Du hast aber viele Unterhosen…

August 20th, 2010

… diesen erstaunten Satz bekam ich Anfang der Woche von meiner höchst Wert geschätzten Mama zu hören. Da meine Waschmaschine letzten Sonntag (kauft um Gottes Willen niemals eine sch… Bauknecht!!!) endgültig die Grätsche gemacht hat, muss ich auswärts waschen, bis eine neue Maschine da ist. Die vorgenannte Aussage deutet auf die Einschätzung hin, dass ich wohl eher wenige Unterhosen hätte. Tja liebe Geschlechtsgenossen, damit wären wir wieder bei einem der vielen Vorurteile, die vor allem viele Frauen gegenüber Männern haben. Dieses spezielle Vorurteil besagt, dass Männer nur fünf Unterhosen haben bzw. im Jahr kaufen. Stimmt das?

Drunter

Sowas kaufen Frauen ihren Männern??!!

Nein, es ist nur ein Vorurteil! Aber wie entsteht dieses Unterhosen-Vorurteil. Nun einmal sicher dadurch, dass es für Männer nicht gerade zu den vergnüglichsten Dingen zählt, Leibwäsche zu kaufen. Wir sind da ganz pragmatisch und kaufen dann gerne nur einmal im Jahr, dann aber direkt einen Zehnerpack. Aber die Wurzeln des Gerüchtes reichen tiefer! Für Männer besteht erzwungener Maßen sehr häufig gar keine Notwendigkeit, viele Unterhosen zu erwerben. Doch! Solange Mann noch kein Mann ist, sondern „der Junge“ und zu Hause wohnt, sind es in der Regel die Mütter, die den Erwerb der Leibwäsche ungefragt erledigen. Da bekommt der Junge mal ein paar Unterhosen mitgebracht, selbst wenn er mittlerweile doch schon Ende Zwanzig ist und gerade am Studienabschluss arbeitet. Für Socken gilt das Gleiche. Für die Schlafanzüge sind nicht selten die Omas zuständig. Da bekommt Mann dann zu Weihnachten oder zum Geburtstag einen Schlafanzug geschenkt, so wie auch Opa ihn trug. Klassischer Schnitt in Gruselmuster mit Hemdkragen, Oberteil zum Köpfen und „Schlitz“ in der Hose.

Ja irgendwann wird Mann dann flügge, zieht daheim aus und in die erste eigene Bude ein. Die weiblichen Vorfahren nehmen dann anfangs noch langsam Abstand vom Kauf von Leibwäsche und Schlafbekleidung …. nur um zum Erwerb von Hand- und Geschirrtüchern über zu gehen. Der Junge braucht doch was Praktisches für den Haushalt!

Solange Mann nicht wie ich sein Dasein als Single fristet, sondern irgendwann eine Lebensabschnittsgefährtin und dann später Ehefrau hat, geht der Erwerb von Leibwäsche, Socken, Geschirr- und Handtüchern etc. quasi beinahe nahtlos von der Mutter an die Schwiegertochter über. Ich jedenfalls kaufe solcherlei Sachen selbst. Ich habe extra für diesen Blogbeitrag eine Bestandsaufnahme gemacht. Ich besitze 21 Unterhosen, 28 Paar Socken, 19 normale Handtücher, 12 kleine Handtücher, 7 große Badetücher und 2 riesengroße Strandhandtücher sowie 14 Geschirrtücher. Noch Fragen?!!!

Fazit: Männer haben mehr als fünf Unterhosen! Sie kaufen Sie nur oft nicht selbst, da im Leben wechselnde Frauen ihnen den Erwerb von Leibwäsche abnehmen, ob sie wollen oder nicht. Aber viele Männer kaufen gerne Dessous für ihre Frauen, damit wird wenigstens teilweise ein Ausgleich geschaffen.

Warum Frauen dauernd neue Schuhe kaufen…

Juni 25th, 2010

Also in den letzten Tagen hab ich ja des Öfteren über Schuhe gelesen und auch hier und da ein kleines Portiönchen Senf dazu gegeben. Da dachte ich mir, es ist an der Zeit mal, die ganze Senftube auszupacken und das Thema Schuhe und vor allem Frauen und Schuhe mal hier aufzugreifen.schuhkarussell 117x300 Warum Frauen dauernd neue Schuhe kaufen…

Frauen wird ja nachgesagt, dass Sie spätestens seit der TV-Serie Sex and the City alle einen ebenso kollektiven wie massiven Schuhtick haben und in suchtähnlichem Zwang ein Paar nach dem anderen kaufen. In der Tat kenne ich mindestens eine bekennende Schuh-Süchtige und durfte auch anderweitig schon miterleben, welche Mühe in die artgerechte Haltung und Aufbewahrung der Schuhscharen investiert wird. So ein Schuhkarussell ist ja eine feine Sache … wenn es erst einmal fest und sicher steht. Dann will ich mal versuchen, diesen Schuhtick zu erklären.

