SchlagwortMusik

Ich finde Heinos Album „Mit freundlichen Grüßen“ richtig gut, so schlecht ist es

Heino, die coole Sau.
Heino, die coole Sau.

Ich finde das neue Album von Heinz Georg Kramm, besser bekannt als Heino, richtig gut. Ich werde mir das Album ganz bestimmt nicht kaufen, denn es ist richtig schlecht, grottenschlecht. Die gecoverten Songs sind lieblos und emotionslos technisch steril und glatt geölt runter gesungen. Was er aus „Junge“ von den Ärzten gemacht hat, haben wir wohl mittlerweile oft genug hören müssen.

Nehmen wir Peter Fox „Haus am See“, im Original eine richtig geile Nummer. Oder nehmen wir Rammsteins „Sonne“ als Beispiel. Heino macht aus beiden Songs lahme, dröge und langweilige Nummern. Hört es Euch in den Videos ganz unten selbst an, jeweils erst das Original dann Heino. Wenn das Album aus musikalischen Gründen gute Kritiken bekommt, dann hat Campino von den Toten Hosen recht, der in Mainz beim SWR UniTalk harte Worte dafür gefunden und Beifall bekommen hat.

Aber ich finde das Album aus einem anderen Grund gut. Der Schlager-Opa Heino macht zunächst mal auf coole Sau, was ich witzig finde. Witzig, weil es in die Hose geht und er sich damit selbst ad absurdum führt. Aber auch gut, weil er zahlt es der Branche und anderen Musikern und Prominenten vor allem mal heim. Was ist der Typ früher oft verarscht und durch den Kakao gezogen worden. Denken wir an die „Roten Rosen“ aka Die Toten Hosen mit „Dem einzig wahren Heino“. 1985 hat man sich der Parodie von Heino bedient, um eine Show abzuziehen und Medienwirkung zu erzielen. Hier der Bericht der ARD von damals.

Nehmen wir als nächstes Otto Waalkes mit seiner absolut genialen Parodie „Schwarz braun ist die Haselnuss“. In der hat er sich nicht nur Heino vorgenommen, sondern auch gleich noch Michael Jacksons Thriller mit verarbeitet. Genial. Hier das Video

Ich finde es gut, dass Heino sich hier mal adäquat revanchiert, bevor er in den ewigen Schlagerhimmel aufsteigt. Und das er damit Erfolg hat und noch mal richtig Kohle absahnt, dass sei ihm gegönnt! Denn das hält der Musikbranche den Spiegel vor und zeigt, wie sie funktioniert und wie kommerziell sowie plan- und berechenbar sie ist.

Fazit: Heino ist eine unglaublich schlechte gute Platte gelungen.

Peter Fox Haus am See Original

Heinos Cover

Original von Rammstein

Heinos Cover

With or without you – mit oder ohne … U2

Es gibt so Lieder, die sind ebenso zeitlos wie geil! Die hörst Du einmal und dann vergisst Du sie niemals wieder! Mit anderen Worten es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Musik auf der Stammhirnrinde. Eben habe ich den U2-Klassiker im Radio gehört: „With or without you“.

Nicht nur musikalisch ein toller Song. Auch der Text ist klasse, beschäftigt er sich doch mit der Dualität, den Licht- und Schattenseiten der Liebe. Das Lied beschreibt, dass Liebe Glück und Schmerz zugleich ist. U2 veröffentlichte den Song 1987 auf dem Joshua Tree-Album und er gilt als der meist gecoverte Song der irischen Band. Hier zunächst das Video und zwar eine ziemlich geile Live-Version. Und dann wie immer der Text zunächst im englischen Original und dann in Deutsch.

