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Hä? Wo ist der Hund?

Allmorgendlich, wenn ich zur Arbeit fahre, bringe ich Giacomo, meinen Hund, zu meinen Eltern nach Nierstein, die ihn tagsüber versorgen. Dann fahre ich mit der Fähre ins Hessenland nach Darmstadt.

Ich halte also heute morgen so um 7:15 Uhr bei meinen Eltern vor dem Haus, steige aus, mache den Kofferraum auf. Kein Hund drin! Ich denke mir: „Hä? Wo ist der Hund?“ Der lag nach wie vor daheim in Oppenheim vor der Haustür auf der Treppe und hat sich vermutlich kurz und knapp gewundert, warum sein Herrchen ohne ihn davon gedüst ist.

Giacomo, oder "48 Kilo gute Laune"
Giacomo, oder "48 Kilo gute Laune"

Das übliche morgendliche Ritual

Ich hab eigentlich das getan, was ich jeden Werktagmorgen tue. Ich habe mit Giacomo an der Leine das Haus verlassen, die Tür hinter mir abgeschlossen und den Hund auf der Haustürtreppe „geparkt“. Dann habe ich wie immer die Allgemeine Zeitung aus dem Zeituntsrohr genommen, bin zur Garage, habe diese aufgeschlossen, das Auto rausgefahren und die Garage wieder abgeschlossen. Normaler weise hole ich dann den Hund von der Haustürtreppe, mach den Kofferraum auf, Giacomo hüpft rein und los gehts nach Nierstein. Nun, diesen letzten Teil des allmorgendlichen Rituals habe ich diesmal vergessen und bin doch tatsächlich ohne Hund einfach losgefahren. Und ich hab es erst, wie oben beschrieben, in Nierstein gemerkt. Also zurück gedüst nach Oppenheim den Hund holen. Und Giacomo guckte mich an als wollte er sagen „Na, auch schon wach, Du Nachtkapp!?“

Das kommt davon, wenn der Kopf schon längst mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt ist, denn daran lags. Ich hab weder gestern gesoffen wie ein Elch, noch heute Nacht schlecht geschlafen. Ich war einfach mit dem Kopf schon einige Aufgaben weiter.