SchlagwortMittagessen

Nein ich will sowas beim Mittagessen nicht sehen!

Es ist schon grausam, was einem so alles den Appetit verdirbt. Da gehst Du des Mittags in die Kantine das Betriebsrestaurant zur Massenabspeisung. Dir gelingt es tatsächlich, ein wohlschmeckendes Gericht auszuwählen. Du setzt dich an einen freien Platz auf eine Art Barhocker an einem Hochtisch. Und dann das!!!!

Sowas will ich nicht sehen, erst recht nicht beim Mittagessen!
So was will ich nicht sehen, erst recht nicht beim Mittagessen!

Da setzt sich eine Tussie mit ihrer Rückseite in Deiner Richtung an den nächsten Tisch. Die hat ein Gesäß, für das sie schon fast zwei Hocker benötigen würde. Aber damit nicht genug. Ihre Lowrider-Jeans hat sie auf Halbarsch geflaggt! Und das einfach gefaltete adipöse Mittelgebirge, das da unerbittlich empor quillt, wird mittig von so einem Schnürchen mit einem winzigen und aberwitzig buntem Stoffdreieck gekrönt. Und dann soll Dir beim Anblick dieser Tanga-verzierten Mittelritze das Essen noch schmecken!

Ich bin mir bewusst, dass meine stümperische Fähigkeit als Zeichner diesen optischen Albtraum auch nicht annähernd wiedergeben kann. Aber ich frage mich, warum Leute, die ein Gesäß in Form und Größe einer Abrissbirne haben, selbiges nicht charmanter verpacken oder wenigstens besser tarnen, sondern statt dessen auch noch optisch dergestalt betonen. Ich habe nichts gegen ein wohlgeformtes Gesäß in einer appetitlichen Verpackung. Aber ein Nilpferdarsch im Tanga sieht einfach nicht erotisch aus.

Und komm mir bloß jetzt keiner mit: „Es ist Fastnacht, des is’n Kostüm!“

Der Kantinen-Drecksack

In den letzten vierzehn Tagen habe ich mich ja durchaus ausführlichen Feldstudien zur Beobachtung verschiedener Ausprägungen des Homo Sapiens gewidmet. In zwei Beiträgen habe ich diverse Tänzer-Typen beschrieben. Mal den stoischen Arythmiker und mal den Schleudertraumatiker. Wie das Leben so spielt,  war ich eben gerade in der Kantine im Betriebsrestaurant Augen- und Ohrenzeuge eines weitere interessanten Typen, diesmal aber ohne Bezug zum Tanzen:

Der Kantinen-Drecksack

Der Kantinen-Drecksack trat heute in Form eines recht feisten Typen mit Schiebedachfrisur (wenige Haare an den Seiten und oben durchgehend Platz für die Sonne) und sehr straff gespanntem Oberhemd auf. Seinen Bauch trug er „überhängend“ vor sich her, da die Jeanshose unter der stattlichen Wampe mit einem Gürtel zugezerrt war. Das der Typ sehr gut genährt war, macht ihn aber noch nicht zum Kantinen-Drecksack. Diese Bezeichnung hat er sich durch sein Benehmen verdient.

Der Kantinen-Drecksack ist ein ....
Der Kantinen-Drecksack ist ein ....

Mit dem Tablett in der Hand ging er hinter mir an der Salattheke vorbei. Klopfte dem Kerl neben mir auf die Schulter und blökte lauthals durch die ganze Essensausgabe: „Na, machste immer noch Diät. Und? Biste schon wieder unter 100 Kilo oder noch drüber?“ Der Kommentar des so düpierten Zeitgenossen neben mir ist Bestandteil der Überschrift und „Gattungsbezeichnung“ geworden. Die Salatbar ist bei uns nicht nur sehr gut und lecker bestückt, sondern doppelseitig. Gegenüber zwei sehr hübsche aber arg schlanke Mädels, die sich kleine Schälchen ausschließlich mit Grünzeug befüllten. Der Kantinen-Drecksack hatte sich sein Tablett mittlerweile mit einem Teller mit zwei Scheiben  Fleischkäs‘ beladen und blökte im Vorbeigehen den beiden Mädels abermals unüberhörbar zu. „Na Ihr zwei, heute mal wieder was gesundes. Ist ja voll bio!“

Sprachs‘, überlud sich den Teller mit Pommes und stampfte massiven Schrittes gen Kasse. Dort hörte man ihn beim Zahlen spaßen „… muss ja mal wieder was für meine Linie tun. Hahahahaha!“