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Rückkanalverbot – oder: Landesregierung Rheinland-Pfalz ist jetzt auf Facebook hats aber nicht kapiert

... inklusive "Rückkanalverbot".
… inklusive „Rückkanalverbot“.

Mit dem Wechsel vom Landesvater Kurt Beck zur neuen Landesmutter Malu Dreyer hat auch eine unglaubliche Innovation in der Staatskanzlei Einzug gehalten. Die Landesregierung ist jetzt auf Facebook und hat gestern beim Amtswechsel auch fleißig, ja fast livestreamelig mit Bildern und Berichten um sich publiziert. Bisher hatten sich die offiziellen Landesdatenschutzpaniker wohl erfolgreich gegen den Facebook-Auftritt der Landesregierung wehren können. Doch mit der neuen Frau am Ruder des Staatsschiffes soll wohl auch in Sachen modernen Kommunikationsmittel ein neuer Wind in die Segel wehen.

Rückkanalverbot – das ist wie telefonieren ohne sprechen nur mit zuhören

Aber das Schiff wird auf Facebook nicht wirklich Fahrt aufnehmen. Denn wie die Mainzer Rhein-Zeitung meldet, konnte der Landesdatenschutzbeauftragte Edgar Wagner einen letzten Rest einer Phobie vor modernen digitalen Medien retten und als einen entsprechenden digitalen Maulkorb über den Facebook-Auftritt des Landesregierung verhängen. Das ganze nennt sich „Rückkanalverbot„. Rück-was? Ganz einfach: Im Interview mit der Rhein-Zeitung sagt der Datenschützer Wagner doch glatt: „Kommunikation auf der Seite soll nicht stattfinden. Das Ziel ist, dass auf der Seite möglichst wenig Interaktion stattfindet, damit wenige Nutzungsdaten erzeugt werden.“

Das ist als wenn man zwar telefoniert, aber dabei nur zuhört und weder spricht, noch sonst irgend einen Ton von sich gibt. Ein solches Telefonat wäre … na … sinnlos und bescheuert! Demnach wird die Staatskanzlei auf https://www.facebook.com/rlp.de ausschließlich Informationen senden, aber keinerlei Antworten auf Fragen in Kommentaren oder Nachrichten geben. Irgendwie hat da jemand digitale Paranoia und vor allem die Grundidee von Facebook nicht kapiert. Denn Facebook ist und lebt von bidirektionale Kommunikation. Facebook IST ein einziger gigantischer Rückkanal und ist keine statische Selbstdarstellungs-Webseite.

Lost geht’s! Fragt, kommentiert und sendet Nachrichten

Das man es Nutzern nicht erlaubt, an die eigene Pinnwand auf Facebook zu schreiben, ist ja ok. Es gibt genug Spinner, die dann irgendwelchen Müll posten. Aber das hier jemand ernsthaft das Ziel hat „dass auf der Seite möglichst wenig Interaktion stattfindet“ – wobei genau diese Interaktion der Kern von Facebook ist – und man sich jedwedem Dialog mit dem Bürger sperren will? Also echt! Bescheuerte Idee! Also sollten wir doch mal sehen ob man das nicht aushebeln kann. Deshalb: Lost geht’s! Kommentiert die Beiträge der Staatskanzlei, stellt in den Kommentaren und mit der Facebook-Nachrichten-Funktion Fragen, sagt Eure Meinung. Nutzt, was Facebook an Dialogfunktionen bietet. Das „Rückkanalverbot“ kann weder sinnvoll noch durchhaltbar sein.

Link-Tipp: Die Allgemeine Zeitung Mainz sprach mit dem Datenschützer Wagner.

 

Dann machen wir mal die Gegenprobe: Sag was nettes über Frauen

Unlängst war der „Weltmännertag“ und ich hatte auf Facebook mit „Sag was nettes über Männer“ den Versuch gestartet, ob und wie viele Frauen etwas nettes über Männer sagen. Das Ergebnis war ja doch eher bescheiden. (http://www.stammhirnrinde.de/2010/11/03/der-weltmaennertag-und-mein-trauriges-fazit/).

Sagte mir gestern eine Bekannte: „Mach doch die Gegenprobe!“ Gesagt getan! Auf geht’s liebe Männer.

Sag was nettes über Frauen!

