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La Vida Loca ist Sin Nombre ohne Kino-Brille

Am Samstag waren wir im Kino in dem Film „Sin Nombre„. Der Film handelt vom Leben in und dem Ausbruch aus der Gang Mara Salvatrucha, auch kurz MS 13, MS oder Mara genannt. Der wirklich empfehlenswerte Film überzeugt mit eindrucksvollen Bildern von Armut, Elend, Gewalt aber auch Träumen und verzweifelter Hoffnung auf ein anderes Leben.

... Sin Nombre "in echt"!
... Sin Nombre "in echt"!

Wer sich für das Thema der Gang Mara Slavatrucha und deren Konkurrenten Mara 18 interessiert, dem empfehle ich die Dokumentation  La Vida Loca – Die Todesgang. Diese DVD zeigt das Thema noch deutlich schonungsloser als der Kinofilm! Denn es fehlen die schönen cineastischen Bilder, die wunderbare Filmmusik und die hilfreiche Vorstellung, dass es nur ein Kinofilm ist, nach dessen Ende das Licht im Saal angeht und nur leere Popkorntüten zurückbleiben. Hier in dieser Dokumentation sehen wir nur die Realität mit dem Tod als Stammgast, ungeschminkt und im Gegensatz zum Kinofilm ohne Hoffnung auf ein Happy End.

Wenn ich so sehe, welche Welt und welche Lebensumstände der Kinofilm Sin Nombre so eindrucksvoll und La Vida Loca so schonungslos zeigt, dann wird mir wieder klar, auf welch unglaublich hohen Niveau hierzulande gejammert und genörgelt wird.

La Vida Loca bedeutet übersetzt in etwa „Das Leben ist irrsinnig“. Bereits 2005 brachte die FAZ einen guten Artikel zum Thema: „Stolz auf jeden einzelnen Mord„.  La Vida Loca – Die Todesgang wurde im Jahr 2008 produziert und ist hier bei uns Anfang Mai erschienen. Ein alktuelles Thema also. Von der Mara Salvatrucha soll es mittlerweile auch erste in Clikas organisierte Mareros in Deutschland geben …