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Depeche Mode Party im KUZ oder: Manche können tanzen und manche…

Weil ich gestern Abend nicht wieder einmal vor dem Fernseher versauern wollte, bin ich mit mir mal nach Mainz in KUZ zur Depeche Mode Party gefahren. Hätte ich früher schon mal machen sollen! War richtig geil! Und gestern gab es sogar echt schicke T-Shirts umsonst dazu, denn es wurden sieben Jahre DM-Party im KUZ gefeiert. Für 5 Euro nicht nur einen geilen Abend gehabt, sondern auch ’n T-Shirt bekommen.

Für fünf Euro 'n geiler Abend und 'n cooles Shirt.
Für fünf Euro 'n geiler Abend und 'n cooles Shirt.

Es lief den ganzen Abend Depeche Mode und all das ganze geile Elektro-Zeug vor allem aus den 1980ern rauf und runter. Ann Clark, New Order, aber auch so schöne EBM-Klopper im Stiele von Front242 oder Nitzer Ebb. Eben richtig gute Elektromucke.

Als teilnehmender Beobachter war es sehr interessant, die Leute beim Tanzen zu beobachten. Neben vielen, die Taktgefühl bewiesen und kapiert haben, dass man zu Elektro-Tracks von Mode & Co eher Trance-artig mit wenigen eher vor- und zurück wiegenden Schritten leicht in sich selbst versunken tanzt, gab es dann dort doch einige sehr … sagen wir mal „individuelle“ Tanzstile. Deshalb habe ich euch hier mal die schillerndsten und auffälligsten Tänzer/innen von gestern Abend – also eher heute Nacht – beschrieben.

Der Bierflaschen-Schüttler

Der Bierflaschen-Schüttler betritt die Tanzfläche grundsätzlich mit einem Getränk in der Hand. Meist ist das eine Bierflasche, gerne aber auch mal ein Glas. Egal wie er sich bewegt, der Arm und die Hand mit dem Getränk nimmt am Tanz nicht teil, sondern wird ruhig gehalten und bewegt sich nur dann, wenn während dem Tanzen getrunken werden soll. Also zu heftig und ausladend tanzt der Bierflaschen-Schüttler in der Regel nicht. Von dieser Sorte gab es gestern etliche.

Der stoische Arhythmiker

Derer konnte man gestern zwei bewundern. Der stoische Arhythmiker zeichnet sich durch die Abwesenheit jedes Rhythmusgefühls aus. Die hektische, fahrigen, nervösen und meist zuckenden Bewegungen und Gesten passen absolut nicht zur Musik. Man hat den Eindruck, das die Bewegungssteuerung des stoischen Arhythmikers direkt von massiven Herzkammerfilmmern ausgelöst werden.

Der Hände-im-Sack-Tänzer

Der Hände-im-Sack-Tänzer macht eigentlich alles richtig, tanzt gut und passend. Der Wiegeschritt sitzt, der Körpereinsatz stimmt. Rhythmusgefühl ist ebenfalls gut. Nur der vergräbt dabei die Hände in den Hosentaschen. Und da lässt er sie auch die ganze Zeit. Daher nehmen Hände und Arme am Tanz nicht teil. Gestern gab es auch davon sehr viele.

Der Gesten-reiche

Ja der Gesten-reiche ist der theatralische Tänzer. Er tanz so wie jemand, der auf der Theaterschule bei der Bewerbung um einen Platz im Seminar Ausdruckstanz das Casting nicht überlebt hat. In fließenden bis eckigen Bewegungen entwickeln die Arme ein Eigenleben. Deuten bedeutungsschwanger gen Himmel oder zu Boden, zucken waagrecht zur Seite oder zeigen vorwärts. Fahren Bauchtanzmäßig am eigenen Körper hinunter und wieder rauf. Gestern war da eine scharfe Blondine, die die Königin der Gestenreichen ist. Die konnte ihre Arme so gummiartig bewegen, das man den Eindruck hatte, dass sie sie entweder gebrochen hatte, oder aber mit mehreren Ellenbogengelenken gesegnet ist.

