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Deutschland – Ghana und Public Viewing GEHT DOCH!!

Mein erstes Public Viewing beim Auftaktspiel Deutschland gegen Australien war ja noch nicht so der Knaller. Obwohl Jogis Jungs die Australische Mannschaft mit 4:0 vom Platz geputzt hat, war es in der Emondshalle stimmungsmäßig eher mäßig zugegangen.  Deshalb sah ich mich auch zu der Überschrift „Public Viewing fast wie im Altersheim und die Deppen mit dem Möööööööp“ genötigt. Letzten Freitag konnte ich weder public noch irgendwie sonst viewen, denn ich hab auf der Arbeit Stallwache gehalten, damit die Kollegen gucken können. Bin ich nicht nett?! Der Spielverlust gegen Serbien war ja wenig prickelnd.

Gestern Abend ja da sah das ganze Bild schon anders aus. Sowohl zu dem Fußballspiel zwischen Deutschland und Ghana, als auch zum Public Viewing beim CVO kann ich nur eines sagen: Na also!! Geht doch!! Ok, als Fußballlaie vermag ich wenig Qualifiziertes zum Spiel zu sagen. Immerhin wir haben 1:0 gewonnen. Das die Abwehr nicht so prickelnd war und die Ghanaer (Ghanaaner? Ghanaesen? Ghanaisten? Ghanaten?) das logischerweise genutzt haben, das hab sogar ich kapiert. Das es Philip’che und Schweini dabei einiges gerettet haben, hab auch ich gesehen. Auch dass unsere Jungs einige sehr gute Chancen ungenutzt ließen, hab ich geschnallt. Aber drauf gesch… 1:0 gewonnen ist 1:0 gewonnen und Sonntag schicken wir England heim! Aber damit will ich Euch, über alles wertgeschätzte Leser, nicht weiter mit meinem Fußballunwissen bespaßen. Kommen wir zum Thema Public Viewing!

Öffentlich geguckt.
Öffentlich geguckt.

Diesmal waren wir beim CVO auf deren Vereinsgelände. Kein Vergleich zu den beschaulichen Abend in der Emondshalle. Hier war richtig was los. Da ging es ordentlich ab. Vuvuzelen, Tröten und anderes Lärmgerät kamen ebenso willig und häufig zum Einsatz, wie die eigene Stimme.  Keiner hat sich geschont. Und als dann in der 60-irgendwasten Minute das Tor viel, da war dann aber richtig Jazz! Da wurde Minuten lang gejubelt, gebrüllt, gehüpft, getanzt (solange der Platz es zuließ). Nicht wie in der Emondshalle, aufspringen „Juhu Juhu“ und brav wieder hinsetzen. Beim CVO war so ein Tor quasi richtig Orgamsus-fördernd. Naja ok, der Vergleich mag ebenso an den Haaren herbeigezogen sein, wie er hinkt, aber wenn ich dabei bleibe, gabs in der Emondshalle neulich eher nur viermal Vorspiel aber nicht einmal target=“_blank“>guten Sex.

Public Viewing beim CVO - da gings ab, da gings ab...
Public Viewing beim CVO - da gings ab, da gings ab...

Bereits in der 85. Minute ging es dann so richtig rund. Vor lauter Vuvu-und-sonst-noch-was-Läm, Gesinge und Gejohle war der Kommentator kaum mehr zu hören. Die Mannschaft wurde von uns aus Leibeskräften zum Schlusspfiff und zum Sieg gejubelt. Danach hat ein durchaus befähigter DJ dann einen Fußball-Hit nach dem anderen gespielt und es ging so lärmig-stimmungsvoll weiter. Tanzen auf Bänken und Tischen, das volle Programm. In der Emondshalle wurden da vermutlich schon wieder nach 30 Minuten die Lichter ausgemacht und die Tür abgeschlossen.

Aber wir haben erstmal ordentlich weiter gefeiert. Ich bin nach einer Stunde, so gegen 23:20 Uhr dann doch mal heim. Wollen wollte ich nicht, aber müssen mußte ich. Zum einen wollte Giacomo nochmal spazieren gehen, denn so ein Hund muss ja auch ab und an aus der Hose. Und heute um 6 Uhr klingelte ja auch wieder gnadenlos der Wecker. Und ich hab den Absprung rechtzeitig geschafft, denn meine Stimme schickte sich gestern Abend gerade an, ohne mich das Weite zu suchen.