Sagt einfach mal in ein paar wenigen Sätzen etwas nettes über Frauen. Räumt ein Vorurteil gegenüber Frauen aus der Welt. Sagt, was ihr an Frauen gut findet. Sagt was Euch an Frauen begeistert oder fasziniert. Sagt welche Macken und Marotten von Frauen eigentlich doch ganz nett oder witzig sind. Sagt was witziges aber nicht boshaftes über Frauen. Ihr wisst schon, was ich meine.

Sag was nettes über Frauen.
Sag was nettes über Frauen.

Gleiche Bedingungen, das ganze läuft EINEN (Arbeits-) Tag. Jetzt bin ich mal gespannt, ob wir Männer besser sind, wenn es darum geht, etwas nettes über das andere Geschlecht zu sagen!

Der Weltmännertag und (m)ein trauriges Fazit

Heute Morgen habe ich anlässlich des Weltmännertages einen kleinen Aufruf via Facebook gestartet. Das ganze nannte sich: „Sag was nettes über Männer“. Ich habe 75 Facebook-Freundinnen dazu eingeladen. Viele haben das Ganze vermutlich für einen Spaß gehalten und als solchen auch abgetan, abgesagt, abgelächelt. Aber mir war das Ganze durchaus sehr ernst! Das erschütternde Ergebnis sehr ihr hier:

Astrid H.:
Ohne Euch Männer wäre das Leben todlangweilig.!!!!!!

Christiane S.: Eigentlich ist es doch ganz schön, dass Männer so sind wie sie sind… sonst wäre das Leben nicht so lustig, nicht so spannend, nicht so aufreibend, nicht so beruhigend, nicht so verzehrend, nicht so knisternd, nicht so anregend, nicht so…

Lea-Zoé O.:
Wer würde die Frauen im Winter wärmen? Wer würde beim Shoppen die Tüten schleppen? Wer würde im Sommer den Rasen mähen, oder den Grill anschmeißen? Wer würde die Spinne aus den Ecken entfernen oder uns bei der WM die Fußball-Regeln erklären? Ohne euch wären wir aufgeschmissen! ; )

Facebook-Aktion "Sag was nettes ..."
Facebook-Aktion „Sag was nettes …“

 

Dann noch außer der Reihe als Kommentar auf Facebook entdeckt:

Petra K.: Männer sind …wie Drogen – fängt Frau erstmal mit ihnen an, kann Frau nicht mehr ohne sie leben, aber mit ihnen auch nicht immer…..!!:-))

Nur ganze drei Frauen, haben es über’s Herz gebracht, sich wenigstens ein paar Gedanken zu diesem Thema zu machen und eine Kleinigkeit geschrieben. Und wie ihr seht ist auch schönes dabei rum gekommen. Aber bei 75 eingeladenen Frauen entspricht das einer Antwortquote von traurigen 2,25 Prozent.

Im Umkehrschluss heißt das doch theoretisch, dass 97,75 Prozent der (angesprochenen) Frauen es nicht fertig gebracht haben oder nicht für angebracht oder der Mühe wert hielten, einfach mal etwas Nettes über Männer zu sagen. Ich bin mir sicher, hätte ich anders herum gefragt und zu Kommentaren über „Was ist typisch Mann“ aufgefordert, dann wären zahlreiche Antworten mit den typischen Klischeekeulen gekommen. Ok, zugegeben, einige werden heute vielleicht nicht online gewesen sein, aber ich glaube, das Ergebnis ist dennoch quasirepräsentativ.

Das bringt mich zu der Frage, warum es Frauen scheinbar wirklich unglaublich schwer fällt, Männern mal ein Kompliment zu machen oder was Gutes über sie zu sagen. Vorurteile und Vorwürfe gehen indes jederzeit leicht über die Lippen, aber mal ein Lob oder etwas Positives? Das zeigt ja nicht nur das Ergebnis meines kleinen Weltmännertags-Experimentes auf Facebook. Man muss sich nur mal als stiller Beobachter in die Nähe von Paaren stellen. Und viele Männer, mit denen ich mich über Frauen unterhalte, erleben es ähnlich. Ein Bekannter von mir, der im europäischen Ausland lebt, sagte mal: „Die Verfügbarkeit von Männern ist für Frauen so selbstverständlich, wie dass das Wasser läuft, wenn sie den Hahn aufdrehen. Abgedreht, soll der Mann dann bitte nicht stören.“

