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Die heilenden Kräfte einer Umsatzsteuererklärung

Ich glaube, ich bin ganz knapp an einer fetten Erkältung vorbei geschrammt. Heute Mittag noch, wäre es ohne Weiteres möglich gewesen, auf meiner Stirn in kürzester Zeit ein Spiegelei zuzubereiten. Und am Morgen klang meine Stimme, als hätte ich eine Ladung Holzspäne samt Raspel gefressen. Damit hätte ich echt Kinder erschrecken können.

Dieser kaltwarme Wechsel von feuchtkaltem Wetter in warm beheizte Autos und zurück, gestern während der Hochwasserschutzübung, hat wohl doch Wirkung gezeigt. Mittlerweile sind Stirn und Wangen wieder normal temperiert. Auch die Kopfschmerzen haben sich vom Acker gemacht und meine Stimme klingt schon fast wieder so charmant wie immer. Der Husten ebbt auch ab.

Was mir aber wirklich schwer zu denken gibt ist folgender Umstand: Die Besserung trat erst heute Abend ein, während ich mich circa vier Stunden lang durch die scheiss nervtötende Umsatzsteuermeldebuchhaltung für das dritte Quartal 2009 gequält habe. Das etwas, was ich aus Überzeugung und mit Leidenschaft hasse wie die Pest, eine kurierende Wirkung hat. Das ist irgendwie gruselig.