Jaja! Die Italiener sind ein geschäftstüchtiges Völkchen. Da werde auch aktuelle Ereignisse gleich in Form und Gestalt gebracht und als Souvenier feil geboten. Ob dieses Souvenier, das zwei Tage nach dem Anschlag auf Silvio Berlusconi bereits in den Handel gekommen ist, direkt neben dem Modell des Mailänder Doms steht und um Käufergunst buhlt?
Berlusconi mmit blutiger Nase. In Italien wird auch mit Aktuellem Geld gemacht.
Gefunden bei “augenblicke“. Ich wüsste ja auch in unserem Land den einen oder anderen politischen Würdenträger, dem eine solche Büste in mehrfacher Hinsicht gut zu Gesicht stehen würde …. War das jetzt böse?
Manchmal hinterläßt der Unmut des Volkes oder einzelner Personen aus eben diesem bei einem Politiker – ganz im sarkatsischen Sinne des Wortes – einen bleibenden Eindruck. Auf offener Straße hat ein vermutlich geistig verwirrter Mann dem italienischen Staatschef Silvio Berlusconi ein Modell des Mailänder Doms ins Gesicht geschlagen und ihn damit übel zugerichtet. Nase zumindest angebrochen, zwei Zähne ausgeschlagen und die dicke Lippe, die Berlusconi immer wieder so liebend gerne riskiert, ist gerissen.
Wenn man sieht, wie Berlusconi danach in seinem Auto sitzt, dann wirkt er nicht mehr arrogant, selbstverliebt, unantastbar, aalglatt und großspurig. Hier sehen wir aufeinmal einen alten Mann, verletzlich und verletzt, müde und verzweifelt. Man sieht, hinter der immer wieder medienwirksam zur Schau getragenen, glatt polierten Fassade, steckt ein ganz normaler Mensch.
Verletzt und verletzlich wirkt Berlusconi nach dem Anschlag. (Bild: Videoausschnitt)
So unsympatisch, wie ich diesen Kerl sonst auch finde, er tut mir in diesem Moment leid. Der Anschlag erinnert an die Attentate auf Lafontaine und Schäuble. Gerne werden solche Attentäter als geisteskrank, irre und nicht zurechnungsfähig bewertet. Aber stimmt das immer? Ist sowas nicht manchmal auch eine Verzweiflungstat von jemandem, der sich anders kein Gehör verschaffen kann, der ignoriert und überhört wird? Viele politische Attentate in der Geschichte hatten ihre Ursache in der Unzufriedenheit mit dem Politiker oder der Politik, beziehungsweise dem Wunsch, einen radikalen Wandel herbeizuzwingen.
Schauen wir doch mal in den Spiegel. Haben wir nicht selbst manchmal das Gefühl, ja fast das Bedürfnis, einem Politiker mal wenigstens eine Ohrfeige zu verpassen. Ich kann mich davon nicht frei sprechen, ganz ehrlich. Es gäbe da den einen oder anderem, dem ich meine Meinung manchmal gerne mal auf biomechanische Art sehr deutlich machen würde. Dort wo Worte sinnlos geworden sind, wo die Allmachtsphantasie eines Politikers – und sei es auf regionaler oder lokaler Ebene – jede vernuftbasierte Diskussion ad absurdum führt und sich jemand in den Medien feiert. Da kommt manchmal still und heimlich der Wunsch auf, vergeblichen Worten erhelbliche Taten folgen zu lassen.