U2 „With or without you“ in Englisch

See the stone set in your eyes
See the thorn twist in your side
I wait for you
Sleight of hand and twist of fate
On a bed of nails she makes me wait
And I wait without you

With or without you
With or without you

Through the storm, we reach the shore
You give it all but I want more
And I’m waiting for you

With or without you
With or without you
I can’t live with or without you

And you give yourself away
And you give yourself away
And you give, and you give
And you give yourself away

My hands are tied, my body bruised
She’s got me with nothing to win
And nothing left to lose

And you give yourself away
And you give yourself away
And you give, and you give
And you give yourself away

With or without you
With or without you
I can’t live
With or without you

With or without you
With or without you
I can’t live
With or without you
With or without you

U2 „With or without you“ in Deutsch

Ich sehe deinen versteinerten Blick
und merke, wie tief der Stachel sitzt.
Ich warte auf dich.

Taschenspielertricks und Ironie des Schicksals
Auf einem Nagelbett lässt sie mich warten
Und ich warte ohne dich

Mit oder ohne dich
Mit oder ohne dich

Durch den Sturm erreichen wir das Ufer,
Du gibst alles, doch ich will mehr,
und ich warte auf dich.

Mit oder ohne dich
Mit oder ohne dich
Ich kann weder mit noch ohne dich leben

Und Du opferst dich auf
Und Du opferst dich auf
Und Du opferst, du opferst dich auf
Und Du opferst dich auf

Meine Hände sind gebunden, mein Körper zerschunden
Sie hat mich soweit, dass ich nicht gewinne
und auch nichts bleibt, das ich verlieren könnte.

Und Du opferst dich auf
Und Du opferst dich auf
Und Du opferst, du opferst dich auf
Und Du opferst dich auf

Mit oder ohne dich
Mit oder ohne dich
Ich kann weder mit noch ohne dich leben

Und Du opferst dich auf
Und Du opferst dich auf
Und Du opferst, du opferst dich auf
Und Du opferst dich auf

Mit oder ohne dich
Mit oder ohne dich
Ich kann weder mit noch ohne dich leben
Mit oder ohne dich
Mit oder ohne dich

An der Übersetzung habe ich diesmal selbst Hand angelegt. Das was im Netz zu finden war, las sich arg holprig.

Herbert Grönemeyer damals, dann und heute

Auf YouTube findet man ja mittlerweile auch so manches „historische“ Fundstück. Deshalb hier mal eine Videosammlung über Herbert Grönemeyer. Das erste zeigt ihn 1981 in einem TV-Interview zum Film „Das Boot“. Dort singt er auch sein wirklich wunderschönes Lied „Ich hab dich lieb“. Wenn man Herbert da so sieht. Die Frisur ist echt der Brüller.

1991, also zehn Jahre später. Die Frisur ist deutlich kürzer und Grönemeyer zeigt, dass er bei Live-Auftritten eine echte Rampensau ist, während er das geniale Lied „Vollmond“ schmettert.

Das nächste Video zeigt Herbert Grönemeyer dann bei einem Auftritt auf der EXPO 2000. Dort singt er sein ebenfalls wunderschönes Lied „Halt mich“ live. Welch ein Unterschied vor allem zu 1981, meint ihr nicht auch? Gesicht, Frisur und Gesang sind um vieles reifer.

Und dann ein Auftritt aus dem Jahr 2010. Grönemeyer singt und weint dabei, denn das Lied „Der Weg“ schrieb er nach dem und über den frühen Tod seiner Frau, die im November 1998 an Brustkrebs starb. Es dauerte bis 2002, bis Grönemeyer sein nächstens Album „Mensch“ veröffentlichte, von dem dieses Stück stammt und das ein riesiger Erfolg wurde.

Depeche Mode für alle Lebenslage und Gemütsverfassungen

Das ich ein Depeche Mode-Fan bin, wird der regelmäßige Leser zwischendurch sicher längst erkannt haben. Nachdem ich am Dienstag auf Kabel 1 die geniale Sendung Number One mit dem Kafka gesehen habe – wen hat er wohl interview?!! – stellte ich fest, dass Depeche Mode eigentlich für jede Lebenslage und Gefühlsverfassung die richtigen Songs anzubieten hat. Und siehe da, ich stellte fest, dass ich die auch nicht selten passend zum aktuellen Befinden nutze. Dann schauen wird doch mal, was ich da hier und da so empfehlen kann.

