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BlaBlaMeter berechnet den Bullshit-Index für Texte

Da bin ich dank Facebook doch über ein sehr spaßiges Tool gestolpert: Den „BlaBlaMeter„. Du kopierst einfach (d)einen Text in das leere Feld, klickst auf „Text lesen“ und schon sagt Dir die Analyse, wie hoch der Bullshit-Index Deines Textes ist. Je höher dieser Index, um so mehr hohle PR-Phrasen, Werbegeschwätz und inhaltsbefreites Dünnbrettgebohre steckt in dem Text.

BlaBlaMeter zeigt den Bullshit-Index von Texten an.
BlaBlaMeter zeigt den Bullshit-Index von Texten an.

Ich habe natprlich erstmal zahlreiche Texte meiner Stammhirnrinde getestet. Mann bin ich gut! Die Texte liegen zwischen 0,09 und 0,19.  Dann habe ich mal die diversen Pressemeldungen, die derzeit in Sachen CeBIT reinschneien durch den BlaBlaMeter gejagt. Fazit: Die meisten Pressemeldungen der diversen Firmen sind ziemlich verbullshittet? Der niederigste Bullshit-Wert einer Pressemitteilung war 0,4 und 0,84. Für den Spitzenreiter, eine Pressemeldung mit der vielsagenden Überschrift „LifeSize zum „Telepräsenz-Anbieter des Jahres 2011“ gewählt „, lautete das Urteil des BlaBlaMeter:

Ihr Text: 1968 Zeichen, 241 Wörter
Bullshit Index :0.84
Es stinkt gewaltig nach heisser Luft! Auch wenn Sie PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder Universitätsprofessor sind – beim Eindruck schinden sollten Sie Ihre Aussage nicht vergessen.

Danach habe ich mich der Webseiten der diversen Parteien im Land Rheinland-Pfalz bedient. Und siehe, da die Politiker müssen wirklich gute Redenschreiber haben, denn bei keinem der getesteten Texte wurde der Wert von 0,2 überschritten. Dabei sagt der Volksmund doch so gerne, das Politiker nur Scheiße reden. Das BlaBlaMeter sagt, dass dem nicht so ist. Aber wenn den vielen schönen Worten keine schönen Taten folgen, sind auch politische Texte mit niedrigem Bullshit-Index nichts wert.

Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus

Auf Stefan Niggemeiers Blog habe ich abermals einen Beleg für meine Theorie „Die Schnellen fressen die Guten“ gefunden. Im Journalismus gilt ja nicht zuletzt dank des Internet und der beinahen Echtzeitberichterstattung leider die Maxime: „Die Schnellen fressen die Langsamen“, wo mir das Leitbild „Die Guten fressen die Schlechten“ viel lieber wäre.

Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus. (Bild: stock.xchng)
Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus. (Bild: stock.xchng)

Doch genau diese Hetze, dieses „Wir müssen damit als erstes raus, egal wie…“, sorgt für Einbußen bei der Qualität. Gründlichkeit und Schnelligkeit sind ein Anachronismus. Deshalb sage ich, dass Geschwindigkeit zu massiven Lasten der Qualität geht.  Deshalb ist die Wahrheit: „Die Schnellen fressen die Guten“! Der von Kollegen Niggemeier geschilderte Fall zeigt genau das. Hier werfen Medien, einem Journalisten die Verletzung der Sorgfaltspflicht vor, die sie selbst beim berichten über den Fall an den Tag legen, wie Niggemeier ausführlich aufdröselt. Lies „Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus“ weiter