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Supervital-Armband – Was für’n Scheiß!

Letzten Samstag, als ich meine Startunterlagen für den Gutenberg-Marathons in Mainz angeholt hatte, war ich noch auf der Marathon-Messe. Dort habe ich was sehr interessantes und amüsantes gesehen. Eine Verkäuferin an einem Stand ließ einen Mann auf einem Bein stehen und forderte ihn auf, das Gleichgewicht zu halten und die Arme im rechten Winkel von sich zu strecken. Dann drückte sie auf den einen Arm und erhöhte den Druck, bis er aus dem Gleichgewicht kam. Da Gleiche widerholte sie mit der andere Seite und dem anderen Bein.

Nach dieser „Analyse“ gab sie ihm ein ganz bestimmtes Silikonarmband, in dass ein buntes Hologramm eingelassen ist. Ein „Supervital-Armband“. Mit einem Schwall esoterischer Dummschwätzerei erklärte sie ihm, warum genau dieses „Supervital Powerarmband“ für ihn das richtige ist. Liebe Leute was hat die Frau eine Scheiße erzählt! Das Hologramm sei „energetisch“ geladen. Es würde für einen Kräfteausgleich des Energiespektrums des Körpers und Geistes sorgen. Und gerade dieses Armband würde dem Mann helfen, morgen beim Marathon beste Leistungen zu bringen und schneller zu regenerieren. Und der Typ drückt der Frau doch dann für dieses Stückchen Silikongummi mit Wackelbildchen fette 30 Euro in die Hand!!!!

Hier klingelt mein Bullshit-Alarm!
Hier klingelt mein Bullshit-Alarm!

Ne also ehrlich! Was für’n Scheiß! Also echt! Ein Gummiarmband, dass irgendwo in Asien für 10 Cent am Fließband produziert wird und in das irgend ein Pseudewirkungselement eingebettet ist, soll tatsächlich einen besseren Menschen aus dem Träger machen? Auf der Webseite, die ich dazu gefunden habe, bekommt man diesen Schund im Angebot für güüüünstige 24,95 Euro. Normal kostet diese Lebenshilfe zum Anziehen stolze 79,95 Euro. Und damit die Leute auf den Rotz auch reinfallen, gibt es ganz viele verschiedene Bändchen.

Wenn man auf diese Esoterik-Betrüger reinfällt, muss man sich vermutlich für verschiedene Lebenslagen und Situationen auch verschiedene Bändchen kaufen. Neben dem Sportband gibt es vielleicht auch eines, mit dem man auf wundersame Weise intelligenter wird. Wahrscheinlich gibt es auch eines, mit dem man dann beim Sex stunden lang ermüdungsfrei durchpoppen kann. Gibt es auch eins, das man im Büro anziehen kann, wenn einem Kollegen auf die Nerven gehen? Gibt es eins mit dem man abnehmen kann, weil es den Hunger in ein Sättigungsgefühlt verwandelt? Gibt es eines das den Träger daran hindert für Schwachsinn Geld zu verballern. Das garantiert nicht….

Ne echt, so ein hochnotpeinlicher Unsinn. Der Erfolg beim Laufen eines Marathons oder Halbmarathons liegt einzig und alleine in der Vorbereitung und einem guten Training. Mit diesem Gummidingsbums am Arm wird man weder schneller noch macht man später schlapp. Der einzige Nutzen dieser „Supervital-Bändchen“ ist die Tatsache, dass diese sich im Portemonai der Verkäufer niederschlagen, weil genug Deppen auf diesen Esoterikscheiß reinfallen und den Schrott für ein irres Geld kaufen.

Ü30-Party im KUZ oder: Manche können tanzen und manche… Teil II

KuzbleibtKuzGestern Abend war ich wieder im KUZ, diesmal auf der Ü30-Party. Ich muss schon sagen, auf der Ü30-Party waren viele U20er. War wieder ein netter Abend, auch wenn ich dieses mal etwas früher heim bin. Schließlich bin ich gestern morgen um 6:30 aus dem Bett gefallen und hatte einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir. Daher war ich schon um 3 Uhr Nachts zu hause.