Stinksauer? Vielleicht sogar auf jemanden? Dann „ target=“_blank“>John the Revelator“ richtig schön laut aufdrehen!

Wenn sich alles falsch anfühlt, nix funktkoniert und irgendwie nix passt. Natürlich „ target=“_blank“>Wrong“ aber auch gerne „ target=“_blank“>Nothing„.

Wenn Du den Glauben an etwas oder jemanden verlierst, was passt dann besser als „ target=“_blank“>Blasphemous Rumors“ und „ target=“_blank“>Personal Jesus„.

Du fühlst dich elend und krank. Hier empfehle ich „ target=“_blank“>Shake the Disease„.

Es geht Dir nicht gut und Du leidest? Dann passt „ target=“_blank“>Suffer Well“ oder auch „ target=“_blank“>A Pain that I’m used to„.

Wenn Worte überflüssig sind, weil Du hast, was Du brauchst/wolltest. Dann „ target=“_blank“>Enjoy the Silence„.

Du kannst und willst nicht mehr warte…. „ target=“_blank“>I want you now„.

Wenn Dir jemand nicht mehr aus dem Kopf geht, ja dann „ target=“_blank“>In Chains„.

Wenn Du garnicht genug von etwas bekommen kannst. „ target=“_blank“>Just cant get enough„.

Wenn es Zeit zum Feiern ist, muss es „ target=“_blank“>Black Celebration“ sein.

Wenn es Dir nicht zum feiern zu Mute ist: „ target=“_blank“>no Disco„.

Wenn es auf jede Sekunde ankommt: „ target=“_blank“>It’s a question of time„.

Wenn es Zeit für einen diskreten Abgang ist: „ target=“_blank“>Leave in Silence„.

Und bei welcher „Zustand“ ich das Stück hier wärmstens empfehle ……

…. also da müßt ihr aber jetzt echt selbst drauf kommen. 😉

Depeche Mode Party im KUZ oder: Manche können tanzen und manche…

Weil ich gestern Abend nicht wieder einmal vor dem Fernseher versauern wollte, bin ich mit mir mal nach Mainz in KUZ zur Depeche Mode Party gefahren. Hätte ich früher schon mal machen sollen! War richtig geil! Und gestern gab es sogar echt schicke T-Shirts umsonst dazu, denn es wurden sieben Jahre DM-Party im KUZ gefeiert. Für 5 Euro nicht nur einen geilen Abend gehabt, sondern auch ’n T-Shirt bekommen.

Für fünf Euro 'n geiler Abend und 'n cooles Shirt.
Für fünf Euro 'n geiler Abend und 'n cooles Shirt.

Es lief den ganzen Abend Depeche Mode und all das ganze geile Elektro-Zeug vor allem aus den 1980ern rauf und runter. Ann Clark, New Order, aber auch so schöne EBM-Klopper im Stiele von Front242 oder Nitzer Ebb. Eben richtig gute Elektromucke.

Als teilnehmender Beobachter war es sehr interessant, die Leute beim Tanzen zu beobachten. Neben vielen, die Taktgefühl bewiesen und kapiert haben, dass man zu Elektro-Tracks von Mode & Co eher Trance-artig mit wenigen eher vor- und zurück wiegenden Schritten leicht in sich selbst versunken tanzt, gab es dann dort doch einige sehr … sagen wir mal „individuelle“ Tanzstile. Deshalb habe ich euch hier mal die schillerndsten und auffälligsten Tänzer/innen von gestern Abend – also eher heute Nacht – beschrieben.