Es ist Dienstag 23:45 Uhr. Die Haustür ist schon abgeschlossen. Der Hund schnarcht vehement im Flur. Mit Pantoffeln an den Füßen und der Zahnbürste im Mund bin ich mental schon im Bett. Da geht der Funkmeldeempfänger an und verkündet einen Wohnungsbrand in Dienheim, dem Nachbarort. Wohnungsbrand bedeutet immer, dass die Feuerwehr mit der ganz großen Musik [. […]
Der Elektrische Reporter hat einen sehr interessanten Beitrag zum Thema “Digitale Identität: Das Ich im Netz” veröffentlicht. Es geht vor allem darum, dass in sozialen Netzen wie Facebook & Co Menschen immer öfter ihr tatsächliches Ich etablieren, also kein virtuelles Alter Ego mehr, wie beispielsweise in Second Life. Mit diesem digitalen Wolkenkuckucksl […]
Eben gerade ein schönes Bolg entdeckt: BILDblog von Lukas Heinser. Das BILDblog schaute ursprünglich nur der Bildzeitung aufs Maul die Feder, knöpft sich jetzt aber auch andere Medien vor. Schöne Sachen drin. Der neue Beitrag “Aus Lustprinzip gegen Klaus Wowereit” gefällt mir gut, zeigt er doch, wie man aus unverfänglichen Fragen und Antworten recht manipula […]
Leukämie ist als Krankheit ein Wettlauf gegen die Zeit. Eine Stammzellenspende kann Leben retten. Spender kann es nie genug geben! Gestern kam das Typisierungs-Set der DKMS per Post bei mir an. Damit kann sich jedermann sehr einfach als Stammzellenspender typisieren lassen. In meinem nachfolgenden Video geht es genau darum. Ich will damit zeigen, wie absolut […]
Boah Ej! Da hat es doch tatsächlich mein bescheidener kleiner Kommentar “Was lange währt wird endlich geil” in meinem kleinen bescheidenen Blog in die Liste der Pressestimmen auf www.t-online.de geschafft. Und ich fragte mich schon, wo auf einmal der ganze Traffic herkommt. More » […]
Gestern bin ich dank @K-T-alking über ein sehr schönes Blog namens Lose Wurst gestolpert. Wobei bei genauerer Betrachtung der Begriff “schön” revidiert werden muss. Denn Ringo Dühmke berichtet dort mit unerbittlichen Bildern, zu welchen kulinarischen Grausamkeiten “Essen auf Rädern” fähig sein kann. Mal ist es “blaß um die Eier”. Und “Montäglich grüßt das N […]
Herzlichen Glückwunsch! T-Online.de hat heute Nacht um 4:00 Uhr eine gesunde und stramme neue Webseite zur Welt gebracht. Die unzähligen stolzen Mütter und Väter … blablabla … dröger Scherz beiseite. Heute Nacht erfolgte der Relaunch von www.t-online.de. An dem Projekt haben wir die letzten Wochen viel und intensiv gearbeitet. Auch meine Wenigkeit hatte zwei […]
Heute habe ich in Print Würgt, dem Blog von Michalis Pantelouris, einen Beitrag über eine Art neue Recherche-Strategie der Bunden gelesen. Deren Chefredakteurin Patricia Riekel erklärte unlängst quasi öffentlich Politiker zum journalistischen Freiwild. Nein, natürlich nicht expressis verbis. Sie argumentiert sogar mit dem Pressekodex, den Spielregeln des Deu […]
Wie kann Liebe so unerträglich sein? Wie kann etwas so wunderschönes so hässlich sein? Wie kann etwas Gutes so böse sein? Wie kann Glück so unglücklich machen? Wie kann Freude so viel Leid bedeuten? Wie können Gefühle so erschreckend rationell sein? Wie kann Faszinierendes so abschreckend sein? Wie kann Mut so viel Angst machen? Wie kan […]
Funktioniert! War heute Abend – also eigentlich gestern, Freitagabend – in Nieder-Olm im Schwimmbad. Die haben bis 22 Uhr auf, was gut ist für die werktätige Bevölkerung, die Freitags nicht wie eine Behörde um 13 Uhr den Griffel fallen läßt. Ich schleppe die Tage schon einigen mentalen Ballast mit mir rum. Bei einem Computer drückst [...] […]