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Lehmanns Weihnachtsgeschenk an Johannes B. Kerner

Quasselstrippe Kerner hat Lehmann zu Gast.
Quasselstrippe Kerner hat Lehmann zu Gast.

Das war ja klar, dass sich Johannes B. Kerner den Lehmann ins Studio holt und dort zum kleinlauten Drucksen zu bekehrnern versuchte. Lehmann hat dann anfangs auch erst mal brav gesagt, dass es ihm Leid tut, er sich nicht gut benommen hat. Eben das übliche und das, was auf Kerners Fahrplan stand. Die Wortpiratin hat vollkommen Recht, Kerner als Schablonen-Mann zu werten, versucht er doch immer sein übliches Schema zu fahren. Unflexibel vorgefertigte Fragen abarbeiten und den gutmütigen und verständnisvollen Duz-Freund geben. Selbstverständlich immer die gleiche Taktik: Fragen, den Gast nicht ausreden lassen und dann die Antworten endweder selbst zu Ende formulieren oder daran solange herumzuinterpretieren, biss es ins Konzept zu passen scheint.

Wer sich noch an Kerners unprofessionellen und unmenschlichen Umgang mit Eva Herrmann erinnert, wird wissen was ich meine. Ich stimme weder mit Herrmanns Büchern oder Thesen überein, noch will ich ihre Aussagen gut heißen. Aber das Kerner damals nicht nur drei Talkgäste gegen Herrman aufgeboten hat, sondern auch noch einen Experten im Publikum gegen Sie bemühte, zeigte deutlich was er wollte. Er wollte Herrmann entweder dazu zwingen, als reumütige Sünderin zu Kreuze zu kriechen oder aber Sie an den Pranger stellen und fertig machen. Schlussendlich hat er sie sogar rausgeschmissen. Kerner hat sich da wiederlich benommen und wiederlichen Schmuddeljournalismus betrieben.

Die „Affäre“ Lehmann hätte um ein Vielfaches intelligenter aufgearbeitet werden können, aber nicht bei Kerner. Aber wenigstens einen Nutzen hat das Ganze für Kerner und Sat 1 gehabt, wie die Wortpiratin ebenfalls treffend feststellt. Der Ex-Nationaltorwart sollte dem Quassel-Johannes wenigstens ein Stück weit aus dem Quotenkeller geholfen haben, in den er sich ebenso berechtigt wie konsequent hineinlabert. Schließlich hat Sat 1 ihn nach mauk drei Sendungen direkt auf einen schlechteren Sendeplatz verbannt.

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Wie schon gesagt … einfach mal die Klappe halten!

Wer unlängst (gestern 22.9.2009) Kerner geschaut hat, konnte den Johannes B. auch über Twitter lästern hören. Ich habe vor allem gehört, dass er sich wenn, dann nur mangelhaft mit der Materie auseinander gesetzt hat und nur ein bisschen lästern wollte. Dann haut er noch schön dramatisch das Notebook vom Tisch, um damit (erfolgreich) Beifall zu erheischen.

Der gute Johannes B. hat halt nicht kapiert, was Twitter ist und wofür es nutzen kann (nicht muss). Ich als Journalist nutze es durchaus als Informationsquelle für meine Arbeit, aber auch um diese zu verbreiten. Einer der Gäste hats ja auch andeutungsweise kapiert, wozu Twitter taugen kann (nicht muss) und nennt den Iran als Beispiel. Aber Kerner hat es in der Tat einfach nicht kapiert.

Daher auch hier ein Rat, diesmal an den für mich nur schwer zu ertragenden Johannes B.: „Wenn man von etwas keine Ahnung hat, besser einfach mal die Klappe halten!“ Dabei ist Kerner sozusagen der König der Twitterer. Kronzucker, einer seiner Gäste, definiert „twittern“ durchaus zutreffend als „schwätzen“. Und wenn unser Johannes B. eines ist, dann ein Schwätzer!

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