SchlagwortKlopapier

Diese fiesen kleinen eklatant belanglosen drängenden Rätselfragen

Kennt Ihr das? Da gibt es doch so kleine Rätselfragen. So ungelöste Phänomenchen. So unerklärte Alltagsbeobachtungen. Ihr wisst ganz genau, wenn ihr die Antwort auf diese Frage kennt, dann bringt Euch diese kein Stückchen weiter. Die Lösung des Rätsels macht Euch nicht reicher, erotischer oder gar klüger. Aber trotzdem lässt Euch die Frage keine Ruhe und ihr findet erst Frieden, wenn ihr die Antwort kennt.

Eine solche Frage habe ich sogar schon mal gelöst. Es war die Frage, warum sehr alte Frauen mit sehr alten Fahrrädern ganz extrem langsam – fast wie in Zeitlupe – fahren. Meine Antwort ist simpel: Diese Frauen wollen überhaupt gar nicht Fahrrad fahren, die wollen einfach nur beim Gehen sitzen.

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Aber da ist eine Frage die beschäftigt mich seit Wochen: Hier im Büro im Herrenklo, da gibt es jemanden, der REGELMÄSSIG halb leer gerollte Klopapierrollen vom Klopapierrollenhalter abnimmt, neben hinstellt und eine volle Klopapierrolle auf den Klopapierrollenhalter steckt. Es gibt Zeiten, da stehen hier in BEIDEN Kabinen drei bis vier solche halb verbrauchten Rollen Klopapier herum.

Also der Ottonormalschisser der verbraucht doch eine Klopapierrolle bis das letzte Blatt durchgezogen und weggespült ist. Erst dann wird eine frische Klopapierrolle auf den Klopapierrollenhalter gesteckt. Ich würde nur zu gerne wissen, warum hier irgendwer halb leer gerollte Klopapierrollen vom Klopapierrollenhalter abnimmt, neben hinstellt und eine volle Klopapierrolle auf den Klopapierrollenhalter steckt. Welchem Zweck dient das? Hat eine halbleere Rolle irgendwelche Nachteile, die nur mit einer vollen Rolle zu kompensieren sind. Ist es eine Zwangsstörung oder was psychosomatisches? Hat das seine Ursache in einem traumatischen Kindheitserlebnis?

Ich weiß genau, dass mich die Antwort auf diese Frage wirklich kein Stückchen weiter bringen wird. Aber diese Frage lässt mir nun mal einfach keine Ruhe.