Der Rumzucker

Gestern in Gestalt einer zierliche Frau mit auf dem T-Shirt aufgemaltem Korsettgestänge und millimeterkurzen Haare vertreten. Rumzucker machen alles besonders heftig. Der Oberkörper zuckt vor und zurück, vor allem die oberen Gliedmaßen werden unter erheblichem Körpereinsatz durch die Gegend geschmissen, sodass das Umfeld Sicherheitsabstand hält. Das Ganze muss nicht unbedingt rhythmisch sein, Hauptsache es wirkt spektakulär. Der Korsagenzwerg gestern garnierte das Ganze noch mit einem Blick den sie eben so grimmig durch die Gegen warf, wie ihre Arme.

Die Gothic-Braut

Ja die Gothic-Braut wie die gestern Abend zeichnet sich durch die Cure-mäßige Vollausstattung aus. Eine Frisur, als wäre der Fön explodiert. Bleich geschminktes Gesicht, schwarzer Kalialstift um die Augen und schwarzer Lippenstift. Kleidung mattschwarz von Kopf bis Fuß und wallend. Behängt mit Kettchen, Ringen und anderem Metallzeugs. Der Tanzstil ist eine Mischung aus dem Gesten-reichen und dem Rumzucker. Gab es gestern übrigens auch in männlicher Ausführung, wobei das bleiche und Kalial-gestiftete Gesicht nahtlos in eine Glatze über ging und ab der Schläfe in einem ringförmigen Streifen kurz geschorener Haare überging.

Die Vollmeise

Auch diese sehr spezielle Gattung wurde gestern sehr eindrucksvoll von einer zierlichen Frau mit tätowiertem Nacken vertreten. Die Vollmeise zeichnet sich dadurch aus, dass sie mindestens angetrunken ist und sich im Laufe des Abends abschießt, dabei aber immer wieder tanzt. Besagte Tatoo-Blondine stolperte fröhlich grinsend mit glasigem Blick über die Tanzfläche. Dabei kollidierte sie immer wieder mit anderen Tänzern und der massiven Stahlsäule in der Mitte. Nach jeder Kollision entschuldigte sie sich anfangs brav, später lallend … auch bei der Stahlsäule (jedesmal!). So gegen drei Uhr Nachts halfen ihr dann zwei Freundinnen, den Saal auf eigenen Füßen zu verlassen. Eine männliche Vollmeiste hat das Tanzen irgendwann komplett eingestellt und sich nur noch bemüht, nicht aus den Latschen zu kippen. Sein Kumpel hat ihm deshalb erst mal ein neues Bier besorgt.

Der „Ich-zieh‘s-Hemd-aus-Typ“

Dieses Spezies ist ausschließlich männlich, meist sportlich durchtrainiert und bemuskelt. Er beginnt seinen Tanz auf jeden Fall wie der Gesten-reiche, wobei seine deutenden Gesten vor allem auf Frauen zielen. Und er zieht im Laufe des Abends garantiert das Hemd oder was auch immer er drüber trägt aus und tanz dann im knallengen Muskel-Shirt weiter. Irgendwie muss er ja allen, die es sehen wollen … oder auch nicht … zeigen, wofür er die Monatsgebühren im Bodybuilding-Studio abdrückt. Natürlich lässt er sein muskuläres Kapital beim Tanzen sichtbar zucken. Dem Gesicht des Ich-zieh‘s-Hemd-aus-Typen sieht man an, das niemand ihn so sehr liebt, wie er sich selbst.

Der Kung-Fu-Kampf-Tänzer

Den Kung-Fu-Kampf-Tänzer muss man beinahe bedauern, denn er ist eine einsame und aussterbende Tänzergattung. Das ist der Typ, der so gerne Pogo tanzen möchte aber niemanden findet, der das auch will und sich auf dieses Gerangel einlässt. Gestern ein Typ, der in engen Jeans, mit Muskel-Shirt und mit reichlich Haarspray gesteifter Irokesenbürste umhersprang. Er verbrauchte etwa 4 Quadratmeter Tanzfläche, da er in gezielten Stolperschritten andere Tänzer anzurempeln versuchte, die ihm aber immer geschickt auswichen. Darauf hin sprang er alle halbe Minute in die Luft und versuchte wie Bruce Lee einen imaginären Gegner mit einem Fußtritt am Kopf zu treffen. Nicht ungefährlich, aber es ist nichts passiert. Die Ausdauer mit der er das tat, war bewundernswert.