Der Bierflaschen-Schüttler

Der Bierflaschen-Schüttler betritt die Tanzfläche grundsätzlich mit einem Getränk in der Hand. Meist ist das eine Bierflasche, gerne aber auch mal ein Glas. Egal wie er sich bewegt, der Arm und die Hand mit dem Getränk nimmt am Tanz nicht teil, sondern wird ruhig gehalten und bewegt sich nur dann, wenn während dem Tanzen getrunken werden soll. Also zu heftig und ausladend tanzt der Bierflaschen-Schüttler in der Regel nicht. Von dieser Sorte gab es gestern etliche.

Der stoische Arhythmiker

Derer konnte man gestern zwei bewundern. Der stoische Arhythmiker zeichnet sich durch die Abwesenheit jedes Rhythmusgefühls aus. Die hektische, fahrigen, nervösen und meist zuckenden Bewegungen und Gesten passen absolut nicht zur Musik. Man hat den Eindruck, das die Bewegungssteuerung des stoischen Arhythmikers direkt von massiven Herzkammerfilmmern ausgelöst werden.

Der Hände-im-Sack-Tänzer

Der Hände-im-Sack-Tänzer macht eigentlich alles richtig, tanzt gut und passend. Der Wiegeschritt sitzt, der Körpereinsatz stimmt. Rhythmusgefühl ist ebenfalls gut. Nur der vergräbt dabei die Hände in den Hosentaschen. Und da lässt er sie auch die ganze Zeit. Daher nehmen Hände und Arme am Tanz nicht teil. Gestern gab es auch davon sehr viele.

Der Gesten-reiche

Ja der Gesten-reiche ist der theatralische Tänzer. Er tanz so wie jemand, der auf der Theaterschule bei der Bewerbung um einen Platz im Seminar Ausdruckstanz das Casting nicht überlebt hat. In fließenden bis eckigen Bewegungen entwickeln die Arme ein Eigenleben. Deuten bedeutungsschwanger gen Himmel oder zu Boden, zucken waagrecht zur Seite oder zeigen vorwärts. Fahren Bauchtanzmäßig am eigenen Körper hinunter und wieder rauf. Gestern war da eine scharfe Blondine, die die Königin der Gestenreichen ist. Die konnte ihre Arme so gummiartig bewegen, das man den Eindruck hatte, dass sie sie entweder gebrochen hatte, oder aber mit mehreren Ellenbogengelenken gesegnet ist.

Der Rumzucker

Gestern in Gestalt einer zierliche Frau mit auf dem T-Shirt aufgemaltem Korsettgestänge und millimeterkurzen Haare vertreten. Rumzucker machen alles besonders heftig. Der Oberkörper zuckt vor und zurück, vor allem die oberen Gliedmaßen werden unter erheblichem Körpereinsatz durch die Gegend geschmissen, sodass das Umfeld Sicherheitsabstand hält. Das Ganze muss nicht unbedingt rhythmisch sein, Hauptsache es wirkt spektakulär. Der Korsagenzwerg gestern garnierte das Ganze noch mit einem Blick den sie eben so grimmig durch die Gegen warf, wie ihre Arme.

Die Gothic-Braut

Ja die Gothic-Braut wie die gestern Abend zeichnet sich durch die Cure-mäßige Vollausstattung aus. Eine Frisur, als wäre der Fön explodiert. Bleich geschminktes Gesicht, schwarzer Kalialstift um die Augen und schwarzer Lippenstift. Kleidung mattschwarz von Kopf bis Fuß und wallend. Behängt mit Kettchen, Ringen und anderem Metallzeugs. Der Tanzstil ist eine Mischung aus dem Gesten-reichen und dem Rumzucker. Gab es gestern übrigens auch in männlicher Ausführung, wobei das bleiche und Kalial-gestiftete Gesicht nahtlos in eine Glatze über ging und ab der Schläfe in einem ringförmigen Streifen kurz geschorener Haare überging.

