerade aus laufen konnte, wankte oben von der Wiese zieltstrebig in Schlangenlinien ins Wasser des Rheins und war nach wenigen Augenblicken hilflos in der Strömung unterwegs. Zum Glück hatten das zwei unserer Mädels mit wachem Auge beobachtet und direkt geahnt, was kommt. Daher konnte die Dame im schwimmerischen Einsatz gerettet werden. Gut gemacht Ulla und Steffi! Die gute Frau war so massiv betrunken, dass sie sich selbst nicht hätte retten können und wer weiß wie schnell dass dann sehr fatal ausgegangen wäre.

Damit nicht genug, denn wir waren heute auch noch im Medieneinsatz. Ein Kamerateam von Gutenberg TV war vor Ort um über Gefahren an fließenden Gewässern zu berichten. In dem Interview, dass ich in meiner Funktion als Leiter der Verbandskommunikation des DLRG Landesverbandes Rheinland-Pfalz geben durfte, hatte ich unter anderem auch genau diese Probleme mit betrunkenen Badegästen angesprochen.  Die Redakteurin war sichtlich beeindruckt, als sie kaum 20 Minuten später genau die beschrieben Situation „live und in echt“ miterleben konnte. Das Fernsehteam ist dann auch direkt geblieben und hat die erste Halbzeit des Fußballspiels mit uns geschaut. Hmmm …. also die Kamerafrau war echt sehr nett, fand ich!
😉

Doppelte Premiere bei der DLRG in Bad-Nenndorf

Ich bin dieses Wochenende bereits das fünfte mal für dieses Jahr hier in Bad-Nenndorf in der DLRG Bundeszentrale. Und ich komme seit knapp zehn Jahren mehrmals im Jahr hier hoch in die Nähe von Hannover. Dennoch habe ich dieses Wochenende gleich zwei Premieren, die ich hier „feiern“ darf.

Basis Seminar Öffentlichkeitsarbeit in Bad-Nenndorf
Basis Seminar Öffentlichkeitsarbeit in Bad-Nenndorf

Zum ersten halte ich an diesem Wochenende mit dem „Basis Seminar Öffentlichkeitsarbeit“ mein erstes Seminar nicht nur als Referent, sondern auch gleich als verantwortlicher Lehrgangsleiter ab. Es brummt richtig gut. 19 Teilnehmer, alle recht jung und sehr engagiert. Es macht viel Spaß. Keiner dabei der nervt oder stört. Keiner der jammert, das wir gestern bis abends 21 Uhr durchgezogen haben und das Programm satt voll ist. Auch bei den Praxisübungen sind alle mit Feuereifer dabei. Es strengt mich und meine Co-Referentin natürlich an, macht aber sehr viel Spaß. Viele der Teilnehmer sehe ich im Juni wieder, wenn ich das Aufbauseminar Öffentlichkeitsarbeit abhalte.

Total pladdes Land! Richtig geil zum laufen.
Total pladdes Land! Richtig geil zum laufen.

Die zweite Premiere. Ich war wie gesagt schon sehr oft hier oben. Meine Laufklamotten hatte ich sogar schon ab und zu mal mit. Nur gelaufen bin ich nie. Bis jetzt. Denn heute Abend bin ich tatsächlich erstmals auch wirklich gelaufen! Hier oben ist richtig „plattes Land“. Wirklich wie mit dem Bügeleisen flach gehauen. Sehr schön zum Laufen. Ich bin nach 21 Uhr in die Dämmerung hinein gelaufen. Es war „2/3-Mond“, also schön hell und die Feldwege sind hell betoniert oder geteert, also genug „Restlicht“ zum laufen. Hat Spaß gemacht und ist gut geflutscht. Sechs Kilometer in 42 Minuten. Da hier gut gekocht wird und Bad-Nenndorf daher beim Abnehmen „kontraproduktiv“ ist, wird das Laufen helfen, dass diese zwei Tage in Bad-Nenndorf nicht ganz so brutal ihren Niederschlag auf der Waage finden. Natürlich habe ich die Strecke mit meine GPS-Pulsuhr „gesammelt„.