Die Wunderschöne mit den kurzen dunklen Haaren

Sie war gestern auf der Tanzfläche weder tänzerisch verhaltensauffällig noch irgendwie skurril. Aber sie war genau das, was die Überschrift sagt. Und sie hat mich kurz nach vier Uhr nachts ganz verdattert angeguckt, als ich …..

…. aber das geht Euch nun wirklich nichts an! 😉

Tanzen ist wie Singen mit den Füßen

Ich-002-2Ich höre gerne Musik. Ich singe leidenschaftlich gerne und hoffentlich auch halbwegs gut im Chor. Aber da ist etwas, das würde ich gerne (wieder) tun und können: Tanzen. Tanzen, das ist wie Singen mit den Füßen. Als Jugendlicher haben mich meine Eltern zum obligatorischen Tanzkurs geschickt. Dafür bin ich ihnen dankbar. Dann habe ich es danach eigentlich nie wieder getant und vollkommen verlernt. Dafür bin ich mir nicht dankbar. Aber wenn ich andere tanzen sehe und es mir bei guter Musik in den Beinen zuckt, dann wünschte ich, ich wäre am und wohl auch auf dem Ball geblieben sozusagen. Manchmal, wenn ich Nachts mit dem Hund im Weinberg spazieren gehe, Giacomo ohne Leine durch die Wingerte schnüffelt, während ich die Kopfhörer im Ohr habe und Musik vom iPhone höre, dann bin ich sehr froh dass es so spät im Weinberg dunkel und einsam ist und mich niemand beobachtet…

Ich würde gerne nochmal zur Tanzschule gehen und wieder Tanzen lernen. Aber leider fehlt mir dazu eine Tanzpartnerin. Jugendlich dürfen alleine kommen und bekommen dann in der Tanzschule eine(n) Tanzpartner(in) vermittelt. Aber liest man die Bedingungen für die Kursteilnahme für Erwachsene steht dort meistens „Für Paare“ oder „nur für Paare“. Also, wenn es Leserinnen aus der Gegend von Oppenheim gibt, die bei schöner Musik auch zapplige Füße bekommen ….. Man muss ja nicht gleich auf das Niveau des nachfolgenden Videos vorstürmen wollen.
🙂

UPDATE: Ich habe noch zwei sehr schöne Tango-Filme auf YouTube entdeckt. Der erste zeigt Al Pacino in „Der Duft der Frauen„. Dort spielt er einen Blinden. Der zweite zeigt Antonio Banderas in einer heißen Szene in „Take the Lead„.

Was passiert, wenn ein Rheinhesse mit dem Bierpapst und einem netten Typ aus Liverpool …

… in München um die Häuser zieht? Na alle drei haben einen sehr schönen Abend! Ich war gestern auf der Fachtagung „Besser Online“ des DJV. Dort habe ich Conrad Seidl kennen gelernt. Ein echtes Original aus Wien sozusagen, denn er war in zünftiger Lederhose und Tracht mit Lodenmantel unterwegs. Er ist Journalist beim Standard und hat ein Fachgebiet: Bier. Ich hätte nie gedacht, das man an einem Abend so viel über Bier lernen und erfahren kann und ich rede nicht vom trinken, sondern wirklich von Know How. Ok, gestern Abend gingen Know-How und Trinken quasi Hand in Hand.

Er hat seinen eigenen Bierdeckel ;-)
Er hat seinen eigenen Bierdeckel 😉

Aber Conrad trägt den Titel Bierpapst völlig zu recht. Und als wir ins Weisse Bräuhaus der Weissbierbrauerei Schneider kamen, wurde er vom Wirt sogleich per Handschlag begrüßt und bekam doch tatsächlich seinen eigenen Bierdeckel, hier im Bild zu sehen. Als wir uns durch die verschiedenen Spezialitäten der Brauerei probierten und diskutierten, fragte ein Engländer, ob an unserem Tisch noch frei wäre. War es. Und kaum drei Minuten später ging der Rest des Abends auf Englisch weiter.