Allerdings muss ich sagen, dass das Publikum diesmal ein anderes war. Nicht so cool und entspannt wie auf der Depeche Mode Party letzten Samstag. Diesmal waren viel viel mehr Bierflaschenschüttler da, die sich dann zu aggressiven Vollmeisen mauserten, die nur Stress suchten. Vor allem viele Minderjährige und sehr junge Erwachsene, von denen sich etliche ausgesprochen erfolgreich bemühten, das Klischee der dauerbesoffenen Jugendlichen mit adäquatem Leben zu füllen. Da ich manchmal zu Sarkasmus neige, konnte man mir durchaus eine gewissen Schadenfreude unterstellen, wenn ich die Kinder kotzen sah. Wer’s nicht verträgt, der lässt sich’s eben noch ein zweites mal durch den Kopf gehen.

Aber als abermals teilnehmender Beobachter konnte ich wieder neue Tänzertypen ausmachen, die ich Euch selbstredend nicht vorenthalten möchte.

Der Breakdancer

Liebe Leut’s, die 80er sind nicht tot zu kriegen, zum Glück. Der Breakdancer springt, rotiert auf dem Rücken am Boden, macht den Robotdance, und so weiter und so fort. Der Breakdancer trat gestern als Einzelkämpfer in Erscheinung. Es war ein zierlicher kleiner Junge mit Downsyndrom, der zu einer Gruppe junger Leute mit Downsyndrom gehörte. Mein lieber Herr Gesangverein, was konnte der Junge Breakdance tanzen! Richtig gut, akrobatisch und voll im Rhythmus. Einfach klasse! Er tanze zwar Breakdance zu allem und jedem, also auch zu Musik die mit Hip Hop nun wirklich gar nichts zu tun hat. Aber er tat es wirklich gut!

Die Kannste-mal-Mädchen

Ein ausschließlich weiblicher Tänzertyp. Beherrscht unterschiedlichste Tanzstile, zeichnet sich aber dadurch aus, dass spätestens alle 20 Minuten zum DJ gerannt und dem „Kannste mal XYZ spielen?!!“ ins Ohr gebrüllt wird. Der DJ gestern schüttelte immer freundlich lächelnd den Kopf und richtete dann die Augen gen Himmel, wenn das Kannste-mal-Mädchen mit beleidigter Miene von dannen schmollte.

Der Minimalist

Der Minimalist ist die absolut faule Sau unter den Tänzern und meistens männlich. Er bewegt nur ein einzelnes Körperteil und das möglichst sparsam. Ein Fuß wippt. Oder eine Hand klopft den Takt. Oder der Kopf vollführt ganz sachte nickende Bewegungen. Er will zeigen das er Rhythmusgefühl hat, hat aber eigentlich gar keinen Bock zu tanzen. Aber er fühlt sich irgendwie verpflichtet. Nur wenn ein Mädel vorbei kommt, dass in sein Beuteschema passt, nimmt die Intensität seiner Bewegung etwas zu und er bewegt vielleicht ein zweites Körperteil. Minimalisten stehen meistens am Rand der Tanzfläche und lehnen sich dabei auch gerne mal an die Wand.

Die Echten-Tanz-Tänzer

Treten paarweise auf und sind sehr selten. Ältere Echten-Tanz-Tänzer sind Männlein und Weiblein, jüngere meist Weiblein und Weiblein. Echten-Tanz-Tänzer zeichnen sich dadurch aus, dass sie tatsächlich klassisch tanzen, also so mit Anfassen, Tanzschritten und Drehung. Meist wird ein Diskofox getanz. Der ganze Rest belächelt die Echten-Tanz-Tänzer meist nur mitleidig und insgeheim neidisch.