Die Vollmeise

Auch diese sehr spezielle Gattung wurde gestern sehr eindrucksvoll von einer zierlichen Frau mit tätowiertem Nacken vertreten. Die Vollmeise zeichnet sich dadurch aus, dass sie mindestens angetrunken ist und sich im Laufe des Abends abschießt, dabei aber immer wieder tanzt. Besagte Tatoo-Blondine stolperte fröhlich grinsend mit glasigem Blick über die Tanzfläche. Dabei kollidierte sie immer wieder mit anderen Tänzern und der massiven Stahlsäule in der Mitte. Nach jeder Kollision entschuldigte sie sich anfangs brav, später lallend … auch bei der Stahlsäule (jedesmal!). So gegen drei Uhr Nachts halfen ihr dann zwei Freundinnen, den Saal auf eigenen Füßen zu verlassen. Eine männliche Vollmeiste hat das Tanzen irgendwann komplett eingestellt und sich nur noch bemüht, nicht aus den Latschen zu kippen. Sein Kumpel hat ihm deshalb erst mal ein neues Bier besorgt.

Der „Ich-zieh‘s-Hemd-aus-Typ“

Dieses Spezies ist ausschließlich männlich, meist sportlich durchtrainiert und bemuskelt. Er beginnt seinen Tanz auf jeden Fall wie der Gesten-reiche, wobei seine deutenden Gesten vor allem auf Frauen zielen. Und er zieht im Laufe des Abends garantiert das Hemd oder was auch immer er drüber trägt aus und tanz dann im knallengen Muskel-Shirt weiter. Irgendwie muss er ja allen, die es sehen wollen … oder auch nicht … zeigen, wofür er die Monatsgebühren im Bodybuilding-Studio abdrückt. Natürlich lässt er sein muskuläres Kapital beim Tanzen sichtbar zucken. Dem Gesicht des Ich-zieh‘s-Hemd-aus-Typen sieht man an, das niemand ihn so sehr liebt, wie er sich selbst.

Der Kung-Fu-Kampf-Tänzer

Den Kung-Fu-Kampf-Tänzer muss man beinahe bedauern, denn er ist eine einsame und aussterbende Tänzergattung. Das ist der Typ, der so gerne Pogo tanzen möchte aber niemanden findet, der das auch will und sich auf dieses Gerangel einlässt. Gestern ein Typ, der in engen Jeans, mit Muskel-Shirt und mit reichlich Haarspray gesteifter Irokesenbürste umhersprang. Er verbrauchte etwa 4 Quadratmeter Tanzfläche, da er in gezielten Stolperschritten andere Tänzer anzurempeln versuchte, die ihm aber immer geschickt auswichen. Darauf hin sprang er alle halbe Minute in die Luft und versuchte wie Bruce Lee einen imaginären Gegner mit einem Fußtritt am Kopf zu treffen. Nicht ungefährlich, aber es ist nichts passiert. Die Ausdauer mit der er das tat, war bewundernswert.

Die Wunderschöne mit den kurzen dunklen Haaren

Sie war gestern auf der Tanzfläche weder tänzerisch verhaltensauffällig noch irgendwie skurril. Aber sie war genau das, was die Überschrift sagt. Und sie hat mich kurz nach vier Uhr nachts ganz verdattert angeguckt, als ich …..

…. aber das geht Euch nun wirklich nichts an! 😉

Depeche Mode – Tour of the Universe, Barcelona – es gibt Sachen, die MUSS ich einfach haben.


Rein musikalisch bin ich ja quasi total polyglott. Ich höre alles mögliche quer Beet. Hab an Popmusik genau so Spaß wie an Hardrock oder den Beatles, Johnny Cash und anderen/m. Ich gönne mir gerne auch mal Jazz oder Reggae. Musicals und Klassik findet man auf meinem iPhone und dem Medienspeicher im Auto ebenso wie schottische und irishe Folklore. Also ich bin quasi ein musikalischer Allesfresser. Aber es gibt eine Band, der ich seit meiner Jugend treu geblieben bin: Depeche Mode!

