SchlagwortiPhone

Darf ich Sie einladen, an meiner Paranoia teilzuhaben

Ja seit gestern, da sollen wir Technikfreaks und selbstbestimmte Datenbürger wieder paranoid sein, zumindest Leute wie ich die ein iPhone und sogar noch ein iPad haben. Denn beide zeichnen Bewegungsdaten dauerhaft auf! Ja mein iPhone weiss ganz genau, wann ich wo war. Und deshalb müssen wir uns jetzt ganz schlimm echauffieren und schimpfen. Böses iPhone! Böse Firma Apple! Ok liebe Leser, dann darf ich Sie jetzt einmal einladen, an meiner Paranoia teilzuhaben. Die nebenstehende Karte ist mein Bewegungsprofil, aufgezeichnet ab dem Zeitpunkt, ab dem ich das iPhone 4 bekommen und aktiviert habe. Na dann schauen wir doch mal, wo der Kerl sich so rumtreibt!

Bitte schön: Das iPhone sagt, hier treibt sich Andreas Lerg herum.
Bitte schön: Das iPhone sagt, hier treibt sich Andreas Lerg herum.

Aha! Andreas war in Paris! Stimmt. War ich. Und es war und ist dort wunder wunder schön. Ich war dort letztes Jahr im September. Und außer mir selbst hatte ich nur noch meinen Hund dabei und ich bin an zwei Tagen 30 Kilometer durch die Seine-Metropole spaziert. Sollte jeder mal machen. Tut gut. Und wer tatsächlich mehr über meinen Egotrip nach Paris wissen will, sil vou plais: Le Egoiste-cest bon.

Soso. In Paris war er also!
Soso. In Paris war er also!

Der Kerl ist aber verdächtig oft in Darmstadt! Na klar bin ich das, denn ich arbeite dort. Sie wissen schon. Job, Geld verdienen, morgens fahr ich hin und abends fahr ich heim und das Montags bis Freitags. Das kann man auch ohne das iPhone wissen.

Was macht der denn so oft in Darmstadt?
Was macht der denn so oft in Darmstadt?

Gut, schauen wir weiter. Moment mal! Ich bin quasi NIE zu Hause! Glaubt man dem Bewegungsprofil und schaut Oppenheim an, dann bin ich quasi überhaupt nicht dort anzutreffen. Oder schalte ich etwa immer außerhalb von Oppenheim mein iPhone komplett aus, damit keiner merkt, wenn ich daheim bin. Wer mich als bekennenden Nerd kennt, der weiss, das mein iPhone quasi immer angeschaltet ist. Und ich bin auch TÄGLICH zu Hause – außer wenn ich in Paris oder für ein paar Tage auswärts bin – denn ich wohne hier. Und nun? Erkenntnis: So perfekt ist die Standortprotokollierung scheinbar doch nicht. Ui! Sollte das iPhone tatsächlich „fehlbar“ sein?

Also sowas! Der Kerl ist ja nie zu hause!
Also sowas! Der Kerl ist ja nie zu hause!

Aber es geht noch besser! Laut der Karte mit meinem Bewegungsprofil war ich durchaus oft in und um Herford. Dort sind viele Ortsmarken zu finden, die mein iPhone gespeichert hat. Einige dieser Ortsmarken sind dick dargestellt. Laut meinem iPhone war ich theoretisch also öfter oder länger in Herford als zu Hause in Oppenheim. Die Sache hat nur einen Haken. Ich war seit ich das iPhone 4 habe KEIN EINZIGES MAL in Herford oder auch nur in der Nähe. Ich bin auch nicht die Autobahn A2 an Herford vorbei gefahren, wobei es ja dann entlang der A2 weitere Ortsmarken geben müsste.

Ich war definitiv nicht in Herford!
Ich war definitiv nicht in Herford!

Fazit: Dass das iPhone ohne mich zu fragen meine Standorte aufzeichnet und damit ein Bewegungsprofil ermöglicht, finde ich nicht gut. Gar nicht gut! Ich würde gerne gefragt und dann selbst entscheiden. Aber deshalb jetzt ein riesen Geschrei anfangen? Echt nicht! Ich bin ein Technikfreak und Nerd! Ich starte einen Sport-Tracker wenn ich Laufen gehe und die Leute die es interessiert, können mir im Internet live zuschauen. Ich bin mir sicher KEINER guckt zu. Ich bin jemand der auf Facebook nicht die Klappe halten kann und dauernd postet und die Leute mit seiner Meinung behelligt. Und jetzt soll ich mich künstlich aufregen und Zeter und Mordeo schreien? Nö!!

Aber vor allem: Auch Dein Smartphone weiss was Du wann tust!! Oder glaubt ernsthaft jemand, diese Technik sei nur im iPhone vorhanden und wird nur von Apple verwendet?! Und eine Dreieckspeilung über Mobilfunkmasten funktioniert schon seit es Handys gibt und die „nur“ zum telefonieren taugten!

Heute war ich auf inkonsequente Weise inkonsequent

Unlängst schrieb ich ja, wie konsequent ich inkonsequent bin. Aber heute morgen habe ich nicht dem Wecker, sondern dem inneren Schweinehund eins auf die Rübe verpaßt. Doch! Wirklich! Ich bin um 5:59 Uhr aufgestanden, habe meine Laufklamotten angezogen und bin 5 Kilometerchen gelaufen. Und als bekennender Technikfreak kann ich natürlich nicht ohne meine Gadgets laufen. Deshalb habe ich wie immer meine Garmin GPS Forerunner 305 GPS-Pulsuhr dabei an gehabt. Die zeichnet neben dem Puls beim Laufen per GPS auch die genau Strecke, Geschwindigkeit etc. auf.

Ich war heute inkosequent inkonsequent und deshalb 5 Kilometer laufen.
Ich war heute inkosequent inkonsequent und deshalb seit langem endlich mal wieder 5 Kilometer laufen.

Lies „Heute war ich auf inkonsequente Weise inkonsequent“ weiter

Fundstücke in Sachen Journalismus

Bin heute über einige interessante Blog-Artikel in Sachen Entwicklung des Journalismus gestolpert. Hier die Links mit einem kurzen Inhaltsabriss:

Journalismus – Im Netz nichts Neues

Bericht über eine Studie namens „Excellence in Journalism“, die sich mit der Qualität von lokalen Nachrichtenkanälen beschäftigt. Fazit, viele „kopieren nur angelieferte Inhalte durch“.

Empfehlenswerte „Webinare“

10 Multimedia-Tutorials für Journalisten – empfohlen von mediummagazin-Autorin Ulrike Langer.

App in die Zukunft!

Hier geht es vor allem um das Thema Paid Content versus alles umsonst und Werbefinanziert. Diesen Artikel fand ich heute am interessantesten!

Eine Hand voll Hoffnung

Auch hier geht es um Paid Content und die Möglichkeiten und Hoffnungen, solche Bezahlinhalte maßgeschneidert für Handys und mobile Plattformen als digitale Zukunft zu realisieren.