Der Schleudertraumatiker

Auch als Rotationstänzer bekannt. Der Schleudertraumatiker dreht sich permanent hin und her oder komplett um die eigene Achse. Zentrifugalkräfte sorgen dafür, dass Körper- und andere Anbauteile den anderen Tänzern um die Ohren fliegen. Gestern in zwei Ausprägungen zu sehen. Ein dürrer mittelalter Kerl mit Arsch-langen massigen Rastalocken. Diese Filzmatte bekamen andere Tänzer dauernd ins Gesicht. Unappetitlich! Eine etwas kräftige Schleudertraumatikerin hatte ihre Handtasche an einem langen Bändel an der Schulter hängen. Selbige schlug den umstehenden Tänzern immer unterhalb der Gürtellinie in die Weichteile ein.

Der Quickstepper

Gestern war da ein Typ, der diesen Tanzstil auf Weltrekordniveau beherrschte. Mit irrsinnigem Tempo wickelte und knotete er seine Füße in schwindelerregenden Schrittfolgen um- und durcheinander. Da der Quickstepper sich voll auf seine untersten Extremitäten konzentriert, ist der Oberkörper nur sporadisch am Tanz beteiligt. Ich habe mich redlich bemüht, diesen Quickstepper auf Video zu bannen, aber das iPhone braucht doch mehr Licht.

Durchgangs-Depp und Treppen-Trottel

Das sind ganz besondere Spaßbremsen. Wenn Durchgangs-Depp und Treppen-Trottel überhaupt tanzen, dann sind sie pure Minimalisten. Der Durchgangs-Depp steht mit seines gleichen immer an den engsten Durchgängen und blockiert selbige. Gleiches gilt für den Treppen-Trottel, der mit seines gleichen breitärschig auf der Treppe sitzt und diese ebenfalls unpassierbar macht. Beide leben gefährlich. Während ein Treppen-Trottel gestern von der Security unmissverständlich aufgefordert wurde, die Treppe frei zu machen, bekam es einer der Durchgangs-Deppen mit einer männlichen druckbetankten Vollmeise zu tun. Die schubste ihn unsanft aus dem Weg und bot ihm lauthals an, ihm eins auf die Schnauze zu hauen. Das Angebot wurde dankend abgelehnt, wäre aber dennoch beinahe zum Tragen gekommen. Wie gesagt, das Publikum gestern war nicht so entspannt wie letzte Woche.

Die Wunderschöne mit den kurzen dunklen Haaren

Tja, die war gestern leider nicht da, weshalb ich noch nicht weiß, ob ihr verdatterter Blick von letzte Woche ein Nachspiel für mich hat …

… was Euch aber sowieso nicht angeht! 😉

Gibt es eigentlich eine Vorfahrtsregelung für Fußgänger?

Ich war gestern am Mantelsonntag in Mainz zum Urban Music Event. Es war echt klasse, bestes Wetter und richtig was los in der Stadt. Aber eine Sache störte mich und stört mich immer, wenn viele Menschen auf einem Haufen sind. Du wirst einfach umgerannt. Da gibt es die Deppen, die dauernd aufs Handy starren oder damit telefonieren und deshalb mit Personen, Laternenmasten und anderen Dingen zusammen stoßen. Dann gibt es die Egoisten, die denken, dass immer die anderen Platz machen müssen und völlig unflexibel drauflos latschen. Oder diese Shopping-Schnepfen, die mit den Augen am Schaufenster kleben, während sie rumlatschen und dir ihre Einkaufstüten in die Beine hauen. Wenn Du Rücksicht nimmst, läufst Du nur noch Schlangenlinien und kommst garnicht mehr voran. Richtig arm dran sind dann vor allem kleine und zierliche Personen wie vor allem Kinder. Und vor älteren Leuten hat in der Hinsicht auch keiner mehr Respekt. Wenn diese älteren Leute dann zusätzlich noch in die Kategorie klein und zierlich fallen, was ich da so beobachte …

Wie ist hier die Vorfahrt geregelt.
Wie ist hier die Vorfahrt geregelt.