DM-FanshirtIch bin seit ich weiß nicht wann Fan der Band. Ich bin kein Goth mit schwarzem Kalialstift um die Augen und komischer Frisur, die allmorgendlich drei Liter Haarspray benötigt, um in Form zu kommen. Ich renne nicht in depressiv schwarzen Klamotten rum, obwohl ich einen Fußknöchel-langen engen, schwarzen und Talar-artigen Mantel mein Eigen nenne, der mich sehr kleidet. Ich habe aber durchaus das eine oder andere Fan-T-Shirt. Und die hängen nicht im Rahmen an der Wand, sondern werden getragen.

Und wenn die Jungs in Frankfurt oder der Nähe ein Konzert geben, dann bin ich dabei! Ende 2008 kam zuerst das „SOTU-Album“, als das Album Sound of the Universe“ auf den Markt, dass ich mir natürlich in der fetten Version „Sounds Of The Universe (Deluxe Box-Set / 3 CDs+DVD)“ gegönnt habe. So mit allem drum und dran. Und 2009 kamen Dave, Martin und Fletch auf Tour. Am 12. Juni waren sie im Frankfurter Waldstadion (hier die Flickr-Fanbilder). Und ich war dabei. Interessant zu sehen, das ein Großteil der Besucher des Konzertes in meinem Alter waren. Wir sind mit der Band aufgewachsen und werden mit ihr wohl auch alt. Aber natürlich waren auch sehr viele junge Fans da. Das Konzert war wie immer: HAMMERGEIL!


Jetzt ist die DVD Depeche Mode – Tour of the Universe, Barcelona erschienen. Natürlich habe ich mir die bestellt. Zwei DVDs voll mit Konzertaufnahmen der beiden Auftritte in Barcelona und zwei CD mit Livemitschnitten. Darf in der Sammlung nicht fehlen. Und nein, sowas will ich „in echt“ und so richtig zum anfassen haben und nicht als reine MP3-Datensammlung die virtuell auf meinem Computer existiert. Sowas gehört in die Sammlung wie meine farbigen Vinyl-Maxis von Depeche Mode, die ich für (fast) kein Geld der Welt hergeben würde.

Let’s have a black celebration
Black Celebration
Tonight

To celebrate the fact
That we’ve seen the back
Of another black day

I look to you
How you carry on
When all hope is gone
Can’t you see

Your optimistic eyes
Seem like paradise
To someone like
Me

I want to take you
In my arms
Forgetting all I couldn’t do today

Black Celebration
Black Celebration
Tonight

To celebrate the fact
That we’ve seen the back
Of another black day

I look to you
And your strong belief
Me, I want relief
Tonight

Consolation
I want so much
Want to feel your touch
Tonight

Take me in your arms
Forgetting all you couldn’t do today

Black Celebration
I’ll drink to that
Black Celebration
Tonight

Tanzen ist wie Singen mit den Füßen

Ich-002-2Ich höre gerne Musik. Ich singe leidenschaftlich gerne und hoffentlich auch halbwegs gut im Chor. Aber da ist etwas, das würde ich gerne (wieder) tun und können: Tanzen. Tanzen, das ist wie Singen mit den Füßen. Als Jugendlicher haben mich meine Eltern zum obligatorischen Tanzkurs geschickt. Dafür bin ich ihnen dankbar. Dann habe ich es danach eigentlich nie wieder getant und vollkommen verlernt. Dafür bin ich mir nicht dankbar. Aber wenn ich andere tanzen sehe und es mir bei guter Musik in den Beinen zuckt, dann wünschte ich, ich wäre am und wohl auch auf dem Ball geblieben sozusagen. Manchmal, wenn ich Nachts mit dem Hund im Weinberg spazieren gehe, Giacomo ohne Leine durch die Wingerte schnüffelt, während ich die Kopfhörer im Ohr habe und Musik vom iPhone höre, dann bin ich sehr froh dass es so spät im Weinberg dunkel und einsam ist und mich niemand beobachtet…