Ein Österreicher, ein Wiener und ein Rheinhesse sitzen in München beim Bier und diskutieren angeregt über die Existenz – also eigentlich die Nichtexistenz – von Gott, die Schwierigkeiten mit Frauen und der Liebe, gutes Essen und Bier aber auch typische und untypische Eigenarten von Deutschen und Engländern, Schotten und Amerikanern.

Der Abend wurde lang und länger und immer lustiger. Nicht mehr wirklich geraden Schrittes sind wir dann noch in ein Irish Pub und haben ein unverschämt teures Guiness als Absacker getrunken. Um 2:45 Uhr war ich dann im Hotel.

Fazit: Wenn man sich auf andere Menschen, auch Fremde, einlässt, kann man einen sehr unterhaltsamen, lehrreichen und kurzweiligen Abend haben und lernt dabei manchmal echt sehr interessante und nette Menschen kennen. Ok, den Typ aus Liverpool werde ich wohl nie wieder sehen und ich hoffe er ist intakt in seinem Hotel angekommen. Aber wenn ich mal nach Wien fahre, dann weiß ich, mit wem ich dort ein Bier trinken gehen werde!

Sportpoppen Leistungsvögeln und Hürdensex – das soll Spaß machen?

Betrachtet man, wie die schönste Sache der Welt – ja ich rede von Sex – im Internet ihren Niederschlag findet, dann stellt sich das mit der „schönsten Sache“ meist schnell in Frage. Sex soll doch Spaß machen und zwar beiden oder allen Beteiligten. Ok, die Evolutionspuristen mögen dem biomechanischen Vorgang der Kopulation nur die Bedeutung der Fortpflanzung sowie den Erhalt und die Weiterentwicklung der Menschheit beimessen. Und auf die in letzter Zeit publik gewordene Interpretation und Umsetzung von „Seiet frutchbar und mehret euch“ durch die Kirche, möchte ich hier nicht näher eingehen. Also nochmal. Wenn Männlein und Weiblein (jaja, auch gleichgeschlechtliche Paare seien hier nicht ausgenommen, aber das ist eben nicht mein Ding) miteinander unter eine Decke schlüpfen, dann soll es ihnen doch Spaß machen.

Sex soll Spaß machen.
Sex soll Spaß machen.

Aber schaut man die einschlägigen Werbseiten an, die ja angeblich niemand kennt geschweige denn anklickt, die aber dennoch nicht über Besuchermangel klagen können, was sieht man da? Nach Spaß sieht das nicht aus, eher nach Sportpoppen, Leistungsvögeln, Wettf***en und Hürdensex. Man möge mir die Wortwahl verzeihen, aber es ist doch so! Das was da zu sehen ist, kann doch keinen Spaß machen, auch wenn die Darsteller mit entsprechenden Geräuschen und teilweise aberwitzigen Kleinstdialogen genau diesen Eindruck zu vermitteln versuchen.

Der geneigte Leser mag sich jetzt fragen: „Wie kommt er denn heute auf dieses Thema?“ Das iPad ist schuld. Ich schaue mir immer wieder mal an, was es so an neuen Apps gibt. Und gestern Abend entdeckte ich eine Gratis-App namens „iKamasutra“.  Kostenlos darf man in der App dann 20 tolle Stellungen bestaunen. Wenn man die kostenplfichtige Version für 2,39 Euro nimmt, gibt es alle 140 Sexstellungen, die das Kamasutra kennt.

Eine "ToDo-Liste" für Sex? iKamasutra.
Eine "ToDo-Liste" für Sex? iKamasutra.

Ich die Gratisversion der App natürlich runter geladen und angeschaut. Als Journalist ist Mann ja neugierig.  All zu auf- und anregend ist das, was dort zu sehen ist nicht. Neben der grafickschen Darstellung erläutert eine englische Beschreibung, wie die jeweilige Stellung halbwegs unfallfrei zu bewerkstelligen sein soll, wie anstrengend sie ist und wer der Beiden was und wieviel davon hat. Und bei manchen der vorgeschlagenen Stellungen dachte ich mir wieder: „Das soll Spaß machen?“ oder auch „Den Knoten kann nur ein Chiropraktiker wieder lösen.“ So dann will ich mal wieder die Brücke zum Thema Sportpoppen, Leistungsvögeln, Wettf***en und Hürdensex schlagen.