Das Ganze hat mit Emotionen, Vernunft und Schmerztoleranz zu tun! Doch doch! Ich darf das kurz an pragmatischen Erfahrungen darstellen, die ich am eigenen Leibe gemacht habe. Ich bin vor ein paar Wochen in Darmstadt im Loop 5 gewesen, um – na was wohl – Schuhe zu kaufen! Doch! Auch Männer kaufen gerne Schuhe und haben dabei sogar Spaß. Und ich bekenne, dass ich mehr als zwei Paar Schuhe mein Eigen nenne und sogar schon mal Schuhregal selbst konstruiert und gebaut habe! Zurück zum Loop 5. Ich bin also dann in einen der gefühlten 12 Schuhläden hinein und habe mich umgeschaut. Sportlich schicke Treter für den Sommer waren die anvisierte Beute.

Genau die wären es gewesen ....

Genau die wären es gewesen ....

Und da standen sie! Traumhaft schicke Schuhe von Lloyd (genau die im Bild!), eine gekonnte Mischung aus elegant und sportlich. Zur Jeans ebenso passend, wie zum Anzug. Damit sind wir beim Thema Emotionen. Mein Herz hüpfte im Leibe ob der entdeckten schicken Schuhe. Dann habe ich die Schuhe aus dem Regal genommen und auf den Preis geschaut. Peng! Sofort schlug unerbittlich die Vernunft zu und sagte mir, dass diese Schuhe unglaublich hässlich sind.

Wenn ich mal ein paar Hundert Euro zu viel hätte ...

Wenn ich mal ein paar Hundert Euro zu viel hätte ... nein, Mädels, der Laden ist nur für Jungs!

Hier spielt jetzt die erwähnte Schmerztoleranz die entscheidende Rolle. Die ist bei Frauen in Sachen Schuhe um ein Vielfaches höher als bei Männern! Während bei Männern, also auch bei mir, der Anblick des hohen Preises für Schuhe sofort eine Schmerzreaktion auslöst, die dann die Vernunft gegenüber den Emotionen die Oberhand gewinnen lässt, können Frauen ungleich mehr Pein ertragen. Wie gerne würde ich den Online-Anbieter Shoepassion – nein liebe Mädels, der Laden ist exklusiv nur für uns Jungs!! – leerkaufen. Auch an einer richtig schönen Armbanduhr beispielsweise von Glashütte hätte ich unglaublich viel Freude. Aber wenn ich dann die Preise sehe, AUA! Schon etabliert sich die Vernunft als Regulativ.

Schmerzhaft schöne Uhren ...

Schmerzhaft schöne Uhren ...

So wie wir Männer über den Schuhtick der Frauen frotzeln, so lästert Ihr, liebe Frauen, ja über uns Männer, wenn es um Themen wie Bau- oder Mediamarkt geht. Und ihr habt vollkommen Recht! Denn wenn es um Technikspielsachen oder Baumaschinen etc. geht, dann gelten exakt die gleichen Gesetze von Emotionen, Vernunft und Schmerztoleranz. Nur das diesmal WIR die mit der sehr hohen Schmerztoleranz sind!

Hier war ich dann doch schmerzfrei ...

Hier war ich dann doch schmerzfrei ...

Nehmen wir mein neues Lieblingsspielzeug als Beispiel. Beim Kauf meines iPad war ich absolut schmerzfrei und konnte deshalb lüstern in Emotionen baden und Geld ausgeben. Die Vernunft wurde mit der Tatsache, dass ich mit dem Ding sogar Geld verdiene, endgültig zum Schweigen gebracht. Ok, das iPad hat soviel gekostet, wie 3,5 Paar Lloyd-Schuhe, aber über die Preise von Manolo Blahnik-Schläppchen reden wir lieber nicht….

Ich hät’ da mal ‘ne Frage: Was soll das mit dem Beine rasieren?

Januar 6th, 2010
Beine können eine haarige Sache sein?

Beine können eine haarige Sache sein?

Seit gestern Abend, nach einem Gespräch mit einer Freundin, das sich eigentlich um Form und Standort einer neu zu errichtenden Badewanne und deren Eignung zum Duschen drehte, geht mir eine Frage einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ok, die Frage bereitete mir jetzt keine schlaflose Nacht, das tun derzeit andere Dinge, die mir im Kopf herumgeistern. Die Antwort auf diese Frage wird auch kaum geeignet sein, den Weltfrieden herbei zu führen, die Weltwirtschaftskrise zu beenden,  Flüge auch ohne Nacktscanner sicherer zu machen oder das Ozonloch davon zu überzeugen, kleiner zu werden. Wahrscheinlich wird diese Frage für viele vor allem durch Irrelevanz brillieren. Aber ich stelle sie trotzdem! Und ich hoffe, dass auch wirklich jemand antwortet, denn wozu hab ich die Kommentarfunktion hier im Blog?! Hier also die Frage, die mich derzeit umtreibt:

Was soll das bei Euch Mädels mit dem Beine rasieren?