Ich hab gestern irgendwann die Schnauze so richtig voll gehabt! Wenn einer auf mich zu latschte ohne zu gucken oder seinerseits auch etwas auszuweichen, bin ich mal stehen geblieben und hab die Leute um mich rum latschen lassen. Und mal bin auch ich sturheil gerade aus gelaufen. Ich bin kein Schmachthäkchen und einer der Herren der partout meinte ich müsste wegen ihm auf den nächsten Baum springen, hat dann auch ziemlich heftig gemerkt, dass ich seine Meinung nicht teile.

Aber es gibt weitere Beispiele bipedaler Idiotie: Fahrstühle! Wenn ein Lift im Erdgeschoss ankommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute im Fahrstuhl aussteigen wollen, extrem groß. Aber es passiert jedesmal das Gleiche! Die „draußen“ versuchen erst einmal einzusteigen. Geht das nicht, weil sie raffen, das Leute im Fahrstuhl sind und aussteigen wollen, dann wird nicht etwa Platz gemacht. Dann wird einfach mittel vor der Tür stehen geblieben. Bloß keinen Millimeter bewegen und den „Aussteigern“ mal eben schnell Platz machen. Auch hier halte ich es mittlerweile so, dass ich meine Statur nutze und durchstampfe.  Denn wenn Du sagst „Dürfte ich bitte erstmal aussteigen, bevor sie einsteigen“, kriegste ’nen dummen Blick oder irgendwas Pampiges zur Antwort.

Kann mir jemand sagen, warum wir Menschen so drauf sind? Und bin ich etwa der einzige, den das stört? Es müßte eine Art Fußgängerverkehrsordnung geben, denn leider ist uns hierzulande scheinbar anders keine Vernunft beizubringen. Ich gebe mir ja Mühe, nicht so zu sein. Aber in Fällen wie gestern, da hast Du keine andere Wahl mehr, als dich anzupassen. Aber es geht doch auch anders. Wenn ich zum Beispiel unterwegs bin und halte jemand Fremden die Tür auf, statt sie ihm oder ihr vor der Nase zuplumpsen zu lassen, dann gucken die Leute immer so ungläubig und dann freuen sie sich auf einmal. Also! Geht doch!

Kann man sich monothematisch bloggend mit Wurst beschäftigen?

Die Antwort lautet: Ja klar! Vor kurzem von @K_T_alking mit der „Losen Wurst“ auf das Thema mit der virtuellen Wurst gebracht, bin ich heute wieder über ein Blog gestoplert, dass sich nicht nur monothematisch sondern auch sehr amüsant mit dem Thema Wurst beschäftigt. Sinnigerweise heißt dieses Wurstblog genau so. Aber damit nicht genug. Der Wurstblogger Tim Sobczak kommt auch noch aus der Weck-Worscht-und-Woi-City Mainz.

Wurstblog bloggt monothematisch zum Thema Wurst.
Wurstblog bloggt monothematisch zum Thema Wurst.

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Samstag Abend irgendwo in Mainz ….

Bekanntlich gibt es Bilder, die ganze Geschichten erzählen. Anders herum gibt es genau so Geschichten, bei denen ich sehr schnell die passenden Bilder dazu im Kopf habe. Vor allem, wenn derjenige oder (in diesem Fall) diejenige diese Geschichte besonders gut und bildhaft erzählt. So ging es mir am Montagabend. Da hatte ich ganz fix ein passendes Bild im Kopf.

Leider bin ich in Sachen Zeichnen und Skizzieren nicht wirklich gut. Aber meine werte Frau Mama ist reichlich mit künstlerischem Talent gesegnet und hat das Bild aus meinem Kopf sichtbar gemacht, nachdem ich die Geschichte ebenso bildhaft weiter erzählt habe. Wenn Du dir also ein Bild von dem Bild in meinem Kopf machen willst, einfach klicken und Du bist voll im Bilde! Lies „Samstag Abend irgendwo in Mainz ….“ weiter