Ganz so fatalistisch sehe ich das natürlich nicht. Aber in der Tat ist es so, dass Männer den Frauen viel häufiger Komplimente machen und sich positiv äußern als umgekehrt. Soll man aus diesem Verhalten auf eine gewisse Arroganz von Frauen gegenüber Männern schließen? Keine Ahnung! Ich bin weder Psychologe noch Verhaltens- oder Gesellschaftsforscher. Aus meiner ganz persönlichen Sicht gebe ich aber zu, dass ich mich durchaus über Komplimente und positives Feedback freue und ich bin mir sicher, vielen anderen Männern geht es ebenso. Es wird ja gerne behauptet, Männern wären Komplimente peinlich und sie würden darauf auch keinen Wert legen. Unsinn! Und wir Männer sind der vielen Vorurteile ebenso überdrüssig, wie Frauen mit Sicherheit die typischen Sprüche satt haben, die sich heute teilweise auch auf Facebook manifestiert haben. Männer schwingen leider auch zu oft die Klischeekeule.

Ich will hier keine Platitüden-Sau durchs Dorf treiben, aber irgendwas läuft meiner Meinung nach zwischen Männern und Frauen in unserer Gesellschaft grundsätzlich neben der Spur, ohne dass es das müsste. BEIDE Geschlechter haben daran ursächlichen Anteil. Und verschlimmert wird das auch durch die Medien. Ob Presse oder Rundfunk, es werden die abgedroschenen Klischees und Rollenbilder vermittelt. Hauptsache der Scheiß bringt Auflage, Quoten und Klicks. Wer will denn bitte schon was Positives lesen?! Bad news is good news!

Was ich da heute an Schlagzeilen unter dem Suchbegriff „Weltmännertag“ per Google entdeckt habe, ist nicht nur bester Beleg genau dafür, sondern auch armselig und zum Kotzen. Hier einige meiner Fundstücke zum Schlagwort „Weltmännertag“:

Weltmännertag: Woran es bei den Kerlen krankt – die Eckdaten

Im Artikel geht es um Übergewicht, schlechte Ernährung, die Gesundheit.

Weltmännertag: Männer sind dicker als Frauen

Worum es hier geht, liegt wohl auf der Hand.

Weltmännertag: Der Bauch wächst

Auch diese Überschrift ist wohl selbsterklärend!

Meine Herren

Auch bei der Welt geht es nur um Negatives in Sachen Männer.

Wie steht es um den deutschen Mann?

Auch die Deutsche Welle reitet nur das Thema Krankheiten und Schwächen.

Die Medien machen den Weltmännertag zum Männer-Bashing.
Die Medien machen den Weltmännertag zum Männer-Bashing.

 

Liest man all diese Artikel und Meldungen durch, kommt man zu folgendem Fazit: Männer sind verfettete, kranke, schwächliche Typen, die kaum zu etwas taugen, unsensibel sind und dauernd auf Macho machen.

Muss das wirklich das Fazit bezüglich der Männer sein, ob am Weltmännertag oder nicht? Gibt es über Männer wirklich gar nichts Gutes, was auch in den Medien an einem Tag wie heute erwähnenswert ist? Und auch gleich die Gegenfrage, gibt es über Frauen nur die üblichen Klischees und das was uns die Medien als „schön“ und „weiblich“ verkaufen wollen. K&K-TV – also Katzenberger und Klum im Fernsehen – finde ich grässlich!

Wenn ich an meine Kindheit denke, fallen mir die vielen Besuche bei meiner Oma und meinem Opa (mütterlicherseits) ein. Diese beiden Menschen gingen respekt- und liebevoll miteinander um. Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau war zwar konservativ, aber wie gesagt, der Umgang zwischen beiden war bewundernswert. Ich bin weis Gott keiner, der „früher war alles besser“ durch die Gegend schreit. Aber manche alten Tugenden würden uns auch heute gut zu Gesicht stehen und dabei helfen, dass wir besser miteinander auskommen. Und das nicht nur im Verhältnis zwischen Mann und Frau.

Weltmännertag? Drauf gesch…..

UPDATE: Nach „Abgabeschluss“ kamen noch folgende Beiträge:

Anke H.: Ohne Männer wär die Welt einfach vieeel zu langweilig. Ihr seid unser Salz im Leben, ohne das man nicht leben kann :o)

Beate F.: Aber ohne Männer würde uns Frauen doch einfach der Gegenpol fehlen, oder?

