SchlagwortNieder-Olm

Und sowas will ich erst recht nicht sehen!

Da denkste schlimmer kommt’s nicht. Und das Leben belehrt dich eines Besseren. Es kommt schlimmer. Heute in einer größeren Sportstätte in Nieder-Olm in der Umkleide. Da ziehst Du nichts Böses ahnend Deine Sportklamotten an und freust Dich auf Dein Training, da wirst Du Zeuge eines grausamen Schauspiels!

Ob der sich beschwert, dass es zwickt....
Ob der sich beschwert, dass es zwickt....

Ein Typ verpackt sein schlaffes und zur leichten Adipositas neigendes Gesäß, dass zudem noch recht haarig ist, in einen schwarzen Herrenstringtanga. Also so ein bisschen Nichts aus Stoff. Da stehst Du fünf Meter dahinter und schaust unverhofft in „Lage Null“ druff. Bevor der Knilch sich nach seinen Socken bücken konnte, habe ich schnell das Weite gesucht!

Auch hier reicht mein Talent als Zeichner nicht aus, diese optische Grausamkeit realitätsnah darzustellen und ich glaube das ist auch gut so. Der Arsch, also der Kerl, kommt sogar beinahe noch gut weg, in meiner Zeichnung. Und der Versuchung, das Ganze mit dem iPhone zu fotografieren, konnte ich problemlos widerstehen. Wenn man bedenkt, wie prüde Apple bei der Freigabe seiner Apps ist, dann wäre das iPhone vermutlich explodiert, wenn ich den Auslöser gedrückt hätte.

Schwimmen als Katharsis?

Ich-002-2Funktioniert! War heute Abend – also eigentlich gestern, Freitagabend – in Nieder-Olm im Schwimmbad. Die haben bis 22 Uhr auf, was gut ist für die werktätige Bevölkerung, die Freitags nicht wie eine Behörde um 13 Uhr den Griffel fallen läßt. Ich schleppe die Tage schon einigen mentalen Ballast mit mir rum. Bei einem Computer drückst Du einfach die Reset-Taste, nur beim Menschen gibt’s so einen Knopf nicht. Zum Glück.

Ich hab’s dann mal ein wenig krachen lassen und bin 200 Bahnen runter geschwommen. Immer schön 20 Kraul, 20 Brust im Wechsel. Mal richtig auspowern und damit auch das Hirn durchspülen und ausleeren. Fünf Kilometer in zwei Stunden, danach war ich richtig schön platt und die Rübe auch. Der Mühlstein im Kopf stand endlich mal still. Tat gut, denn sonst hätte sich wohl an das kalte Kotzen von tagsüber irgendwann das heulende Elend angeschlossen. Da hatte ich aber irgendwie gar keinen Bock drauf. Manchmal braucht man das, sich mal Frust und Kummer vom Hals schaffen und körperliche Anstrengung ist dann irgendwie fast meditativ. Danach noch mit schön lauter Mucke im Auto alles frei geblasen. Creed mit „Human Clay“ schon weit aufgedreht, das passte. Und gut für die Figur war die ganze Plackerei schließlich auch, denn es entspricht einem Kalorienverbrauch von rund 2000 Kalorien und bringt bei den Weighwatchers satte 32 Bonuspunkte 🙂 Tja Schwimmen hat eben einen vielfachen Nutzen.