Ich würde gerne nochmal zur Tanzschule gehen und wieder Tanzen lernen. Aber leider fehlt mir dazu eine Tanzpartnerin. Jugendlich dürfen alleine kommen und bekommen dann in der Tanzschule eine(n) Tanzpartner(in) vermittelt. Aber liest man die Bedingungen für die Kursteilnahme für Erwachsene steht dort meistens „Für Paare“ oder „nur für Paare“. Also, wenn es Leserinnen aus der Gegend von Oppenheim gibt, die bei schöner Musik auch zapplige Füße bekommen ….. Man muss ja nicht gleich auf das Niveau des nachfolgenden Videos vorstürmen wollen.
🙂

UPDATE: Ich habe noch zwei sehr schöne Tango-Filme auf YouTube entdeckt. Der erste zeigt Al Pacino in „Der Duft der Frauen„. Dort spielt er einen Blinden. Der zweite zeigt Antonio Banderas in einer heißen Szene in „Take the Lead„.

Alles unter einen Hut

Manchmal frage ich mich, wie ich alles mögliche unter einen, meinen Hut bekommen soll. Manchmal lautet die beste Entscheidung, es garnicht erst zu versuchen und das eine oder andere einfach bleiben zu lassen. Manchmal muss man – also ich – erst nach Paris fahren, um mir dessen wieder bewußt zu werden.

Zu dem Thema mit dem Hut gibt es ein wunderbares Lied von Hermann van Veen. Sänger, Liedermacher, Musiker, Clown, singender Philosoph oder Poet. Auf van Veen treffen sehr viele Attribute zu, denn was er macht ist eigentlich genial und faszinierend. Zudem ist er auch Maler und Autor.

Ich liebe vor allem seine intelligenten und feinsinnigen Texte! Auf YouTube findet ihr sehr viel von ihm. Ich empfehle Stücke wie „ target=“_blank“>Ich hab ein zärtliches Gefühl„,  „ target=“_blank“>Wärst Du ein Zauberer„, „ target=“_blank“>Ich tanze mit dem Tod„, „ target=“_blank“>Warum bin ich so fröhlich“ oder auch  sein wunderschönes Leonard Cohen-Cover „ target=“_blank“>Suzanne“ Die Lyrics drucke ich diesmal nicht ab, denn schließlich singt er hier auf Deutsch.

Das nächste mal ist Hermann van Veen am 20. Oktober zu Gast in Deutschland. Mal sehen, vielleicht schenke ich mir die Karten zum Geburtstag ……

Ein schönes Ding von den feinen Jungkannibalen

Bin heute mal wieder auf einen richtig schönen Pop-Klassiker gestoßen: „She drives me crazy“. Von den Fine Young Cannibals hat man auch lange nichts mehr gehört. Die britische Band gründete sich 1984 und löste sich 1992 auf. Im Jahr 1996 kam es zur Wiedervereinigung aber außer zwei Best-of-Alben hat sich nichts wirklich getan. Im Jahr 2009 kam mit „She Drives Me Crazy-The Best of“ das derzeit aktuellsze Album auf den Markt. Darauf ist aber dann auch alles drauf, was Spaß macht. Beispielsweise „Johnny come home“, das geniale „Suspicious minds“ (Elvis-Cover) oder „I’m not the man I used to be“. Und natürlich auch „She drives me crazy“. Nach dem Video wie immer der englsiche und deutsche Text.