Carola G.: Ich liebe Männer. Einen besonders, auch weil er meine Träume zu leben unterstützt .

Damit klettert die Antwortquote auf 4,5 Prozent.

Aufruf zum Weltmännertag: Sag was nettes über Männer

Soeben habe ich auf Facebook den nachfolgenden Aufruf gestartet. Ich bin mal gespannt, was dabei rum kommt und würde mich über ein vielfältiges Ergebnis freuen.

Hallo liebe Frauen,

heute ist „Weltmännertag“. Lasst uns nicht darüber streiten, ob der sinnvoll ist oder nicht. Lasst uns nicht darüber diskutieren, ob Männer gar zu einer schutzbedürftigen Spezies geworden sind, wie Die Welt (http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article10704026/Meine-Herren.html) es behauptet. Lasst uns mal die üblichen Vorurteile, die Frauen über Männer und Männer über Frauen haben, ignorieren.

Ich möchte Euch anlässlich dieses Weltmännertages zu einer kleinen Blog-Aktion einladen:

Sag was nettes über Männer!

Sagt einfach mal in ein paar wenigen Sätzen etwas nettes über Männer. Räumt ein Vorurteil gegenüber Männern aus der Welt. Sagt, was ihr an Männern gut findet. Sagt was Euch an Männern begeistert oder fasziniert. Sagt welche Macken und Marotten von Männern eigentlich doch ganz nett oder witzig sind. Sagt was witziges aber nicht boshaftes über Männer. Ihr wisst schon, was ich meine.

Schickt mir Euren Beitrag einfach per Facebook-Nachricht. Ich sammele das dann und veröffentliche es mit dem Namen der Autorin (wenn gewünscht nur der Vorname) in meinem Blog. Ich würde sagen „Abgabeschluss“ ist heute 17 Uhr, damit ich das noch während des Weltmännertages online stellen kann.

Ich würde mich freuen, wenn viele von Euch mitmachen, denn da kommt bestimmt was spannendes und interessantes bei heraus. Viel besser, als wenn ich mir was zum Weltmännertag aus den Fingern sauge.

Gruß
Andreas


Gedanken zum Thema „Echtzeit-Web“ in Sachen Journalismus mit Twitter & Co

Auf der Webseite Elektrischer Reporter habe ich ein sehr interessantes Video „Real Time Web: Alles im Jetzt“ entdeckt (unten). Wer diesen Film anschaut, lernt auch schnell, dass viele Medien nach wie vor die Chancen nicht erkennen. Sicher immer mehr Medien, auch beispielsweise die hiesige Allgemeine Zeitung oder mein Brötchengeber T-Online nutzen Twitter und Facebook. Aber meist wird wieder nur der alte klassische Ansatz des reinen „Sendeweges“ genutzt. Es werden nur Informationen ausgesendet. Doch damit bleibt ein großer Teil der Multiplikationswirkung ungenutzt. Zunächst mal das Stichwort „Retweeten“. Wenn man es schafft, eine Tweet so interessant zu machen das er geretweetet wird (grausames Denglisch, ich weis), multipliziert sich das, wie im Video erklärt wird exponentiell. Aber die Medien ignorieren dabei die Tatsache, dass sie auch selbst retweeten sollten, denn das ganze Spiel funktioniert nach dem Prinzip geben und nehmen. Durch die Nutzung von Twitter, Facebook & Co als reinen Sendeweg, bleiben die Medien passiv und binden den Mitmach-Effekt nicht ein. Lies „Gedanken zum Thema „Echtzeit-Web“ in Sachen Journalismus mit Twitter & Co“ weiter

Hey Mark Zuckerberg! Wenn man keine Ahnung hat …

Mark Zuckerberg hasst unseren Anspruch auf Privatsphäre.
Mark Zuckerberg hasst unseren Anspruch auf Privatsphäre.

… einfach mal die Fresse Schnauze halten! Ach ja, das wollte ich schon längst wieder mal sagen schreiben und dieser picklige Hacker, der sich Facebook ausgedacht hat, ist so lieb und liefert einem Anlass und Futter dafür! Mark Zuckerberg findet es doof, das wir alle auf Privatsphäre wert legen! Er findet es doof, das wir Facebook nicht bereitwillig alles über uns nicht nur erzählen, sondern auch zur Nutzung freigeben wollen. Wie Kollege Kai Biermann in der Zeit so trefflich fomruliert, ändert sich zum Glück unsere Einstellung zum Thema Privatsphäre deutlich langsamer, als es Menschen wie Zuckerberg lieb ist.