Was ich bei der App echt witzig aber nicht sexy finde ist zum einen die Möglichkeit, anzuklicken, ob man eine Stellung schon probiert hat oder nicht. Dann kann man sie als Favorit markieren. Und – Achtung – man kann Sie auf eine ToDo-Liste setzen. Getreu dem Motto: „Ach Liebling, heute Nacht müssen wir noch ‚Teelöffel‘, den ‚gespreitzen Adler‘ und den ‚Tänzer‘ abarbeiten. Wenn wir dann noch nicht platt sind, können wir ja auch nochmal sehen, ob wir endlich die ‚Bogenbrücke‘ zu Ende gevögelt bekommen.“

Och nö! Anfänger oder Meister?
Och nö! Anfänger oder Meister?

Und wenn man diese ganzen Stellungen gemeistert hat, ja dann bietet iKamasutra sogar eine Benotung oder Bewertung der Sportler an. Auf einer Skala sieht man dann bei jeder Stellung, ob man noch Anfänger (Novice) ist oder wie weit man es schon auf dem Weg zum Meister (Master) gebracht hat. Wie das ganze bewertet wird, ist mir schleierhaft. Oder zählt diese App einfach nur die häufigkeit, mit der man in entsprechender Position koitiert hat?!

Also ich empfehle statt Sportpoppen, Leistungsvögeln, Wettf***en und Hürdensex einfach „Liebe machen“. Lasst iKamasutra und ähnliche Apps und Dinge und auch das ganze Zeug im Internet außen vor und habt einfach Spaß aufeinander. Ok, vielleicht nicht jetzt im MOment bei dieser Affenhitze….

Deutschland – Ghana und Public Viewing GEHT DOCH!!

Mein erstes Public Viewing beim Auftaktspiel Deutschland gegen Australien war ja noch nicht so der Knaller. Obwohl Jogis Jungs die Australische Mannschaft mit 4:0 vom Platz geputzt hat, war es in der Emondshalle stimmungsmäßig eher mäßig zugegangen.  Deshalb sah ich mich auch zu der Überschrift „Public Viewing fast wie im Altersheim und die Deppen mit dem Möööööööp“ genötigt. Letzten Freitag konnte ich weder public noch irgendwie sonst viewen, denn ich hab auf der Arbeit Stallwache gehalten, damit die Kollegen gucken können. Bin ich nicht nett?! Der Spielverlust gegen Serbien war ja wenig prickelnd.

Gestern Abend ja da sah das ganze Bild schon anders aus. Sowohl zu dem Fußballspiel zwischen Deutschland und Ghana, als auch zum Public Viewing beim CVO kann ich nur eines sagen: Na also!! Geht doch!! Ok, als Fußballlaie vermag ich wenig Qualifiziertes zum Spiel zu sagen. Immerhin wir haben 1:0 gewonnen. Das die Abwehr nicht so prickelnd war und die Ghanaer (Ghanaaner? Ghanaesen? Ghanaisten? Ghanaten?) das logischerweise genutzt haben, das hab sogar ich kapiert. Das es Philip’che und Schweini dabei einiges gerettet haben, hab auch ich gesehen. Auch dass unsere Jungs einige sehr gute Chancen ungenutzt ließen, hab ich geschnallt. Aber drauf gesch… 1:0 gewonnen ist 1:0 gewonnen und Sonntag schicken wir England heim! Aber damit will ich Euch, über alles wertgeschätzte Leser, nicht weiter mit meinem Fußballunwissen bespaßen. Kommen wir zum Thema Public Viewing!

Öffentlich geguckt.
Öffentlich geguckt.

Diesmal waren wir beim CVO auf deren Vereinsgelände. Kein Vergleich zu den beschaulichen Abend in der Emondshalle. Hier war richtig was los. Da ging es ordentlich ab. Vuvuzelen, Tröten und anderes Lärmgerät kamen ebenso willig und häufig zum Einsatz, wie die eigene Stimme.  Keiner hat sich geschont. Und als dann in der 60-irgendwasten Minute das Tor viel, da war dann aber richtig Jazz! Da wurde Minuten lang gejubelt, gebrüllt, gehüpft, getanzt (solange der Platz es zuließ). Nicht wie in der Emondshalle, aufspringen „Juhu Juhu“ und brav wieder hinsetzen. Beim CVO war so ein Tor quasi richtig Orgamsus-fördernd. Naja ok, der Vergleich mag ebenso an den Haaren herbeigezogen sein, wie er hinkt, aber wenn ich dabei bleibe, gabs in der Emondshalle neulich eher nur viermal Vorspiel aber nicht einmal target=“_blank“>guten Sex.