„She drives me crazy“ Originaltext in Englisch

I cant stop the way I feel
Things you do dont seem real
Tell me what you got in mind
Cause were running outta time
Wont you ever set me free
This waiting rounds killing me

She drives me crazy (ooh ooh)
Like no one else (ooh ooh)
She drives me crazy
And I cant help myself (ooh ooh)

I cant get any rest
People say Im obsessed
Everything you say is lies
But to me thats no surprise
What I had for you was true
Things go wrong, they always do

She drives me crazy (ooh ooh)
Like no one else (ooh ooh)
She drives me crazy
And I cant help myself (ooh ooh)

I wont make it on my own
No one likes to be alone

She drives me crazy (ooh ooh)
Like no one else (ooh ooh)
She drives me crazy
And I cant help myself (ooh ooh)

„She drives me crazy“ deutsche Übersetzung

Ich kann nicht verhindern, wie ich mich fühle
Dinge die Du tust, scheinen nicht real zu sein
Sag mir was Dir im Kopf herum geht
Weil uns die Zeit davon rennt
Du wirst mich niemals in die Freiheit entlassen
Dieses Warteschleifen drehen bringt mich um

Sie macht mich verrückt
Wie niemand sonst
Sie macht mich verrückt
Und ich kann mir selbst nicht helfen

Ich finde keine Ruhe
Leute sagen ich sei besessen
Alles was Du sagst sind Lügen
Aber das überrascht mich nicht
Was ich für dich hatte, war wahr
Dinge gehen schief, das tun sie immer

Sie macht mich verrückt
Wie niemand sonst
Sie macht mich verrückt
Und ich kann mir selbst nicht helfen

Ich werd’ es alleine nicht schaffen
Keiner ist gerne alleine

Sie macht mich verrückt
Wie niemand sonst
Sie macht mich verrückt
Und ich kann mir selbst nicht helfen

Stone Sour – Say You’ll Haunt Me

Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Musik auf der Stammhirnrinde. Oft stelle ich hier eher ältere Sachen vor. Heute mal ein aktuelles und richtig schönes Hardrock-Brett. Ordentlich fett ohne in eine Brüllorgie auszuarten und auch melodisch gut, kein reines Gitarren-Highspeed-Geschrammel. Da mir auch der Text sehr gut gefällt, nicht zuletzt, weil der Sänger ihn so singt, das man ihn gut verstehen kann, wie immer im Anschluss an das ebenfalls gelungene Video die Lyrics diesmal nur im Original. Im WWW habe ich keine gute Übersetzung gefunden und es selbst zu machen, dazu fehlt mir heute die Zeit. Vielleicht liefere ich es nach. Also dann viel Spaß.

Lyrics zu Stone Sour „Say You’ll Haunt Me“ im Original

Little supernovas in my head
Little soft pulses in my dead
Little souvenirs and secrets shared
Little of guard and unprepared

I was never good enough to find
I was never bad enough to mind
In the middle I will do my best
Take me in your arms and leave the rest

I will give you anything to

Say you want to stay, you want me to
Say you’ll never die, you’ll always haunt me
I want to know I belong to you
Say you’ll haunt me

Together, together we’ll be together, together forever

Little variations on my page
Little doors open on my cage
Little time has come and gone so far
Little by little who you are

I can see the patterns on your face
I can see the miracles I trace
Symmetry in shadows I can’t hide
I JUST WANT TO BE RIGHT BY YOUR SIDE

I will give you everything to

Say you want to stay you want me too
Say you’ll never die, you’ll always haunt me
I want to know I belong to you
Say you’ll haunt me (2x)

Together, together we’ll be together, together forever
I BELONG TO YOU I BELONG TO YOU

Little supernovas in my head
Little soft pulses in my dead
Little souvenirs and secrets shared
Little of guard and unprepared

I will give you everything to

Say you want to stay you want me too
Say you’ll never die you’ll always haunt me
I want to know I belong to you
Say you’ll haunt me Say you’ll haunt me

Together, together we’ll be together, together forever
I BELONG TO YOU I BELONG TO YOU