Millionen von Frauen verbringen sehr viel Zeit damit, Haare auf den Beinen zu entfernen. Es ist scheinbar ein ständiger Kampf – der gleiche wie bei uns Männern mit dem Bartwuchs. Ausgetragen wir der Kampf mal unter der Dusche, wie eingangs schon angedeutet, mal im Sitzen, Stehen, Liegen. Mal mit speziellem Rasierzeug, das auf melodische Namen wie „Lady Shave“ hört und mindestens eine “Aloe Vera-Streifen” hat. Mal mit Enthaarungscreme oder -gel. Mal mit diesen kleinen Folterwerkzeugen namens „Epilierer“. So ein Teil hab ich am eigenen Bein mal ausprobiert. Holla die Waldfee! Dafür braucht es schon einiges an Leidensfähigkeit. Damit genug der technischen Details. Zurück zur Frage nach dem Warum?

Schön ist das Bein.

Schön ist das Bein nicht allein.

Warum rasieren/enthaaren sich Frauen die Beine? Es heißt, dass Haare an den Beinen unerotisch seien und dem Sexappeal und der Schönheit abträglich wären. Unter anderem weil die Beine mit Haaren auch nicht glatt wären. Raff ich nicht! Ok meinetwegen, wenn da jemandem schwarze Drähte in einer Länge aus dem Bein sprießen, dass man Lockenwickler reindrehen könnte, da könnte man dann drüber streiten. Aber bei den aller aller allermeisten Frauen würde Mann diesen hauchzarten Flaum auf den Beinen doch kaum sehen. Und selbst wenn, ich könnte diesen absolut problemlos ignorieren! Und das “Glättegefühl” ist rein subjektiv.

Außerdem liebe Damen, reduzieren wir alle und ihr Euch selbst damit nicht auf die Betrachtung und Bewertung „einzelner Bauteile“? Nach dem Motto: „Mädchen, Du hast ein wunderschönes Gesicht. Deine Figur toll! Dein Busen (ein jeder suche sich sein Synonym selbst aus) göttlich! Dein Knackpopo, einfach geil! Aber oh weh, was sehe ich da! Deine Beine sind ja gar nicht rasiert, mein Gott, was bist Du so hässlich!“ Also ich finde eine Frau nicht nur von Kopf bis Fuß in ihrer Gesamtheit schön, sondern es kommt auch ein gerüttelt Maß an Schönheit von Innen. Ausstrahlung, Charakter, Intelligenz, Humor und so weiter. Ich weis, der Vergleich ist in diesem Zusammenhang saudoof, aber ein Auto kaufe ich doch auch nicht ausschließlich, weil mir Reifen und Felgen gefallen!

Warum sind Haare an den Keulen bei Männern nicht auch hässlich?

Warum sind Haare an den Keulen bei Männern nicht auch hässlich?

Und außerdem! Wenn unrasiert Beine so furchtbar hässlich und kinderpopoglatte Beine so schön und herrlich erotisch sind, warum dürfen wir Kerle dann straffrei mit behaarten Keulen durch die Gegen stampfen?! Warum findet Ihr Frauen uns Kerle trotz Behaarung an den Beinen oder anderen Stellen südlich des Kopfes trotzdem anziehend? Warum sind rasierte Beine beinhart ein weibliches Monopol – zumindest wenn man der Werbung glaubt. Warum ist das Thema rasieren bei Männern nur um den Mund, sowie an Kinn und Backen relevant? Warum verlangt keine Frau von einem/ihrem Mann: „Ihgitt, willst Du Dir nicht endlich mal wieder die Beine rasieren?!!“

So und in Sachen Antwort seid jetzt (vor allem) Ihr dran, Mädels!

09.01.2010 P.S. Über etwas zu lästern, was man(n) selbst nicht kennt, ist ja relativ einfach. Da ich berufsbedingt sehr neugierig und in der Tat für Gleichberechtigung und zwar in beiden Richtungen bin, habe ich heute einen Selbstversuch gestartet. Den habe ich mit nur einer Schnittwunde erfolgreich zum Abschluss gebracht. Fazit: Man(n) ist das eine heiden Arbeit und ich hätte nicht gedacht, dass sich das so gut anfühlt.

    Wortwolke
    Da schau her
    Meine Favoriten
    Blogroll
    RSS Futter für’s Stammhirn
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de