Public Viewing beim CVO - da gings ab, da gings ab...
Public Viewing beim CVO - da gings ab, da gings ab...

Bereits in der 85. Minute ging es dann so richtig rund. Vor lauter Vuvu-und-sonst-noch-was-Läm, Gesinge und Gejohle war der Kommentator kaum mehr zu hören. Die Mannschaft wurde von uns aus Leibeskräften zum Schlusspfiff und zum Sieg gejubelt. Danach hat ein durchaus befähigter DJ dann einen Fußball-Hit nach dem anderen gespielt und es ging so lärmig-stimmungsvoll weiter. Tanzen auf Bänken und Tischen, das volle Programm. In der Emondshalle wurden da vermutlich schon wieder nach 30 Minuten die Lichter ausgemacht und die Tür abgeschlossen.

Aber wir haben erstmal ordentlich weiter gefeiert. Ich bin nach einer Stunde, so gegen 23:20 Uhr dann doch mal heim. Wollen wollte ich nicht, aber müssen mußte ich. Zum einen wollte Giacomo nochmal spazieren gehen, denn so ein Hund muss ja auch ab und an aus der Hose. Und heute um 6 Uhr klingelte ja auch wieder gnadenlos der Wecker. Und ich hab den Absprung rechtzeitig geschafft, denn meine Stimme schickte sich gestern Abend gerade an, ohne mich das Weite zu suchen.

Kultur ist selbst gemacht und vor Ort am schönsten – Das Schräge Jubiläum

Ich kenne ein Ehepaar, das leistet sich Kultur. Ja wirklich „leisten“, so nennen die es selbst. Sie haben ein Theaterabonnement für das Theater in Mainz, selbstverständlich beste Sitzplatzkategorie. „Dafür zahlen wir immerhin….“, so erzählen sie gerne. Unlängst berichteten sie: „Wir waren in der Semperoper in Dresden. Die Karten haben XX Euro gekostet, aber man gönnt sich ja sonst nichts.“ Wann immer beide über Theater- und Operbesuche berichten, schwingt in ihren Erzählungen der gleiche Tenor (nein nicht der, der singt, hier wird die erste Silbe betont!) mit: „Es ist nur gut, wenn es möglichst teuer und exklusiv ist“.

Dass Theateraufführungen wie in Mainz und die Vorstellungen in der Semperoper in Dresden zweifelsohne kulturelle Highlights sind, bestreite ich nicht im Geringsten. Aber wenn der Besuch eben jener Bühnen weniger dem Genuss der Kultur als der Definition des eigenen sozialen Status dient, dann finde ich das langweilig. Lies „Kultur ist selbst gemacht und vor Ort am schönsten — Das Schräge Jubiläum“ weiter

Samstag Abend irgendwo in Mainz ….

Bekanntlich gibt es Bilder, die ganze Geschichten erzählen. Anders herum gibt es genau so Geschichten, bei denen ich sehr schnell die passenden Bilder dazu im Kopf habe. Vor allem, wenn derjenige oder (in diesem Fall) diejenige diese Geschichte besonders gut und bildhaft erzählt. So ging es mir am Montagabend. Da hatte ich ganz fix ein passendes Bild im Kopf.

Leider bin ich in Sachen Zeichnen und Skizzieren nicht wirklich gut. Aber meine werte Frau Mama ist reichlich mit künstlerischem Talent gesegnet und hat das Bild aus meinem Kopf sichtbar gemacht, nachdem ich die Geschichte ebenso bildhaft weiter erzählt habe. Wenn Du dir also ein Bild von dem Bild in meinem Kopf machen willst, einfach klicken und Du bist voll im Bilde! Lies „Samstag Abend irgendwo in Mainz ….“ weiter