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2012 – Die Filmkritik

Kein Film sondern nur Spezialeffekte.
Kein Film sondern nur Spezialeffekte.

Am Wochenende war ich in Roland Emmerichs neuem MeisterMachwerk „2012“. Daher ist es hier an der Zeit für die Filmkritik. Da fange ich doch direkt mal mit meinem Fazit an:

2012 ist KEIN Film! Es ist eine platte Aneinanderrehing von teuren und wirklich sehr guten Spezialeffekten. Die Handlung ist so papierdünn, dass man durchschauen kann, wenn man das Ganze gegen das Licht hält. Die Schauspieler waren durch die Bank weg eigentlich recht farblos, flach und ohne Tiefgang.  Also, meiner Meinung nach alles andere als ein Meisterwerk, allenfalls ein Spezialeffekt-Feuerwerk.

Soweit zum Fazit. Wer den Film noch sehen will, der sollte jetzt aufhören zu lesen!

Die Handlung: Die Welt geht unter und zwar so richtig fett. Alle wollen auf so eine Art High-Tech-Arche, von denen mehrere irgendwo im chinesischen Gebirge gebaut werden.  Warum die Welt untergeht wird relativ mager und dünn erklärt. Ist ja auch egal, sie geht halt unter. Emmerich bleibt seinem banal einfachen Strickmuster, das wir schon von „The day after tomorrow“ kennen, treu und macht quasi das gleiche nur mit mehr Spezialeffekten. Der Held ist wieder einmal ein eben solcher wieder Willen und er hetzt sich den Herzbendel um den halben Globus ab, um irgendwen und sich selbst zu retten.  Um dieses Handlungsstränglein werden ein paar Nebenhandlungen garniert, damit das ganze nicht so dünn wirkt, wie es ist.

Filmisch: Die ganzen Dinge, die passieren sind teilweise dermaßen an den Haaren herbei gezogen, dass man sich fragt, was Emmerich eingeworfen hat, um sich so etwas auszudenken. Auch filmisch ist das ganze nur Durchschnittskost, denn die Szenen haben so wenig Tiefgang wie die Akteure. Wir werden im Prinzip einfach nur von einem Spezialeffekt zum nächsten durchgeschoben. Da der Film zu vermutlich 80% am Computer entstanden ist, bleibt auch kein Platz für gute filmische Umsetzung, gelungene Kameraführung und beeindruckende (gefilmte!!) Bilder oder ähnliches.

Die Spezialeffekte: Die Effektorgie ist eigentlich das einzige, weshalb es sich durchaus lohnt, in den Film zu gehen. Hier hat Emmerich aus dem Vollen geschöpft. Die Effekte, Animationen und Tricks sind weltklasse. Wer, wie ich auch (aber nicht nur), auf so etwas steht kommt schon auf seine Kosten. Also es kracht, knallt und rappelt ordentlich und es gibt viel trickreiches fürs Auge. Das wars dann aber auch schon.

Die Werbung: Die Werbung für den Film vorab, scheint für einige Verwirrung gesorgt zu haben. Für die Werbung wurde sogar die Webseite eines fiktiven Forschungsinstitutes „Institute for human Continuity“ ins Netz gestellt, dass den Weltuntergang 2012 bestätigt. Seit dem Filmstart gibt sich den Seite als Teil des „Movie-Experience“ zu erkennen.

Wer in einen wirklich guten Film mit Herz, Verstand, Handlung und exzellenten Schauspielern gehen will, dem kann ich Männerherzen ans Herz legen!

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