Da darf man sich doch nicht wundern, dass jeder vierte Deutsche im Internet lügt wie gedruckt getippt. Da gebe ich gerne zu, dass ich in Bezug auf meine persönlichen Daten im Internet nicht selten bekennender Lügner bin. Was gehen all diese Zuckerbergs im Netz mein Einkommen, meine Wohnverhältnisse oder was auch immer an? Nix! Aber was sagt so jemand wie Zuckerberg zum Thema Schutz der Privatsphäre? n-tv schreibt: Lies „Hey Mark Zuckerberg! Wenn man keine Ahnung hat …“ weiter

Google übernimmt NICHT die Weltherrschaft

Auf TechChrunch liest man derzeit einen recht interessanten Artikel zur Zukunft des Internet. Sean Parker, eine Art Existenzgründungs-Guru in Sachen Internet, sagt, Twitter und Facebook, sowie Apple und eBay werden bald schon das Internet dominieren, NICHT Google. Er begründet das damit, dass Dienste wie Google und Yahoo darauf spezialisiert sind, Informationen zusammen zu tragen und zur Verfügung zu stellen. Doch das sei das Internet von gestern. Das Internet von morgen aber bringt durch Vernetzung Personen zusammen. Und genau das machen Dienste wie Twitter oder Facebook. Google bleibe wichtig, spiele aber nicht die dominierende Rolle.

Die Dienste Craigslist, MySpace, AIM und eBay seien alle mieserable designed und umgesetzt, wären aber dennoch erfolgreich, weil sie genau diese Vernetzung böten, erklärt Parker. Was eBay betrifft, ist diese Firma meiner Meinung nach derzeit dabei, sich das eigene Grab zu schaufeln, denn die vielen Neuerungen der letzten zwei jahre vernichten die Usability vor allem für Verkäufer. Nie zuvor war es so mühsam und aufwändig, auf eBay etwas zu verkaufen. Zudem arbeitet eBay sehr intensiv daran, die privaten Verkäufer zu Gunsten der gewerblichen endgültig raus zu ekeln. Ein fataler Fehler, meiner Meinung nach.

Man mag Parkers Ausführungen als Einzelmeinung bewerten und sicher wird es verschiedene Analysen und Prognosen der Entwicklung des Internets geben. Aber betrachten wir den gewaltigen Erfolg von Twitter und Facebook und deren rasantes Nutzerwachstum, dann lässt sich feststellen: Parker ist auf der richtigen Fährte!

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Bingo! Microsofts Suchmaschine Bing und die CIA lesen Twitter-Feeds in Echtzeit

Jaja, nirgends hat man mehr seine Privatsphäre. Da ergießt man sich schon öffentlich und zugegebenermaßen auch freiwillig in Twitter und Facebook und da kommt dann Microsoft daher und pimpt seine Suchmaschine Bing so, dass die auch Twitter-Feeds und Facebook-Statusupdates in Echtzeit durchsucht. Das berichtet Heise heute. Microsoft ist mit seinem Bing damit Google eine ganze Nasenlänge voraus. Doch dahinter steckt weniger Suchmaschinen-Intelligenz, sondern ein Deal zwischen Microsoft und den Betreibern der Social-Networks. Hat Twitter auf diese Weise endlich mal eine größere Einnahme generiert?

Was ich aber viel bedenklicher finde, ist das intensive Interesse, dass die CIA an Twitter und Co zeigt! Denn die hat sich in eine Firma eingekauft, die Twitter, Flickr YouTube, aber auch Buchrezensionen bei Amazon in Echtzeit scannt. Der „Auftraggeber“ kann Stichworte vorgeben. Jetzt hast Du doch als Rheinhesse bei sowas relativ schnell gelitten, je nachdem, welcher Suchbegriffe die CIA scannen lässt. Stell Dir vor du twitterst „Alla gut“ oder „Alla hopp“ oder „die hamm all kei da“! Ok, ich geb zu, die drei Kalauer hab ich bei Sven Hieronymus geklaut, aber wie gesagt: Was passiert denn, wenn harmlose Tweets ins Fahndungsraster passen?  Springen dann gleich solche Jungs hier vor meiner Tür herum?

SWAT-Team wegen falschen Twitter-Feeds?
SWAT-Team wegen falschen Twitter-Feeds?

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